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Veröffentlicht am 09.03.2025

Der Kampf der Frauen um einen Platz in der Wissenschaft

Weserleuchten
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Zwei Frauen, die um Selbstbestimmung und Freiheit kämpfen und einander zu Freundinnen werden.

Emilie ist Botaniker und Pflanzenforscherin aus ganzem Herzen, sie will die Welt verstehen und legt sehr ...

Zwei Frauen, die um Selbstbestimmung und Freiheit kämpfen und einander zu Freundinnen werden.

Emilie ist Botaniker und Pflanzenforscherin aus ganzem Herzen, sie will die Welt verstehen und legt sehr viel Leidenschaft für ihren Beruf an den Tag. Ihren Mann hat sie verlassen, weil er ihre Beweggründe überhaupt nicht versteht und er zudem dem Alkohol zuspricht. Teilweise kam sie mir ein wenig zu naiv vor, denn sie handelte teilweise sehr weltfremd.

Louise, die Bremer Bürgerstochter, verliebt sich in den falschen Mann. Er spielt ein perfides Spiel mit ihr, in dem er aber nicht alle Spielregel bestimmt, sondern auch eine Marionette seiner Familie ist. Auch ihr fällt es schwer die Regeln, die die Gesellschaft ihr auferlegt zu akzeptieren und ihren eigenen Spielraum zu finden.

Zwei Frauen, die versuchen ihren Weg zu gehen, aber immer wieder von den Männern ausgebremst werden. Fast alle Männer, bis auf eine Ausnahme werden eher negativ dargestellt. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Facettenreichtum und Tiefe der Figuren gewünscht.

Zudem ist der Klappentext vom Verlag sehr unglücklich gewählt, da er nahezu die gesamte Handlung vorwegnimmt. Themen des Romans sind die Flora und Fauna, das Vorbereiten einer Expedition, das Erstellen eines Herbariums. Aber auch Standesdenken, sexuelle Übergriffe und Intrigen sind Themen dieses Romans.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr eingänglich und die Seiten fliegen nur so dahin. Der Bremer-Dialekt der Frauen macht die Dialoge sehr authentisch und lebensnah. Auch die Verhältnisse der armen Bevölkerungsschichten werden glaubhaft beschrieben.

Ein interessanter Roman, der den Kampf der Frauen um ihre Stimme in der Wissenschaft und Gesellschaft zum Thema macht und die Hindernisse und Widrigkeiten aufzeigt.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Was bedeutet Schönheit in schwierigen Lebenslagen?

Und morgen wieder schön
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Ein sehr berührender Roman, der einer stillen Heldin ein Denkmal setzt und Frauen Mut macht.

Amanda ist eine Protagonistin, wie man sie sich nur wünschen kann. Sie geht in die weite Welt hinaus nach ...

Ein sehr berührender Roman, der einer stillen Heldin ein Denkmal setzt und Frauen Mut macht.

Amanda ist eine Protagonistin, wie man sie sich nur wünschen kann. Sie geht in die weite Welt hinaus nach Paris, weil sie den Traum hat, dem Modeschöpfer Karl Lagerfeld die Models zu frisieren. Doch dieser “schiebt” sie zu seinem Freund ab, der ihr erst einmal das Handwerk beibringen soll. Er lässt Amanda nur zusehen und sie wird auf eine lange Geduldsprobe gestellt. Als er immer mehr dem Alkohol zusagt, ergreift sie ihre Chance. Doch Paris ist nicht ihre Erfüllung, die liegt Jahre später in Berlin.

Der Roman unterteilt sich in zwei große Teile einmal Paris (1968-1972) und Berlin (1976-1981). Mir persönlich näher war der Teil in Berlin, ich empfand ihn intensiver und persönlicher. Die Modewelt ist nicht so meins, aber für das Verständnis von Amanda wichtig. Wie begleiten die Hauptfigur durch schwierige Zeiten mit einer einzigartigen Mission. Frauen das Gefühl zu geben schön zu sein, selbst in schwierigsten Zeiten. Der Kampf gegen den Krebs lässt so manche Frau verzweifeln, die Haare fallen aus, selbst die Wimpern existieren nicht mehr. Genau dann ist Amanda da, sie schneidet die Haare so, dass man sie zu einer Perücke verarbeiten kann und pflegt die Haut der Kundinnen.

