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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2025

Wichtiges Thema, sehr schwache Umsetzung

Glück
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Das Buch „Glück“ von Jackie Thomae hatte ich irgendwo als Buchtipp bekommen, aber das war leider ein Flop für mich. Zu diesem Thema gibt es weitaus bessere Bücher.

Zum Inhalt: Einige sehr gut verdienende, ...

Das Buch „Glück“ von Jackie Thomae hatte ich irgendwo als Buchtipp bekommen, aber das war leider ein Flop für mich. Zu diesem Thema gibt es weitaus bessere Bücher.

Zum Inhalt: Einige sehr gut verdienende, privilegierte Karrierefrauen im Alter von Ende 30 bzw. Anfang 40 sind unglücklich, weil ihnen als letztes Statussymbol im Leben noch ein Kind fehlt. Sorry, dass ich es so krass formuliere, aber was diese Frauen hier machen, ist wirklich jammern auf höchstem Niveau.
Das Thema Kinderwunsch bzw. ungewollte Kinderlosigkeit finde ich sehr wichtig und interessant. Jedoch hat mir die Umsetzung hier überhaupt nicht gefallen. Die Charaktere konnten mich weder emotional erreichen noch überzeugen (am besten gefiel mir noch Lydia, wenn ich unbedingt wählen müsste). Auch die Story an sich hat mir nicht zugesagt. Das Buch las sich weitgehend sehr zäh und langatmig; viel Blabla und Geschwafel - Ehrlich gesagt, war ich ein paar Mal kurz davor, es abzubrechen. Dann kamen wieder ein paar gute Sätze und ich blieb dran ... aber es geht mehr um die Gefühlswelt einiger reichen Frauen als wirklich um das Thema Kinderwunsch. Das Thema wurde etwas verfehlt, finde ich.
Insgesamt hat mich das Buch hat leider überhaupt nicht begeistern können und ich war froh, als ich es beendet hatte. Meiner Meinung nach überhaupt nicht empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Fragwürdige Botschaft für junge Frauen

Only Margo
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"Only Margo" hatte mich vom Cover her irgendwie angesprochen und das Thema einer jungen Frau, die ungeplant von ihrem Professor schwanger wird und dadurch in finanzielle Nöte gerät, fand ich ganz interessant ...

"Only Margo" hatte mich vom Cover her irgendwie angesprochen und das Thema einer jungen Frau, die ungeplant von ihrem Professor schwanger wird und dadurch in finanzielle Nöte gerät, fand ich ganz interessant für ein Buch. Doch leider konnte mich die Umsetzung dann überhaupt nicht überzeugen.
Da ist zuerst der Schreibstil, der mich leider gar nicht begeistern konnte. Es störte den Lesefluss sehr, dass die Autorin im Wechsel in der 1. und 3. Person schreibt, wozu soll das gut sein? Ich fand das nicht besonders gelungen.
Insgesamt fand ich die Ausführung eher unrealistisch. Besonders zu Beginn fand ich die Protagonistin unglaublich dumm und naiv. Sie wird schwanger, weil sie zu nichts nein sagen kann, was ist das für ein Argument? Dann entscheidet sie, das Kind zu behalten, ist aber völlig naiv und ohne Plan, wie sie das schaffen soll. Sie macht sich keine Gedanken vorher, wie es mit Arbeit und Kinderbetreuung klappen könnte bzw. wie ein Leben mit Baby/Kind überhaupt aussehen würde. Das finde ich ziemlich blauäugig und unrealistisch, vor allem in der heutigen Zeit, wo es genügend Aufklärung und Zugang zu Informationen gibt.
Und genauso geht es weiter, sie trifft naive Entscheidungen und denkt immer zu kurz. Erst gegen Ende macht Margo immerhin eine gewisse Entwicklung, wird etwas reifer und übernimmt mehr Verantwortung für ihr Kind und ihr Leben. Aber das war mir nicht genug, um das Buch gut zu finden.
Auch wenn ich grundsätzlich niemanden für seine Lebensentscheidungen verurteile (im echten Leben), finde ich es keine gute Botschaft, dass es für Frauen okay sein sollte, mit ihrem Körper und Selbstdarstellungen im Internet Geld zu verdienen. Als Feministin sträuben sich mir da die Nackenhaare.
Welche Botschaft möchte dieses Buch vermitteln?
Ich finde es moralisch eher fragwürdig und finde, es werden hier ungute Werte vermittelt.
Außerdem bin ich kein Fan von KI und (zu viel an) Social Media. Geld übers Internet zu verdienen mit Selbstdarstellung ist nicht meine Welt; „Content Creating“ oder Selbstdarstellung über YouTube und andere Plattformen ist keine Arbeit, die ich als solche bezeichnen würde, auch wenn das anderen vielleicht altmodisch vorkommen mag. Nichts gegen Fortschritt und Veränderung, da bin ich voll dabei - dennoch gehen leider auch einige gute Werte verloren.
Das ist natürlich eine persönliche Meinung; aber von mir bekommt das Buch aufgrund seiner fragwürdigen Botschaft keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Fragwürdige Botschaft für junge Frauen

