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Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannende Vorgeschichte zur Auserwählten (Maze Runner)-Trilogie

Die Auserwählten - Kill Order
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Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Chicken House (28. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551520760
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: The Kill Order
Preis: 19,99 ...

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Chicken House (28. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551520760
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: The Kill Order
Preis: 19,99 €

Spannende Vorgeschichte zur Auserwählten (Maze Runner)-Trilogie

Ich empfehle, die Trilogie vorher zu lesen. Der vorliegende Roman kann aber notfalls auch für sich gelesen werden. Die Trilogie danach zu lesen, halte ich nicht für sehr sinnvoll, da ein wichtiges Detail in „Kill Order“ verraten wird.

Inhalt:
Die Welt ist aus den Fugen geraten. Durch gewaltige Sonneneruptionen ist das Leben auf der Erde fast unmöglich geworden. Mark und eine Handvoll Menschen haben sich zusammengetan und kämpfen Tag für Tag ums Überleben – gegen die Natur und gegen andere Menschen. Doch eines Tages wird ihre Gemeinschaft aus der Luft angegriffen und mit virenverseuchten Pfeilen beschossen. Nur wenige können entkommen.


Meine Meinung:
Der Prolog greift Figuren aus der Auserwählten-Trilogie auf. Dies bringt den Leser zum einen an die Handlung der Trilogie heran, zum anderen wird dadurch eine wichtige Tatsache verraten, über die man beim Lesen der Trilogie die ganze Zeit im Unklaren war, was viel von der Spannung ausmachte.

Es folgt ein Zeitsprung von dreizehn Jahren in die Vergangenheit, dahin wo die Katastrophe begann. Hier werden ganz neue Personen eingeführt, sodass es kein Problem ist, diesen Roman ohne Vorkenntnisse zu lesen. Er ist auch in sich ziemlich abgeschlossen. Eine kleine Lücke bleibt am Ende noch bestehen zwischen der Handlung um Mark und seine Freunde und der Handlung des Prologs bzw. der Trilogie. Ich hätte mir gewünscht, dass diese noch geschlossen wird. Aber wer weiß, vielleicht wird es ja noch einen weiteren Band geben?

„Kill Order“ ist in gewohnter James Dashner-Manier sehr spannend und fesselnd geschrieben. Das Erzähltempo ist hoch, man kommt kaum zum Atemholen. Mir waren es aber definitiv viel zu viele Kämpfe und zu wenig Überlegungen / Strategie. Hier wird wild drauf los gehauen, gestochen und geschossen, zum Teil ohne Sinn und Verstand. Das hätte nicht unbedingt sein müssen.

Es gibt natürlich auch andere Szenen, Momente der Liebe und des kleinen Glücks, doch diese sind eher selten. Selbst Marks Träume, durch die der Leser noch ein Stück weiter in die Vergangenheit zurückblicken kann, entpuppen sich regelmäßig als Albträume mit Kämpfen und vielen Toten, die auch nicht immer „appetitlich“ aussehen. Für zarte Gemüter ist das eher nichts.

Für Fans der Trilogie würde ich „Kill Order“ auf jeden Fall empfehlen, denn der Roman beleuchtet die Umstände, die zu den Ereignissen in der Trilogie führten und rundet damit die Geschichte noch mehr ab.

Die Reihe:
1. Im Labyrinth
2. In der Brandwüste
3. In der Todeszone
Prequel: Kill Order

★★★★☆

Herzlichen Dank an Chicken House und Hierschreibenwir für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Solider Frauenroman

Ab heute seh ich bunt
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Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch (17. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746632223
Preis: 9,99€
auch als E-Book erhältlich

Solider Frauenroman

Inhalt:
Charlotte ist 44 Jahre ...

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch (17. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746632223
Preis: 9,99€
auch als E-Book erhältlich

Solider Frauenroman

Inhalt:

Charlotte ist 44 Jahre alt und hat ihre Karriere der Familie geopfert. Doch irgendetwas läuft hier zunehmend schief. Für das, was Charlotte tut, bekommt sie wenig Anerkennung, lässt es sich doch nicht in Euro angeben so wie das dicke Einkommen ihres Mannes Peter. Da ist es kein Wunder, dass Charlotte sich eine Auszeit nehmen will, um ihrer Freundin Britta in der Toskana beim Aufbau eines Hotels zu helfen. Dass sie dort auf ihre Jugendliebe trifft, macht die Sache kompliziert …

Meine Meinung:
Ich habe von Antje Szillat bereits das Jugendbuch „Solange du schläfst“ gelesen. Dieses hat mich sehr beeindruckt. Nun habe ich zu diesem Frauenroman gegriffen in der Hoffnung, ein ähnlich tiefgründiges und bewegendes Buch lesen zu dürfen. Leider hat sich „Ab heute seh ich bunt“ für mich aber doch eher als ein solider 08/15-Frauenroman entpuppt.

