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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2025

schöner Erstling einen tollen Autorin

Forever, Interrupted
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Ich bin ein großer Fan von Taylor Jenkins Reid und schon in ihrem Debütroman zeigt sie, dass sie eine großartige Erzählerin ist. Sie versteht es, ihren Figuren Leben einzuhauchen und Emotionen oft auf ...

Ich bin ein großer Fan von Taylor Jenkins Reid und schon in ihrem Debütroman zeigt sie, dass sie eine großartige Erzählerin ist. Sie versteht es, ihren Figuren Leben einzuhauchen und Emotionen oft auf ganz einfache und ganz unsentimentale Weise zu beschreiben. Die Geschichte von Elsie, die nach 9 Tagen Ehe schon ihren geliebten Ehemann Ben verliert, ist eine voller Liebe und Trauer aber auch der Weg zur Verarbeitung eines großen Verlustes. Ich mag Geschichten, in denen Frauen erschüttert und aus der Lebensbahn geworfen scheinen und dann Stärke beweisen. Schön war hier auch, dass es Menschen wie Bens Mutter gibt, die mit Elsie verbunden sind und dass sie sich gemeinsam helfen. Für mich hätte es gerne noch ein bisschen länger sein dürfen, denn das Ende kam mir fast etwas zu abrupt. Aber ein Buch, dass ich sehr gerne gelesen habe und das Lust auf alle anderne Bücher der Autorin macht.

Veröffentlicht am 25.02.2025

solider Histo

Fernwehland
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Mein erstes Buch von Kati Naumann. Der Titel und der Klappentext haben mich total angesprochen.

Erzählt wird parallel eine Familiengeschichte und die Lebensgeschichte eines sehr bekannten Luxusdampfers. ...

Mein erstes Buch von Kati Naumann. Der Titel und der Klappentext haben mich total angesprochen.

Erzählt wird parallel eine Familiengeschichte und die Lebensgeschichte eines sehr bekannten Luxusdampfers. Das ist sowohl informativ als auch spannend in seiner Fiktion. Ein Schiff, dass mehrmals die Besitzer gewechsel hat. Von Schweden über die DDR und danach noch in etliche andere Länder. Dadurch entsteht auch die Möglichkeit die Menschen quer durch die Welt zu schicken und ihre Schicksale mit dem des Schiffes zu verbinden. Vor allem über die damalige DDR und wie sie das in Völkerfreundschaft umbenannte Schiff benutzte, erfährt man viel.

Mir hat das Buch gut gefallen auch wenn ich zu den Personen nicht so einen richtigen Bezug gefunden habe.

Veröffentlicht am 16.02.2025

unvorhersehbarer Genremix

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Mein erster Roman von Stuart Turton. Und er lässt sich nicht in ein Genre einordnen. Ein bisschen Dystophie und SF, ein bisschen Krimi und Klimakrise. Das hat mir ausnehmend gut gefallen, dieser ungewöhliche ...

Mein erster Roman von Stuart Turton. Und er lässt sich nicht in ein Genre einordnen. Ein bisschen Dystophie und SF, ein bisschen Krimi und Klimakrise. Das hat mir ausnehmend gut gefallen, dieser ungewöhliche Genremix, der in sich auch einige überraschende Wendungen und Spannungsmomente birgt.

Nur gut 120 Menschen haben einen weltweiten giftigen Nebel überlebt. Nun droht aber auch ihnen das Ende, ausgelöst durch einen Mord in ihrer Gemeinschaft und die Ahnung, dass damit auch ein Anschlag auf ihrer aller Sicherheit vertuscht werden soll.

Der Erzählstil ist eher knapp und sehr klar. Die kleine menschliche Gemeinschaft, die von der Natur auf ihre Grundbedürfnisse zurückgeworfen wurde, ist überschaubar und bedrückt ein wenig mit ihrer sehr reglementierten Welt auf einer kleinen Insel.

Das Ende ist unvorhersehbar und hat mir gut gefallen. Ein Autor, den ich gerne durch andere Bücher weiter entdecken möchte.

Veröffentlicht am 16.02.2025

Schöner Familienroman

Die Garnett Girls
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Was mir gefallen hat an Georgina Moores Debütroman „Garnett Girls“.
Im Mittelpunkt stehen 4 Frauen. Zum einen Mutter Margo, die am Scheitern ihrer leidenschaftlichen Liebesbeziehung zu Richard, schwer ...

Was mir gefallen hat an Georgina Moores Debütroman „Garnett Girls“.
Im Mittelpunkt stehen 4 Frauen. Zum einen Mutter Margo, die am Scheitern ihrer leidenschaftlichen Liebesbeziehung zu Richard, schwer zu tragen hat. Nachdem der Vater ihrer drei Töchter sie verlassen hat, verliert sie erst mal den Boden unter den Füßen und die Kinder leiden darunter. Während die Älteste versucht, ihre Mutter zu unterstützen, obwohl sie selbst erst 11 Jahre alt ist, so sind die jüngeren Mädchen verunsichert und entwickeln eigene Überlebens-Strategien, die sie auch im Erwachsenenleben belasten. Das Familienkonstrukt wackelt aber am Ende hilft es doch, dass die Frauen sich auf ihre Stärken besinnen und daran sogar wachsen.

Was mir nicht so gefallen hat.
An der ein oder anderen Stelle, hatte man den Text gerne etwas straffen können und der Leserschaft auch mehr Raum für eigene Interpretationen geben dürfen.

Fazit: Ein schöner Frauen- und Familienroman mit ein bisserl Luft nach oben.

Veröffentlicht am 09.02.2025

wichtiges Thema

Coast Road
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Das erz-katholische Irland vor 30 Jahren. Ich war tatsächlich ziemlich entsetzt, wie rückständig und frauenfeindlich dieses Land vor nicht einmal 3 Jahrzehnten noch war. Ich konnte es nicht fassen, dass ...

Das erz-katholische Irland vor 30 Jahren. Ich war tatsächlich ziemlich entsetzt, wie rückständig und frauenfeindlich dieses Land vor nicht einmal 3 Jahrzehnten noch war. Ich konnte es nicht fassen, dass eine bigotte Männergesellschaft den Frauen nicht nur ihre Selbstbestimmung verwehrte, sondern im Falle einer Trennung vom Ehemann auch den Enzug der Kinder, die Verachtung der Gesellschaft und Gewalt und Psychoterror.

Die Heldinnen der Geschichte sind ganz normale Frauen. Ihre Stärke müssen sie erst noch finden aber gemeinsam können sie Stück für Stück etwas für sich bewegen.

Angesichts heutiger negativer Entwicklungen z.B. in den USA ist dieses Buch und dieses Thema immer noch, oder schon wieder, hochaktuell. Der Schreistil ist leserfreundlich und man merkt, dass Die Autorin nicht einfach eine Geschichte erzählen wollte, sondern die Leserschaft zum Nachdenken bringen möchte.