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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mauer des Schweigens

Lügenmauer. Irland-Krimi (Ein Emma-Vaughan-Krimi 1)
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Als geschiedene, alleinerziehende, protestantische Frau hat Emma Vaughan es nicht leicht bei der irischen Polizei ihren Mann zu stehen. Als in dem kleinen Örtchen Sligo an der Nordwestküste von Irland ...

Als geschiedene, alleinerziehende, protestantische Frau hat Emma Vaughan es nicht leicht bei der irischen Polizei ihren Mann zu stehen. Als in dem kleinen Örtchen Sligo an der Nordwestküste von Irland ein protestantischer Reverend getötet wird muss Emma mit ihren Kollegen ran. Schnell stellt sich zwar heraus das der alte Charles Fitzpatrick ein ziemlicher Schwerenöter war der jeder Frau hinterherschaute, aber niemand hegte einen so tiefen Groll ihn zu erdrosseln. Außerdem sind die Alibis hieb- und stichfest. Die Polizei tappt im Dunkeln.
Derweil sitzt in einem Altenheim die demente Schwester von Charles und ruft nach ihrer Lieblingspflegerin, Catherine die sie immer Kaitlin ruft. Bei einem Familienbesuch stellt Catherine eine große Familienähnlichkeit fest. Sie nimmt die alten Tagebücher an sich und beschließt ihrer eigenen traurigen Vergangenheit auf die Spur zu gehen.

Der Polizeichef gerät mächtig unter Druck als es im Mordfall eines hochrangigen Mitglieds der Church of Ireland noch immer keinen Verdächtigen gibt. Emma beschließt einer wagen Spur nach Manchester nachzugehen und trifft dort nach einem kurzen gefährlichen Einsatz auf das lang gehütete Geheimnis.

Man erfährt viel über das gespaltene Irland, die IRA die immer wieder für Verdächtigungen gut ist und über die Rolle der Kirche. Auch menschlich hat Emma es nicht leicht mit ihrem halbwüchsigen Sohn zurechtzukommen, schließlich hat sie keinen Job mit festen Arbeitszeiten. Außerdem hat sie nach einem schweren Unfall starke Schmerzen die sie mit einem starken Schmerzmittel betäubt.
Der Schreibstil ist flüssig und die Personen werden sehr lebendig dargestellt.

Irreführend finde ich etwas den Klappentext, auch wenn das Kloster eine traurige Rolle spielt, führt Emmas Weg keinesfalls in dieses Heim. Das Cover gefällt mir, eine typische Landschaft im grünen Irland mit einem kleinen Kirchhof.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der Junge im Park

Boy in the Park – Wem kannst du trauen?
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Das Buch beginnt recht ruhig, Dylan, wohnhaft in San Francisco, führt ein recht einfaches Leben als Verkäufer in einem Laden mit Nahrungsergänzungsmitteln. Seine Mittagspausen verbringt er regelmäßig, ...

Das Buch beginnt recht ruhig, Dylan, wohnhaft in San Francisco, führt ein recht einfaches Leben als Verkäufer in einem Laden mit Nahrungsergänzungsmitteln. Seine Mittagspausen verbringt er regelmäßig, manchmal mit einem Kaffee, immer jedoch mit seinem Notizbuch im Botanischen Garten auf 'seiner' Bank. Dort beobachtet er seit langem einen kleinen Jungen der am nahegelegenen Teich auftaucht und mit einem Stock spielt. Eines Tages sieht er eine Verletzung am Arm des kleinen Jungen und ein paar Tage später beobachtet er wie der Junge plötzlich von der Hand eines Erwachsenen zurückgezogen wird. Bis er um den Teich herum gelaufen ist, ist der Junge spurlos verschwunden und taucht auch nicht mehr auf. Als Hinweis findet er einen Kassenbon aus der nahegelegenen Kleinstadt Redding. Er beschließt sich auf die Suche zu begeben, nimmt Urlaub und fährt in diese Stadt.

