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Veröffentlicht am 11.05.2025

Wien nach dem Krieg

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
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Stella ist Jüdin und flieht während des Zweiten Weltkriegs nach London. Durch diese Flucht kann sie den schlimmsten Konsequenzen des Krieges entkommen. Ihrer Familie jedoch bleibt dieses Schicksal verwehrt ...

Stella ist Jüdin und flieht während des Zweiten Weltkriegs nach London. Durch diese Flucht kann sie den schlimmsten Konsequenzen des Krieges entkommen. Ihrer Familie jedoch bleibt dieses Schicksal verwehrt – alle Angehörigen werden in Konzentrationslagern ermordet. Nach Kriegsende kehrt Stella nach Wien zurück, eine Stadt, die in Trümmern liegt.

Sie nimmt eine Stelle als Lehrerin für Deutsch und Englisch an. Doch die Rückkehr in den Berufsalltag ist alles andere als einfach. Stella liebt Literatur, insbesondere jene Bücher, die während des Krieges verboten waren. Ihre Leidenschaft für Bildung und Kultur steht im Kontrast zur Realität: Viele Lehrkräfte haben ihre nationalsozialistische Gesinnung nicht abgelegt, was die Situation zusätzlich erschwert.

Stella ist innerlich zerrissen – sie schwankt zwischen der schmerzhaften Vergangenheit und der Gegenwart. Obwohl ihr einige Menschen wohlgesonnen sind, begegnet sie vielen Widerständen und Unverständnis. Hier liegt für mich auch der größte Schwachpunkt des Buches: Die inneren Konflikte, Erinnerungen und emotionalen Belastungen werden meiner Meinung nach zu oberflächlich behandelt. Ich hatte mir eine tiefere, empathischere Auseinandersetzung mit Stellas Gefühlswelt gewünscht.

Dennoch bin ich nicht enttäuscht. Der Roman lässt sich flüssig lesen, die Hauptfiguren wirken sympathisch, und insbesondere Stellas Engagement für die Pädagogik finde ich sehr gelungen. Das zentrale Thema – die Verarbeitung der NS-Zeit – bleibt leider zu knapp, obwohl es von so großer Bedeutung ist.

Insgesamt schwanke ich zwischen drei und vier Sternen, entscheide mich aber für vier Sterne, da der Erzählstil überzeugend ist und das Buch trotz Schwächen eine wichtige Geschichte erzählt.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Schwierig

Hier draußen
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Das Buch lebt von der Erzählung über das Landleben – und ja, ich mag das Landleben. Doch sind die Menschen dort wirklich so anders? Meiner Meinung nach nicht. Sie nutzen moderne Technik, steuern ihre landwirtschaftlichen ...

Das Buch lebt von der Erzählung über das Landleben – und ja, ich mag das Landleben. Doch sind die Menschen dort wirklich so anders? Meiner Meinung nach nicht. Sie nutzen moderne Technik, steuern ihre landwirtschaftlichen Betriebe mit Computerprogrammen und sind in vielerlei Hinsicht genauso fortschrittlich wie Stadtbewohner.

Findet man auf dem Land leichter gute Freunde? Wahrscheinlich nicht. Aber ist es in der Stadt besser? Ich denke nicht. Natürlich ist es auf dem Land oft ruhiger, und längere Anfahrtswege oder fehlende öffentliche Verkehrsmittel können eine Herausforderung sein. Doch letztendlich zählt, dass jeder selbst entscheidet, wo er leben möchte.

In diesem Buch geht es um das Landleben – und um eine weiße Hirschkuh, deren Tod laut Aberglauben Unheil bringt. Die Grundidee des Romans gefällt mir sehr, insbesondere weil die Geschichte unaufgeregt erzählt wird. Allerdings empfand ich den Erzählstil als zu langatmig. Die vielen Seiten, die es braucht, um sich von der ruhigen Handlung tragen zu lassen, waren für mich der Grund, warum ich das Buch nur mit drei Sternen bewerte. Eine kürzere, prägnantere Erzählweise hätte mir besser gefallen.

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Thriller ??

Die Schanze
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Ob der Roman tatsächlich als Thriller einzuordnen ist, bleibt offen. Allerdings spielt ein Mord eine zentrale Rolle, was zunächst den Eindruck eines klassischen Krimis vermittelt. Erwartet hatte ich jedoch ...

