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Veröffentlicht am 28.03.2025

Cooles Setting, erschütternde Geschehnisse

The Surf House
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Bea ist Model. Doch sie ist es leid, vor der Kamera gute Miene zu machen. Also wirft sie alles hin und will sich in Marokko noch ein schönes Leben machen. In einer brenzligen Situation eilt ihr Marnie ...

Bea ist Model. Doch sie ist es leid, vor der Kamera gute Miene zu machen. Also wirft sie alles hin und will sich in Marokko noch ein schönes Leben machen. In einer brenzligen Situation eilt ihr Marnie zur Hilfe und die beiden freunden sich an. Bea darf bei Marnie im Surfhouse einziehen und sich etwas dazu verdienen. Alles scheint perfekt - bis plötzlich Seth auftaucht. Seine Schwester Savannah kam vor einem Jahr ebenfalls ins Surfhouse und ist seither spurlos verschwunden. Bea bietet Seth ihre Hilfe bei der Suche nach Savannah an, merkt jedoch schnell, dass hier einiges nicht stimmt. Was hat es mit Savannahs Verschwinden auf sich? Und wem kann sie wirklich trauen?

Die Story wird hauptsächlich aus der Sicht von Bea erzählt. Zwischendurch blicken wir auf die Erzählungen von Savannah vor einem Jahr zurück. Bea ist eine tolle und sympathische Frau. Ich habe sie dafür bewundert, dass sie ihren Model-Job einfach so an den Nagel hängt, um das Leben zu genießen und den Schattenseiten des Business den Rücken zu kehren. Mit dem Surfhouse stehen ihr alle Chancen offen, und sie lernt jede Menge neue Menschen kennen. Diese Nebencharaktere sind alle sehr geheimnisvoll dargestellt. Das hat sie so besonders gemacht und meiner Meinung nach der Story eine extra Portion Würze verliehen.

Den flüssigen und mitreißenden Schreibstil von Clarke fand ich sehr angenehm. Die Spannung hält sie konstant oben und fesselt ihre Leser damit an die Handlung. Sie entführt uns diesmal nicht nur ans Meer, sondern gewährt uns gleichzeitig Einblicke in die Welt des Surfens. Ich fand das einfach großartig! Durch ihre bildhafte Beschreibung konnte ich sehr gut nachempfinden, was für ein Freiheitsgefühl es sein muss, auf einem Surfboard zu stehen. Muss ich unbedingt selbst mal ausprobieren!

Zum Ende hin nimmt das Buch nochmal richtig an Fahrt auf und Clarke sorgt mit geschickten Perspektivwechsel für ordentlich Verwirrung. Hier passiert in den letzten Seiten so viel auf einmal, dass ich kaum Zeit zum Luftholen hatte. Ein grandioser Schluss einer vielfältigen Story, die mich von Anfang bis Ende in Schach gehalten hat.

Fazit: Ein durch und durch spannender Thriller, bei dem Freud und Leid nah beieinander liegen. Ein atemberaubendes Setting sorgt für Entspannung, während erschütternde Geschehnisse dem Leser das Blut in den Adern gefrieren lassen. Grandios umgesetzt und daher eine Leseempfehlung meinerseits!

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Bedrückend, grausam, emotional

Wenn das Wasser steigt
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Hui, allein der Teaser macht richtig Lust auf das Buch, oder? Und da ich bereits etwas von der Autorin gelesen hab (und sehr mochte), musste auch dieses Werk unbedingt geschmökert werden!

Sommer 1983. ...

Hui, allein der Teaser macht richtig Lust auf das Buch, oder? Und da ich bereits etwas von der Autorin gelesen hab (und sehr mochte), musste auch dieses Werk unbedingt geschmökert werden!

Sommer 1983. Detective Noah Scott hat es endlich geschafft, den lange gesuchten Serienmörder John Bible zu verhaften. Doch die Freude währt nicht lange, denn mit dem Klicken der Handschellen erleidet Noah einen Herzinfarkt. Als er im Krankenhaus wieder zu Bewusstsein kommt, erfährt er, dass John geflohen ist. Da Noah mit den Folgen des Infarktes zu kämpfen hat, wird er vom Polizeidienst abgezogen. Für Noah bedeutet das aber nicht das Ende. Gerade weil ihm die Ärzte keine allzu lange Lebenserwartung mehr zusichern, hat Noah seiner Meinung nach nichts mehr zu verlieren. Er muss John unbedingt finden und ein für alle Mal wegsperren! Dafür macht er sich auf eigene Faust auf den Weg nach Bilbao, wo sich Johns letzte Spur verliert. Wird Noah ihn rechtzeitig finden, bevor seine eigene Zeit abläuft?

