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Veröffentlicht am 30.06.2025

Langsamer Start, aber ich will mehr davon

A Night of Promises and Blood
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Ich bin ohne große Erwartungen oder Vorabinformationen in A Night of Promises and Blood gestartet, einfach als Teil einer queeren Bücher, ohne Klappentext. Umso überraschender war es für mich, dass sich ...

Ich bin ohne große Erwartungen oder Vorabinformationen in A Night of Promises and Blood gestartet, einfach als Teil einer queeren Bücher, ohne Klappentext. Umso überraschender war es für mich, dass sich hinter dem Buch nicht einfach ein typisches New-Adult-Werk verbirgt, sondern tatsächlich Fantasy-Elemente eine Rolle spielen. Diese enthüllen sich erst nach und nach im Verlauf der Handlung und sorgen so für einige spannende Momente, die ich so nicht erwartet hatte. Das hat mir richtig gut gefallen.

Im Zentrum steht eine queere Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, was ich als sehr erfrischend empfunden habe. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren war angenehm und authentisch, wenn auch noch recht zaghaft. Wer hier große Romantik oder Dramatik erwartet, wird eventuell enttäuscht sein, es geht eher um das erste Kennenlernen, vorsichtige Annäherungen und einen Einstieg in die Welt der Charaktere.

Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Dadurch bekommt man einen tieferen Einblick in die Gedankenwelt der Figuren und fühlt sich ihnen schnell näher. Trotzdem bleibt die Handlung im ersten Band recht ruhig. Es passiert nicht viel, und das Buch wirkt eher wie ein langes Intro in eine größere Geschichte. Für sich genommen fand ich den Band eher unspektakulär. Aber: Er macht definitiv neugierig auf mehr. Das Ende war spannend genug, dass ich direkt am nächsten Tag mit Band zwei weitergemacht habe.

Insgesamt vergebe ich drei Sterne, ein solider Auftakt mit atmosphärischer Erzählweise und interessanten Figuren, aber noch mit Luft nach oben in Bezug auf Handlung und Emotionstiefe. Ich bin gespannt, wie sich die Reihe weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Visuell überzeugend, inhaltlich mit Fragezeichen

I think I turned my Childhood Friend into a Girl 01
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Erster Eindruck & Thema

Anfangs war ich neugierig, das Thema „ein Junge interessiert sich für Make-up“ fand ich originell und interessant. Allerdings hatte ich beim Lesen auch schnell einen unangenehmen ...

Erster Eindruck & Thema

Anfangs war ich neugierig, das Thema „ein Junge interessiert sich für Make-up“ fand ich originell und interessant. Allerdings hatte ich beim Lesen auch schnell einen unangenehmen Beigeschmack, weil die Story anfangs nicht ganz klar gemacht hat, worauf sie hinauswill. Ich hatte auch kurz das Gefühl, dass es eine leicht homophobe Richtung einschlagen könnte, gerade weil Hiura als Junge glaubt, nur dann Aufmerksamkeit zu bekommen , wenn er sich äußerlich zu einem "Mädchen" verändert.

Zeichnungen & Gestaltung

Die Zeichnungen haben mir sehr gut gefallen. Der Zeichenstil ist emotional, liebevoll und abwechslungsreich, große Szenen wechseln sich mit kleineren Panels ab, was das Lesen angenehm dynamisch macht. Besonders positiv aufgefallen sind mir die liebevoll gestalteten Steckbriefe der Charaktere. Einziger Wermutstropfen: Das Alter der Figuren fehlte dort, was ich erst selbst nachschlagen musste (zweites Oberschuljahr, also ca. 16/17 Jahre).

Charaktere & Darstellung

Hiura wirkte auf mich sehr klischeehaft. Seine geringe Körpergröße scheint bewusst gewählt, um ihn als „süß“ und „niedlich“ darzustellen. Das wirkt leider sehr gezwungen und bedient bekannte Manga-Stereotype. Auch die zwischenmenschliche Beziehung zu Kenshiro hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich eher fragwürdig fand: Warum muss sich Hiura äußerlich verändern, wenn er als Freund doch schon längst wichtig war?

