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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Mallorca für Insider

Das echte Mallorca mit Insider-Tipps einer Reiseleiterin - Der kompakte Reiseführer mit idyllischen Buchten, Outdoor-Abenteuern und versteckten Orten abseits des Mainstreams
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Auf der Suche nach einem Reiseführer mit individuellen Tipps abseits des Mainstreams bin ich hier sehr gut fündig geworden.

Gefallen hat mir die Aufteilung nach verschiedenen Regionen der Insel, jedem ...

Auf der Suche nach einem Reiseführer mit individuellen Tipps abseits des Mainstreams bin ich hier sehr gut fündig geworden.

Gefallen hat mir die Aufteilung nach verschiedenen Regionen der Insel, jedem Abschnitt geht noch jeweils eine entsprechende kleine Karte voran. Den Routenvorschlägen ist jeweils ein QR-Code beigefügt, man geht hier richtigerweise mit der Zeit! Nebenbei lassen einen die schönen Fotos schon von einem Urlaub auf der Insel träumen.

Da ich schon mehrfach die Insel im Frühjahr für diverse Unternehmungen besucht habe, kenne ich schon so Einiges auf Mallorca. Aber auch mich haben hier noch so diverse Anregungen für Ausflüge überrascht, die auf jeden Fall auf meinem Wunschzettel für die nächste Reise landen werden. Sowohl Wanderer als auch Radfahrer werden hier auf jeden Fall fündig werden! Gerade auch Tipps zur Einkehr haben mir hier gut gefallen.

Erwähnenswert finde ich noch das handliche und übersichtliche Format, bei dem sich die Autorin wirklich auf das Wesentliche konzentriert hat. Dieser Führer passt auch locker in jede Handtasche und wird einen daher gerne einen kompletten Urlaub lang begleiten.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Wahrnehmungsstörungen?

Die Wortlosen
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Wir schreiben die 70er Jahre in Deutschland. Sonja, genannt Moon, ist noch sehr jung, als ihr älterer Bruder mit 11 Jahren in der Isar ertrinkt. Ein Badeunfall. So wird es zumindest dargestellt. Die Familie ...

Wir schreiben die 70er Jahre in Deutschland. Sonja, genannt Moon, ist noch sehr jung, als ihr älterer Bruder mit 11 Jahren in der Isar ertrinkt. Ein Badeunfall. So wird es zumindest dargestellt. Die Familie lebt mit dem Unglück weiter, aber auch nach Jahren hat Moon immer wieder schreckliche Bilder im Kopf, die sie nicht recht greifen kann...

Diese sehr unter die Haut gehende Geschichte konnte ich nicht in einem Zug weglesen, zu sehr gingen mir die Bilder unter die Haut. Sprachlosigkeit, Gleichgültigkeit, Verdrängung, Angst oder Wahrnehmungssstörungen sind hier die Stichworte, die die Geschichte tragen. Dabei habe ich mich als Leser des öfteren gefragt, was Wahrheit ist und was Einbildung. Was hält eine Familie nach solch einem Geschehen noch zusammen, oder entfremdet es sie gar? Das Ende des Romans war folgerichtig, aber schwer zu ertragen. Große Erzählkunst der Autorin!

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Der Liebesbrief-Wettbewerb

Strandkorbbriefe
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Die junge Polizistin Merle wurde bei einem Einsatz angeschossen und ist zur Zeit nicht im Dienst. Da veranstaltet das örtliche Tagesblatt einen Wettbewerb um den schönsten Liebesbrief. Der Siegerbrief ...

Die junge Polizistin Merle wurde bei einem Einsatz angeschossen und ist zur Zeit nicht im Dienst. Da veranstaltet das örtliche Tagesblatt einen Wettbewerb um den schönsten Liebesbrief. Der Siegerbrief scheint haargenau auf Merle zugeschnitten zu sein und da diese gerade Single ist, macht sie sich auf die Suche nach dem Absender. Dabei steht ihr Bastian, der Herausgeber des Tageblatts, nicht ganz uneingennützig zur Seite.

