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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2025

etwas langatmig

Der Sternenstaubdieb
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Optisch ist Der Sternenstaubdieb ein echtes Highlight. Das Cover und der Farbschnitt sind atemberaubend schön und erinnern sofort an die märchenhafte Welt von 1001 Nacht – orientalisch, geheimnisvoll und ...

Optisch ist Der Sternenstaubdieb ein echtes Highlight. Das Cover und der Farbschnitt sind atemberaubend schön und erinnern sofort an die märchenhafte Welt von 1001 Nacht – orientalisch, geheimnisvoll und magisch. Auch die Grundidee hat mich direkt angesprochen: Loulie al-Nazari, besser bekannt als die Mitternachtshändlerin, verdient ihr Geld damit, magische Artefakte der Dschinn zu jagen und auf dem Nachtmarkt zu verkaufen – ein gefährliches Unterfangen, seit Dschinn im Land erbittert gejagt werden. Als sie vom Sultan verhaftet wird, bleibt ihr nur eine Wahl: Eine verschollene magische Lampe finden oder sterben. Gemeinsam mit ihrem geheimnisvollen Dschinnfreund Qadir, dem rätselhaften Prinz Omar und der Diebin Aisha begibt sie sich auf eine gefährliche Reise durch die Wüste – doch nicht alle Gefahren lauern außerhalb der Karawane...

So spannend das alles klingt – leider hat mich die Geschichte beim Lesen nicht ganz mitreißen können. Bereits der Einstieg zog sich für mich ein wenig und ich habe lange gebraucht, um richtig in die Handlung zu finden. Auch die Figuren, allen voran Loulie, konnten mich emotional nicht ganz erreichen. Es fehlte mir etwas an Tiefe und Verbindung, um wirklich mitzufiebern.

Insgesamt ist Der Sternenstaubdieb ein atmosphärisches Fantasyabenteuer mit viel Potenzial, das mich aber leider nicht so fesseln konnte, wie ich es mir erhofft hatte. Für Fans orientalischer Settings auf jeden Fall einen Blick wert – nur sollte man keine allzu rasante Handlung erwarten.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Spannend mit Schwächen

Lyneham
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Ich liebe Science Fiction! Genau deshalb war ich neugierig auf Lyneham. Das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen, und auch der Klappentext klang vielversprechend. Leider konnte mich die Geschichte ...

Ich liebe Science Fiction! Genau deshalb war ich neugierig auf Lyneham. Das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen, und auch der Klappentext klang vielversprechend. Leider konnte mich die Geschichte nicht ganz so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte.

Im Mittelpunkt steht Henry Meadows, der an seinem zwölften Geburtstag miterlebt, wie die Erde untergeht. Gemeinsam mit seinem Vater und seinen Geschwistern reist er nach Perm, einen urzeitlichen Mond in einem weit entfernten Sonnensystem. Während sie dort auf Henrys Mutter warten, die mit einem anderen Raumschiff unterwegs ist, stoßen sie auf beunruhigende Hinweise: Sie war offenbar schon hier – und sie hat eine Warnung hinterlassen.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir relativ leicht, allerdings hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Er ist sehr direkt und schnörkellos, während ich mir an manchen Stellen ausführlichere, atmosphärischere Beschreibungen gewünscht hätte. Zwar wird die Welt von Lyneham durchaus lebendig dargestellt, aber mir fehlte manchmal die Tiefe, die ich aus anderen Sci-Fi-Romanen gewohnt bin. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht.

Die Geschichte beginnt direkt spannend mit dem Marshmallow-Test und Henrys Gedankenwelt ist gut nachvollziehbar. Doch im weiteren Verlauf gibt es einige Passagen, die sich für mich etwas gezogen haben. Dadurch fiel es mir nicht immer leicht, dranzubleiben. Auch die Figuren hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Facetten zeigen können. Das Finale hingegen hat mich wieder gepackt, weil die Spannung spürbar anzieht.

Insgesamt ist Lyneham ein solider Science-Fiction-Roman mit einer interessanten Idee. Er konnte mich unterhalten, aber ich hatte mir letztlich doch ein bisschen mehr erhofft. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

hinter den Erwartungen

Sing mir vom Tod
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Sing mir vom Tod von Ivy Pochoda ist ein Roman mit einem vielversprechenden Konzept, das mich neugierig gemacht hat, letztlich aber nicht vollständig überzeugen konnte.

Die Ausgangssituation – zwei Frauen, ...

