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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2025

Geht so

Man lernt nie aus, Frau Freitag!
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Frau Freitag ist Lehrerin im Sabbat-Jahr und kommt auf die Idee, dass sie in dieser Zeit den Führerschein machen könnte. Eigentlich ist sie bisher gut ohne klargekommen, doch jetzt setzt sie sich mit Anfang ...

Frau Freitag ist Lehrerin im Sabbat-Jahr und kommt auf die Idee, dass sie in dieser Zeit den Führerschein machen könnte. Eigentlich ist sie bisher gut ohne klargekommen, doch jetzt setzt sie sich mit Anfang 50 in den Kopf, den Schein zu brauchen und "schnell mal" zumachen. Nicht einfach, wenn man gesagt bekommt, dass man eigentlich dafür schon "zu alt" ist und plötzlich zur Schülerin wird.

Frau Freitag geht also zur Fahrschule. Sie schreibt ihre Erlebnisse detailliert auf. Anfangs ist es noch ein bißchen witzig, doch mehr und mehr empfand ich es eher langweilig. Dabei konnte ich alles genau nachvollziehen, da ich zwar in jungen Jahren auch einen Führerschein gemacht hatte, nie gefahren und mit Anfang 50 neu eingestiegen bin inklusive ein paar Fahrstunden, den entsprechenden Problemen und auch Ängsten. Nur dass ich einen wesentlich besseren Fahrlehrer hatte. Aber ansonsten hatte ich das Gefühl: ich sitze in dem Auto, ich schreibe das auf. Und genau da ist für mich ein wenig das Problem an dem Buch. Ich hätte es genau so beschrieben, aber hätte das wirklich jemand von mir lesen wollen. Bis auf Angehörige und ein paar Freunde wohl eher keiner. Und so geht es mir mit diesem Buch. Man kann es schnell durchlesen, aber auch so schnell wieder vergessen. Nur ein paar Fahrlehrer schräg zu beschreiben reicht einfach nicht. Es nutzt sich schnell ab und so viel mehr kommt dann nicht.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Etwas enttäuschend

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
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Zoe hat als 15-jährige einen schweren Unfall verursacht, bei dem 3 Jugendliche starben. Sie war betrunken. Ihre Auffassung, dass ihr jemand Alkohol heimlich ins Glas gegeben hat, erkannte das Gericht nicht ...

Zoe hat als 15-jährige einen schweren Unfall verursacht, bei dem 3 Jugendliche starben. Sie war betrunken. Ihre Auffassung, dass ihr jemand Alkohol heimlich ins Glas gegeben hat, erkannte das Gericht nicht an und verurteilte sie zu Jugendgefängnis. Dadurch zerbrach die Ehe ihrer Eltern. Nach der Entlassung zog sie mit ihrer Mutter weg und in der neuen Stadt lernt die Mutter den reichen Geschäftsmann Chris kennen und heiratet ihn. Die Patchworkfamilie komplettiert Lucas, der Sohn von Chris aus 1. Ehe, und die gemeinsame Tochter Grace. Nur weiß Chris nichts von dem Vorleben von Zoe und ihrer Mutter und als Zoe und Lucas das erste gemeinsame Klavierkonzert in einer Kirche geben wollen, kommt es zum Eklat, als einer der Väter der gestorbenen Jugendlichen das Konzert stört. In der Nacht darauf ist Zoes Mutter tot …

Das Buch begann für mich ganz rasant. In kurzen Kapiteln erzählen die jeweils Beteiligten die Geschehnisse aus ihrer Sicht und auch in Rückblenden. Das ist ganz stark und hat mich gefesselt. Leider ebbte die Spannung im Laufe des Buches mehr und mehr ab. Die Erzählungen wurden immer ausufernder und detaillierter und damit auch langweiliger. Es ähnelte mehr einer Familiengeschichte (wenn auch tragisch) als einem Thriller. Gut lesbar, aber ein bißchen langatmig. Doch das Ende war dann für mich so unrealistisch, wenn man das Verhalten der Figuren vorher betrachtet, dass ich doch etwas enttäuscht war und das Buch nur noch als durchschnittlich einstufen kann.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Etwas zäh

Ein Sommer in Corona del Mar
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Mia und Lorrie Ann sind ganz dicke Freundinnen. In der Schule machen sie alles gemeinsam. Als Mia schwanger wird, begleitet Lorrie sie zur Abtreibung. Sie teilen alles und wollen gemeinsam studieren. Dabei ...

Mia und Lorrie Ann sind ganz dicke Freundinnen. In der Schule machen sie alles gemeinsam. Als Mia schwanger wird, begleitet Lorrie sie zur Abtreibung. Sie teilen alles und wollen gemeinsam studieren. Dabei sind die Voraussetzungen dafür nicht gleich. Lorrie Ann kommt aus einer guten intakten Familie, lernt leicht und hat den Studienplatz so gut wie in der Tasche. Mias Mutter dagegen trinkt und Mia muss sich ständig um ihre Geschwister kümmern. So bewirbt sie sich erst kurz vor Toresschluss für ein Studium und erhält zum Glück noch einen Platz. Doch dann ändert sich alles. Lorrie wird schwanger, entscheidet sich für das Kind und heiratet. Ihr Sohn wird schwer behindert geboren, sie wird nicht studieren und rutscht immer mehr ab. Mia dagegen macht nach dem Studium ihren Doktor und geht ins Ausland …

