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Veröffentlicht am 20.03.2025

Nur ein Sommer

Wenn die Tage länger werden
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Lisa ist Musiklehrerin und lebt mit ihrem sechsjährigen Sohn Paul alleine. In den Sommerferien fährt er mit seinem Vater Janusz zu den Großeltern nach Polen und Lisa hat den seltenen Luxus von Freizeit. ...

Lisa ist Musiklehrerin und lebt mit ihrem sechsjährigen Sohn Paul alleine. In den Sommerferien fährt er mit seinem Vater Janusz zu den Großeltern nach Polen und Lisa hat den seltenen Luxus von Freizeit. Sie möchte die Zeit nutzen, um sich wieder mit ihrer Geige zu beschäftigen, stellt aber fest, dass diese restauriert werden muss. Auf der Suche nach einem Geigenbauer, trifft sie auf Hans und seine Tochter Ute. Zwischen den beiden ungleichen Frauen entwickelt sich so etwas wie Freundschaft. Hans ist der Meinung, dass Lisas Geige eventuell viel älter und wertvoller ist als vermutet und so begibt sich Lisa auf Spurensuche.Dazu befragt sie auch ihre Mutter, was dieser äußerst unangenehm ist, nicht nur,weil Mutter und Tochter seit jeher ein angespanntes Verhältnis haben.

Ich kenne schon mehrere Bücher der Autorin, welche mir größtenteils sehr gut gefallen haben,leider kann ich das von diesem Buch nicht behaupten.
Es ist eine große Anzahl von Themen wie Nationalsozialismus, Kriegsverbrechen,Raubkunst,Krebserkrankung,beginnende Demenz usw, welche die Autorin hier aufgreift.Das führt dazu, dass jedes Thema nur kurz angerissen wird und keine Vertiefung stattfindet, manchmal ist weniger mehr. Außerdem konnte ich mich mit der Protagonistin Lisa überhaupt nicht anfreunden und somit keine Nähe aufbauen.
Was bleibt, ist ein Buch, was zwar leicht zu lesen war, mich emotional, aber kaum berührt hat, sehr schade.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Zieht sich etwas

Dunkle Schatten über Småland
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Im Sandkasten eines Ferienhauses finden Kinder einen menschlichen Oberschenkelknochen,das ist, da der Vater eines der Kinder Paläontologe ist, sofort klar. Luna Bofink und Alban Larsson nehmen die Ermittlungen ...

Im Sandkasten eines Ferienhauses finden Kinder einen menschlichen Oberschenkelknochen,das ist, da der Vater eines der Kinder Paläontologe ist, sofort klar. Luna Bofink und Alban Larsson nehmen die Ermittlungen auf. Schnell steht eine Gruppe, die sich „echte Werwölfe“ nennt, im Mittelpunkt der Ermittlungen.Doch es gibt auch andere Verdächtige,welche nach und nach in den Fokus rücken.



Zwar wurde die Atmosphäre in der Kleinstadt Idylle gut transportiert, aber nach und nach dominierte dieser Teil in meinen Augen zu stark. Auch das Privatleben der Kommissarin (schwanger, ja oder nein) nahm einen zu großen Rahmen ein, wodurch die eigentliche Krimihandlung streckenweise in den Hintergrund rückte. Ich lese sehr gerne schwedische Krimis, dieser konnte mich leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Tristesse und Glamour

Achtzehnter Stock
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Wanda lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im 18. Stock eines Berliner Plattenbaus,inmitten von Tristesse und chronischem Geldmangel. Seit sie in einem Werbefilm mitgearbeitet hat, träumt sie von ...

Wanda lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im 18. Stock eines Berliner Plattenbaus,inmitten von Tristesse und chronischem Geldmangel. Seit sie in einem Werbefilm mitgearbeitet hat, träumt sie von einer Karriere als Schauspielerin. Als es ihr gelingt ,eine Rolle zu ergattern,ist sie happy.Gleich zu Beginn der Dreharbeiten verliebt sie sich in ihren Kollegen Adam. Da wird ihre kleine Tochter schwer krank und Wanda, muß sich entscheiden, zwischen Kind und Karriere.

Zu Beginn hat mir die Geschichte gut gefallen, das Umfeld wurde sehr passend geschildert, die Protagonistin war mir jedoch von Anfang an nicht sympathisch und das hat sich leider während des gesamten Buches fortgesetzt. Obwohl ich ihren Wunsch nach einem besseren Leben nachvollziehen kann,schnitt es mir ins Herz ,wie sie sich aus der Verantwortung für ihre Tochter gezogen hat. Im zweiten Teil versandete die Geschichte in meinen Augen etwas, Nebensächlichkeiten wurden ständig wiederholt, wichtige Sachen (Krankheit der Tochter) rücken in den Hintergrund.
So blieb das Buch leider hinter meinen Erwartungen zurück.
Positiv bewerte ich die Sprecherin Nina Reithmeier,welche ihre Aufgabe gut gelöst hat.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Ginsterburg kann überall sein

Ginsterburg
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Der Autor hat sich eines Themas der Vergangenheit angenommen, dass aber gerade in der heutigen Zeit wieder brandaktuell ist. Als Setting hat er sich die fiktive Stadt Ginsterburg ausgesucht, die Ereignisse ...

