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Veröffentlicht am 07.04.2025

Gib niemals auf!

Der Traum des Louis Vuitton
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Louis lebt im französischen Jura und will nach Paris. Nach einer harten Wanderung schafft er das auch und findet einen Ausbildungsplatz, einen Chef, der ihn fördert und sein Potenzial erkennt. So wird ...

Louis lebt im französischen Jura und will nach Paris. Nach einer harten Wanderung schafft er das auch und findet einen Ausbildungsplatz, einen Chef, der ihn fördert und sein Potenzial erkennt. So wird aus dem Kofferbauer Louis Vuitton der kaiserliche Kofferbauer und der Entwickler einer neuen Art der Verpackung, die ihm förmlich aus den Händen gerissen wird. Schon bald steht der Name Louis Vuitton für Qualität und Luxus.

Das Cover zeigt die Zeichnung eines distinguiert wirkenden Herren mit markantem Schnauzer, feiner Garderobe und einem der ikonischen Koffer in der Hand und links neben sich. Im Hintergrund erkennt man Paris und eine fahrende Kutsche in leicht vergilbter Optik. Sehr stimmig und einladend für alle, die das ikonische Louis-Vuitton-Muster erkennen und lieben.

Eva-Maria Bast hat einen Schreibstil, der mich mitnimmt und direkt in der Geschichte landen lässt. Ich mag Biografien, die Realität und Roman verbinden, auch wenn ich mir das immer wieder selbst vor Augen führen muss. Denn es klingt alles so plausibel, dass man denkt: Ja, so war das bestimmt. Eine interessante Geschichte, die einem vor Augen führt, wie viel Herzblut und Willen hinter einer großen Marke stecken kann und warum die Marke so ikonisch und leider auch so teuer ist. Es ist auch ein Aufruf, sich seiner eigenen Träume bewusst zu werden und versuchen, sich nicht unterkriegen zu lassen, sondern dafür alles zu geben. Folge deinem Traum, du kannst nur gewinnen, ist eine tolle Botschaft. Mich hat das Buch genauso fasziniert wie die Marke und wer hätte nicht gerne eine solche Tasche oder einen solchen Koffer?!

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Wir brauchen mehr Menschen wie Amanda auf der Welt

Und morgen wieder schön
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Amandas Traum ist es, für Karl Lagerfeld in Paris Frisuren zu entwerfen. Dafür verlässt sie ihre Heimat im Ruhrpott und geht nach Paris, auch wenn ihr einige Steine in den Weg gelegt werden. Leider stellt ...

Amandas Traum ist es, für Karl Lagerfeld in Paris Frisuren zu entwerfen. Dafür verlässt sie ihre Heimat im Ruhrpott und geht nach Paris, auch wenn ihr einige Steine in den Weg gelegt werden. Leider stellt Karl sie nicht ein, er vermittelt ihr eine Friseurinnen-Lehrstelle bei René, der Amanda zunächst überhaupt nicht zu schätzen weiß. Aber Amanda beisst sich durch, bis ihre Wege sie nach Berlin führen, wo sie ihren eigenen Friseursalon eröffnet und irgendwann für Frauen mit Krebs eine neue Methode an Perücken und persönlicher Zuwendung entwickelt.

Ein sehr stilvolles Cover in Grautönen mit weißer und rosafarbener Schrift, im Mittelpunkt sieht man eine schöne Frau, die nach unten blickt und anstatt Haaren ein pinkfarbenes Tuch auf dem Kopf trägt und mit ihren Händen schützend ihre Brust hält.

Marie Sand schreibt einfühlsam und trotzdem voller Kraft. Sie beschreibt erst Amandas Werdegang in Paris, bevor es zum eigentlichen Höhepunkt geht, ihrer Arbeit mit krebskranken Frauen und der Hoffnung, die sie den Frauen vermitteln kann. Sie macht sie "wieder schön", denn welche Frau fühlt sich ohne Wimpern, Augenbrauen und vor allem Kopfhaar noch schön?! Ihre Beschreibungen haben mich sehr berührt und es kamen öfter die Tränen, wenn man sich in die Frauen hineinversetzt hat. Es handelt sich um einen Roman, der lose auf einer real existierenden Friseurin basiert, von der man leider viel zu wenig gehört hat. Mehr von solchen tollen, inspirierenden Frauen, bitte!!!

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Stell dir vor, du wärest zum "Abschuss" freigegeben...

AchtNacht
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Dein Name wurde in der AchtNacht gezogen, jeder, der dich erwischt, kann dich nicht nur straflos töten, es winkt sogar ein Kopfgeld! Für zwei Menschen wird dieser Alptraum war. Wie kann man sich retten, ...

