Etwas oberflächlich, aber dennoch schön!
StrandkorbbriefeEin anonymer Liebesbrief im ‚Krummhörner Wochenblatt‘ bringt Merle dazu sich mit ihren vergangenen Liebschaften auseinanderzusetzen. Dass der Brief über sie spricht, scheint eindeutig, nur wer dieser rätselhafte ...
Ein anonymer Liebesbrief im ‚Krummhörner Wochenblatt‘ bringt Merle dazu sich mit ihren vergangenen Liebschaften auseinanderzusetzen. Dass der Brief über sie spricht, scheint eindeutig, nur wer dieser rätselhafte Schreiber sein könnte, ist Merle einfach schleierhaft.
Doch sie will ihn und mit ihm die Chance auf echtes Glück unbedingt finden. Bewaffnet mit einer Liste und begleitet vom Redakteur der Zeitung macht sie sich daran all die Männer aufzusuchen, die sie je geküsst hatte.
Die Idee zu diesem Buch erschien mir sehr romantisch und eine Suche nach einem anonymen Verehrer mit vielen Gefühlen verbunden. Doch leider fand ich in diesem Buch nicht ganz das was ich mir erhofft hatte. Merle ist traumatisiert und verschlossen, aber auch tough. Sie öffnet sich zwar im Laufe der Handlung etwas, doch gelang dieses Buch dabei nie zu der mir erhofften Gefühlstiefe. Ist dieses Buch daher für mich schlecht? Mitnichten! Nur eben anders als erwartet. Sein Stil ist eher leicht und frisch, durchaus persönlich und mit einem angenehmen Humor, der mich rasch für sich gewinnen konnte. Und auch, wenn sich der grobe Verlauf der Geschichte rasch abzuzeichnen beginnt, lassen kleinere Nebenhandlungen und offene Fragen die Spannung nicht abreißen. Ich jedenfalls hatte viel Freude an Merles Geschichte und konnte die Handlungen größtenteils sehr gut nachvollziehen, auch wenn sie der Tragik wegen hin und wieder mal den ein oder anderen Umweg nehmen.