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Veröffentlicht am 12.03.2025

Die Sportjournalistik-Studentin und der geheimnisvolle neue Basketballspieler

Mismatch
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Austin Fields ist seit dieser Saison der Neue in der College-Basketballmannschaft von Hopeville. Obwohl er kurz zuvor noch in Chicago bei einer sehr guten Mannschaft gespielt hat, ist er nun zu seiner ...

Austin Fields ist seit dieser Saison der Neue in der College-Basketballmannschaft von Hopeville. Obwohl er kurz zuvor noch in Chicago bei einer sehr guten Mannschaft gespielt hat, ist er nun zu seiner Großmutter in einen anderen Bundesstaat umgezogen. Denn hier weiß niemand um sein Geheimnis und er kann problemlos unter dem Radar fliegen und sich sein Studium mit dem Basketball-Stipendium ermöglichen. Denn eine Karriere bei der NBA kommt für ihn nicht mehr in Frage. Doch ihm ist immer bewusst, dass sein Umzug und die Umstände darum jederzeit Fragen aufwerfen können, die auch in seiner neuen Heimat wieder böse Blicke auf ihn ziehen werden.

Joyce Reed ist nicht nur die Schwester von Josh, dem Kapitän der College-Basketballmannschaft, sondern auch ehrgeizige Sportjournalistik-Studentin, die schon so manches Ziel allein durch Donuts und ihr liebenswertes Lächeln erreicht hat. Besonders Austin und sein Wechsel in eine niedrigere Liga haben sie neugierig gemacht und sie beschließt, dem Geheimnis um den Umzug auf die Schliche zu kommen. Obwohl Josh seinen neuen Mitspieler hasst, verbringt Joyce Zeit mit ihm und lernt Austin als einen überaus freundlichen und liebenswürdigen Menschen kennen, der vielleicht sogar mehr aus nur ein Freund für sie werden könnte...

Laura Willud entführt ihre Leser an ein College in Georgia, wo vorallem die Basketballmannschaft im Mittelpunkt des studentischen Lebens steht. Natürlich sind Konflikte zwischen Josh, dem bisherigen Spitzenspieler und Kapitän, und dem neuen Mitspieler, der aus einer höheren Liga an das College gewechselt ist und durch ebenso gute Technik überzeugt, wie auch Josh sie hat. Die Sprache der Autorin liest sich flüssig und kurzweilig. Durch die wechselnden Erzählperspektiven bleibt die Handlung interessanter und ermöglicht den Lesern tiefere Einblicke in die Gedankenwelt der beiden Protagonisten.

Ich mochte den Roman von der ersten Seite an sehr gerne und fand den Fokus, der komplett auf College und Basketball ausgerichtet ist, sehr spannend. Allerdings war die Handlung doch sehr vorhersehbar, denn das Geheimnis, um das sich gerade in der ersten Hälfte des Buches alles dreht, wird schnell gelüftet und die zuvor aufgebaute Spannung lässt beinahe ein wenig zu sehr nach, das fand ich ein wenig schade. Insgesamt eine tolle Story, die sich kurzweilig und unterhaltsam liest.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Antonias Geheimnis

Vienna Dreams
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München, 1852: Antonia von Althenau ist zweiundzwanzig Jahre alt und hat bisher noch keine Erfahrung mit Männern. Weil ihr aber Arvid von Bentheim sehr gut gefällt und ihr sympathisch ist, hat sie sich ...