Das Buch wird als Roman einer perfekten Freundschaft beschrieben. Das war es nicht für mich. Dass sich im Leben einiges ändert und anders kommt als geplant, ist normal. Dass eine Jungmädchenfreundschaft so eng ist, dass sie ein ganzes Leben hält, ist sicher nicht selten. Doch was hier als Freundschaft beschrieben wird, ist für mich keine. Mia himmelt Lorrie in Jugendjahren an und überhöht sie total. In dem Alter nichts Ungewöhnliches. Doch auch als Mia sich weiter entwickelt, bleibt dieses Muster. Lorrie dagegen nimmt Mias Freundschaft nur an, wenn sie selbst ganz am Boden ist und Hilfe braucht. Sobald es ihr gut geht, ist Mia vergessen … für mich ist das keine Freundschaft. Doch ich wäre auch mit so einer Beschreibung gut klar gekommen, wenn sie sich gut gelesen hätte. Doch genau das war für mich nicht der Fall. Ab ca. 1/3 fand ich das Buch eher langweilig, aber der Hälfte musste ich mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen, denn ich fand das alles doch zäh. „Unwiderstehlich“ und „Bezaubernd“ – wie auf dem Buchrücken vermerkt – davon habe ich für mich leider nichts entdecken können.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Geht so

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
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Stephanie ist alleinerziehende Mutter. Ihr 5-jähriger Sohn Miles ist mit Nicky befreundet, dem Sohn von Sean und Emily. Emily arbeitet bei einem Modedesigner und hat ein glamoröses Leben. Sean ist in einer ...

Stephanie ist alleinerziehende Mutter. Ihr 5-jähriger Sohn Miles ist mit Nicky befreundet, dem Sohn von Sean und Emily. Emily arbeitet bei einem Modedesigner und hat ein glamoröses Leben. Sean ist in einer Bank. Beide haben nicht so viel Zeit und so freundet sich Emily mit Stephanie an und Stephanie betreut Nicky öfter mal. Stephanie dagegen ist zu Hause und hat nur ihren Internet-Blog. Die beiden Mütter werden beste Freundinnen. Emily bittet Stephanie, ihren Sohn über Nacht zu behalten. Doch dann holt sie ihn nicht mehr ab. Sie taucht wochenlang nicht mehr auf und dann wird ihre Leiche gefunden. Im Schmerz tun sich Stephanie und Sean zusammen … bis das Unfassbare passiert.

Mich hat das Buch nicht wirklich überzeugt. Die ersten Hälfte ist sehr langatmig und es wird ganz viel über Stephanies Blog rübergebracht. Nun ist der in Form einer überbesorgten Mutter geschrieben (ich muss zugeben – sehr echt). Ich kenne solche Blogs und frage mich immer, ob die Mütter bei der Geburt des Kindes ihr Gehirn abgegeben haben – es ist grässlich zu lesen. So habe ich mich ziemlich durchgequält. Ab der Mitte kommt dann Spannung auf, weil viele unvorhergesehene Dinge passieren. Ich kann das nicht weiter ausführlich begründen, weil ich sonst zu viel spoilern müsste. Gegen Ende hin – eigentlich dem Höhepunkt – wurde es für mich sehr unrealistisch, weil Stephanie als Figur einfach nur noch naiv dargestellt wurde. Das ist sie sicher auch – aber nicht in dem Umfang. Das war für mich nicht mehr glaubwürdig. Schade, hier wurde viel Potential vergeben.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Durchschnitt

Die Morde von Morcone
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Robert Lichtenwald ist wegen familiärer Probleme in sein Haus in der Maremma/Toskana gezogen. Schon nach kurzer Zeit entdeckt er eine Leiche. Der Tote wurde ermordet. Und er bleibt nicht der einzige. Alles ...

Robert Lichtenwald ist wegen familiärer Probleme in sein Haus in der Maremma/Toskana gezogen. Schon nach kurzer Zeit entdeckt er eine Leiche. Der Tote wurde ermordet. Und er bleibt nicht der einzige. Alles deutet auf einen religiösen Hintergrund hin und so untersucht Robert mehr notgedrungen das ganze zusammen mit der Teilzeitreporterin und Ladenbesitzerin Giada.

Zuerst einmal möchte ich das schöne Cover erwähnen. Die Toskana im Hintergrund und vorn die Schrift auf einer Art Grabstein empfand ich gut gelungen. Beim Buchinhalt muss ich leider Abstriche machen. Auch wenn es einige Tote gibt, den Grund für ihren Tod erfährt man sehr schnell und so ist es auch nicht wirklich schwer, zeitig auf den Täter zu kommen. Das hat bei mir dafür gesorgt, dass ich fast keine Spannung empfunden habe. Trotzdem war das Buch gut und auch zügig zu lesen. Man merkt dem Autor an, dass er die Toskana gut kennt. Leider hat er mit dem Einfügen vieler italischer Wörter stark übertrieben. An diesen Stellen stockte der Lesefluss und irgendwann nervte es eigentlich nur, weil es nicht wirklich irgendwie hilfreich war. Auch die so gegensätzlichen Hauptfiguren fand ich nicht unbedingt sympathisch und einige der „Ermittlungen“ nicht so richtig logisch. Alles in allem: nett zu lesen, aber nicht mehr als Durchschnitt.

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