Ein sensibler Roman der von Tod, Trauer, Verzweiflung aber auch Hoffnung erzählt. Eine Geschichte, die Mut macht und die Schönheit der Frauen, abseits der Laufstege und Modemagazine in den Mittelpunkt stellt. Amanda ist der Friseurmeistern Elisa Leimbach nachempfunden, die genau dies für ihre Kundinnen getan hat. Eine Frau, die verstanden hat, was Schönheit auch in schwierigen Lebenslagen für ihre Kundinnen bedeutet. Ein lesenswerter leiser Roman über eine beeindruckende Frau.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Wie Feuer und Eis

The Favourites
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Ein ungewöhnlicher und gleichzeitig spannender und eindringlicher Roman um ein Eistanzpaar, welches man so schnell nicht vergessen wird.

Der Roman handelt von Katerina Shaw, die sich bereits als kleines ...

Ein ungewöhnlicher und gleichzeitig spannender und eindringlicher Roman um ein Eistanzpaar, welches man so schnell nicht vergessen wird.

Der Roman handelt von Katerina Shaw, die sich bereits als kleines Mädchen in den Kopf gesetzt hat, eine Olympische Medaille zu gewinnen. Sie lernt Heath Rocha kennen und lieben. Die beiden sind ein spannungsgeladenen Parr nicht nur auf dem Eis sprühen die Funken zwischen den beiden, sondern auch abseits der Eisfläche. Ihre Rivalen sind Bella und Garreth Lin, sie kommen in dasselbe Trainingszentrum. So sollen die beiden Paare sich gegenseitig puschen. Doch die Rechnung geht nicht so ganz auf. Ein Wirrwarr aus Intrigen, Gefühlen und skandalösen Momenten ist das Ende.

Der Roman ist interessant konzipiert. Grundsätzlich unterteilt er sich in fünf Teile. Aber dies ist nicht das herausragende Element. Er liest sich wie ein Dokumentarfilm, wir haben erzählende Passage, die immer wieder von “Interview-Partner” unterbrochen werden. Die Interview-Passagen feuern das Lesetempo ungemein an, es werden Dinge vorweggenommen und in einen größeren Zusammenhang gestellt, sowie Andeutungen werden gemacht, die man als Leser*in nicht einordnen kann.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und gut zu lesen, die vielen Dialoge auch in den Erzählpassagen heizen das Lesetempo an und sorgen so dafür, dass man rasch vorankommt. Hinzu kommt der gute Spannungsaufbau des Romans, weil sich auch die Story am Ende immer mehr zuspitzt und mit einem ungewöhnlichen und dramatischen Ende aufwartet. Eine Erzählung die nicht nur klassische Liebesroman oder New Adult Fans begeistern wird, sondern auch solche die gerne einen Blick hinter die Kulissen des Eiskunstlaufens bzw. Eistanzen werfen möchten. Ein Roman, der aufgrund seines ungewöhnlichen Aufbaus im Gedächtnis bleiben wird und der Dramatik und Skandal vereint.

Gänsehaut und Herzklopfen garantiert bei vier starken Protagonisten, die sich nichts schenken und nur ein Ziel haben Gold bei Olympischen Spielen.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Ein Einsiedler im Hotel

Dorn. Hotel der Angst
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Spannend geschrieben mit einem sehr charakterlich gegensätzlichen Ermittlerduo hat dieser Auftakt einer neuen Buchreihe mir gut gefallen. Eine ehrgeizige Ermittlerin des Bundeskriminalamtes Österreich ...

Spannend geschrieben mit einem sehr charakterlich gegensätzlichen Ermittlerduo hat dieser Auftakt einer neuen Buchreihe mir gut gefallen. Eine ehrgeizige Ermittlerin des Bundeskriminalamtes Österreich wird tot in Hamburg aufgefunden. Die Spur ist eher mysteriös. Die junge Kriminalpolizistin Lea Wagner wird auf den Fall aufmerksam, da sie die Tote flüchtig kannte. Im Zuge ihrer Ermittlungen reist sie zu einem alten verlassenen Hotel, in dem der ehemalige Kriminalpsychologe Simon Dorn lebt. Bald müssen beide feststellen, dass mehr als nur ein Mord hinter der Sache steckt.