Dort findet er ein abseits gelegenes Haus und sieht einen kleinen Jungen. Er beobachtet das Haus und hört einen lauten Streit und will sofort eingreifen. Plötzlich taucht ein junger Mann auf der ebenfalls die Streitereien in diesem Haus kennt und ebenfalls eingreifen will. Was dann geschieht erfährt man nur bruchstückhaft. Dylan und der andere Mann fliehen und fahren durch die USA nach Nashville.

Während man am Anfang also denkt man hat es mit einem Kriminalroman zu tun entwickelt sich die ganze Geschichte durch eingestreute Kapitel bzw. Protokolle von Verhören aus einer Justizvollzugsanstalt, zu einer psychologisch komplexen Darstellung um häusliche Gewalt und Misshandlung. Am Ende ist dann nichts mehr so wie es am Anfang schien... Ziemlich verwirrt habe ich das Buch beendet und musste erst einmal das gerade gelesene 'verdauen' und richtig einsortieren.

Der Schreibstil in Ich-Form hat mir gut gefallen. Die Charaktere werden gut beschrieben und auch die humorvollen Szenen von Kunden in dem Laden haben mir gut gefallen. Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich hinter die ganze Grausamkeit der Geschichte geblickt habe und das Ende hat mich fast bestürzt zurückgelassen. Auf jeden Fall ein sehr interessantes Buch und ein gelungener Psychothriller.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Findelkind auf dem Friedhof

Fuchskind
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Als die ehemalige Polizistin und heutige Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes an einem nebligen Novembermorgen auf dem Ostfriedhof ankommt, hört sie merkwürdige Geräusche und trifft auf einen Fuchs. Wenig ...

Als die ehemalige Polizistin und heutige Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes an einem nebligen Novembermorgen auf dem Ostfriedhof ankommt, hört sie merkwürdige Geräusche und trifft auf einen Fuchs. Wenig später trifft sie im Gebüsch auf ein Baby in einer Babyschale. Sie erinnert sich an ihren eigenen Sohn den sie nicht retten konnte als er von Giftpflanzen naschte. Sie nimmt das Kind an sich und fährt mit ihm ins Krankenhaus.
Dort stellt sich heraus das das Kind mit dem Down Syndrom zur Welt gekommen ist. Die Polizei vernimmt Gesine als Zeugin. Wenig später trifft auch Marina Olbert, Kriminalkommissarin, im Krankenhaus auf. Die beiden kennen sich durch den ersten Fall. Marina erzählt, das an einer nahegelegenen Bushaltestelle eine Leiche entdeckt wurde.
Gesine fühlt sich schuldig, das Baby zwar entdeckt zu haben, aber ansonsten achtlos an der Haltestelle vorbei gefahren zu sein.

Daraus entwickelt sich wieder ein spannender Krimi der nach einigen Verwicklungen auf ein Geflecht von Kinderhandel aus Osteuropäischen Ländern ein dramatisches Ende findet.

Der Schreibstil ist gut, sehr ruhig und dennoch lebendig wird die Spannung langsam aufgebaut und doch durch teilweise humorvolle Details unterbrochen. Die eingestreuten Eintragungen aus dem Notizbuch von Gesine Cordes über Giftpflanzen fand ich dieses Mal allerdings etwas fehl am Platz. Im ersten Teil in dem giftige Pflanzen eher eine Rolle spielten, passend fand ich sie dieses Mal überflüssig aber doch sehr interessant.

Ich bin gespannt ob es eine Fortsetzung mit Gesine Cordes und Marina Olbert gibt. Die beiden gehören bei den Ermittlungen eindeutig zusammen während der Rest der Polizei eher im Schatten bleibt. Auch dieses Buch würde ich dann sehr gerne lesen wollen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hochspannung pur

I Am Death. Der Totmacher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 7)
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Das Buch beginnt recht ruhig mit der Schilderung von Nicole die als Babysitterin in der Küche der Familie vermeintlich auf den Cousin trifft der kurzfristig in dem Zimmer über der Garage wohnt. Ein Telefonat ...