Noah Scott ist ein beeindruckender Protagonist. Mir ging sein persönliches Schicksal ziemlich nahe und ich konnte verstehen, warum ihm alles - abgesehen vom Fall - egal geworden ist. Das ist natürlich riskant, man wird nachlässig, unvorsichtig, geht Risiken ein, die man sonst meiden würde. Ich mochte Noah und seine lockere Art, hab mir jedoch gewünscht, er würde besser auf sich achten. Ich hatte stets seinen kritischen Gesundheitszustand im Hinterkopf und jedes Mal Angst, dass ihm gleich etwas passieren könnte. Wie er selbst mit seinem bevorstehenden Tod umgeht, hat mir einerseits unglaublich imponiert, mich andererseits ein wenig erschreckt.

Noch mehr konnte mich John faszinieren, der Unberechenbare, das personifizierte Böse. Mitzuverfolgen, wie er sein Opfer auswählt, welche Gedanken ihm durch den Kopf geben und was er dabei fühlt, zeigt deutlich, wie grausam ein Menschen sein kann. Ich habe einige Passagen, die seine Sicht darstellen, mit Ekel und Entsetzen gelesen, war aber trotzdem (oder deswegen) so an die Seiten gefesselt, dass ich das Buch viel zu schnell durch hatte.

Dolores Redondo hat einen unglaublich einnehmenden und bildhaften Schreibstil, mit dem sie uns nach Bilbao entführt. Mit viel Fingerspitzengefühl und dem richtigen Maß an Drama und Tiefe erzeugt sie eine Atmosphäre, die düster und fesselnd zugleich ist. Die klug konstruierten Ereignisse sorgen immer wieder für Spannungsmomente, die die Autorin gekonnt in Szene setzt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt der Plot überladen oder langweilig.

Fazit: Ein bedrückender und emotionaler Thriller über Rache und Tod, Verzweiflung und Hoffnung, der mich zum Nachdenken angeregt und mich bestens unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Hisst die Segel und auf geht's!

A Ship Of Bones And Teeth
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Eine düstere Neuinterpretation von Arielle gemischt mit ein paar Fluch der Karibik-Vibes? Immer her damit! Denn die Disney-Klassiker bieten per se jede Menge Stoff, den es aufzuwirbeln gilt. Und das ist ...

Eine düstere Neuinterpretation von Arielle gemischt mit ein paar Fluch der Karibik-Vibes? Immer her damit! Denn die Disney-Klassiker bieten per se jede Menge Stoff, den es aufzuwirbeln gilt. Und das ist Karina Halle mit ihrem Werk wunderbar gelungen. Doch zunächst einmal muss ich ihr für die ausführlichen Triggerwarnungen zu Beginn des Buches danken. Es ist eine ziemlich düstere Geschichte, und die Autorin hat sich offensichtlich Gedanken darüber gemacht, wie sie ihre Leser auf das vorbereitet, was sie erwartet. Wenn ihr trotzdem weiterlest, solltet ihr also wissen, dass ihr euch auf eigene Gefahr ins halsbrecherische Abenteuer stürzt!

Prinzessin Maren ist eine faszinierende Protagonistin : jung, wild, hübsch - und garantiert keine Unschuldsflosse. Wenn ich so rückblickend über sie nachdenke, finde ich, dass sie es faustdick hinter den Ohren hat. Das macht sie einerseits unberechenbar, andererseits fühlt man sich ihr trotzdem verbunden, denn mal ehrlich: Jeder von uns hat schon mal ein Geheimnis gehütet, right? Und Maren entwickelt sich im Laufe der Story vom naiven, misshandelten Mädchen zu einer starken, selbstbewussten Frau. Irgendwie hat mir das imponiert.