Dabei fing es wirklich klasse an. Charlottes Probleme mit ihrer Familie kamen mir teilweise nur allzu bekannt vor. Sicherlich werden fast alle Frauen sich zum Teil in der Protagonistin wiederfinden. Charlotte und Peter sind seit 18 Jahren verheiratet, er erfolgreich im Beruf, sie kümmert sich hauptsächlich um den pubertierenden 17-jährigen Sohn Jonas und den griesgrämigen Schwiegervater und muss sich von ihrem Mann herumkommandieren bzw. ihre Unternehmungen belächeln lassen. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, dass ihr irgendwann einfach die Hutschnur platzt und sie sich in der Stille der Toskana erholen und wieder zu sich selbst finden will.

Mit ihrem erfrischenden Schreibstil macht Antje Szillat einem das Lesen leicht. Man fliegt nur so durch die Seiten, bekommt auch ab und zu mal etwas zum Schmunzeln oder zum Lachen. Auch dass die Protagonistin Charlotte sehr sympathisch wirkt, ist ein Pluspunkt. Charlottes Entwicklung war gut nachvollziehbar. Sie hat mir größtenteils gut gefallen, weil sie Frauen Mut machen kann, sich aus festgefahrenen Beziehungen zu lösen bzw. unangenehme Situationen zu ändern und eine Wendung zum Besseren zu erreichen.

Zwar konnte mich die Autorin das ein oder andere Mal überraschen, vieles ist aber auch vorhersehbar. Das fand ich aber nicht schlimm, denn es passt einfach in das Gesamtbild.

Fazit:
Ein wenig Ernst, ein wenig Humor, ein wenig Liebe, ein wenig Familie – eine gelungene Mischung, die zu lesen mir Spaß gemacht hat.

★★★★☆

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Aufbau Verlag, der mir viaLiteraturschock.de freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein Buch, das Hoffnung machen kann

Frei wie verkrüppelte Tauben
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Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Ka & Jott (9. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3946391012
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Preis: 10,90€
auch als E-Book erhältlich

Ein Buch, das Hoffnung ...

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Ka & Jott (9. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3946391012
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Preis: 10,90€
auch als E-Book erhältlich

Ein Buch, das Hoffnung machen kann

Inhalt:

Matthias Tikovsky, genannt Tick, hat schon schlimme Dinge in seinem Leben durchgemacht. Aufgewachsen ist er ohne Eltern, erst bei prügelnden Pflegeeltern, dann im Heim. Seine Freundin ist drogenabhängig, und auch er selbst hat schon Erfahrung mit Drogen. Und dann outet sich auch noch sein bester Freund Roman als Transfrau und nennt sich fortan Romy. Der 18-jährige Tick hat Mühe, mit seinem Leben und allen, die dazugehören, klarzukommen.

Meine Meinung:
Alexandra Dichtler nimmt sich in „Frei wie verkrüppelte Tauben“ dreier Außenseiter an. Neben Tick und Romy, die ca. 18 Jahre alt sind, spielt auch der 12-jährige Silas eine Rolle. Die drei sind miteinander befreundet, und jeder hat sein Päckchen zu tragen. Zwar wird der Roman aus Ticks Perspektive erzählt, aber Romys Transidentität spielt eigentlich die Hauptrolle. Im Gegensatz zu den meisten anderen Romanen, die dieses Thema behandeln, wird dieser nicht aus der Sicht des Transgenders erzählt, sondern aus der Perspektive einer Bezugsperson, was ich sehr interessant finde. Tick hat nämlich wirklich Probleme, Romy als Frau zu sehen, trotz Schminke und entsprechender Kleidung. Seit dem Kindergarten waren die beiden besten Freunde – das prägt natürlich. Ich kann seine Gefühle in dieser Hinsicht gut nachvollziehen. Es ist aber auch schön zu lesen, dass er sich bemüht, Romy zu akzeptieren, er nennt sie sogar richtig beim Namen, nur das „sie“ will ihm nicht in den Kopf. Das alles wirkt sehr authentisch und wird von der Autorin treffend beschrieben.

