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Veröffentlicht am 25.02.2025

Die Geschichte von Migranten im chinesischen Bürgerkrieg – interessant.

Die Tage nach dem Pflaumenregen
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Das Buch beginnt wie bei einem klassischen Musikwerk mit einer Ouvertüre im Jahr 1947 in Shanghai aus der Perspektive der weiblichen Hauptperson Sushi Zhang im Alter von 16 Jahren, gefolgt von einem Kapitel ...

Das Buch beginnt wie bei einem klassischen Musikwerk mit einer Ouvertüre im Jahr 1947 in Shanghai aus der Perspektive der weiblichen Hauptperson Sushi Zhang im Alter von 16 Jahren, gefolgt von einem Kapitel im Jahr 2008 in Los Angeles mit einer Rückbesinnung aus der Sicht des ehemaligen Nachbarsjungen Haiwen Wang. Den Abschluss dieser Liebesgeschichte der zweiten Chancen bildet eine Coda - in Shanghai im Jahre 1982 mit abschließenden Endnoten. Diese zwei jungen Chinesen treffen bereits 1938 zur Einschulung aufeinander mit Haiwen voller Musik im Kopf neben seinem Geigenspiel. Das damalige Leben in den Shikumen, den typischen traditionellen Shanghai-Häusern, in den Stichstraßen, sogenannten Longtangs oder Lilongs, ist einfühlsam beschrieben. Das politische Umfeld unter der Herrschaft der Japaner, der Kempeitai, zu Zeiten Chiang Kai-sheks, das Überleben auf Taiwan, in Hongkong und auch im jüdischen Viertel von Shanghai spielt eine große Rolle. Die herzzerreißende Historie zwischen Krieg und Trennung beider Hauptfiguren von ihrer Familie und ihrer Heimat über sechs Jahrzehnte schmerzt. Nicht nur der Neuanfang in den USA, in New York City und Los Angeles, gelingt trotz des Chinese Exclusion Acts, sondern auch das zufällige Wiederfinden in L.A. als zweite Chance ihrer langjährigen Liebe gefällt. Gefühle der Resignation, Hoffnung und der Sehnsucht nach der Heimat und Familie in Shanghai wurden sehr oft wiederholt. Die zwei Erzählstränge sind leider zeitlich nicht chronologisch geführt, was den Überblick über das Gesamtgeschehen erschwert.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Ein Krimi des goldenen Zeitalters

Campion. Tödliches Erbe
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Das Cover zeigt im kunstvoll ziselierten, verschnörkelten Rahmen einen englischen Familiensitz in Suffolk, der unter die Lupe genommen werden soll. Bei diesem Auftrag für Albert Campion, einem der cleversten ...

Das Cover zeigt im kunstvoll ziselierten, verschnörkelten Rahmen einen englischen Familiensitz in Suffolk, der unter die Lupe genommen werden soll. Bei diesem Auftrag für Albert Campion, einem der cleversten Detektive der Krimiliteratur, geht es um die Verhinderung des Diebstahls eines legendären Gold-Kelches aus vornormannischer Zeit der adeligen Familie Gyrth. Die 1966 verstorbene englische Autorin beschreibt diese Hauptfigur als einen unter vielen Decknamen getarnten Mann mit einem Gesichtsausdruck liebenswürdiger Beschränktheit. In seinen Dialogen zeigt er britischen Humor mit understatements, stets höflich und kreativ in etwas antiquierter Wortwahl. Der Beginn des Krimis mit Percival, kurz Val genannt, wirkt mit seiner Beschreibung als heruntergekommener Mann Mitte zwanzig, mit einem an ihn adressierten, aufgerissenen Briefumschlag und seiner seltsamen Entführung etwas unrealistisch, zu sehr konstruiert. Einige Wendungen z. B. zusammen mit Scotland Yard, dem amerikanischen Experten Professor Cairey und der Agentin der Société Anonyme Mrs. Shannon beleben die Vorgänge rund um die sagenumrankten Geheimnisse der Gyrths. Thematisiert werden auch Hexerei und mittelalterliche Relikte.

Insgesamt ein Lesespaß mit Vintage-Charakter.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Eine schmerzhafte Rückbesinnung an eine enge Freundschaft

Wenn wir lächeln
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In zwei Teilen geht es um charakterlich sehr verschiedene, 16-jährige Frauen in der Real-Abschlussklasse, die sich bei einem Fußballspiel Mitte der Nullerjahre als einzige Mädchen unter Jungen auf dem ...

