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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2025

Camper-Reiseführer

MARCO POLO Camper Guide Provence & Côte d`Azur
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Wir haben zwar kein Wohnmobil, sondern einen Wohnwagen, aber auch für uns und für Zelter ist dieser Reiseführer top und eine super Ergänzung zu den gängigen Reiseführern.
Der Reiseführer bietet sechs ...

Wir haben zwar kein Wohnmobil, sondern einen Wohnwagen, aber auch für uns und für Zelter ist dieser Reiseführer top und eine super Ergänzung zu den gängigen Reiseführern.
Der Reiseführer bietet sechs Touren an und es gibt Hinweise, wo man eine weitere Tour anschließen kann. Die Beschreibung der Touren ist eine Wegbeschreibung, mit Kilometerangaben und Angaben zu möglichen Parkplätzen für Wohnmobile. Außerdem wird auf tolle Spots oder mögliche Kurzstopps hingewiesen. Klasse sind auch die vielen GPS Koordinaten.
Es gibt jede Menge Beschreibungen von Stellplätzen und Campingplätzen (diese dann natürlich auch für Zelter und Caravan-Fahrer; oftmals gibt es auch Mobilhomes).
Die Städte auf den Touren werden kurz mit ihren Highlights vorgestellt und es gibt immer einen Vorschlag für Regenwetter.
Bei den Aktivitäten steht Outdoor oft im Vordergrund, so z.B. der Hochseilparcours und Klettergarten in der Nähe von Nyons. Insidertipps und farbige Fotos, Tourhighlights, Karten, ein kleines Camperwörterbuch, eine Camperpackliste uvm runden den Reiseführer ab.
Es kann also losgehen!

Veröffentlicht am 06.03.2025

Genial

Der Zögling
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Ich habe erst den zweiten Band der Reihe gelesen und danach den ersten, aber ich empfehle dennoch, diese Reihe mit diesem Band zu beginnen. Und eine Warnung: fangt dieses Buch nur dann an, wenn ihr Zeit ...

Ich habe erst den zweiten Band der Reihe gelesen und danach den ersten, aber ich empfehle dennoch, diese Reihe mit diesem Band zu beginnen. Und eine Warnung: fangt dieses Buch nur dann an, wenn ihr Zeit zum Lesen habt, denn es fehlt sehr schwer das Buch, einmal begonnen, wieder aus der Hand zu legen. Ich habe schon länger keinen so spannenden Thriller gelesen - meiner Meinung nach ist es tatsächlich eher ein Thriller und kein Krimi. Und wer Probleme mit der Beschreibung von brutalen Details bei Mordopfern hat, dem empfehle ich dieses Buch nicht.
Washington Poe ist suspendiert und hat die letzte Zeit in einem ehemaligen Schafstall in North Cumbria verbracht, den er nach seiner Suspendierung gekauft hat. Außer seinem Hund und dem Bauern lebt er recht einsam. Wenn ihm nach Gesellschaft ist, dann wandert er zu einem nahegelegenen Hotel, das auch schon sehr einsam liegt.
Umso mehr ist er überrascht, als eines Tages seine ehemalige Untergegebene Stephanie Flynn vor ihm steht. Bei einem toten Brandopfer wurde sein Name entdeckt und sie möchte, dass er zurück kommt, allerdings würde sie seine Chefin sein. Damit hat Poe kein Problem.
Tilly Bradshaw wird auch hinzugezogen, eine geniale Datenspezialistin mit einem überdurchschnittlichen IQ und diversen Doktortiteln, allerdings nicht geübt im Umgang mit Menschen. Poe setzt sich für sie ein und dafür ist sie ihm dankbar.
Ich mochte die oftmals witzigen Dialoge zwischen den beiden und ihre unterschiedliche Herangehensweise.
Zu den Ermittlungen möchte ich nicht mehr verraten, weil ich sonst zu weit vorgreife.
Die Reihe gefällt mir sehr gut und ich hoffe, dass die weiteren Teile auch bald ins Deutsche übersetzt werden. Rasant, spannend und intelligent gemacht.

Veröffentlicht am 04.03.2025

Eine Reise in die Champagne

Lacroix und der Auftragsmord im TGV
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Ich liebe diese Reihe wie auch die anderen Bücher von Alexander Oetker/Alex Lépic und habe mich auf den neuen Fall für Kommissar Lacroix gefreut. Dieses Mal spielt der Fall nicht so viel in Paris, auch ...