Story & Entwicklung

Obwohl der Manga mit Selbstfindung und Geschlechterrollen zu spielen scheint, fand ich den Umgang damit eher oberflächlich. Statt einer differenzierten Auseinandersetzung mit Identität oder Freundschaft bleibt die Story auf einer Ebene hängen, bei der Veränderung gleichgesetzt wird mit „jemandem gefallen wollen“. Das Thema hätte so viel Tiefe bieten können, aber es wurde aus meiner Sicht nicht gut ausgearbeitet, besonders im Hinblick auf jüngere Leser*innen, die vielleicht genau mit solchen Fragen ringen.

Weitere Eindrücke

Einige stilistische oder sprachliche Entscheidungen haben mich ebenfalls irritiert. Zum Beispiel enthält die deutsche Ausgabe kleinere Rechtschreibfehler wie „Ich versuche es so gut wie möglich zu vermieden“, was beim Lesen ein bisschen stört. Auch die zensierte Schreibweise von „Di⚫neyland“ wirkte merkwürdig, vermutlich rechtlich motiviert, aber dennoch auffällig.

Die Bonusinhalte am Ende des Bandes haben mich persönlich nicht überzeugt. Sie wirkten eher wie angehängtes Extra-Material, das besser in die eigentliche Handlung integriert worden wäre.

Fazit

Ich tue mich ehrlich gesagt schwer mit der Bewertung, weil Manga-Geschichten oft über mehrere Bände hinweg ihre volle Tiefe entfalten. Dennoch konnte mich Band 1 inhaltlich nicht überzeugen. Die Thematik rund um Identität und Selbstfindung ist wichtig, wird hier aber meiner Meinung nach nicht sensibel oder konsequent genug behandelt. Die Botschaft, dass man sich stark verändern muss, um gemocht zu werden, halte ich für problematisch, gerade in einer Geschichte, die sich um Jugendliche dreht.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Düster, fesselnd, anders

Maggie Blue - Das Portal zur Düsterwelt
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Als Erwachsene mit einem Faible für Fantasy konnte mich Maggie Blue – Das Portal zur Düsterwelt trotz seiner Einordnung als Kinderbuch wirklich fesseln. Es überrascht mit einer düsteren Atmosphäre, komplexen ...

Als Erwachsene mit einem Faible für Fantasy konnte mich Maggie Blue – Das Portal zur Düsterwelt trotz seiner Einordnung als Kinderbuch wirklich fesseln. Es überrascht mit einer düsteren Atmosphäre, komplexen Themen und einer spannenden Prämisse, die sich von vielen anderen Kinderbüchern im Fantasy-Genre abhebt.

Wir begleiten die 12-jährige Maggie, die nicht nur mysteriöse Ereignisse beobachtet, sondern auch mit einem einäugigen Kater sprechen kann. Sie lebt bei ihrer Tante, da ihre Mutter mit Depressionen zu kämpfen hat, und muss sich zudem mit Mobbing auseinander setzen. Das Buch behandelt ernste Themen wie familiäre Probleme und den Wunsch nach Aufmerksamkeit, Freundschaft und Glück.

Trotz der leichten Sprache und den kurzen, angenehmen Kapiteln bleibt die Geschichte spannend. Die Beschreibung der „Düsterwelt“ sowie der Fantasy-Kreaturen ist mysteriös und atmosphärisch, hätte aber an vielen Stellen ausführlicher sein dürfen. Gerade bei den Wesen der Geschichte fiel es mir schwer, sie mir genau vorzustellen, was für jüngere Leser möglicherweise noch herausfordernder sein könnte.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Fülle an Ideen. Die Autorin hatte offensichtlich viele kreative Einfälle, doch nicht alle wurden konsequent ausgearbeitet. Einige Elemente wirkten dadurch eher wie eine Aneinanderreihung von coolen Einfällen, ohne dass sie ihre volle Wirkung entfalten konnten. Besonders in der ersten Hälfte hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, während die zweite Hälfte deutlich rasanter und fesselnder wurde.

Das Ende hinterlässt gemischte Gefühle, es ist zwar abgeschlossen, fühlt sich aber auch wie eine Einleitung für eine Fortsetzung an. Außerdem nimmt sich das Buch nach dem Höhepunkt noch Zeit für eine Art Nachbetrachtung der Geschehnisse, die für mich nicht ganz überzeugend war.

Ein Hinweis für Eltern: Das Buch enthält einige explizite Beschreibungen von Gewalt, Blut und Tod, die für empfindlichere Kinder vielleicht etwas zu heftig sein könnten. Auch das wiederholte Erwähnen des Rauchens durch Maggies Tante, fand ich problematisch, da es eher beiläufig als normal dargestellt wird.

