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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2025

Schwere Entscheidungen einer engagierten Strafverteidigerin

Dunkle Momente
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„Dunkle Momente“ von Elisa Hoven ist inhaltlich und stilistisch mal etwas ganz anderes und konnte mich gerade deshalb sehr begeistern. In jedem Kapitel geht es um einen zurückliegenden Fall der Protagonistin ...

„Dunkle Momente“ von Elisa Hoven ist inhaltlich und stilistisch mal etwas ganz anderes und konnte mich gerade deshalb sehr begeistern. In jedem Kapitel geht es um einen zurückliegenden Fall der Protagonistin Eva. Die einzelnen Kapiteln lesen sich dabei fast schon wie Kurzgeschichten und sind wirklich toll auf den Punkt erzählt. Darüber hinaus gibt es aber auch eine Rahmenhandlung, welche sich hauptsächlich um die persönliche Entwicklung der Hauptfigur dreht. Der Titel ist in diesem Fall außergewöhnlich treffend und hängt mit mehreren Entscheidungen der Strafverteidigerin zusammen. Voller Grautöne ist Eva eine Figur welche ich zwar faszinierend, aber nicht durchgehend sympathisch fand. Letztlich ist sie immer auf der Seite ihrer Mandant:innen und überschreitet wiederholt (moralische) Grenzen. Gerade deshalb löst die Erzählung aber einen regelrechten Sog aus und ich musste unbedingt weiterlesen. Vorhersehbar ist hier wirklich nichts. Der Schreibstil ist trotz fachlicher Begriffe eingängig und liest sich flüssig. Und auch über unser deutsches Justizsystem lernt man nebenbei so manches. Alles in allem ist der Autorin mit „Dunkle Momente“ eine wirklich großartige Mischung gelungen. Gerade da es nicht immer einfach ist klar in Gut und Böse zu unterteilen, regt das Buch zum Nachdenken an. Gerne vergebe ich begeisterte 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Liebe und Spiritismus verpackt in einer fesselnden Geschichte

Hinters Licht
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Sowohl zu Beginn, als auch im Nachwort von „Hinters Licht“ stellt Autorin Åsa Avdic klar das ihre Geschichte rein fiktiv ist und sie historische Authentizität nicht als Ziel hatte, auch wenn es einige ...

Sowohl zu Beginn, als auch im Nachwort von „Hinters Licht“ stellt Autorin Åsa Avdic klar das ihre Geschichte rein fiktiv ist und sie historische Authentizität nicht als Ziel hatte, auch wenn es einige Figuren wohl tatsächlich gab und auch manches zeitgeschichtliche Detail stimmt. Im Großen und Ganzen ist die Handlung aber frei erfunden, was sie allerdings nicht weniger interessant macht. Der Erzählstil ist durchaus besonders, dadurch aber sehr reizvoll. Denn mit häufig wechselnden Perspektiven und Zeitsträngen, ja sogar mit einem variierenden Erzählton, sorgt die Autorin für ordentlich Abwechslung. Die Handlung zieht von Beginn an in ihren Bann, erst durch eine an Obsession grenzende Liebesgeschichte, dann durch die spiritistischen Experimente. Ein überraschendes Ende rundet das Leseerlebnis schlussendlich perfekt ab. Das gesamte Buch ist unterhaltsam und die originelle Thematik war mal etwas ganz anderes. Auch deshalb vergebe ich gerne 5 Sterne und würde mich freuen in Zukunft noch anderes von der Autorin lesen zu können.

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Veröffentlicht am 22.02.2025

Macht Lust auf wilde Geschmackserlebnisse

Wilde Pflanzen essen
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„Wilde Pflanzen essen“ ist ein modernes Sachbuch in welchem Wildpflanzenexpertin Christine Rauch ihr Wissen unkompliziert und sympathisch weiter gibt. Wunderbar anschaulich und farbenfroh ist das Buch ...