Anfangs war es etwas gewöhnungsbedürftig, die mir bekannte Geschichte anders dargestellt zu bekommen. Hier haben Helden und Antihelden die Rollen getauscht, so ist Prinz Erik (hier Aerik) gar nicht mehr der nette Märchenprinz, sondern ein richtiges Arsc*loch, das auch vor Missbrauch nicht zurückschreckt. Doch so befremdlich mir die Storyline vorkam, desto mehr hat sie mich in ihren Bann gezogen. Ehe ichs mich versah, war ich gefangen inmitten der Düsternis, der Rachegelüste und der finsteren Machenschaften der einzelnen Figuren. Mir gefiel besonders die Chemie zwischen dem Piraten Ramsay und Maren. Ich habe ihre Neckereien geliebt und fand diese sehr unterhaltsam. Und ey, die pikanten Szenen waren aaarrrrr!

Zitat S. 218:

"Seine Arme auf beiden Seiten von mir fangen an zu zittern und ich kann sehen, dass er darum kämpft, sich nicht zu bewegen, sein Atem kommt in kurzen Stößen durch die Nase, seine Augen sind vor Lust getrübt. Mein Körper brennt [...]"

Die Autorin hat ein Händchen für wunderschöne, tragische und erotische Formulierungen, die abwechselnd für Gänsehaut, Schockmomente und wohlige Schauer sorgten. In dieser Geschichte wird es nie langweilig. Auf den 467 Seiten passiert so viel, dass man ständig hin- und hergerissen ist zwischen seinen Emotionen. Hatte ich zunächst die Befürchtung, es hier mit irgendeiner Art Märchen-Abklatsch zu tun zu haben, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Das Buch punktet sowohl mit Actionszenen als auch mit Spannungselementen und einer Intensität, die ich hier nicht erwartet habe. Es geht - im doppelten Sinne - ganz ordentlich zur Sache.

Der Plot ist unterhaltsam und kreativ, flüssig und voller Abenteuer. Er zeichnet eine Welt, die genauso romantisch ist wie Disneys Märchen, wenn auch düsterer und definitiv nicht für Kinder gedacht. Von der ersten bis zur letzten Seite herrschte hier eine Atmosphäre vor, die mich sogartig mitgerissen hat. Eine eigenständige Geschichte, ohne nervige Cliffhanger, und alle losen Enden sind gut miteinander verknüpft.

Sprechen wir bitte noch kurz über die Aufmachung des Fantasy-Romans: wow! Umschlag und Farbschnitt passen einfach perfekt zum Inhalt - und in jedes Bücherregal. Mein Buchtipp an euch.

Hisst die Segel und auf geht's!

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Spannende Story mit überraschenden Wendungen

Haus der Geister
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Als Kriminalrat Gustav Heller und sein Assistent in die Blumfeldsche Villa gerufen werden, glaubt Heller keine Sekunde daran, dass der Herztod eines Teilnehmers der abendlichen Séancen auf einen Geist ...

Als Kriminalrat Gustav Heller und sein Assistent in die Blumfeldsche Villa gerufen werden, glaubt Heller keine Sekunde daran, dass der Herztod eines Teilnehmers der abendlichen Séancen auf einen Geist zurückzuführen ist. Unter mysteriösen Umständen sterben weitere Menschen, und je tiefer Heller gräbt, umso dunklere Abgründe tuen sich auf. Bis schließlich auch Hellers Leben am seidenen Faden hängt. Treiben hier doch die Geister Verstorbener ihr Unwesen?

Eigentlich bin ich überhaupt kein Fan historischer Krimis, aber Frank Goldammer konnte mich ab der ersten Seite eines Besseren belehren. Vielleicht liegt es daran, dass die Epoche selbst nicht zu sehr in den Vordergrund rückt, die Ermittlungsarbeit der Polizei aber schon und diese von Anfang an im Mittelpunkt steht.

Sehr schlüssig und komplex erzählt Frank Goldammer seine Story, zeichnet seine Figuren realistisch und vielschichtig und verliert dabei niemals den Blick für das Wesentliche. Zeitweise habe ich kurz selbst daran gezweifelt, wie sich die dramatischen Ereignisse mit logischem Menschenverstand erklären lassen könnten. Nicht verwunderlich also, dass die Welt um Heller fast geschlossen an die bösen Mächte der Geister glaubt.

Bis zur letzten Seite schafft es der Autor, die Spannung ganz hoch zu halten. Dabei versteht er es perfekt, seine Leserschaft in die Irre zu führen und mit einem gekonnten Twist kurz vor Schluss das Ruder noch einmal komplett herumzureißen. Für mich war das definitiv nicht das letzte Buch, welches ich von ihm gelesen habe.

