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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2025

Eine folgenschwere Entscheidung...

Die Schatten, die wir verbergen
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Zum Buch: Joe Talbert hat den Kontakt zu seiner alkohol- und drogenabhängigen Mutter Kathy schon vor Jahren abgebrochen. Damals hat sie den Prozess um das Sorgerecht für Joes autistischen Bruder Jeremy ...

Zum Buch: Joe Talbert hat den Kontakt zu seiner alkohol- und drogenabhängigen Mutter Kathy schon vor Jahren abgebrochen. Damals hat sie den Prozess um das Sorgerecht für Joes autistischen Bruder Jeremy verloren und ist ins Gefängnis gewandert. Er wollte auch nie Kontakt zu seinem leiblichen Vater haben, der die beiden schon während der Schwangerschaft hat sitzen lassen. Dann erfährt er durch einen komischen Zufall, dass sein Vater ermordet wurde. Da wird Joe dann doch neugierig und begibt sich nach Buckley, dem Wohnort seines Vaters. Wie sich schnell herausstellt, war Joe Talbert Senior nicht sehr beliebt. Und dann erfährt er, dass er viel Geld erben wird, sollte er wirklich der leibliche Sohn sein. Dann taucht Charlie Talbert auf, sein Onkel. Und ab da geht es eigentlich immer nur noch bergab…

Meine Meinung: Hier handelt es sich um die Fortsetzung von „Das Leben, das wir begraben“. Aber man muss das erste Buch nicht zwingend gelesen haben (obwohl, man sollte schon, denn es ist sehr gut!). Aber die Handlung ist eine ganz andere und die Hintergründe erfährt der Leser hier auch.

Besonders die Charakterzeichnung gefällt mir in Eskens Bücher immer sehr. Sie sind total authentisch dargestellt. Joe Talbert, ein sympathischer junger Mann, der immer ungewollt in irgendetwas hineingezogen wird. Er meint es eigentlich nur gut mit allen, macht es aber nicht immer gut… Aber wie er sich um Jeremy kümmert, hat mich schon im ersten Teil sehr angerührt. Hier bekommt auch seine Mutter Kathy ein Gesicht und es ist auch eine tolle Familiengeschichte.

Joe erlebt auf jeden Fall in Buckley viele Dinge und arbeitet mit der Polizei zusammen, um den Mörder aufzuspüren. Das finden natürlich nicht alle gut und Joe kommt öfter in brenzlige Situationen. Am Ende steht er genauso da wie am Anfang, nur um viele Erfahrungen reicher!

Mein Fazit: Es ist ein Thriller, Familiengeschichte und Actiondrama, was Allen Eskens dem Leser hier serviert. Bedient euch, mir hat das Buch wieder sehr großen Spaß gemacht!

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Sehr beklemmendes Szenario!

Die Kammer
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Zum Buch: Die Sättigungstaucherin Ellen Brooke begibt sich mit fünf Kollegen auf einen neuen Arbeitsgang in die Tauchkammer eines Schiffs in der Nordsee. Dort reparieren und warten sie Öl-Pipelines. Auf ...

Zum Buch: Die Sättigungstaucherin Ellen Brooke begibt sich mit fünf Kollegen auf einen neuen Arbeitsgang in die Tauchkammer eines Schiffs in der Nordsee. Dort reparieren und warten sie Öl-Pipelines. Auf so engem Raum muss alles perfekt funktionieren und die Taucher müssen sich absolut vertrauen. Auch den Leuten, die auf dem Schiff nur dafür da sind, sich um die Taucher zu kümmern. Durch eine Schleuse erhalten die Taucher Lebensmittel, Wäsche und dergleichen.
Doch plötzlich kommt es zu einem Zwischenfall, ein Taucher stirbt. Doch warum sein Herz plötzlich einfach stehen blieb, ist unklar. Die Taucher werden unruhig, doch man kann nicht einfach so wiederauftauchen. In dieser Tiefe ist eine Dekompression von mehreren Tagen notwendig und dann gibt es den nächsten Toten…

Meine Meinung: Im ersten Drittel des Buches wird der Leser erst einmal mit dem Begriff des Tauchens vertraut gemacht. Um das Buch richtig zu verstehen, benötigt man gewisse Hintergrund-Informationen. Dennoch fand ich das ziemlich anstrengend zu lesen. Aber dann geht es so richtig zur Sache und in der kleinen Kammer, wo die Taucher sich ständig berühren, weil es so eng ist, wird Vertrauen zu Misstrauen und aus Freunden werden Feinde. Dazu kommt noch, dass sich das Gehirn unter solchen Extrembedingungen seltsam verhält. Die Charaktere sind für mich im Buch richtig gut rübergekommen und gerade der Lebenslauf von Ellen hat mich umgehauen.

