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Veröffentlicht am 25.04.2025

Sink or Swim

Das Licht in den Wellen
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"Sink or Swim" das ist das Lebensmotto der fast 100 jährigen Inge. Aufgewachsen auf Föhr in bescheidenen Verhältnissen. Mit Anfang zwanzig flüchtet sie nach New York, wo sie bei anderen Auswanderern aus ...

"Sink or Swim" das ist das Lebensmotto der fast 100 jährigen Inge. Aufgewachsen auf Föhr in bescheidenen Verhältnissen. Mit Anfang zwanzig flüchtet sie nach New York, wo sie bei anderen Auswanderern aus Föhr Einstellung in einem Delikatessen Laden findet. Dort wird sie mit ihrem besonderen Kartoffelsalat berühmt, der ihr viele Türen öffnet. Ihr Lebensende verbringt sie mit ihrer Familie wieder auf ihrer Heimatinsel.
Kurz vor ihrem 100. Geburtstag beschließt Inge das sie noch einmal nach New York möchte und bucht für sich und ihre Urenkelin eine Schifffahrt dahin. Auf der Reise schildert sie ihrer Enkelin Swantje ihr Leben.

Mir ist Inge direkt ans Herz gewachsen. Janne Mommsen schafft es eine berührende Geschichte zu schildern ohne viel Aufregung oder Spannung und dennoch kann man nicht aufhören zu lesen. Mir hat es gut gefallen das er immer wieder den Föhrer Dialekt eingebaut hat, das machte das Buch noch authentischer. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen.

Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung nächstes Jahr.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Familiendrama

Die Garnett Girls
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Georgina Moore nimmt uns in ihrem Roman mit auf die Isle of Wight zu den Garnett Girls. Das sind die drei Schwestern Rachel, Imogen und Sasha und ihre Mutter Margo.
Margo ist eine ganz besondere Frau und ...

Georgina Moore nimmt uns in ihrem Roman mit auf die Isle of Wight zu den Garnett Girls. Das sind die drei Schwestern Rachel, Imogen und Sasha und ihre Mutter Margo.
Margo ist eine ganz besondere Frau und Mutter. Sie wurde als die Kinder noch klein waren von ihrem Alkoholkranken Mann Richard ohne ein Wort verlassen. Dies stürzte sie in eine Depression, bei der sie fast ihre Kinder verloren hat. Danach durfte im Hause Garnett nie wieder ein Wort über den Vater und Ehemann verloren werden. Margo will nur das Beste für Ihre drei Töchter. Eine gute Schulbildung, Jobs bei denen sie Unabhängig sind und einen liebevollen Mann. Sie mischt sich dabei sehr ins Leben ihrer Töchter ein. Diese gehen mit der Situation alle ganz unterschiedlich um.
Der frühe Verlust des Vaters und eine Mutter die gerne Partys schmeißt und viele Liebhaber hat führt zu manchen Konflikten in der Familie. Bei einer Party kommt es schließlich zu einem großen Streit und danach zeigt sich was wirklich wichtig ist im Leben und das auch die Vergangenheit dazu gehört und aufgearbeitet werden muss.

Mir hat das Buch überzeugt. Ich mochte die unterschiedlichen Charaktere sehr und konnte mich in alle hineinversetzen. Auch Margos Verhalten konnte ich zum großen Teil nachvollziehen. Das auch immer wieder Rückblicke in die Kindheit der drei Schwestern und in die Anfangszeit der Beziehung von Margo und Richard geschildert wurden hat vieles verständlicher gemacht und mir sehr gefallen. Für mich eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Alles bestens...oder doch nicht?!

Bis die Sonne scheint
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Christian Schünemann nimmt und in seinem Roman "Bis die Sonne scheint" mit in die 80er Jahre. Wir begleiten die Familie Hormann, die aus Vater Siegfried, Mutter Marlene und vier Kindern besteht. Daniel ...