Tatsächlich bin ich erst mit diesem zweiten Band in die Welt Gustav Hellers eingetaucht, hatte aber überhaupt keine Probleme, der Handlung zu folgen. Goldammer verzichtet auf tiefgreifende und ausführliche Beschreibungen abseits der eigentlichen Ermittlungen. Das hat den Vorteil, dass Leser auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Teil problemlos in die Handlung einsteigen können, ohne das Gefühl zu haben, etwas verpasst zu haben.

Fazit: „Haus der Geister“ ist rundum gelungen! Spannungsgeladen von der ersten Seite an, entwickelt sich Goldammers zweiter Teil um Kriminalrat Heller zu einem überraschenden Pageturner. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Wenn das schlimmste Grauen menschlicher Natur ist ...

Hex
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Black Spring ist ein beschauliches Städtchen inmitten der malerischen Idylle von Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, ein natürliches Paradies, den Hudson River - und Katherine van Wyler, eine dreihundert ...

Black Spring ist ein beschauliches Städtchen inmitten der malerischen Idylle von Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, ein natürliches Paradies, den Hudson River - und Katherine van Wyler, eine dreihundert Jahre alte Hexe. Sie wurde gefesselt und ihre Augen und der Mund zugenäht, um zu verhindern, dass sie ihre schreckliche Macht ausüben kann. Die Bewohner von Black Spring leben unter dem ständigen Druck, die Hexe und ihre unheimlichen Erscheinungen geheim zu halten. Um die Stadt und ihre Bewohner zu schützen, wurden strenge Regeln aufgestellt, die das Verhalten und die Interaktionen mit der Hexe betreffen. Zum Beispiel dürfen Einwohner nicht wegziehen und nicht mit Menschen außerhalb von Black Spring über Katherine sprechen. Diese Regeln sind notwendig, um die Hexe in Schach zu halten.

Eines Tages beschließt eine Gruppe von Jugendlichen, ebenjene Regeln zu brechen, die Hexe zu filmen und das Video ins Internet zu stellen, was zu unvorhersehbaren und schrecklichen Konsequenzen führt. Die Stadt versinkt rasch im Chaos und Dunkelheit macht sich breit, als Katherine Rache nimmt und die Menschen unter dem Einfluss der Hexe anfangen, grauenvolle Dinge zu tun. Der Roman thematisiert auf beunruhigende Weise die Angst vor dem Unbekannten und die dunklen Seiten der menschlichen Natur.

Der Einstieg ist relativ ruhig, denn Thomas Olde Heuvelt lässt sich Zeit, seinen Handlungsort und dessen Bewohner vorzustellen. Ich hatte mir auf Grund des Klappentextes eine verhunzelte Hexe in ihrem Häuschen vorgestellt, doch Katherine ist anders. Sie streift durch die Wälder und Häuser der Einwohner und taucht meist irgendwo auf, wo sie niemand gebrauchen kann. Die Vorstellung ist einerseits gruselig, andererseits hat sie mich zum Schmunzeln gebracht. Dabei gibt es moderne Mittel, um die Aufenthaltsorte der Hexe zu lokalisieren. Die Organisation Hex hat Überwachungskameras aufgebaut, und in einer App kann notiert werden, wo man Katherine zuletzt gesehen hat. Das Ganze funktioniert auch ganz gut, bis die Jugendlichen zu weit gehen und damit den Stein ins Rollen bringen. Man liest das Buch und versucht gleichzeitig, das Grauen zu verarbeiten.

In dem kontinuierlichen Stimmungswechsel zeigt sich eine von Heuvelts Stärken: das Heraufbeschwören einer dichten Atmosphäre. So wie Katherine Black Spring in ihrem Bann hält, werden auch die Leser immer mehr in den düsteren Sog gezogen. Die Charaktere sind authentisch, facettenreich und rufen die unterschiedlichsten Gefühle hervor. Hin und wieder ertappt man sich bei der Frage: Was würde ich jetzt tun? Insbesondere Katherines Schicksal ging mir nahe. In ihrer blinden Stummheit weckte sie bei mir weniger Horror und Angst, denn stilles Mitleid.

Fazit: „Hex“ ist nicht nur ein spannender Horrorroman, sondern auch ein tiefgründiges Psychodrama über Gemeinschaft, Angst und die Herausforderungen, die mit dem Erwachsenwerden verbunden sind. Mensch oder Hexe, wer ist hier das wahre Monster?

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