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Steff05

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2025

Etwas oberflächlich, aber dennoch schön!

Strandkorbbriefe
6

Ein anonymer Liebesbrief im ‚Krummhörner Wochenblatt‘ bringt Merle dazu sich mit ihren vergangenen Liebschaften auseinanderzusetzen. Dass der Brief über sie spricht, scheint eindeutig, nur wer dieser rätselhafte ...

Ein anonymer Liebesbrief im ‚Krummhörner Wochenblatt‘ bringt Merle dazu sich mit ihren vergangenen Liebschaften auseinanderzusetzen. Dass der Brief über sie spricht, scheint eindeutig, nur wer dieser rätselhafte Schreiber sein könnte, ist Merle einfach schleierhaft.
Doch sie will ihn und mit ihm die Chance auf echtes Glück unbedingt finden. Bewaffnet mit einer Liste und begleitet vom Redakteur der Zeitung macht sie sich daran all die Männer aufzusuchen, die sie je geküsst hatte.

Die Idee zu diesem Buch erschien mir sehr romantisch und eine Suche nach einem anonymen Verehrer mit vielen Gefühlen verbunden. Doch leider fand ich in diesem Buch nicht ganz das was ich mir erhofft hatte. Merle ist traumatisiert und verschlossen, aber auch tough. Sie öffnet sich zwar im Laufe der Handlung etwas, doch gelang dieses Buch dabei nie zu der mir erhofften Gefühlstiefe. Ist dieses Buch daher für mich schlecht? Mitnichten! Nur eben anders als erwartet. Sein Stil ist eher leicht und frisch, durchaus persönlich und mit einem angenehmen Humor, der mich rasch für sich gewinnen konnte. Und auch, wenn sich der grobe Verlauf der Geschichte rasch abzuzeichnen beginnt, lassen kleinere Nebenhandlungen und offene Fragen die Spannung nicht abreißen. Ich jedenfalls hatte viel Freude an Merles Geschichte und konnte die Handlungen größtenteils sehr gut nachvollziehen, auch wenn sie der Tragik wegen hin und wieder mal den ein oder anderen Umweg nehmen.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Ganz süß, aber etwas fehlte mir

Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein
0

Bauer Onnos Neuzugang Shaggy hat es faustdick hinter den Ohren. Oder besser: er reist sogar bewaffnet an. Dabei ist dieses Hochlandrind recht umgänglich und schlau. Viel Zeit sich vom Umzug zu erholen ...

Bauer Onnos Neuzugang Shaggy hat es faustdick hinter den Ohren. Oder besser: er reist sogar bewaffnet an. Dabei ist dieses Hochlandrind recht umgänglich und schlau. Viel Zeit sich vom Umzug zu erholen und die anderen Tiere in seinem neuen zu Hause kennenzulernen, bleibt ihm aber nicht. Denn ein Dieb treibt auf dem Hof sein Unwesen und dieser muss unbedingt gestoppt werden. Der Plan der Tiere ist abenteuerlich. Aber wird er auch gelingen?

Die tierische Suche nach dem Dieb wird in einem recht rasanten Tempo erzählt, was keine Langeweile aufkommen lässt, aber auch genaues Zuhören oder Lesen erfordert. Gut war für uns aus diesem Grunde die Vorstellung der Tiere und des Hofes auf den Vorsatzseiten. Das Geschehen konnte dadurch etwas eingeordnet werden und auch das Auseinanderhalten der Charaktere gelang so besser. Shaggy war zwar in dieser tierischen Story ganz klar unser aller Favorit, die Handlung konnte aber auch mit einigen anderen interessanten und witzigen Charakteren punkten. Auch wurden kleinere Comics in die Geschichte integriert und menschliche Angewohnheiten aufs Korn genommen. Und dennoch fehlte mir bei diesem Buch das gewisse Etwas. Vielleicht ist es dem Umstand geschuldet, dass es keine direkte Konfrontation mit dem Eindringling gab. Vielleicht ist es die rasante Erzählweise. Ganz genau kann ich es nicht einordnen.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Dunkel, magisch und sehr abenteuerlich

Magisterium - Das 2. Jahr
0

Calumn hat die erste Pforte durchschritten und ist fest entschlossen gegen den Willen seines Vaters ans Magisterium zurückzukehren. Als aber sein chaosbesessener Wolf am Ende der Ferien verschwindet und ...