München, 1852: Antonia von Althenau ist zweiundzwanzig Jahre alt und hat bisher noch keine Erfahrung mit Männern. Weil ihr aber Arvid von Bentheim sehr gut gefällt und ihr sympathisch ist, hat sie sich nach einer Soirée mit ihm verabredet und ihn im Salon versteckt. Auf dem Weg in ihr Zimmer, taumeln die Beiden die Treppen hinauf und bleiben an die Balustrade gelehnt stehen, innig küssend und in sich versunken. Doch plötzlich stürzt Arvid in die Tiefe der Eingangshalle und bleibt seltsam verdreht auf dem Boden liegen. Dass das Holzgeländer morsch war, wusste niemand. Gemeinsam mit ihren Eltern vertuscht Antonia den Todesfall in ihrem Haus, sodass auch ihr Ruf einwandfrei bleibt. Allerdings zieht die Angst vor Getuschel einen schwerwiegenden Schritt für die gesamte Familie nach sich. Denn die Eltern ziehen mit ihren vier Töchtern nach Wien. Doch nur Antonia weiß um die Hintergründe und fühlt sich schuldig, was auch durch die ständigen Vorwürfe der Eltern verstärkt wird. Trotzdem ist die Gram der jungen Frauen nur von kurzer Dauer, denn das gesellschaftliche Leben der Wiener Adeligen ist turbulent und schon nach kurzer Zeit lernt Antonia einen Offizier kennen, der ihr Herz höherschlagen lässt. Anonyme Drohungen verhindern aber, dass Antonia sich wohlfühlen und entspannen kann, denn sie muss immer um ihr großes Geheimnis und dessen Bekanntwerden fürchten.

Sophie Dornbach hat diesen ersten Band der Wien-Saga ganz der ältesten der vier Schwestern, Antonia, gewidmet. Diese ist zwar sehr diszipliniert, aber wagt doch immer wieder einen Ausbruch aus der braven Rolle der großen Tochter. Obwohl sich der gesamte Roman um Arvid, dessen Tod und die anschließenden Drohungen dreht, wird das Ende und vorallem das Herausfinden des Täters nur sehr kurz und beinahe überstürzt abgehakt, sodass auch zu dessen Hintergründen nichts bekannt wird, was für die Leser doch sehr interessant gewesen wäre. Der Schreibstil der Autorin liest sich aber durchweg flüssig, langatmige Stellen gibt es keine und so fliegen die Seiten nur so dahin.

Schon allein das Cover hat mich so neugierig auf das Buch gemacht, dass es schon lange auf meiner Merkliste stand. Als ich es nun endlich in den Händen halten durfte, habe ich schnellstmöglich mit dem Lesen begonnen und es innerhalb kürzester Zeit beendet. Obwohl ich einige kleine Kritikpunkte habe, habe ich das Lesen sehr genossen. Vorallem das Benehmen und Handeln der Charaktere schien mir für die damalige Zeit untypisch, wie zum Beispeil die heiße Schokolade, die aus einer Tasse auf einer Parkbank getrunken wurde, um nur eine Situation zu nennen, die mir im Gedächtnis geblieben ist. Insgesamt fand ich das Buch aber sehr schön und freue mich auf die weiteren drei Bände, denn nicht nur Antonia ist mir schnell ans Herz gewachsen, auch die anderen drei Schwestern haben viel Potential für unterhaltsame und packende Romane!

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Was sich liebt, das neckt sich....

Sitz, Platz, Glück
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Nele liebt Hunde über alles und lebt bereits ihr gesamtes Leben immer mit Hunden zusammen. Als sie sich dann Poppy, eine Collie-Hündin angeschafft hat, musste sie lernen, wie aufwendig und schwierig die ...

Nele liebt Hunde über alles und lebt bereits ihr gesamtes Leben immer mit Hunden zusammen. Als sie sich dann Poppy, eine Collie-Hündin angeschafft hat, musste sie lernen, wie aufwendig und schwierig die Fellpflege bei einem Hund sein kann. Aus dieser Not heraus konnte Nele schließlich einen eigenen Hundesalon eröffnen und erleichtert seither vielen Hundebesitzern die Pflege ihrer Lieblinge. Der neue Mieter und Hunde-Podcaster Julian hält aber gar nichts von Hundesalons und tut es als unnötigen Luxus ab. Bei Nele ist er deshalb von der ersten Minute an untendurch. Jede Begegnung ist vor Spannung kaum auszuhalten und Nele kann ihn einfach nicht leiden. Das ändert sich erst, als Nele sich den Fuß verstaucht und gerade Julian dabei ist und ihr sofort zu Hilfe eilt. Vielleicht steckt in dem unverschämten Kerl ja doch ein netter Mensch?