Dein Name wurde in der AchtNacht gezogen, jeder, der dich erwischt, kann dich nicht nur straflos töten, es winkt sogar ein Kopfgeld! Für zwei Menschen wird dieser Alptraum war. Wie kann man sich retten, wo ist man sicher?! Eine wilde Hetzjagd durch Berlin beginnt, die Zeit rennt…

Auf dem schwarzen Cover sieht man eine rote Acht, in der die Silhouetten von rennenden Menschen zu sehen sind, außerdem in weiß den Autorennamen und den Titel „AchtNacht“. Das Cover verrät alles und gleichzeitig nichts, es passt wunderbar zum Buch.

Sebastian Fitzek hatte mal wieder eine Idee, bei der man sich fragt: Wie kommt man auf sowas?! Unvorstellbar grausam, wenn plötzlich Menschen vogelfrei wären und tatsächlich mit Belohnung umgebracht werden dürften! Es war wieder ein Thriller, den ich nicht aus der Hand legen konnte und in einem Rutsch ausgelesen habe. Spannende Unterhaltung, wie immer toll geschrieben von Fitzek. Diesmal war das Ende nicht ganz so „phantastisch“ wie oft, es war für mich realistischer und hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Traumhaftes Setting

Die kleine Villa in Italien
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Lia hat gerade einiges zu verarbeiten und flieht an die Amalfi-Küste. Sie hat gerade erfahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist und will ihren biologischen Vater kennenlernen. Aber der ist ...

Lia hat gerade einiges zu verarbeiten und flieht an die Amalfi-Küste. Sie hat gerade erfahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist und will ihren biologischen Vater kennenlernen. Aber der ist ein bekannter Filmstar und wird von Raphael abgeschirmt, der Lia Erbschleicherei unterstellt. Sie lernt ihren Vater und auch Raphael trotzdem näher kennen und es kommt, wie es kommen muss...

Ein blaues Cover, das für das Meer steht, dazu ein Glas Aperol Sprizz, Olivenzweige, Zitronen, Orangen, Blumen, stilisierte Wellen.... alles Dinge, die zu Italien gehören, deshalb sehr passend. Ob der Titel "Die kleine Villa in Italien" auf die beschriebene Villa im Buch passt, würde ich stark bezweifeln, aber der Titel passt zur Romantic Escapes-Reihe, der Wiedererkennungswert ist vorhanden.

Julie Caplin schreibt zauberhafte Bücher, ich mag ihren Schreibstil und ihre Charaktere. Die letzten Bücher hatten ein bisschen nachgelassen, dieses Buch hat mich wieder direkt begeistert. Ich konnte mir die Almalfiküste mit ihren Zitronenhainen direkt vorstellen und wäre am liebsten in das beschriebene Setting eingetaucht. Natürlich ist klar, wie es mit Lia und Raph enden wird, aber trotzdem hat die beschriebene Chemie zwischen den beiden Protagonisten gestimmt und mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Grausam

Die Hölle war der Preis
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Gisa, genannte Peasy, gibt in der DDR alles, um Tänzerin zu werden. Dieser Traum wird ihr genommen, so dass sie irgendwann mit ihrem Mann Ed in die BRD flüchten will. An der Grenze werden sie entdeckt ...

Gisa, genannte Peasy, gibt in der DDR alles, um Tänzerin zu werden. Dieser Traum wird ihr genommen, so dass sie irgendwann mit ihrem Mann Ed in die BRD flüchten will. An der Grenze werden sie entdeckt und verhaftet. Ein jahrelanges Märtyrium beginnt, das kaum auszuhalten ist. Wird Peasy gebrochen?

Mein Buch hat ein anderes Cover, darauf sieht man die schmale, hochaufgerichtete Silhouettte einer Frau in einer Art Lichtschacht - dem Stehknast? Wenn man die Geschichte gelesen hat, versteht man den Sinn, es passt sehr gut.

Hera Lind hat "Die Hölle war der Preis" als Roman nach einer wahren Geschichte geschrieben. Eigentlich wollte ich diese Tatsachenromane nicht lesen, weil mir da der von mir so geschätzte Hera-Lind-Humor fehlt, aber dieser Klappentext hat mich nicht losgelassen. Hera Lind kann definitiv gut schreiben und auch diese Tatsachengeschichte ist ihr gut gelungen. Ich habe permanent den Kopf geschüttelt und war entsetzt über diese Brutalität und Graumsamkeit, die ich mir so nur bei den KZs der Nazis vorgestellt habe. Das solche Dinge vor gar nicht allzu langer Zeit in unserer "Nachbarschaft" vorgekommen sind, macht mich unfassbar traurig und wütend. Wenn auch nur ein Bruchteil dieser Härte so stattgefunden hat, ist es ein Wunder, dass überhaupt jemand diese Zeit überleben konnte. Chapeau vor allen Menschen, die diese Hölle überlebt haben und anschließend in der Lage waren, ein "normales" Leben zu führen. Mögen solche Verbrechen an der Menschlichkeit nie wieder vorkommen!!!

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