In zwei Teilen geht es um charakterlich sehr verschiedene, 16-jährige Frauen in der Real-Abschlussklasse, die sich bei einem Fußballspiel Mitte der Nullerjahre als einzige Mädchen unter Jungen auf dem Ascheplatz kennenlernen. Sie spielen mit den Blicken von Männern und lächeln. Anto, vorbestraft, selbstbewusst, stiehlt, lügt, raucht, trinkt und hat aus Angst vor sexuellen Übergriffen auf dem nächtlichen Nachhauseweg gern Waffen zur Selbstverteidigung dabei. Ihr Verhältnis zur abwesenden Mutter ist eigentlich unklar. Mal ist diese in Kur, im Ausland oder erfolgreich durch Vorträge und Ayurveda-Kurse n der ganzen Welt. Ihre Freundin Jara, vorsichtig und ängstlich, erzählt zunächst von ihrer panischen Rückbesinnung auf Antos Spring in die Ruhr von einer alten Brücke. Krasse Themensprünge und Zeitenwechsel in jeweils einem Kapitel befassen sich ausgiebig mit deren alkoholträchtigem Freizeitverhalten, mit ihren kriminellen Energien. Dass sie beide sich dabei auch mit männlichen sexuellen Übergriffen auseinander setzen müssen, sorgt zunehmend für Wut und aggressive Verteidigungsstrategien. Im zweiten Teil wechselt Jara zum Gymnasium und erlebt aber auch dort nicht nur bei männlichen Wetten und Mutproben grobe sexuelle Belästigung. Sich gegenseitig zu beschützen, läuft mehr und mehr außer Kontrolle. Die Zuspitzung auf eine ganz heikle Situation sorgt für reichlich Spannung. Leider erfordern Jaras ständig wechselnde Gedankensprünge je Absatz im Kapitel große Konzentration, um den Gesamtzusammenhang voll zu erfassen.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Ein spannendes Szenarium mit optischen Strukturmängeln!

Die Schanze
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Das winterlich gehaltene Cover mit perspektivischem Blick von einer Sprungschanze in die beeindruckende Tiefe fällt ins Auge, verstärkt durch den sechsarmigen grell grünen Strahleneffekt – ein gelungener ...

Das winterlich gehaltene Cover mit perspektivischem Blick von einer Sprungschanze in die beeindruckende Tiefe fällt ins Auge, verstärkt durch den sechsarmigen grell grünen Strahleneffekt – ein gelungener Eyecatcher. Im Zentrum des Thrillers steht die junge Ärztin Ellen Roth, Anfang dreißig, die vom geliebten Partner verlassen sich emotional lädiert von der Großstadt Hamburg und dem dortigen Krankenhausbetrieb abwendet. Die Beschreibung des Hauskaufs mit defekter Heizung inclusive der Übernahme der Allgemeinpraxis mit wichtiger Patientenkartei von Dr. Schwarz in ihrem Heimatdorf im Alpenbereich erscheint unrealistisch, bildet aber einen passenden atmosphärischen Rahmen für einen Krimi in einem absterbenden Dorf mit typischen Klischees in Eiseskälte. Auch dass Ellen an den schlimmen Ort eigener traumatischer Ereignisse zurückkehrt, erscheint nicht sinnvoll – muss alte, tiefe, unverheilte Narben aufreißen. Ihre emotionale Konstitution gepaart mit ihrer Einsamkeit und familiären Verstrickung gibt genügend Möglichkeiten zum Einbinden interessanter Nebenfiguren, fast ohne Erwähnung der Polizei. Die Charaktere kommen menschlich realistisch in ihren Aktionen rüber. Rückblenden mitten im Text sind nicht immer klar erkennbar und erschweren den Lesefluß. Der Gummiball in der Jackentasche des Polizisten i.R. lässt ein Fragezeichen offen. Insgesamt ein spannender Plot!

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Bedingungslose, wahre Liebe mit zu viel Drama

Almost isn't enough. Echoes of the Past (Secrets of Ferley 2)
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Das in rosa bis roten Farbtönen gehaltene Cover führt mit dem abendlichen Ambiente am Meer einfühlsam zum Setting der Küsten Kleinstadt Ferley. In Band 2 dieser New Adult Dilogie erzählen Hazel und Damian ...

Das in rosa bis roten Farbtönen gehaltene Cover führt mit dem abendlichen Ambiente am Meer einfühlsam zum Setting der Küsten Kleinstadt Ferley. In Band 2 dieser New Adult Dilogie erzählen Hazel und Damian in der Ich-Perspektive streckenweise auch von ihrer Kindheit neben ihren jetzigen Themen wie Hund, Buchhandlung, Boxkampf, Male und Kiten, mit Trigger-Warnung vor Drogenmissbrauch und Gewalt. Momente mit der Freundesclique erfreuen, während die Romance-Anteile im Push-Pull-Spiel zwischen Hazel und Damian nach 3-jähriger Funkstille nicht ausgewogen sind. Viele Fragen werden erst sehr spät beantwortet, z.B. wieso Hazel damals ging und sich nie bei ihren Freunden gemeldet hat oder wie sie solch astronomische Schulden hat anhäufen können. Während Damians Handlungen überzeugend wirken, schleppt Hazel zu viele Probleme und Geheimnisse viel zu lange mit sich herum, auch wenn ihr Verhältnis zum Großvater nachvollziehbar beschrieben wird. Deren Neuanfang ist von sehr belastenden Geheimnissen und auch Lügen überschattet, der natürlich zu einem konstruierten Spannungsbogen führt mit viel Drama.
Sicher eine gefühlvolle Unterhaltung für jüngere Leser*innen.

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