Only Margo
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"Only Margo" hatte mich vom Cover her irgendwie angesprochen und das Thema einer jungen Frau, die ungeplant von ihrem Professor schwanger wird und dadurch in finanzielle Nöte gerät, fand ich ganz interessant ...

"Only Margo" hatte mich vom Cover her irgendwie angesprochen und das Thema einer jungen Frau, die ungeplant von ihrem Professor schwanger wird und dadurch in finanzielle Nöte gerät, fand ich ganz interessant für ein Buch. Doch leider konnte mich die Umsetzung dann überhaupt nicht überzeugen.
Da ist zuerst der Schreibstil, der mich leider gar nicht begeistern konnte. Es störte den Lesefluss sehr, dass die Autorin im Wechsel in der 1. und 3. Person schreibt, wozu soll das gut sein? Ich fand das nicht besonders gelungen.
Insgesamt fand ich die Ausführung eher unrealistisch. Besonders zu Beginn fand ich die Protagonistin unglaublich dumm und naiv. Sie wird schwanger, weil sie zu nichts nein sagen kann, was ist das für ein Argument? Dann entscheidet sie, das Kind zu behalten, ist aber völlig naiv und ohne Plan, wie sie das schaffen soll. Sie macht sich keine Gedanken vorher, wie es mit Arbeit und Kinderbetreuung klappen könnte bzw. wie ein Leben mit Baby/Kind überhaupt aussehen würde. Das finde ich ziemlich blauäugig und unrealistisch, vor allem in der heutigen Zeit, wo es genügend Aufklärung und Zugang zu Informationen gibt.
Und genauso geht es weiter, sie trifft naive Entscheidungen und denkt immer zu kurz. Erst gegen Ende macht Margo immerhin eine gewisse Entwicklung, wird etwas reifer und übernimmt mehr Verantwortung für ihr Kind und ihr Leben. Aber das war mir nicht genug, um das Buch gut zu finden.
Auch wenn ich grundsätzlich niemanden für seine Lebensentscheidungen verurteile (im echten Leben), finde ich es keine gute Botschaft, dass es für Frauen okay sein sollte, mit ihrem Körper und Selbstdarstellungen im Internet Geld zu verdienen. Als Feministin sträuben sich mir da die Nackenhaare.
Welche Botschaft möchte dieses Buch vermitteln?
Ich finde es moralisch eher fragwürdig und finde, es werden hier ungute Werte vermittelt.
Außerdem bin ich kein Fan von KI und (zu viel an) Social Media. Geld übers Internet zu verdienen mit Selbstdarstellung ist nicht meine Welt; „Content Creating“ oder Selbstdarstellung über YouTube und andere Plattformen ist keine Arbeit, die ich als solche bezeichnen würde, auch wenn das anderen vielleicht altmodisch vorkommen mag. Nichts gegen Fortschritt und Veränderung, da bin ich voll dabei - dennoch gehen leider auch einige gute Werte verloren.
Das ist natürlich eine persönliche Meinung; aber von mir bekommt das Buch aufgrund seiner fragwürdigen Botschaft keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Unglaubwürdig und enttäuschend