Ich liebe diese Reihe wie auch die anderen Bücher von Alexander Oetker/Alex Lépic und habe mich auf den neuen Fall für Kommissar Lacroix gefreut. Dieses Mal spielt der Fall nicht so viel in Paris, auch wenn es ein paar Spaziergänge durch die Stadt gibt. Dafür reisen wir mit dem TGV in die Champagne, nach Reims und in den kleinen Ort Ay.
Der Gerichtsmediziner hat im berühmten Train Bleu ein Gespräch belauscht, es ging um einen geplanten Mord. Aber an wem? Lediglich der Tag und der Ort - im TGV nach Reims - ist bekannt. Reichlich wenig, aber Lacroix macht sich dennoch an die Arbeit.
Es gibt wieder einige kulinarische Abschweifungen und dieses Mal habe ich einiges über die Champagne und den Champagner gelernt.
Der Autor hat es mal wieder geschafft, auf recht wenigen Seiten eine tolle Atmosphäre zu verbreiten und mir schöne Lesestunden verschafft. Ich liebe auch die wiederkehrenden Rituale wie das Essen am Ende mit seiner Frau, die mittlerweile Bürgermeisterin von Paris ist. Nun habe ich Sehnsucht nach Paris und nach der Champagne.
Die Aufklärung des Falles hat mir auch wieder gut gefallen und lässt keine Fragen offen. Es ist natürlich alles wieder ganz anders als gedacht.

Veröffentlicht am 03.03.2025

WaBi Investigations

Mörderfinder – Das Muster des Bösen
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Ich freue mich immer, wenn ein neuer Fall dieser Reihe erscheint, denn diese Thriller sind etwas ganz Besonderes und beinhalten immer viele Überraschungsmomente, aber auch facettenreiche Charaktere. Und ...

Ich freue mich immer, wenn ein neuer Fall dieser Reihe erscheint, denn diese Thriller sind etwas ganz Besonderes und beinhalten immer viele Überraschungsmomente, aber auch facettenreiche Charaktere. Und nicht zuletzt freue ich mich auch auf die tolle Stimme von Dietmar Wunder, der das Hörbuch fantastisch vorliest mit einer so angenehmen Stimme, die aber auch die nötige Spannung herauskehren kann.
Max Bischoff und sein Freund Marvin Wagner haben sich nun zusammen getan und stehen kurz vor der Eröffnung ihrer gemeinsamen Detektei, WaBi Investigations.
Doch bereits zwei Tage vor der Eröffnung haben sie ihren ersten Fall. Der beste Freund eines Inhaftierten bittet in dessen Namen um Hilfe. Es gibt im Darknet ein Forum, in dem Menschen Richter und Richterinnen anprangern, die zu milde Strafen ausgesprochen haben und die Straftäter erneut straffällig wurden. Die Richter sollen nun genauso gestraft werden.
Ein Kind wurde schon ermordet und schnell steht der Zusammenhang zu diesem Netzwerk. Aber wer steckt dahinter?
Max und Marvin ermitteln und Böhmer, der Ex-Partner von Max und mittlerweile in einer Chefposition, ist auch wieder dabei.
Ein dunkler Thriller und vor allem vielschichtiger Thriller, mit vielen Verdächtigen und einer wie immer guten Auflösung. Ich hoffe, es gibt weitere Fälle dieser Reihe.

Veröffentlicht am 26.02.2025

Der Untergang der Menschheit?

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Ich liebe die Bücher von Stuart Turton und auch dieses Buch ist wieder etwas ganz Besonderes, das man einfach in keine einzelne Schublade packen kann.
Bei dem Hörbuch musste ich immer genau aufpassen, ...

Ich liebe die Bücher von Stuart Turton und auch dieses Buch ist wieder etwas ganz Besonderes, das man einfach in keine einzelne Schublade packen kann.
Bei dem Hörbuch musste ich immer genau aufpassen, um rauszuhören, aus welcher Perspektive die Geschichte gerade erzählt wurde, aber dank der variantenreichen Stimme von Astrid Schulz war es gut machbar. Dennoch musste man gut zuhören.
Seitdem ich "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" gehört habe, weiß ich, dass man sich bei Turton nur auf eines verlassen kann: nichts ist sicher und am Ende ist alles ganz anders, als man es sich zu Beginn gedacht hat. Und so ist es auch hier wieder.
Die Geschichte spielt auf einer kleinen Insel. Diese ist von einem tödlichen Nebel umgeben und hier leben die letzten Menschen der Welt. Der Tagesablauf ist streng geregelt, die drei Ältesten bestimmen viel, aber nicht alle nehmen das einfach so hin.
Dann geschieht ein Mord und so etwas ist noch nie passiert. Neben dem Mord passieren noch weitere Dinge, die es vorher noch nicht gab. Es gibt sehr viele Fragen und gemeinsam mit den Bewohnern dringen wir immer tiefer ein in die Geschichte. Es gibt immer wieder neue Fragen und Ungereimtheiten, jeder Versuch, die Geschichte bzw. das Ende vorherzusehen, scheitert, aber am Ende löst Turton alles meisterhaft auf.
Ich bin absolut begeistert, weil dieses Buch so anders ist, ein ganz eigene Genre. Und nun freue ich mich schon jetzt auf weitere Werke von Stuart Turton.