Was du auch tust ...
Lady MidnightEmma Carstairs war zwölf als ihre Eltern starben. Mittlerweile ist Emma siebzehn Jahre alt, eine nahezu fertig ausgebildete Schattenjägerin und glaubt fest daran, dass ihre Eltern nicht im Kampf gegen ...
Emma Carstairs war zwölf als ihre Eltern starben. Mittlerweile ist Emma siebzehn Jahre alt, eine nahezu fertig ausgebildete Schattenjägerin und glaubt fest daran, dass ihre Eltern nicht im Kampf gegen Dämonen ums Leben gekommen sind, sondern dass etwas oder jemand anderes hinter ihrem Tod steckt. Zusammen mit ihrem besten Freund Julian Blackthorn lebt sie im Schattenjägerinstitut in Los Angeles. Als weitere Leichen gefunden werden, die, wie Emmas Eltern, alte Schriftzeichen auf der Haut tragen, will Emma verständlicherweise herausfinden, wer dahintersteckt. Nicht nur, um den Mörder ihrer Eltern zur Rechenschaft zu ziehen, sondern auch um mit der Vergangenheit abschließen zu können.
Neben Emma ist auch Julian ein nicht unwichtiger Charakter. Auch er hat keine Eltern mehr, im Gegensatz zu Emma aber jüngere Geschwister für die er nun die Verantwortung trägt. Keine leichte Aufgabe für einen Teenager.
Fans von „Die Chroniken der Unterwelt“ sind Emma und Julian schon aus „City of Heavenly Fire“ bekannt. „Lady Midnight“ spielt nun fünf Jahre später. Emma und Julian sind mittlerweile Schattenjäger und Parabatai und auch in der Schattenwelt und in Idris ist die Zeit nicht stehen geblieben.
Wie bereits in „Die Chroniken der Unterwelt“ stellt Cassandra Clare auch in ihrer neuen Reihe wieder die Probleme und Sorgen ihrer Protagonisten einer Bedrohung von außen gegenüber. Emma und Julian stehen auf der Schwelle zum Erwachsensein und natürlich stehen Liebe, Freundschaft und das Ärgernis nicht Ernst genommen zu werden im Vordergrund. „Lady Midnight“ ist aber keinesfalls eine Coming-Of-Age Geschichte. Emmas Nachforschungen zum Tod ihrer Eltern beinhalten Elemente aus dem Kriminalroman und dann ist da ja noch die Sache mit den Schattenweltlern, die die Geschichte ins Fanatsygenre rückt.
„Lady Midnight“ ist ein gelungener Genremix, der sich zudem flüssig runterlesen lässt. Wie gewohnt werden zwischendurch immer ein paar popkulturelle Verweise eingeworfen, die die Geschichte in der außertextuellen Welt verankern.