Wenn man sich durch den ersten Teil gelesen hat, wird das Buch richtig spannend! Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Man kann sich die Enge ganz gut vorstellen, doch hätte ich mehrere Zeichnungen wie am Beginn des Buchs toll gefunden. Der Beruf des Sättigungstauchers war mir vorher kein Begriff und es war wirklich interessant, sich damit zu beschäftigen. Einzig mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden. Ich persönlich hätte die Geschichte anders ausgehen lassen. Aber gut, das ist ja dem Autor überlassen.

Mein Fazit: Insgesamt fand ich das Buch spannend zu lesen, man rätselt die ganze Zeit mit und das hat Spaß gemacht. Für den doch etwas zähen Anfang und das für mich doofe Ende ziehe ich jedoch einen Stern ab. Trotzdem empfehle ich das Buch gerne an meine Lesefreunde weiter!

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Gerade für junge Leser sehr empfehlenswert!

Jana, 39, ungeküsst
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Zum Buch: Die junge Jana Crämer erfährt schon seit ihrer Kindheit Mobbing bezüglich ihres Übergewichts. Jahrelange Diäten und Jojo-Effekte führen sie schließlich sogar in die Essstörung. Da kommt die ältere ...

Zum Buch: Die junge Jana Crämer erfährt schon seit ihrer Kindheit Mobbing bezüglich ihres Übergewichts. Jahrelange Diäten und Jojo-Effekte führen sie schließlich sogar in die Essstörung. Da kommt die ältere Jana Crämer und geht mit ihr in den Dialog. Und auf dieser Reise werden die beiden vom Leser begleitet.

Meine Meinung: Hierbei handelt es sich um eine Biografie, die mal so erfrischend anders ist als andere! Die Begegnung der beiden Janas ist nicht nur herzerwärmend, sondern auch aufschlussreich. Ich denke, dass Jana Crämer somit auch gut ihre Dämonen der eigenen Vergangenheit bewältigen konnte. Zumindest ist es eine Art Selbst-Reflektion. Erschreckend, aber auch lustig nimmt Jana den Leser mit in ihre Kindheit, ihre Jugend und schließlich in ihr Erwachsenen-Leben.

Ich bin selbst nicht von einer Essstörung betroffen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es Leser, die eine ähnliche Erfahrung gemacht haben, gut mitnimmt und vielleicht sogar helfen kann! Mir gefällt einfach die Art und Weise, eine Biografie zu erzählen und die optimistische und positive Art, die Jana hier rüberbringt. Auch über die Krankheit Lipödem und Multiple Sklerose erfährt man ein wenig.

Mein Fazit: Im Fazit würde ich sagen, hier handelt es sich um ein lebensbejahendes Buch, was gerade von jungen Leser*innen gelesen werden sollte! Mir hat es gut gefallen und meine positive Einstellung zu der Person Jana Crämer nur bestätigt!

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Wenn man sich selbst nicht mehr trauen kann...

Die Tochter des Serienkillers
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Zum Buch: Die Tierärztin Jenny hat ein gutes Leben mit ihrem Mann Mark und ihren beiden Kindern Ella und Alfie. Ihre Vergangenheit macht ihr dennoch zu schaffen, denn ihr Vater ist ein überführter Serienmörder ...