Trotz eines eigentlich mit der Schussverletzung eher ernsthaften Einstiegs handelt es sich bei der Geschichte insgesamt um einen tollen Wohlfühlroman. Die Handlung spielt im ostfriesischen Greetsiel an der Nordseeküste und wer diesen Ort bereits kennt, wird hier so einiges wiedererkennen. Wer noch nie dort war, wird nach der Lektüre den großen Wunsch verspüren, dort mal ein paar Urlaubstage zu verbringen, so toll ist alles beschrieben. Neben der wirklich unterhaltsamen und romantischen Geschichte gibt es auch kurze Ausblicke zu Themen wie Angststörungen und schwierigen familiären Hintergründen, die den Roman sehr angenehm auflockern und ihm eine gute Portion Ernsthaftigkeit geben. Hierbei sind die Charaktere, so verschieden sie auch sind, allesamt sehr gut ausgearbeitet, Wortwechsel zum Teil sehr witzig und unterhaltsam gestaltet. Als unumstrittenen Star in einer Nebenrolle kann man den kleinen Hund Kalle bezeichnen, immer wenn er auftaucht, geht einem das Herz auf!

Auch die Thematik mit den Liebesbriefen hat mir sehr gut gefallen, eine Handlung, die ich so bisher noch nie gelesen habe. Von mir eine absolute Leseempfehlung für alle, die sich mit einer schönen Geschichte gerne mal wieder an die Nordsee träumen möchten!

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Starke Frauengeschichte auf Sylt

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Die Journalistin Anna ist auf Sylt mit der über 80jährigen Fenja verabredet, um deren Geschichte aufzuschreiben. Fenja hat ihr Leben den Büchern verschrieben, ist aber bei Annas Ankunft aus unerfindlichen ...

Die Journalistin Anna ist auf Sylt mit der über 80jährigen Fenja verabredet, um deren Geschichte aufzuschreiben. Fenja hat ihr Leben den Büchern verschrieben, ist aber bei Annas Ankunft aus unerfindlichen Gründen erst einmal untergetaucht. Statt dessen beginnen Fenjas Tochter Elisa und Anna, in Fenjas Vergangenheit zu recherchieren.
Vor der tollen Kulisse der schönen Insel Sylt, die so wundervolle Landstriche abseits des Tourismus zu bieten hat, erzählt uns die Autorin mit einem wunderbar leichtgängigen und mitreissendem Schreibstil eine Geschichte, die unter die Haut geht. In zeitlich wechselnden Perspektiven, die überwiegend zwischen der Gegenwart und Fenjas Zeit als ganz junger Frau hin- und herwechseln, erfahren wir nach und nach die doch sehr berührende Geschichte einer alten Dame, die Erzählung von einer großen Liebe, der Kraft die geschriebenen Zeilen und von familiären Zerrissenheiten. Auch Annas Leben wird von dieser Geschichte nicht unwesentlich beeinflusst. Die Erzählung hat mich nicht mehr losgelassen, so dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Insbesondere haben mich hier die starken Frauenfiguren begeistert, die allsamt ihr Schicksal auf ihre eigene Art gemeistert haben.
Im zweiten Band dieser Dilogie werden wir wohl mehr über Fenjas bis heute verschwundene Schwester Martje erfahren, eine sicherlich auch sehr interessante Story. Großes Leseerlebnis!

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Starke Frauenfiguren

Die Frauen der Villa Sommerwind. Die Liebe am Horizont
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In diesem dritten und letzten Band der Reihe wird die Geschichte um die Frauen der Villa Sommerwind weitererzählt. Diesmal steht die junge Gerda im Vordergrund, die bei ihrer Tante und Onkel im Hotel in ...

In diesem dritten und letzten Band der Reihe wird die Geschichte um die Frauen der Villa Sommerwind weitererzählt. Diesmal steht die junge Gerda im Vordergrund, die bei ihrer Tante und Onkel im Hotel in Timmendorf lebt und arbeitet und noch immer auf der Suche nach ihren Eltern ist, die sie zu Kriegszeiten in der Villa zurückgelassen haben.

Wie auch die beiden Vorbände habe ich dieses Buch wieder sehr geliebt und fast in einem Rutsch lesen müssen. Gerade, dass in dieser Reihe starke Frauenfiguren im Mittelpunkt stehen, die dennoch nichts von ihrerem Charme und ihrer positiven Lebenseinstellung verloren haben, hat mir sehr gut gefallen. Ein so toll beschriebenes Setting an der Ostseeküste lässt einen das Gefühl haben, direkt an der Seite der Charaktere mit dabei zu sein. Der große Zusammenhalt innerhalb der Familie sowie der Wert langjähriger Freundschaften geben der Geschichte eine tolle Intensität, die sich insgesamt über mehr als zwanzig Jahre hinzieht. Dabei sind die Zeitsprünge immer sehr gut gewählt und lassen den Leser die Geschichte bestens mitverfolgen bis zu einem für alle versöhnlichen Ende.

Sehr geren war ich mit dabei in Timmendorf am Strand und würde mich über weitere tolle Romane aus der Feder der Autorin freuen!

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