Das Buch beginnt recht ruhig mit der Schilderung von Nicole die als Babysitterin in der Küche der Familie vermeintlich auf den Cousin trifft der kurzfristig in dem Zimmer über der Garage wohnt. Ein Telefonat mit der Mutter des Kleinen offenbart, sie hat überhaupt keinen Cousin und es wohnt auch niemand in dem Zimmer. Nicole solle den Kleinen nehmen und abhauen. Dann ist die Leitung tot und Nicole verschwindet spurlos aus der Wohnung.
Dann wird es brutal, eine junge Frau wird tot in der Nähe des Flughafens gefunden und die Ermittler Robert Hunter und Carlos Garcia werden gerufen. Die Frau wurde offenbar gefoltert und hat einen Zettel im Hals – Ich bin der Tot !

Hunter und Garcia kommen mit der Ermittlung kaum nach da taucht schon wieder eine weitere junge Frau grausam gefoltert auf.

In einem weiteren Erzählstrang lernt man Richard kennen der als 11-jähriger entführt wird und gezwungen wird sein Leben als 'Wurm' im Hause eines Mannes zu verbringen der Frauen foltert.

Der Schreibstil von Chris Carter mit recht kurzen Kapiteln die immer an der spannendsten Stelle enden, ist gut, die Beschreibung der Folterungen sehr plastisch beschrieben. Das Buch ist absolut nichts für schwache Nerven aber ein Muss für jeden Chris Carter Fan.

Am Ende hat mir allerdings etwas gefehlt und ich kam gar nicht mehr mit. Von den Ermittlungen liest man recht wenig. Nur Robert, das Genie, hat wie immer eine Ahnung und stößt so auf den wahren Täter. In einem packenden Showdown trifft er auf ihn und gerät selbst in Lebensgefahr
Irgendwie hat mir da etwas gefehlt, es sind immer nur Andeutungen und auf einmal macht sich Hunter mitten in der Nacht alleine auf den Weg zu einem einsam gelegenen Haus wo er auf den Mörder trifft. Ein Mann der beweisen wurde das auch die besten Ermittler des LAPD einen grausamen Mörder im täglichen Leben nicht erkennen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mord in der Provence

Schwarzer Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 2)
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Der deutsche Rechtsmediziner Leon Ritter lebt nach einem persönlichen Schicksalsschlag seit einiger Zeit in einem Fremdenzimmer bei der Kommissarin Isabell Morell. Er genießt seinen ruhigen Alltag in der ...

Der deutsche Rechtsmediziner Leon Ritter lebt nach einem persönlichen Schicksalsschlag seit einiger Zeit in einem Fremdenzimmer bei der Kommissarin Isabell Morell. Er genießt seinen ruhigen Alltag in der Provence. Als seine Tante ihm ein altes Haus in den Weinbergen vermachen will, findet man dort eine einbalsamierte junge Frau. Die Polizei beginnt mit den Ermittlungen.

Dann ist da noch eine junge Deutsche die verzweifelt ihre verschwundene Zwillingsschwester sucht die nach einer mysteriösen SMS spurlos verschwunden ist. Jetzt geht sie jeden Tag verzweifelt im Kommissariat vorbei um sie als vermisst zu melden. Doch die Polizei kann noch nichts für sie tun bis sie endlich ebenfalls einbalsamiert in der Nähe eines Hanffeldes gefunden wird.
Ein Verdächtiger ist für die Polizei ebenfalls gefunden der offensichtlich Selbstmord begangen hat.

Am Ende erhält das Buch eine Wende und wird sehr spannend bis der wahre Täter endlich gefasst werden kann.

Langsam steigert sich die Spannung in diesem schönen Provence Krimi. Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung bleibt gleichbleibend hoch auch wenn es eigentlich fast beschaulich zugeht. Besonders schön finde ich die Schilderungen der Landschaft der Provence. Auch die Kompetenz Rangeleien innerhalb der französischen Polizei sind interessant zu lesen. Daneben kommt natürlich das Familienleben der alleinerziehenden Kommissarin Isabell Morell und ihre pubertierende Tochter Lilou nicht zu kurz.
Ich werde jetzt bestimmt noch den ersten Teil dieser Reihe lesen und hoffe auf eine Fortsetzung.