Sing mir vom Tod von Ivy Pochoda ist ein Roman mit einem vielversprechenden Konzept, das mich neugierig gemacht hat, letztlich aber nicht vollständig überzeugen konnte.

Die Ausgangssituation – zwei Frauen, Florida und Dios, die sich im Gefängnis begegnen – fand ich spannend und originell. Besonders die Frage, ob Frauen zu denselben grausamen Taten fähig sind wie Männer, hat den Roman für mich zu einem interessanten Gedankenspiel gemacht. Leider bleibt das Buch hinter diesem spannenden Ansatz zurück.

Während Pochoda sicherlich eine dichte Atmosphäre schafft und interessante Themen behandelt, konnte mich der Schreibstil nicht wirklich fesseln. Einige Passagen ziehen sich, und die Handlung verliert dadurch stellenweise an Dynamik. Besonders ab dem Moment, als Dios Florida nach der Entlassung gegen deren Willen folgt, wirkt die Geschichte auf mich zu langgezogen. Bis zum Ende konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, warum Dios so besessen von Florida ist. Diese fehlende Klarheit hat es mir schwer gemacht, eine tiefere Verbindung zur Geschichte aufzubauen.

Trotz dieser Schwächen wirft der Roman wichtige und nachdenklich stimmende Fragen auf, die zum Reflektieren anregen. Für Leser*innen, die gerne tief in die Psyche von Charakteren eintauchen, mag dies eine lohnenswerte Lektüre sein. Für mich war es ein Buch mit großem Potenzial, das nicht ganz ausgeschöpft wurde.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

nicht überzeugend

Gefährliche Betrachtungen
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Leider hat es sehr lange gedauert, bis ich diesen Roman beendet hatte, und das spricht bereits für sich. "Gefährliche Betrachtungen" hat mich nie wirklich in seinen Bann gezogen. Die Geschichte war für ...

Leider hat es sehr lange gedauert, bis ich diesen Roman beendet hatte, und das spricht bereits für sich. "Gefährliche Betrachtungen" hat mich nie wirklich in seinen Bann gezogen. Die Geschichte war für meinen Geschmack einfach zu wenig spannend. Ich hatte große Hoffnungen, das Buch wegen Thomas Mann als Protagonist zu lesen. Allerdings stand er nicht so sehr im Vordergrund wie erhofft, was meine Erwartungen enttäuschte.

Der Schreibstil von Tilo Eckardt konnte mich ebenfalls nicht fesseln. Es fehlte die nötige Spannung und Tiefe, um mich wirklich in die Geschichte hineinzuziehen. Auch der litauische Übersetzer von Thomas Mann, der ebenfalls eine zentrale Rolle im Buch spielt, konnte mich als Protagonist nicht wirklich reizen.

Insgesamt ein eher durchschnittliches Leseerlebnis, das leider nicht meinen Erwartungen entsprach.

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Nicht ganz nach meinen Erwartungen

Die vorletzte Frau
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"Die Vorletzte Frau" von Katja Oskamp hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits fand ich die Geschichte durchaus interessant, und ich habe immer weitergelesen, andererseits konnte sie ...

"Die Vorletzte Frau" von Katja Oskamp hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits fand ich die Geschichte durchaus interessant, und ich habe immer weitergelesen, andererseits konnte sie mich nicht wirklich packen.

Die Handlung dreht sich um die Protagonistin, die sich in den 19 Jahre älteren Tosch verliebt. Beide verlassen ihre bisherigen Beziehungen, um zusammen ein neues Leben zu beginnen. Doch dann erhält Tosch die Diagnose Krebs, und ab diesem Punkt hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte mehr zur Krankheitsbewältigung als zur Liebesgeschichte wurde.

Es ist etwas mühsam, der Protagonistin dabei zuzusehen, wie sie sich um Tosch kümmert. Meiner Meinung nach lag der Fokus zu sehr auf der Krankheit und weniger auf der Beziehung der beiden. Ich hätte mir mehr Tiefe und Entwicklung in der Beziehung gewünscht, anstatt dass die Handlung so stark von Toschs Krankheit dominiert wird.

Das Cover mit der pinken Katze spricht mich leider gar nicht an und passt meiner Meinung nach auch nicht wirklich zum ernsten Thema des Buches. Insgesamt eine solide Geschichte, die aber ihr Potenzial für mich nicht voll ausgeschöpft hat. Daher vergebe ich drei Sterne.

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