Mir war allerdings die Anhäufung der Probleme in dieser Geschichte zu viel. Das wirkte auf mich etwas künstlich aufgebauscht, was der Roman aber gar nicht nötig hat. Auf Drogen, Heimerfahrung usw. hätte ich ganz gut verzichten können. Da wäre es mir lieber gewesen, die Transidentität hätte einen noch größeren Raum eingenommen und die Beziehung der drei Jugendlichen untereinander hätte noch mehr Tiefe bekommen. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert, und so bin ich dann eigentlich doch ganz zufrieden mit der Geschichte, so wie Alexandra Dichtler sie eben erzählen will.

Die Sprache ist sehr jugendlich. Die kurzen, knappen Sätze wirken zuweilen aber etwas distanziert. Doch es gibt auch einige Szenen, die wirklich sehr gefühlvoll geschrieben sind, wo man als Leser kaum noch die Tränen zurückhalten kann.

Bei all den Problemen, die in Ticks, Romys und Silas’ Leben auftauchen, zeigt die Autorin aber auch immer wieder eine Lösung auf. Ist das Leben auch total duster, findet sich doch immer irgendwo ein Licht.

★★★★☆

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Ka & Jott Verlag, der mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Prima Abschlussband dieser Zeitreise-Trilogie

WARP (Band 3) - Die Katzenhexe
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Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Loewe; Auflage: 1 (13. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3785582619
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: W.A.R.P. The Forever Man
Preis: ...

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Loewe; Auflage: 1 (13. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3785582619
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: W.A.R.P. The Forever Man
Preis: 17,95€
auch als E-Book erhältlich

Prima Abschlussband dieser Zeitreise-Trilogie

Inhalt:

Chevron Savano, die Junioragentin des FBI und ihr Freund Riley, landen diesmal durch einen Riss im Zeittunnel in Mandrake Groan, England, im Jahr 1647. Dummerweise gilt hier ihr schlimmster Widersacher Albert Garrick, der Quantenzauberer, als größter Hexenjäger. Auf sein Geheiß werden die beiden festgenommen und Chevie soll als Hexe verbrannt werden. Doch so einfach machen es unsere beiden Helden ihrem Gegner nicht …

Meine Meinung:
Nach einer kurzen Einleitung mit dem Titel „Was man wissen muss“, geht die Geschichte dort weiter, wo sie im 2. Band endete. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Vorgänger zu lesen, um der Handlung folgen zu können. Ansonsten entgehen einem einfach viele Zusammenhänge, die diese Trilogie ausmachen.

Obwohl ich ein bisschen den Witz des 1. Bandes vermisst habe, gibt es noch genügend Szenen zum Schmunzeln. Auf einige unnötige Gewalttaten hätte ich in diesem Jugendbuch gerne verzichtet, aber es war nicht ganz schlimm.

Neben Chevie und Riley, die sich im Wurmloch ziemlich nahe gekommen sind, treffen wir auch Professor Smart wieder, wenn auch nicht in der gewohnten Form. Mit dabei sind außerdem die FBI-Agenten Isles und Pointer. Letzterer muss sein Leben dummerweise im Körper eines Hundes verbringen dank einer unglücklichen Mutation während der Zeitreise. Die Szenen mit Pointer fand ich besonders lustig, bietet seine missliche Lage doch jede Menge Stoff für Spott, aber auch für Nettigkeiten.

Durch seine diversen Aufenthalte im Wurmloch ist Garrick schier unsterblich geworden. Eine einfache Verwundung kann ihm nichts anhaben. Es ist daher sehr spannend, mitzuerleben, welche Ideen sich Chevie, Riley und die FBI-Agenten einfallen lassen, um ihn zu besiegen. Dabei beweisen sie viel Mut, Geschick, Intelligenz und eine große Portion Freundschaft und Loyalität.

Eoin Colfer versteht es blendend, seine Leser immer wieder durch unvorhergesehene Wendungen zu überraschen. Kaum atmet man auf, weil etwas geglückt ist, geht im nächsten Moment etwas anderes wieder schief. So durchläuft man ein Wechselbad der Gefühle und leidet und bangt mit den Protagonisten mit.

Besonders Riley hat mir sehr gut gefallen. Seine Entwicklung über die gesamte Trilogie ist einfach klasse. Wirkte er anfangs noch wie ein kleiner Junge, hat er sich mittlerweile zu einem selbstbewussten jungen Mann gemausert, der Charakter besitzt.

Das Ende der Geschichte konnte mich begeistern, wenn auch nicht alles logisch erscheint, aber was ist bei einer Zeitreise schon wirklich logisch? Hier kann ich aber großzügig darüber hinwegsehen, weil sich einfach alles gut zusammenfügt.