Zum Buch: Die Tierärztin Jenny hat ein gutes Leben mit ihrem Mann Mark und ihren beiden Kindern Ella und Alfie. Ihre Vergangenheit macht ihr dennoch zu schaffen, denn ihr Vater ist ein überführter Serienmörder und ihre Mutter war sehr besitzergreifend. Das äußert sich in Stresssituationen in Albträumen und nächtlichen Blackouts. Mit dem Verschwinden von Olivia, die mal ein Verhältnis mit Mark hatte, beginnt der Stress für Jenny. Jemand legt ihr Tierkadaver vor die Tür. Weiß jemand von ihrer Vergangenheit oder ist sie es nachts selber? Kann man die Gene eines Serienmörders vererbt bekommen? Sie kann plötzlich niemandem mehr trauen, am allerwenigsten sich selbst…

Meine Meinung: Dies ist der zweite der der Reihe um den Serienkiller, wobei die Teile alle einzeln lesbar sind, da sie nicht aufeinander aufbauen und es auch völlig unterschiedliche Charaktere sind. Mir hat der erste Teil noch etwas besser gefallen, da man da wirklich von Kapitel zu Kapitel andere Meinungen hatte. Das ist hier nicht ganz so. Ich kann auch den Charakter von Jenny nicht ganz verstehen, denn teilweise reißt sie sich selber tief in den Sumpf. Mark ist in meinen Augen kein Sympathieträger, er geht für sich gerne den Weg des geringsten Widerstands und redet einfach nicht über seine Probleme. Jenny hat ihm leider auch ihre Vergangenheit geschwiegen und so kommen natürlich Gedanken bei beiden auf, die nicht hätten sein müssen.

Der ganze Plot spitzt sich dann langsam zu, bis es am Ende zu einem schon fast filmreifen Ende kommt! Insgesamt gefällt mir der Schreibstil der Autorin, die immer aus der jeweiligen Perspektive erzählt, in der Ich-Form. Nur fand ich diesmal den Plot nicht so spannend wie beim ersten Teil.

Mein Fazit: Auch, wenn mich das Buch nicht restlos begeistern konnte, empfehle ich die Reihe gerne weiter. Man kann quasi auch mit diesem Buch starten und dann den ersten Band lesen. Die Autorin baut immer tolle Twists mit ein und das macht das Lesen zum Vergnügen!

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Von Ungeheuern und Menschen...

Das Vermächtnis des Jeremiah Cross
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Zum Buch: Jeremiah Cross taucht nach 19 Jahren so unvermittelt wieder auf, wie er verschwunden war. Sein gesamter Körper weist üble Wunden und sogar Amputationen auf. Doch bevor man das Rätsel lösen kann, ...

Zum Buch: Jeremiah Cross taucht nach 19 Jahren so unvermittelt wieder auf, wie er verschwunden war. Sein gesamter Körper weist üble Wunden und sogar Amputationen auf. Doch bevor man das Rätsel lösen kann, verstirbt er an seinen Verletzungen. Seine Tochter Fran reist mit ihrem Mann Glen von Reno nach Grantown in Schottland, wo Jeremiah gelebt hat. Doch plötzlich ist Fran auch verschwunden und Glen hat eine Ahnung, wo er suchen muss…

Meine Meinung: Diese Geschichte ist so unfassbar und übel, aber dennoch hat sie bei mir wirklich nachhaltig gewirkt! Denn Glen sieht sich einer anderen Welt gegenüber, in der das Überleben eine ganz andere Bedeutung als hier bei uns hat! Der Autor entführt den Leser in eine Welt voller Gefahren, Ungeheuern, aber auch friedlichen Menschen, die einfach nur überleben wollen. Doch wem kann man trauen?

Dieses Buch ist eine hervorragende Mischung aus Horror, Mystery und Thriller, die mich wirklich überzeugen konnte. Denn sie zeigt eigentlich nur den Menschen so, wie er vielleicht einfach ist. Die Story hat mich fasziniert, abgestoßen und doch vollkommen überzeugt! Mal etwas ganz anderes, denn die Mischung aus allem ist dem Herrn Laufhütte hier wunderbar gelungen! Man leidet als Leser mit Glen und seiner geflügelten Gehilfin Kyh mit und verfolgt gebannt die Verwandlung von Fran in eine herzlose Egomanin. Der Anführer Jack erinnert an einen fiesen Piraten, dem man nicht von hier bis über die Straße trauen kann. Die Figuren waren allesamt toll dargestellt und ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen. Was bei den fiesen Fängern, Käfern und Walspringern nicht so angenehm ist…

Mein Fazit: Eine außergewöhnliche und faszinierende Geschichte, die den Leser in seinen Bann zieht. Wer da nicht gerade zimperlich ist, kann sogar den Sinn in der Geschichte erkennen. Mir hat sie total toll gefallen und ich vergebe gerne 4 Sterne!

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