Isabell Sommer beendet mit diesem dritten Band ihre Hundeglück-Reihe. Doch dieses Finale passt perfekt, denn sie erwähnt nicht nur die anderen beiden Paare aus den Vorgängerbänden und wie es mit ihnen weiterging, sondern auch die Geschichte von Clara und Kilian findet zu einem runden Ende, das keine Fragen offenlässt. Da die Handlung wieder sehr unterhaltsam ist und mit den vielen Hunden, die eine Rolle spielen dürfen, auch jedes Hundeliebhaber-Herz höherschlagen lässt, fliegen die Seiten nur so dahin.

Diese Reihe hat mich wunderbar unterhalten und mir die perfekte Mischung aus Romantik, Hundeliebe und Freundschaft geboten, dass ich gerne noch weitere Bände gelesen hätte!

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Elena tut endlich wieder etwas nur für sich selbst!

Sitz, Platz, Liebe
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Elena ist fünfundvierzig Jahre alt, hat zwei Kinder, Ronja, vierzehn Jahre, und Finn, acht Jahre, und ist geschieden. Früher, noch zu Schulzeiten, war sie immer sehr ehrgeizig und wollte später einmal ...

Elena ist fünfundvierzig Jahre alt, hat zwei Kinder, Ronja, vierzehn Jahre, und Finn, acht Jahre, und ist geschieden. Früher, noch zu Schulzeiten, war sie immer sehr ehrgeizig und wollte später einmal unbedingt Karriere machen. Dieser Traum hat sich aber schnell zwischen Windelwechseln und Fläschchen aufwärmen verloren. Nun hat ihr Ex-Mann sie wegen einer jüngeren, lässigeren Praktikantin verlassen und spielt an den Wochenenden den coolen, lockeren Papa, der den Kindern alles erlaubt und bei dem alles immer Spaß macht. Elena ist frustriert und mit ihrem Leben nicht zufrieden. Als ihre beste Freundin Clara sie dann nach einem Wunsch fragt, den sie sich aufgrund ihrer Familie bisher nie erfüllen konnte, fällt ihr spontan nur ein Hund ein. Also fährt sie spontan ins Tierheim und schließt die wilde, aufgedrehte und absolut liebenswürdige Dalmatinerhündin Sansa sofort in ihr Herz. Diese ist zwar all das, was Clara für sie als Anfängerin ausgeschlossen hat, aber Elena will es schaffen und Sansa zu einer braven, folgsamen Hündin erziehen. Ohne Hilfe von außen klappt das aber nicht, das merkt Elena schnell. Clara empfiehlt ihr daher Liam, einen sehr guten Hundetrainer. Keiner von ihnen weiß aber da, dass es sich bei Liam um Elenas erste große Liebe aus der Oberstufenzeit handelt. Schon bei der ersten Trainingsstunde ist eine alte Vertrautheit spürbar, die mit jeder Begegnung wächst. Ist in Elenas Herz vielleicht noch mehr Platz als nur für das neue Familienmitglied Sansa?

Isabell Sommer versteht es, die Handlung unterhaltsam und gefühlvoll gleichermaßen zu gestalten, sodass weder die Hunde, noch die Liebesgeschichten der Besitzer zu kurz kommen. Da sie in mehreren Perspektiven kapitelweise wechselnd erzählt, wobei Elena und Clara am häufigsten an der Reihe sind, erhalten die Leser tiefere Einblicke in die einzelnen Gedanken und Handlungen der Personen. Einzig Elena berichtet aus der Ich-Perspektive, alle anderen Charaktere werden aus der 3. Person erzählt.