Calumn hat die erste Pforte durchschritten und ist fest entschlossen gegen den Willen seines Vaters ans Magisterium zurückzukehren. Als aber sein chaosbesessener Wolf am Ende der Ferien verschwindet und Cal daraufhin auf eine mysteriöse Kammer in seinem eigenen Elternhaus stößt, flüchtet er Hals über Kopf. Will ihm sein eigener Vater schlechtes? Was hat Alastair vor?

Dieses Band ist das zweite einer schon vor längerem erschienenen magischen Jugendbuchreihe, die nun in neuem Gewand neu aufgelegt wird.
Das Cover ist jetzt für Jugendliche deutlich ansprechender gestaltet, enthält einen Farbschnitt mit den Symbolen der einzelnen Elemente und wunderschöne Vorsatzseiten.

Cal ist ein faszinierender Charakter, der sich bereits in seinen jungen Jahren mit Fragen zu seinem Selbst konfrontiert sieht. Er hinterfragt jeden seiner Schritte und wägt diese auf Gut und Böse hin ab. Diese Zerrissenheit ist grundsätzlicher Bestandteil der Geschichte und hat einen ernsten und nachvollziehbaren Hintergrund, der bereits Teil des ersten Bandes war, nun jedoch noch deutlicher zutage tritt.
Die Handlung beginnt die Mauern des Magisteriums zu verlassen, die magische Welt weitet sich und wird abenteuerlicher, aber auch undurchsichtiger. Die Grenzen der einzelnen Lager verschwimmen und Cal beginnt sich rasch zu fragen, wem er überhaupt noch trauen kann.

In mir hat dieses Band rasch den Wunsch ausgelöst die gesamte Serie zu lesen. Es hängt eine mystisch düstere Atmosphäre über der Handlung, die mir ungeheuer gefiel. Spannung bringt aber neben zahlreichen gefährlichen Abenteuern, vor allem auch die Frage nach der Loyalität. Man ist sich der Personen nicht sicher, schwankt als Leser und kann mache Charakter nicht recht greifen. Was ich in anderen Büchern vielleicht kritisieren würde, weckte hier jedoch mein Interesse. Es warf aber auch zahlreiche Fragen auf, deren Antworten hoffentlich das Folgeband liefen wird.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Eingewilliger Erzählstil

Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen
0

Versteckt vor unseren Augen existiert ein Ansammlung von Inseln. Die Magie, stammend aus einem dort wachsenden Baum schirmt sie vor der Außenwelt ab. Diese Inselgruppe wird Archipel genannt und beherbergt ...

Versteckt vor unseren Augen existiert ein Ansammlung von Inseln. Die Magie, stammend aus einem dort wachsenden Baum schirmt sie vor der Außenwelt ab. Diese Inselgruppe wird Archipel genannt und beherbergt die erstaunlichsten Kreaturen. Außenweltler glauben, sie der Sagenwelt zugehörig, doch es gibt sie wirklich. Aber die Magie schwindet und mit ihr die Tiere.

„Mal“ ist ein Mädchen aus dem Archipel, etwas wunderlich, ja. Und Besitzerin eines fliegenden Umhangs. Warum aber sie sich plötzlich einem Mörder gegenüber sieht, der nicht nur ihre Tante tötet, sondern sich auch an ihre Fersen heftet um auch ihr eigenes Leben zu beenden, ist ihr schleierhaft. Und doch flüchtet sie- mit Christopher, dem Spross des Hüters und dem letzten der Greifen. Bald aber wird aus ihrer Reise weit mehr als eine Flucht vor dem Tod. Selbst die Existenz der Inseln scheint in Gefahr.

