Langsamer Start, aber ich will mehr davon
A Night of Promises and BloodIch bin ohne große Erwartungen oder Vorabinformationen in A Night of Promises and Blood gestartet, einfach als Teil einer queeren Bücher, ohne Klappentext. Umso überraschender war es für mich, dass sich ...
Ich bin ohne große Erwartungen oder Vorabinformationen in A Night of Promises and Blood gestartet, einfach als Teil einer queeren Bücher, ohne Klappentext. Umso überraschender war es für mich, dass sich hinter dem Buch nicht einfach ein typisches New-Adult-Werk verbirgt, sondern tatsächlich Fantasy-Elemente eine Rolle spielen. Diese enthüllen sich erst nach und nach im Verlauf der Handlung und sorgen so für einige spannende Momente, die ich so nicht erwartet hatte. Das hat mir richtig gut gefallen.
Im Zentrum steht eine queere Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, was ich als sehr erfrischend empfunden habe. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren war angenehm und authentisch, wenn auch noch recht zaghaft. Wer hier große Romantik oder Dramatik erwartet, wird eventuell enttäuscht sein, es geht eher um das erste Kennenlernen, vorsichtige Annäherungen und einen Einstieg in die Welt der Charaktere.
Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Dadurch bekommt man einen tieferen Einblick in die Gedankenwelt der Figuren und fühlt sich ihnen schnell näher. Trotzdem bleibt die Handlung im ersten Band recht ruhig. Es passiert nicht viel, und das Buch wirkt eher wie ein langes Intro in eine größere Geschichte. Für sich genommen fand ich den Band eher unspektakulär. Aber: Er macht definitiv neugierig auf mehr. Das Ende war spannend genug, dass ich direkt am nächsten Tag mit Band zwei weitergemacht habe.
Insgesamt vergebe ich drei Sterne, ein solider Auftakt mit atmosphärischer Erzählweise und interessanten Figuren, aber noch mit Luft nach oben in Bezug auf Handlung und Emotionstiefe. Ich bin gespannt, wie sich die Reihe weiterentwickelt.