Christian Schünemann nimmt und in seinem Roman "Bis die Sonne scheint" mit in die 80er Jahre. Wir begleiten die Familie Hormann, die aus Vater Siegfried, Mutter Marlene und vier Kindern besteht. Daniel ist das jüngste Kind und wir erleben die Geschichte aus seiner Sicht. Er freut sich auf die bevorstehende Konfirmation und wüscht sie ein Samtsakko dafür. Das aus diesem und auch aus vielen anderen Wünschen wohl nichts wird merkt er, als er herausfindet, das seine Eltern pleite sind. Diese spielen die Situation aber immer wieder herunter und lassen den Schein wahren das alles in bester Ordnung ist.

In Rückblenden bis zur Nachkriegszeit erfahren wir wie es soweit kommen konnte.

Der Autor präsentiert uns eine humorvolle, warmherzige Geschichte ohne große Höhepunkte, die einen zum Nachdenken anregt. Mir hat das Buch gut gefallen und ich habe es gerne gelesen. Das Cover finde ich passend gewählt.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Ruhiger Unterhaltungsroman in wunderschöner Natur

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Das wunderschöne Buchcover hat mich dazu verleitet mir das Buch genauer anzusehen.
"Middeltide, was die Gezeiten verbergen" ist der Debütroman von Sarah Crouch. Es ist eine Mischung aus Liebesroman und ...

Das wunderschöne Buchcover hat mich dazu verleitet mir das Buch genauer anzusehen.
"Middeltide, was die Gezeiten verbergen" ist der Debütroman von Sarah Crouch. Es ist eine Mischung aus Liebesroman und Krimi und erhält viele tolle Naturbeschreibungen.

Wir begleiten in der Geschichte Elijah, der in der Küstenstadt Point Orchards aufgewachsen ist. Mit 17 verlässt er nicht nur die Kleinstadt, um seinen Wunsch Schriftsteller zu werden zu erreichen, sondern auch seine Jugendfreundin Nakita. Erst Jahre später kehrt er nach seinem gescheiterten Leben als Autor wieder in seine Heimat zurück und lebt in der heruntergekommen Hütte seines verstorbenen Vaters ein Aussteigerleben. Er sehnt sich nach seiner großen Liebe Nakita, doch da ist noch eine andere Frau, Erin, eine Ärztin, die sein Interesse weckt. Doch Erin wird ermordet aufgefunden und Elijah wird der Tat verdächtigt. Nun muss Elijah nicht nur um seine Liebe kämpfen sondern auch um seine Unschuld. Wird ihm das gelingen?

Sarah Crouch schafft es mit zarten, leisen Worten einen an die Geschichte zu fesseln. Ich mochte ihren Sprachstil sehr. Das Buch spielt in verschiedenen Zeiten, was ich sehr mag. Die Charaktere konnten mich überzeugen und auch ihr Handeln war meist logisch und nachvollziehbar. Allerdings war es zwischendurch etwas langatmig. Dazu kommt noch, dass man schnell ahnen konnte was es mit dem Mord auf sich hatte.

Für mich war Middletide ein schönes Buch, welches ich gerne gelesen habe, welches mich aber nicht komplett überzeugt hat. Dennoch kann ich es empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Ein besonderer Roadtrip

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
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Im Buch "Das Verhalten ziemlich normaler Menschen" begleiten wir Asher auf seinem Weg nach dem Tod seiner Mutter durch Wut, Trauer und dem Wunsch nach Rache. Er schließt sich gleich mehreren Selbsthilfegruppen ...

Im Buch "Das Verhalten ziemlich normaler Menschen" begleiten wir Asher auf seinem Weg nach dem Tod seiner Mutter durch Wut, Trauer und dem Wunsch nach Rache. Er schließt sich gleich mehreren Selbsthilfegruppen an und trifft dort auf Henry, Will und Sloane, die auch alle mit der Trauer kämpfen.
Zusammen begeben sie sich auf einen Roadtrip nach Memphis.

K.J. Reilly hat hier nicht nur ein Buch für Jugendliche geschrieben. Trotz der oft sehr einfachen direkten Sprache schafft sie es auch Erwachsene zu begeistern. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Sie schreibt in recht kurzen Kapiteln und stellenweise war es leider etwas langatmig aber im großen Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Wer Lust hat ein Buch über Trauerbearbeitung und Freundschaft zu lesen ist hier genau richtig. Von mir gibt es vier Sterne.

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