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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2025

Neue spannende Verwicklungen für die Spurenfinder

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Bereits der erste Teil gefiel mir schon gut, in „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ haben Marc-Uwe Kling und seine Töchter Johanna, Luise und Elisabeth aber finde ich nochmal eine Schippe drauf gelegt. ...

Bereits der erste Teil gefiel mir schon gut, in „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ haben Marc-Uwe Kling und seine Töchter Johanna, Luise und Elisabeth aber finde ich nochmal eine Schippe drauf gelegt. Diesmal verschlägt es Elos und die Zwillinge Ada und Naru nach Iriandria wo der König höchstpersönlich um Hilfe bittet. Bei nur einem Fall bleibt es aber nicht lange und so ermitteln die Spurenfinder bald in unterschiedliche Richtungen. Die Atmosphäre ist dabei durchaus gelöst, humorvoll und weniger übertrieben albern, so gefiel mir der Schreibstil richtig gut. Aber auch die Krimiaspekte erschienen diesmal ausgereifterer und sorgten für ordentlich Spannung. Dies ergänzt sich für mich perfekt mit dem besonderen Charme der erschaffenen Welt. Diese wird vielfach durch tolle Illustrationen veranschaulicht. Die Geschichte hält neben einigen bekannten Gesichtern auch neue Charaktere bereit, was ebenfalls für Abwechslung sorgte. Und da am Ende Elos einziges ungelöstes Rätsel noch offen ist dürfen wir auf einen weiteren Band hoffen, was mich sehr freut. Diese besondere Reihe macht einfach nur Spaß und so kann ich „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ voll und ganz weiterempfehlen! Einsteiger sollten aber am besten zunächst zum ersten Band greifen.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Großartige Science Fiction - Vielschichtig, bewegend und erstaunlich überraschend

Lyneham
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In der Science Fiction begegnen einem ja häufig ähnliche Plots. Und so war auch „Lyneham“ zu Beginn eine recht klassische Geschichte in welcher die Menschheit einen fremden Planeten besiedeln möchte. Autor ...

In der Science Fiction begegnen einem ja häufig ähnliche Plots. Und so war auch „Lyneham“ zu Beginn eine recht klassische Geschichte in welcher die Menschheit einen fremden Planeten besiedeln möchte. Autor Nils Westerboer schafft allerdings darüber hinaus eine unfassbar packende und nachdenklich machende Erzählung. Obwohl alles weit von unserer heutigen Lebensrealität entfernt ist, gelingt es ihm essentielle moralische Fragen über das Menschsein, die Natur und unser Zusammenleben aufzugreifen. Besonders eindrucksvoll waren darüber hinaus die zahlreichen überraschenden und doch auch klugen Wendungen der Handlung für mich. Auch auf Action und Spannung verzichtet Nils Westerboer nicht und so kam zudem ein flottes Tempo auf. Und auch der Schreibstil lag mir sehr und sorgte dafür, dass ich vollends ins Buch abtauchen konnte. Gerade Henrys kindliche und überaus sympathische Perspektive machte mir das Mitfühlen leicht. Er und seine Geschwister stehen im Mittelpunkt des Geschehens was trotz der schwierigen Situation für eine gewisse Leichtigkeit sorgt. Mit ihnen gemeinsam die fremde neue Welt auf Perm zu entdecken machte großen Spaß. Insgesamt kann ich „Lyneham“ uneingeschränkt weiterempfehlen, der Roman ist gerade auch für Neulinge im Genre überaus interessant und gut lesbar.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Schwere Entscheidungen einer engagierten Strafverteidigerin

Dunkle Momente
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„Dunkle Momente“ von Elisa Hoven ist inhaltlich und stilistisch mal etwas ganz anderes und konnte mich gerade deshalb sehr begeistern. In jedem Kapitel geht es um einen zurückliegenden Fall der Protagonistin ...