Die Handlung ist abenteuerlich und aufregend und die Wesen auf die die Kinder auf den verschiedenen Inseln treffen, wirklich sagenhaft (um sie einzuordnen war mir nicht wenige Male das im Buch abgedruckte Bestiarium sehr hilfreich). Beschrieben wird die Geschichte jedoch aus einem eher beobachtenden Blickwinkel, sie nutzt kurze Sätze, enthält aber auch kleinere Zeitsprünge und hin und wieder etwas dürftige Umschreibungen. Erzählungen in der ersten Person liegen mir selbst da deutlich mehr. Der dadurch erleichtere Zugang zu Personen und ihrer Gedankenwelt vermisste ich hier. Sie und auch die Magie der Inseln blieben für mich nur schwer greifbar und es blieb ein Gefühl der Oberflächlichkeit zurück.
Überraschender Weise aber teilte mein Kind meine Gedanken bezüglich des Schreibstils nicht. Es las das Buch mit Begeisterung und großem Interesse an den Figuren und der Magie. Von einer entsprechenden Minderung meiner Bewertung, wie ich die ursprünglich angedachten hatte, sehe ich daher ab.

Kurzum: der Schreibstil des Buches ist Geschmacksache, das Abenteuer aber recht abwechslungsreich und die Magie außergewöhnlich. Am besten selbst mal reinlesen und entscheiden…

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Interessante Charaktere, die Handlung jedoch mit einem recht offenen Ende

Dark Cinderella
1

Fast wäre mir dieser Roman entgangen, denn dieses Cover empfand ich als nichts sagend und unspektakulär. Eines, das sich in die Reihe vieler, heute moderner Cover einreiht ohne aus dem Einheitsbrei herauszustechen. ...

Fast wäre mir dieser Roman entgangen, denn dieses Cover empfand ich als nichts sagend und unspektakulär. Eines, das sich in die Reihe vieler, heute moderner Cover einreiht ohne aus dem Einheitsbrei herauszustechen. Dass dieses mein Interesse dann aber doch noch wecken konnte, war eher zufällig. Und ich wurde überrascht!

Sofia ist ein sehr interessanter Charakter, der von einer ernsten Erfahrung angetrieben wird und alles dafür tut um Seelenfrieden zu erlangen. Es quält sie in Ungewissheit Leben zu müssen und ihr Tatendrang imponierte mir sehr. Doch auch Prinz Maximilian, durch seine Abstimmung privilegiert scheint dennoch „Mensch“ geblieben zu sein und sich und seine Position ernsthaft zu reflektieren. Das gefällt mir. Trotz seiner Position verliert er sich nicht in Macho-Gehabe, sondern versucht tatsächlich Sofia soweit es ihm möglich ist respektvoll zu begegnen. Und das mag ich sehr! Kurzum die Charaktere- selbst die widerspenstige und mit sich kämpfende Linea, gefielen mir ausgesprochen gut. Die Handlung wurde dank ihnen sehr greifbar und nachvollziehbar, wenig märchenhaft und dennoch ergreifend. Die Annäherung der beiden Hauptakteure läuft und verlief jedoch eher schleppend, aber realistisch. Auch wenn ich zeitweise das Gefühlvolle etwas vermisste habe ich es sehr genossen, die beiden in ihrem Kampf um Neutralität zu beobachten. Und auch ganz allgemein wirkte das Geschehen sehr erfrischend und interessant. Nur die Tatsache, dass ein von Anfang an thematisiertes Geschehen und grundsätzlicher Teil der Handlung NICHT aufgeklärt wurde, hat mein Vergnügen gebremst. Dies Unwissenheit fördert natürlich die Spannung und Vorfreude aufs nächste Band, dennoch hätte ich mir etwas mehr Informationen gewünscht um die Handlung für mich vorerst gedanklich abschließen zu können.

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