„Wilde Pflanzen essen“ ist ein modernes Sachbuch in welchem Wildpflanzenexpertin Christine Rauch ihr Wissen unkompliziert und sympathisch weiter gibt. Wunderbar anschaulich und farbenfroh ist das Buch von Ernestine Donnerberg illustriert worden. Vom Gesamtergebnis bin ich einfach nur begeistert. Die geordnete Struktur und die Stichwortverzeichnisse erleichtern das schnelle Nachschlagen. So wird mich der tolle Ratgeber sicherlich noch lange im Alltag begleiten. Aber auch die erste durchgängige Lektüre machte einfach nur Spaß. Obwohl jede Pflanze nur eine Doppelseite zur Verfügung hat, finden sich dort viele Informationen. Standort, Aussehen, welche Teile essbar sind und wie man diese verarbeiten könnte, sind nur einige davon. Zur sicheren Bestimmung empfiehlt es sich allerdings zusätzlich noch eine App oder ein Bestimmungsbuch zu verwenden. Und auch genauere Tipps zum Sammeln finden sich nicht in diesem Buch. Der Fokus liegt ganz klar auf den Pflanzen-Porträts und den Geschmacksprofilen. Zahlreiche grundlegende Rezepte runden am Ende das Werk dann perfekt ab. Wenn du also Lust hast Neues zu entdecken und den eigenen Vorrat mit kreativen und besonderen Kreationen aufzuwerten, dann ist „Wilde Pflanzen essen“ genau das Richtige. Ich persönlich bin auf jeden Fall voll und ganz zufrieden und freue mich im nun anstehenden Frühling bald loslegen zu können.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Tiefgründig und absolut fesselnd - Mein erstes Jahreshighlight

Mickey und Arlo
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Eher untypisch fürs Genre war „Mickey und Arlo“ der Autorin Morgan Dick ein echter Page-Turner für mich. Die Geschichte ist dabei unglaublich vielschichtig wobei mich besonders die authentischen Charaktere ...

Eher untypisch fürs Genre war „Mickey und Arlo“ der Autorin Morgan Dick ein echter Page-Turner für mich. Die Geschichte ist dabei unglaublich vielschichtig wobei mich besonders die authentischen Charaktere und deren eindrückliche Lebensgeschichten gefangen nahmen. Thematisch geht es im Roman ans Eingemachte und so stehen Sucht, Co-Abhängigkeit, Trauer und Persönlichkeitsentwicklung ungeschönt im Mittelpunkt. Gerade da die Figuren so lebendig wirken, fühlte ich ungewöhnlich stark mit ihnen mit. Neben all der Schwere ist die Erzählung aber durchaus auch kraftvoll. Der Schreibstil liest sich mühelos, ist aber doch auch pointiert und elegant. Auch deshalb ist „Mickey und Arlo“ ein besonderes Leseerlebnis. Sehr eindrucksvoll vermittelt die Autorin wie zerstörerisch sich Sucht auf die gesamte Familie auswirken kann und trotz des etwas verrückten Plots wirkt die Geschichte insgesamt stimmig. Da ich absolut nichts zu kritisieren habe, vergebe ich natürlich 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Krimi im dystopischen Setting

Der letzte Mord am Ende der Welt
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„Der letzte Mord am Ende der Welt“ war mein erstes Buch des Autoren Stuart Turton, wobei er nun definitiv einen Fan mehr gewonnen hat. Die Geschichte konnte mich von Beginn an fesseln, wobei sich die Spannung ...

„Der letzte Mord am Ende der Welt“ war mein erstes Buch des Autoren Stuart Turton, wobei er nun definitiv einen Fan mehr gewonnen hat. Die Geschichte konnte mich von Beginn an fesseln, wobei sich die Spannung allerdings nur langsam aufbaut. Innerhalb der ersten 100 Seiten entfaltet sich zunächst detailliert das Setting und auch für die Figurenzeichnung nimmt der Autor sich Zeit. Dann wird es aber doch auch noch richtig spannend und ganz schön brenzlig. Insgesamt hat mir die Mischung aus dystopischer Atmosphäre und klassischer Ermittlungsarbeit sehr gut gefallen. Allerdings bin ich aber auch sowohl Fan von Krimis, wie auch von Dystopien. Die Handlung hält finde ich jede Menge feiner Zwischentöne bereit, überrascht durch bestimmte Wendungen aber auch immer wieder. Und auch der Schreibstil passte für mich perfekt und zieht durch die lebendigen Schilderungen direkt in die Geschichte. Auch deshalb konnte mich „Der letzte Mord am Ende der Welt“ faszinieren und fesseln. Da das Buch meine großen Erwartungen absolut erfüllt hat vergebe ich gerne begeisterte 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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