Cooles Setting, erschütternde Geschehnisse
The Surf HouseBea ist Model. Doch sie ist es leid, vor der Kamera gute Miene zu machen. Also wirft sie alles hin und will sich in Marokko noch ein schönes Leben machen. In einer brenzligen Situation eilt ihr Marnie ...
Bea ist Model. Doch sie ist es leid, vor der Kamera gute Miene zu machen. Also wirft sie alles hin und will sich in Marokko noch ein schönes Leben machen. In einer brenzligen Situation eilt ihr Marnie zur Hilfe und die beiden freunden sich an. Bea darf bei Marnie im Surfhouse einziehen und sich etwas dazu verdienen. Alles scheint perfekt - bis plötzlich Seth auftaucht. Seine Schwester Savannah kam vor einem Jahr ebenfalls ins Surfhouse und ist seither spurlos verschwunden. Bea bietet Seth ihre Hilfe bei der Suche nach Savannah an, merkt jedoch schnell, dass hier einiges nicht stimmt. Was hat es mit Savannahs Verschwinden auf sich? Und wem kann sie wirklich trauen?
Die Story wird hauptsächlich aus der Sicht von Bea erzählt. Zwischendurch blicken wir auf die Erzählungen von Savannah vor einem Jahr zurück. Bea ist eine tolle und sympathische Frau. Ich habe sie dafür bewundert, dass sie ihren Model-Job einfach so an den Nagel hängt, um das Leben zu genießen und den Schattenseiten des Business den Rücken zu kehren. Mit dem Surfhouse stehen ihr alle Chancen offen, und sie lernt jede Menge neue Menschen kennen. Diese Nebencharaktere sind alle sehr geheimnisvoll dargestellt. Das hat sie so besonders gemacht und meiner Meinung nach der Story eine extra Portion Würze verliehen.
Den flüssigen und mitreißenden Schreibstil von Clarke fand ich sehr angenehm. Die Spannung hält sie konstant oben und fesselt ihre Leser damit an die Handlung. Sie entführt uns diesmal nicht nur ans Meer, sondern gewährt uns gleichzeitig Einblicke in die Welt des Surfens. Ich fand das einfach großartig! Durch ihre bildhafte Beschreibung konnte ich sehr gut nachempfinden, was für ein Freiheitsgefühl es sein muss, auf einem Surfboard zu stehen. Muss ich unbedingt selbst mal ausprobieren!
Zum Ende hin nimmt das Buch nochmal richtig an Fahrt auf und Clarke sorgt mit geschickten Perspektivwechsel für ordentlich Verwirrung. Hier passiert in den letzten Seiten so viel auf einmal, dass ich kaum Zeit zum Luftholen hatte. Ein grandioser Schluss einer vielfältigen Story, die mich von Anfang bis Ende in Schach gehalten hat.
Fazit: Ein durch und durch spannender Thriller, bei dem Freud und Leid nah beieinander liegen. Ein atemberaubendes Setting sorgt für Entspannung, während erschütternde Geschehnisse dem Leser das Blut in den Adern gefrieren lassen. Grandios umgesetzt und daher eine Leseempfehlung meinerseits!