Lea Wagner ist eine junge aufgeschlossene Kommissarin, die aber manchmal etwas naiv wirkt. Sie möchte gute Arbeit leisten und schießt dabei aber so manchmal über das Ziel hinaus. Simon Dorn ist vom Leben gezeichnet und wirkt sehr depressiv. Das Einsiedlerleben gibt ihm Sicherheit doch die “Schrecken der Vergangenheit” lassen ihn nicht wirklich los. Die sehr interessante Mischung der beiden Charaktere ist eine der absoluten Stärken des Romans. Das Konfliktpotential ist vorprogrammiert und doch müssen beide ungewollt zusammenarbeiten.

Der Schreibstil ist gut erzählend und sehr gut lesbar. Mein Lieblingsnebencharakter ist Buddy der Hund, der doch so seine zahlreichen Auftritte in der Handlung hat. Der Autor schafft es gut die Geschichte auch aus der Sicht bestimmter Personen in die Geschichte einzubauen. Ich hätte mir noch ein zwei Twists im Laufe der Story gewünscht, wie ich es von den vorangegangenen Romanen des Autors erlebt habe. Die Geschichte an sich ist aber trotzdem gut spannend und man ist als lesende Person immer gewillt schnell weiterzulesen. Das Setting mit dem verlassenen Hotel ist eine sehr gute Idee, die mit Sicherheit noch viel Potential für Geschichten bietet. Ich bin gespannt, ob es einen weiteren Fall von Simon Dorn und Lea Wagner geben wird. Ich würde gerne wissen, wie es mit den beiden weitergeht.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Mord mit Mozarkugeln

Salzburger Intrigen
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Ein sympathisches Ermittlerduo ermittelt in der Mozartstadt. Ein junges Paar gräbt in ihrem Garten ein menschliches Skelett aus. Bei den Ermittlungen von Dina Stassny und Adrian Billinger vom LKA erleben ...

Ein sympathisches Ermittlerduo ermittelt in der Mozartstadt. Ein junges Paar gräbt in ihrem Garten ein menschliches Skelett aus. Bei den Ermittlungen von Dina Stassny und Adrian Billinger vom LKA erleben die Leser einen Ausflug in die Kunstwelt (Musikszenerie) von Salzburg. Kurz danach wird eine Schriftstellerin mit Mozartkugeln vergiftet. Bald gerät das Paar unter verdacht. Aber vieles ist nicht so wie es scheint und so beginnen interessante Ermittlungen.

Dina ist eine sympathische junge Frau, die Emotionen bei ihren Ermittlungen zeigt. Sie hat ein besonderes Talent, dass sie sich sehr gut Gesichter von Fotos oder Begegnungen merken kann. Dieses Talent hilft ihr sehr bei ihrer alltäglichen Arbeit. Ihr Kollege Adrian schwärmt heimlich für sie, zeigt dies aber immer nur im Verborgenen, was ich lustig fand. Die Ermittlungen werden gut beschrieben und als lesende Person hat man so einige verdächtige Charaktere.

Der Schreibstil ist flüssig, bei einzelnen Charakteren mit leichtem österreichischem Akzent und gut lesbar. Gerade die lokale Note sorgt für Authentizität beim Lesen. Die Spannung ist gut temperiert, auch wenn ich mir hier noch mehr Turns in der Handlung gewünscht hätte. Ab der Mitte der Story war ich mir sicher, wer hinter den Taten steckt. Hier hätte die Autorin vielleicht noch die ein oder andere Fallstrick einbauen können. Die Charaktere und Hintergründe der Ermittlungen sind aber gut ausgebaut und sorgen für ein sehr stimmiges Bild. In Summe hat mir dieser Krimi gut gefallen und ich würde nochmals bei diesem interessanten Ermittlerduo zuschlagen.

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