Fazit:

Maggie Blue – Das Portal zur Düsterwelt bietet eine spannende, düstere Fantasy-Geschichte mit tiefgründigen Themen. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll, die Handlung fesselnd, auch wenn sie manchmal etwas überladen wirkt. Trotz kleinerer Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten, und besonders für ältere Kinder oder Jugendliche, die es gerne düster mögen, könnte es eine lohnenswerte Geschichte sein.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Emotional, aber zu kurz

With you I dream
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Das Buch hat mich auf mehreren Ebenen berührt. Ich bin ein großer Fan davon, wenn Bücher aus zwei Perspektiven erzählt werden, genau das war hier der Fall, und es hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Thematisch ...

Das Buch hat mich auf mehreren Ebenen berührt. Ich bin ein großer Fan davon, wenn Bücher aus zwei Perspektiven erzählt werden, genau das war hier der Fall, und es hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Thematisch greift das Buch ein sehr wichtiges und ernstes Thema auf: häusliche Gewalt. Die Entwicklung der Hauptprotagonistin auf ihrer Reise der Selbstfindung war eindrucksvoll dargestellt. Es war schön mitzuerleben, wie sie mit ihrer Vergangenheit umgeht, aus sich herauswächst und ihre Gefühle reflektiert. Die emotionale Tiefe des Buches und das starke Eintauchen in die Gefühlswelt der Protagonistin haben mich bewegt.

Allerdings konnte mich die Liebesgeschichte nicht vollkommen überzeugen. Die Verbindung zum Love Interest blieb für mich etwas zu oberflächlich, und ich konnte die Entwicklung der Beziehung nicht ganz nachvollziehen. Zudem empfand ich die Geschichte insgesamt als recht kurz, was vielleicht dazu beigetragen hat, dass einige Aspekte nicht tief genug ausgearbeitet wurden. Besonders das Ende hätte noch mehr Raum verdient, das zentrale Thema wurde zwar angeschnitten, aber nicht in dem Umfang abgeschlossen, wie es sich angeboten hätte. Hier hätte man noch viel mehr erzählen und vertiefen können, um der Geschichte einen noch runderen Abschluss zu geben.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Emotional, aber zu kurz

With you I dream
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Das Hörbuch hat mich auf mehreren Ebenen berührt. Besonders hervorzuheben ist die sehr angenehme und passenden Stimmen der Sprecher:innen, die die Geschichte intensiv und emotional vermittelt haben. Ich ...

Das Hörbuch hat mich auf mehreren Ebenen berührt. Besonders hervorzuheben ist die sehr angenehme und passenden Stimmen der Sprecher:innen, die die Geschichte intensiv und emotional vermittelt haben. Ich bin ein großer Fan davon, wenn Bücher aus zwei Perspektiven erzählt werden und dies auch in der Hörbuchversion durch mehrere Sprecher:innen umgesetzt wird – genau das war hier der Fall, und es hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Thematisch greift das Buch ein sehr wichtiges und ernstes Thema auf: häusliche Gewalt. Die Entwicklung der Hauptprotagonistin auf ihrer Reise der Selbstfindung war eindrucksvoll dargestellt. Es war schön mitzuerleben, wie sie mit ihrer Vergangenheit umgeht, aus sich herauswächst und ihre Gefühle reflektiert. Die emotionale Tiefe des Buches und das starke Eintauchen in die Gefühlswelt der Protagonistin haben mich bewegt.

Allerdings konnte mich die Liebesgeschichte nicht vollkommen überzeugen. Die Verbindung zum Love Interest blieb für mich etwas zu oberflächlich, und ich konnte die Entwicklung der Beziehung nicht ganz nachvollziehen. Zudem empfand ich die Geschichte insgesamt als recht kurz, was vielleicht dazu beigetragen hat, dass einige Aspekte nicht tief genug ausgearbeitet wurden. Besonders das Ende hätte noch mehr Raum verdient, das zentrale Thema wurde zwar angeschnitten, aber nicht in dem Umfang abgeschlossen, wie es sich angeboten hätte. Hier hätte man noch viel mehr erzählen und vertiefen können, um der Geschichte einen noch runderen Abschluss zu geben.

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