Da ich bereits den ersten Teil der Reihe gelesen habe, wusste ich, dass ich gerne wieder in die HuTa von Clara zurückkehren möchte. Besonders gut gefallen hat mir, dass man die Geschichte von Clara und Kilian weiterverfolgen kann, während Elenas Leben aber im Vordergrund steht. Elena und Liam sind mir gleichermaßen sympathisch und schnell ans Herz gewachsen, denn sie sind so bodenständig und realistisch, dass ich sie einfach mögen musste. Auch ihre Liebe zu den Hunden gefällt mir sehr. Da ich selbst einen Hund habe, der mich vorallem anfangs häufig an meine Grenzen gebracht hat, kann ich so manche Situation nachvollziehen und musste immer wieder schmunzeln, wenn ich dabei an meine Hunde-Anfänge gedacht habe. Eine rundum gelungene Story, die mich wunderbar unterhalten hat!

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Wenn das Leben plötzlich von einem dunklen Geheimnis beherrscht wird...

Der Brieffreund aus Svealand
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Ana und Olli sind seit zwölf Jahren ein Paar und seit acht Jahren veheiratet. Gemeinsam mit ihrem fünfjährigen Sohn Daniel ist das Glück perfekt - so scheint es. Doch als Olli plötzlich die Trennung will ...

Ana und Olli sind seit zwölf Jahren ein Paar und seit acht Jahren veheiratet. Gemeinsam mit ihrem fünfjährigen Sohn Daniel ist das Glück perfekt - so scheint es. Doch als Olli plötzlich die Trennung will und Ana mit Daniel alleine lässt, bekommt die Familienidylle einen Riss. Vom einen auf den anderen Moment ist Olli abgetaucht. Die einzige Kontaktmöglichkeit ist ein Anwalt, der Ana mit ihren vielen Fragen im unklaren lässt. In dieser schweren Zeit schreibt Ana immer wieder mit ihrem früheren besten Freund und WG-Mitbewohner Tjorben, der mittlerweile als erfolgreicher Krimi-Autor in Schweden lebt. Als Ana ihn aber besuchen will, trifft sie nur auf Jördis, Tjorbens Agentin, die ihr erklärt, dass Tjorben in der Abgeschiedenheit des schwedischen Winters in seinem Ferienhaus seinen nächsten Roman schreibe und seine Ruhe brauche. Ana ist enttäuscht und kehrt ohne ein treffen mit ihrem Freund nach Deutschland zurück. Mittlerweile erdrücken die vielen Fragen Ana beinahe und sie muss endlich Licht ins Dunkel bringen. Doch was sie bei ihren Nachforschungen erfährt, schockiert sie sehr und droht, ihr Leben und das ihrer Familie für immer zu verändern...

Frieda Lamberti erzählt in diesem Familiendrama sehr eindrücklich von Ana und Olli, die durch ein dunkles Geheimnis entzweit werden. Denn Olli kann nicht mehr mit der Schuld leben, die er auf sich geladen hat, aber möchte auch nicht mit seiner Frau darüber sprechen. So droht dieses Ereignis aus der Vergangenheit das gesamte Leben der Familie zu zerstören. Erst nach und nach gelingt es Ana, auf die richtige Spur zu kommen.

Nachdem ich mich damit abgefunden habe, dass dieser Roman nichts mit der romantischen Stimmung zu tun hat, die das Cover ausstrahlt und die Handlung wesentlich spannender und dramatischer ist, als es der Klappentext anklingen lässt, habe ich das Buch gerne gelesen. Denn ich mag die fesselnde Erzählweise der Autorin und finde den Roman wirklich spannend. Allerdings bin ich enttäuscht und frage mich, wie dieses Cover für diesen Roman ausgewählt werden konnte.

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