Die Reihe:
1. WARP. Der Quantenzauberer
2. WARP. Der Klunkerfischer
3. WARP. Die Katzenhexe

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kein 08/15 Thriller, sondern etwas Besonderes

Totenhaus
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Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: btb Verlag (17. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442754557
Preis: 19,99 €

Kein 08/15 Thriller, sondern etwas Besonderes

ACHTUNG: SPOILER ZUM 1. BAND! ...

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: btb Verlag (17. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442754557
Preis: 19,99 €

Kein 08/15 Thriller, sondern etwas Besonderes

ACHTUNG: SPOILER ZUM 1. BAND!


Ich empfehle, diesen vorher zu lesen. Zwar ist die Handlung des 2. Bandes auch ohne Vorkenntnisse verständlich, aber den speziellen Charakter von Blum wird man vielleicht nicht so leicht verstehen können.

Inhalt:

Zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes, den Blum gerächt hat, scheint sich ihr Leben langsam wieder zu normalisieren. Doch schnell zerschlägt sich die Hoffnung wieder, denn auf dem Innsbrucker Friedhof findet man Leichenteile, die da nicht hingehören. Blum hatte damals die Mörder ihres Mannes in fremden Gräbern verschwinden lassen, denn Blum ist ja Bestatterin. Kurzerhand flieht sie und muss fast mit dem Leben dafür bezahlen.


Meine Meinung:

Der Vorgängerband „Totenfrau“ hat mich absolut begeistert. An diesem Buch hatte ich inhaltlich überhaupt nichts zu kritisieren, es war einfach perfekte Unterhaltung der ganz besonderen Art. Der Autor hat es mit seiner eindringlichen Schreibweise geschafft, in mir Sympathien für eine fünffache Mörderin zu wecken. Dabei hatte ich keine Ahnung, dass das nur der Auftakt einer Trilogie ist. Als nun „Totenhaus“ erschien, stand für mich sofort fest, dass ich auch dieses Buch lesen muss.

Von der ersten Seite an war ich wieder in Bernhard Aichners eigenwilligen Schreibstil vernarrt. Er benutzt meist kurze Sätze, Halbsätze, Ein-Wort-Sätze. Klar, das wirkt ein bisschen abgehackt, unterstreicht aber das getriebene Wesen der Protagonistin Blum perfekt. Sie, die immer noch um ihren geliebten Mann trauert, ihre Umgebung teilweise wie durch einen Watteschleier wahrnimmt, erlebt die Ereignisse Schlag auf Schlag. Da bleibt nicht viel Zeit, um in Ruhe nachzudenken oder vernünftige Pläne zu machen. Und so kommt es, dass Blum immer wieder Fehler macht, sich auf die falschen Leute einlässt und man nie weiß, wem man eigentlich trauen kann. Dies bringt Spannung in den Roman, von Anfang an unterschwellig zu spüren und am Schluss beim show down auch ganz offen zu sehen. Ich habe das Buch mehr oder weniger mit angehaltenem Atem gelesen, obwohl gar nicht so wahnsinnig viel passiert.

Dabei muss ich allerdings sagen, dass ich diesen zweiten Band etwas schwächer fand als den ersten. Der Plot war ein wenig hanebüchen und bei weitem nicht so rasant wie im ersten Band. Auch kommt Blum hier nicht ganz so cool rüber wie dort. Aber nun ja, so ist das Leben, man kann nicht immer cool sein.

Als Leserin mit Vorkenntnissen hat es mich ein wenig genervt, dass gefühlte hundert Mal erwähnt wurde, welch lieblose Kindheit Blum hatte und dass sie schon in jungen Jahren mehr mit Leichen zu tun hatte als mit lebenden Menschen. Dies soll wohl bei Quereinsteigern Verständnis für die Protagonistin wecken, hat aber sicher nicht denselben Erfolg wie die langsame Charakterentwicklung im ersten Band.

Das Ende des Romans ist recht offen, was ich in diesem Fall absolut passend finde. Und der Epilog macht neugierig auf den dritten Band. Ich freue mich schon darauf.

Fazit:

„Totenhaus“ kommt nicht ganz an den Vorgänger heran, ist aber trotzdem absolut lesenswert. Ich empfehle diese Thriller-Reihe allen Lesern, die gerne mal außerhalb der ausgetretenen Pfade nach dem Besonderen suchen und sich gerne offen auf Neues und Ungewöhnliches einlassen wollen.

Die Reihe:

Totenfrau
Totenhaus
★★★★☆