Ob der Roman tatsächlich als Thriller einzuordnen ist, bleibt offen. Allerdings spielt ein Mord eine zentrale Rolle, was zunächst den Eindruck eines klassischen Krimis vermittelt. Erwartet hatte ich jedoch mehr Einblicke in die polizeiliche Ermittlungsarbeit, die hier kaum thematisiert wird. Stattdessen liegt der Fokus auf der Aufarbeitung von Vergangenheitskonflikten, die den Kern der Handlung ausmachen.

Die Hauptfigur Ellen trägt ein schwerwiegendes Trauma mit sich, das sie im Verlauf der Geschichte immer wieder dazu bringt, sich selbst durch Schnitte Schmerzen zuzufügen. Diese Thematik wird eindringlich behandelt und verleiht dem Roman eine tiefere psychologische Ebene.

Die Kapitelgestaltung fällt insgesamt recht knapp aus, was dazu führt, dass man sich als Leser gerade in ein Kapitel einfühlt, bevor es abrupt endet. Eine ausführlichere Darstellung hätte hier mehr Tiefe und Intensität schaffen können.

Die Darstellung der Dorfgemeinschaft ist facettenreich. Jede Figur wird mit einem eigenen, teils außergewöhnlichen Leben skizziert, was dem Roman einen besonderen Reiz verleiht. Dennoch bleibt die Frage, warum Ellen nicht in Hamburg geblieben ist, wo ihre persönliche Heilung möglicherweise besser vorangeschritten wäre. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Rückkehr in die Heimat ein wichtiger und mutiger Schritt ist, der die Grundlage für die Handlung bildet.

Insgesamt handelt es sich um einen lesenswerten Roman, der zur Reflexion über Themen wie Heimat, Traumabewältigung und persönliche Entwicklung anregt. Ich empfehle ihn gerne weiter.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Schade

Wellness
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Fragen über Fragen ??
Wie konnte es nur soweit kommen ??
Genau wie ich jetzt bin so wollte ich nie werden ??
Geht das automatisch , sind wir so gepohlt, dass sich das Leben wiederholt.

Alles was man als ...

Fragen über Fragen ??
Wie konnte es nur soweit kommen ??
Genau wie ich jetzt bin so wollte ich nie werden ??
Geht das automatisch , sind wir so gepohlt, dass sich das Leben wiederholt.

Alles was man als junger Mensch verachtet hat, was man im Traum nie sein wollte .
Ist man dann doch so geworden.
Das ist für mich die Hauptfrage die sich durch dieses Buch schiebt und die sehr authentisch ist.
Weil man sich selber wiederfindet.
Das Buch ist schon ein Wälzer und liest sich trotzdem schnell durch.
Viele Seiten, dünne Blätter und ganz viel Schrift.
Und trotzdem wird der Leser von der Geschichte gefangen.
Immer wieder einmal selber in das Land der Gedanken entführt und in Selbstzweifel geschickt.
Wellness ist der Titel und doch hat es mit Wellness an sich nicht viel zu und führt in die Irre. Und gerade das ist sehr spannend.
Ja mal ein richtig gutes Buch.

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Veröffentlicht am 15.06.2024

Komm schon...

Komm schon, Baby!
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Wer einen Roman sucht ohne große Ansprüche. Wer einen Roman nur so zum dahin lesen möchte, der wird es finden. Für ein Urlaubswochenende, für einen verregneten Tag. Dann findet man hier was man so braucht.
Angefangen ...

Wer einen Roman sucht ohne große Ansprüche. Wer einen Roman nur so zum dahin lesen möchte, der wird es finden. Für ein Urlaubswochenende, für einen verregneten Tag. Dann findet man hier was man so braucht.
Angefangen hat das Buch für mich sehr zackig und schnell war ich in der Geschichte. Klasse dachte ich mir, Und weiter.
Klar war auch das hier alle Klischees um Ärzte und Hebammen bedient werden, macht aber nichts, denn scheinbar wird es lustig. Irgendwann kam dann immer wieder für mich altbackene und hohle Sprüche dazu, die dürfen schon mal angewandt werden aber bitte nicht in Dauerschleife. Und aus dem Buch das ich mir Spaß und Freude am Anfang begonnen hatte wurde es so zäh wie Kaugummi. Gefühlt eine never ending Story, dabei ist alles so vorhersehbar
So richtig sympathisch waren die Hauptfiguren dann auch nicht. Und ja als es durch gelesen war, da konnte ich dann sagen : " Jetzt mache ich erst einmal wieder ein Pause mit Bücher von Ellen Berg "
Ein kleines bisschen mehr Anspruch in die Story und es wäre genial geworden.
Aber jeder liest am Besten selber

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