Ende Juli, Anfang August
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"Ende Juli, Anfang August" von Kristina Magdalena Henn ist ein Jugendbuch, das mich leider sehr enttäuscht hat
Das Cover ist sehr schön und künstlerisch gestaltet, deshalb hatte ich mir eine tiefgründigere ...

"Ende Juli, Anfang August" von Kristina Magdalena Henn ist ein Jugendbuch, das mich leider sehr enttäuscht hat
Das Cover ist sehr schön und künstlerisch gestaltet, deshalb hatte ich mir eine tiefgründigere und bessere Geschichte erhofft.
Zum Inhalt: Die 15-jährige Juli lebt zusammen mit ihren Eltern auf Sylt. Vor drei Jahren verschwand ihre Zwillingsschwester Mira im Meer. Seitdem geht Juli jeden Tag an den Strand, um Mira wiederzufinden. Doch dann wird ihr stattdessen ein Junge vor die Füße gespült. Er ist unverletzt, aber hat sein Gedächtnis verloren. Juli tauft ihn August. Auf der Suche nach seinen Erinnerungen gehen die beiden auf einen Roadtrip ....
Die Umsetzung der doch schwierigen Themen Tod, Trauer und Gedächtnisverlust har mich leider sehr enttäuscht. Viel zu emotionslos und vor allem absolut unglaubwürdig!
Auch mit den Protagonisten wurde ich leider so überhaupt nicht warm, weder mit Juli noch mit dem Jungen August.
Auch die Darstellung von JuLis Eltern konnte ich nicht recht nachvollziehen. Immerhin sind doch beide Psychotherapeuten. Wieso hatten sie nicht mehr Verständnis für ihre trauernde Tochter bzw haben ihr professionelle Hilfe besorgt?
Auch die Darstellung von August Gedächtnisverlust bzw seinen teilweise wiederkehrenden Erinnerungen, seinen Sprachkenntnissen und seiner gesamten Figur fand ich absolut unauthentisch und nicht nachvollziehbar.
Meiner Meinung nach ist dieses Buch nicht geeignet für Jugendliche, vor allem nicht mit der Altersempfehlung ab 13 Jahren. Da gibt es zu diesem sensiblen Themen weitaus bessere Jugendromane. Dieses hier hat mir gar nicht gefallen.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Wenig Empathie in den Texten

Die Empathie-Tests
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Leslie Jamison wurde in einem Buch zitiert, das ich gelesen hatte, so wurde ich neugierig auf ihre Bücher. "Die Empathie-Tests: Über Einfühlung und das Leiden anderer“ klang vom Klappentext her recht interessant. ...

Leslie Jamison wurde in einem Buch zitiert, das ich gelesen hatte, so wurde ich neugierig auf ihre Bücher. "Die Empathie-Tests: Über Einfühlung und das Leiden anderer“ klang vom Klappentext her recht interessant. Leider hat mir das Buch dann aber so gar nicht gefallen. Weder der Schreibstil der Autorin noch die wahllos wirkende Aneinanderreihung der Essays haben mich angesprochen. Ein paar gute Gedanken gab es zwischendurch, aber insgesamt war mir das Buch zu kühl und empathielos, zu theoretisch und langatmig geschrieben. Offenbar hatte ich hier etwas anderes erwartet. Das Buch konnte mir nichts geben - da gibt es deutlich wertvollere Bücher zum Thema Empathie und ähnlichem. Am besten und empathischsten fand ich noch den Schlusssatz: "Ich will, dass unsere Herzen offen sind. Genau so." Doch davon war leider im Rest des Buches nach meinem Empfinden nicht viel zu spüren.

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