„Dunkle Momente“ von Elisa Hoven ist inhaltlich und stilistisch mal etwas ganz anderes und konnte mich gerade deshalb sehr begeistern. In jedem Kapitel geht es um einen zurückliegenden Fall der Protagonistin Eva. Die einzelnen Kapiteln lesen sich dabei fast schon wie Kurzgeschichten und sind wirklich toll auf den Punkt erzählt. Darüber hinaus gibt es aber auch eine Rahmenhandlung, welche sich hauptsächlich um die persönliche Entwicklung der Hauptfigur dreht. Der Titel ist in diesem Fall außergewöhnlich treffend und hängt mit mehreren Entscheidungen der Strafverteidigerin zusammen. Voller Grautöne ist Eva eine Figur welche ich zwar faszinierend, aber nicht durchgehend sympathisch fand. Letztlich ist sie immer auf der Seite ihrer Mandant:innen und überschreitet wiederholt (moralische) Grenzen. Gerade deshalb löst die Erzählung aber einen regelrechten Sog aus und ich musste unbedingt weiterlesen. Vorhersehbar ist hier wirklich nichts. Der Schreibstil ist trotz fachlicher Begriffe eingängig und liest sich flüssig. Und auch über unser deutsches Justizsystem lernt man nebenbei so manches. Alles in allem ist der Autorin mit „Dunkle Momente“ eine wirklich großartige Mischung gelungen. Gerade da es nicht immer einfach ist klar in Gut und Böse zu unterteilen, regt das Buch zum Nachdenken an. Gerne vergebe ich begeisterte 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Liebe und Spiritismus verpackt in einer fesselnden Geschichte

Hinters Licht
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Sowohl zu Beginn, als auch im Nachwort von „Hinters Licht“ stellt Autorin Åsa Avdic klar das ihre Geschichte rein fiktiv ist und sie historische Authentizität nicht als Ziel hatte, auch wenn es einige ...

Sowohl zu Beginn, als auch im Nachwort von „Hinters Licht“ stellt Autorin Åsa Avdic klar das ihre Geschichte rein fiktiv ist und sie historische Authentizität nicht als Ziel hatte, auch wenn es einige Figuren wohl tatsächlich gab und auch manches zeitgeschichtliche Detail stimmt. Im Großen und Ganzen ist die Handlung aber frei erfunden, was sie allerdings nicht weniger interessant macht. Der Erzählstil ist durchaus besonders, dadurch aber sehr reizvoll. Denn mit häufig wechselnden Perspektiven und Zeitsträngen, ja sogar mit einem variierenden Erzählton, sorgt die Autorin für ordentlich Abwechslung. Die Handlung zieht von Beginn an in ihren Bann, erst durch eine an Obsession grenzende Liebesgeschichte, dann durch die spiritistischen Experimente. Ein überraschendes Ende rundet das Leseerlebnis schlussendlich perfekt ab. Das gesamte Buch ist unterhaltsam und die originelle Thematik war mal etwas ganz anderes. Auch deshalb vergebe ich gerne 5 Sterne und würde mich freuen in Zukunft noch anderes von der Autorin lesen zu können.

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Veröffentlicht am 22.02.2025

Macht Lust auf wilde Geschmackserlebnisse

Wilde Pflanzen essen
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„Wilde Pflanzen essen“ ist ein modernes Sachbuch in welchem Wildpflanzenexpertin Christine Rauch ihr Wissen unkompliziert und sympathisch weiter gibt. Wunderbar anschaulich und farbenfroh ist das Buch ...

„Wilde Pflanzen essen“ ist ein modernes Sachbuch in welchem Wildpflanzenexpertin Christine Rauch ihr Wissen unkompliziert und sympathisch weiter gibt. Wunderbar anschaulich und farbenfroh ist das Buch von Ernestine Donnerberg illustriert worden. Vom Gesamtergebnis bin ich einfach nur begeistert. Die geordnete Struktur und die Stichwortverzeichnisse erleichtern das schnelle Nachschlagen. So wird mich der tolle Ratgeber sicherlich noch lange im Alltag begleiten. Aber auch die erste durchgängige Lektüre machte einfach nur Spaß. Obwohl jede Pflanze nur eine Doppelseite zur Verfügung hat, finden sich dort viele Informationen. Standort, Aussehen, welche Teile essbar sind und wie man diese verarbeiten könnte, sind nur einige davon. Zur sicheren Bestimmung empfiehlt es sich allerdings zusätzlich noch eine App oder ein Bestimmungsbuch zu verwenden. Und auch genauere Tipps zum Sammeln finden sich nicht in diesem Buch. Der Fokus liegt ganz klar auf den Pflanzen-Porträts und den Geschmacksprofilen. Zahlreiche grundlegende Rezepte runden am Ende das Werk dann perfekt ab. Wenn du also Lust hast Neues zu entdecken und den eigenen Vorrat mit kreativen und besonderen Kreationen aufzuwerten, dann ist „Wilde Pflanzen essen“ genau das Richtige. Ich persönlich bin auf jeden Fall voll und ganz zufrieden und freue mich im nun anstehenden Frühling bald loslegen zu können.

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