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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2025

Schwierig

Die Hummerkönige
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Eine kleine Insel vor 300 Jahren, Brumfitt Kings lebt vom Fischen, vom Hummerfang und vom Malen. Seine Frau ist ein „Selkie“, seine Kinder werden weiter Hummerkönige sein, aber jede Familie wird einen ...

Eine kleine Insel vor 300 Jahren, Brumfitt Kings lebt vom Fischen, vom Hummerfang und vom Malen. Seine Frau ist ein „Selkie“, seine Kinder werden weiter Hummerkönige sein, aber jede Familie wird einen Sohn an das Meer verlieren.
In der Jetztzeit hat sich nicht viel geändert. Die Kings sind immer noch die heimlichen Könige der Insel. Brumfitt ist als Maler so berühmt geworden, dass Touristen auf die Insel kommen nur wegen der Bilder. Aber es gibt auch Probleme mit den Nachbarn, die ins Hummerrevier eindringen, mit Alkohol und Drogen. Und in Ermangelung eines Sohnes will Cordelia die Tradition der Kings als Frau fortführen...

Die Beurteilung des Buches fällt mir etwas schwer. Durch die erste einhundert Seiten habe ich mich regelrecht gequält und gelangweilt und wollte oft mit dem Lesen aufhören. Diese Verknüpfung von einigen Mythen und übersinnlichen Sachen mit dem aktuellen Geschehen war nicht meins. Auch mag ich es nicht, wenn mir Gemälde beschrieben werden, was hier ständig passierte. Den Namen Brumfitt konnte ich nicht mehr lesen. Alles war so gleichförmig, selbst der Tod des Sohnes und der Frau.
Doch im Laufe des Buches wurde die Geschichte immer besser und nahm auch Spannung auf. Die Gefahren auf dem Meer, die tägliche schwere Arbeit beim Hummerfang, die Probleme der Familien, aber auch die Hilfe und der Zusammenhalt der Inselbewohner wurden gut beschrieben. Man spürte die sehr spezielle Atmosphäre. Schade, dass es nicht von Anfang an so war. So kann ich aufgrund der Startschwierigkeiten nur eine geringere Punktzahl vergeben.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Mehr erwartet

Yummy Books!
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Yummy Books ist eine Mischung aus Autobiografie, Buchvorstellung und Rezepten. Was mir anfangs interessant erschien, entpuppte sich beim weiteren Lesen aber genau als Problem für mich. Die biografischen ...

Yummy Books ist eine Mischung aus Autobiografie, Buchvorstellung und Rezepten. Was mir anfangs interessant erschien, entpuppte sich beim weiteren Lesen aber genau als Problem für mich. Die biografischen Sachen waren ganz nett, aber nicht tiefgreifend. Die Literatur war mir zum großen Teil nicht bekannt und die kurzen Nacherzählungen weckten auch nicht unbedingt mein Interesse. Die Rezepte waren zum Teil so einfach, dass ich mich fragte, warum sie in das Buch aufgenommen wurden (Kochen eines Eies), zum Teil fehlten mit zum Nachkochen die Profigeräte und oft waren sie einfach nicht mein Geschmack. Zu amerikanisch süß oder Süßes mit Salz bestreut. Dieser inhaltliche Mix könnte mich nicht überzeugen. Und auch die Aufmachung des Buches ist in meinen Augen kein großer Wurf. Der Pappeinband ... naja okay. Kann man machen. Die Fotos der Autorin sind meist fröhlich, allerdings zweifelte ich oft an der Hygiene des Ladens. Die meisten Rezepte haben gar keine Fotos, was ich als Mangel betrachte. Alles in allem eine gute Idee für einen Blog, in der Buchumsetzung habe ich mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Mehr erwartet

Die Garnett Girls
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Die Garnett-Familie ist schon etwas Besonderes. Die Mutter Margo genießt ihr Leben: mit jugendlichen Liebhabern, Partys und dem Verbot, Richards Namen zu erwähnen. Richard war ihre große Liebe und der ...

Die Garnett-Familie ist schon etwas Besonderes. Die Mutter Margo genießt ihr Leben: mit jugendlichen Liebhabern, Partys und dem Verbot, Richards Namen zu erwähnen. Richard war ihre große Liebe und der Vater ihrer drei Töchter. Er hat die Familie verlassen. Die Töchter Rachel, Imogen und Sasha halten sich an die Vorgaben, an die alten Regeln von Margo und haben in ihren eigenen Beziehungen ebenfalls mehr oder weniger große Probleme.