Der Autor hat sich eines Themas der Vergangenheit angenommen, dass aber gerade in der heutigen Zeit wieder brandaktuell ist. Als Setting hat er sich die fiktive Stadt Ginsterburg ausgesucht, die Ereignisse könnten aber überall stattgefunden haben.Der Lebensweg der Protagonisten wird über einen Zeitraum von 10 Jahren. nämlich von 1935 - 1945 beobachtet.Mit der Machtergreifung durch Adolf Hitler ,ändert sich das Bild des scheinbar idyllisch anmutenden Städtchens von Grund auf,alle negativen Eigenschaften,welche in den unterschiedlichsten Menschen bisher unter der Oberfläche verborgen waren, wurden mit Macht nach oben gespült.Die Geschichte begann mit einem Paukenschlag und wurde dann in drei Zeitsprüngen von jeweils fünf Jahren präsentiert.

Obwohl ich von Anfang an, mit dem etwas sperrigen und sehr unübersichtlichen Schreibstil zu kämpfen hatte, fand ich die Geschichte am Anfang sehr interessant, vor allen Dingen im Hinblick darauf, dass ich an diesem Kapitel der deutschen Geschichte sehr interessiert bin.

Leider änderte sich das ziemlich schnell,weil es nicht gelungen ist,eine Struktur in die Geschichte zu bringen.Die Vielzahl der Personen und das ständige Hin -und Herspringen erschwerten den Durchblick in hohem Maße.Es führte außerdem dazu, dass die einzelnen Personen blass blieben.Viele unwichtige Ereignisse wurden in den Vordergrund gerückt , während der wichtigere Teil oft nur in kurzen Nebensätzen präsentiert wurde.Außerdem gab es mehrere Personen, die kurz in der Geschichte auftauchten und dann wieder in der Versenkung verschwanden.

Trotzdem ist es gelungen ,die negativen Einflüsse durch die braune Übermacht,darzustellen.Nicht nur die Kinder,welche ja noch keine gefestigte eigene Meinung hatten und dem Einfluss von BdM und HJ hilflos ausgeliefert waren, sondern auch die Erwachsenen änderten sich in erschreckenderer Weise.Jeder versuchte,den für sich größten Vorteil zu erreichen, ohne negativ aufzufallen,Empathie und Hilfsbereitschaft waren nicht mehr vorhanden.

Ich finde es schade, dass bei einer und Geschichte, die gerade in der heutigen Zeit eine wichtige Botschaft hätte, das Potenzial leider nicht ausgeschöpft wurde.Daher kann ich leider nur drei Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Márta und Theresa

Rückkehr nach Budapest
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Márta wächst im sozialistisch geprägten Ungarn auf.Am Plattensee verbringt sie herrliche Sommer mit ihrer Cousine Theresa.
Als ihre Mutter die Familie, wegen des alkoholkranken Vaters verlässt, hält es ...

Márta wächst im sozialistisch geprägten Ungarn auf.Am Plattensee verbringt sie herrliche Sommer mit ihrer Cousine Theresa.
Als ihre Mutter die Familie, wegen des alkoholkranken Vaters verlässt, hält es Márta auch nicht mehr dort aus und flieht zu Theresa nach Ostberlin.Durch Ihre Cousine hat sie Zugang zu Künstlerkreisen und lernt Konstantin,einen Schriftsteller,kennen.Sie verliebt sich in ihn, doch er entscheidet sich für Theresa.
In wechselnden Zeiten wird nun das Leben der beiden Cousinen und ihren Familien, sowie der Freunde beschrieben.
Eingebettet in eine komplizierte Liebesgeschichte,wird das Leben in Ungarn und Berlin,vor der Wende,beschrieben.Am Leben der Protagonisten erfährt man vieles über die politische Ausrichtung,die den Alltag der Bevölkerung maßgeblich bestimmte.
Am Anfang und am Ende war das Buch sehr spannend und auch realitätsnah,der mittlere Teil war langatmig und wenig fesselnd.
Die ständigen Zeitwechsel waren streckenweise sehr verwirrend,sodass ich, trotz des interessanten Themas,leider nur drei Sterne vergeben kann.

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