Das Buch ist eine Familiengeschichte über eine sehr besondere Familie. Anfangs war ich regelrecht begeistert über den Stil und habe die Seiten fast fliegend gelesen. Doch je weiter die Geschichte vorwärts ging - der Stil bliebt gleich gut - fing ich mehr und mehr an, mich etwas zu langweilen. Was vor allem daran lag, dass ich zu den Personen so gut wie keine Beziehung aufbauen konnte. Sie blieben irgendwie blass und hatten für mich einfach zu wenig Tiefgang. Ich konnte die Geschichte an jeder Stelle unterbrechen und war überhaupt nicht mehr begierig darauf, weiterzulesen. Erst gegen Ende der Geschichte änderte sich das wieder. Das ist schade, weil das Buch an sich nicht schlecht ist.

Daher spreche ich keine Leseempfehlung aus, würde aber auch niemand vom Lesen abhalten wollen.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Komisch

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Der Möchtegern-Schriftsteller Tommi lebt mangels Geld in einem Wohnwagen und die ukrainische Putzfrau Svetlana hat er sozusagen von seinem Vater geerbt und sie putzt bei ihm. Als beide zusammen mitten ...

Der Möchtegern-Schriftsteller Tommi lebt mangels Geld in einem Wohnwagen und die ukrainische Putzfrau Svetlana hat er sozusagen von seinem Vater geerbt und sie putzt bei ihm. Als beide zusammen mitten im Wald ein kleines Mädchen finden, beginnt ein Abenteuer und die Suche nach seiner Mutter. Da sich scheinbar die Polizei nicht dafür interessiert.

Irgendwie ist das Buch komisch für mich. Ich kenne mehrere Bücher des Autoren-Duos und habe nach dem Lesen dieses Buches das Gefühl, Klüpfel war zuständig für die Abteilung Humor bei den Kluftinger-Büchern und nicht unbedingt für die Abteilung Spannung. Jedenfalls ist es das, was dem vorliegenden Buch für mich völlig fehlt. Natürlich, es ist weder als Thriller noch als Krimi beschrieben. Doch irgendwie will es zumindest ein Krimi sein. Doch dafür fehlt mir einfach zu viel. Und was das Lustige angeht, die Wortspiele mit der ukrainisch-deutschen Sprache und die Spielchen im Altersheim haben sich relativ schnell abgenutzt. Es fällt mir irgendwie schwer, das Buch zu empfehlen. Ich fand keinen rechten Zugang. Für mich war es allenfalls Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Zu kalt

Ginsterburg
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1930 in der fiktiven Kleinstadt Ginsterburg beginnt auch hier die Herrschaft der Nazis. Die Menschen unterschiedlicher Profession und unterschiedlicher Klasse fangen an, sich mehr oder weniger mit den ...

1930 in der fiktiven Kleinstadt Ginsterburg beginnt auch hier die Herrschaft der Nazis. Die Menschen unterschiedlicher Profession und unterschiedlicher Klasse fangen an, sich mehr oder weniger mit den neuen Machtverhältnissen zu arrangieren oder sie auch auszunutzen. Das Buch springt dann in das Jahr 1940 und man sieht, was aus einigen der Menschen geworden ist und wie sich die Verhältnisse geändert haben. Noch krasser im Jahr 1945, mit dem das Buch endet.

Man merkt dem Buch deutlich an, dass der Autor die damaligen und die heutigen Zeiten vergleichen möchte. Der Ansatz ist sehr gut und das Buch ist auch gut lesbar. Der Stil ist interessant. Leider an manchen Stellen für meine Begriffe viel zu ausschweifend. Da werden Örtlichkeiten im Detail beschrieben. Leider trifft das auf die Menschen nicht zu. Und genau das ist meine Kritik an dem Buch. Die Menschen werden manchmal nur kurz vorgestellt, tauchen später ebenfalls nur für Momente oder gar nicht mehr in der Geschichte auf. Und irgendwie findet man zu ihnen keinen gefühlsmäßigen Zugang. Und dies ist mein Problem. Wenn man vor den damaligen Zeiten warnen will und Vergleiche zu heute zieht, muss man definitiv die Menschen über Gefühle erreichen. Das fehlt mir hier leider völlig. Sie kommen mir alle sehr kalt vor und teilweise hatte ich das Gefühl, dass alle irgendwie sehr speziell und gar nicht der Durchschnittbürger sind. Ein weiterer Kritikpunkt für mich ist, dass zwei der Figuren - nämlich Lothar und Erich - reale Personen sind. Darauf bin ich eher zufällig gestoßen und hier vermisse ich, dass im Anhang darauf eingegangen wird. So hat das Buch letztendlich leider meine Erwartungen nicht erfüllt.

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