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Steff05

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2025

Viel mehr als nur Gesprächsimpulse

Zehn wirklich wichtige Gespräche, die Kinder und Eltern wachsen lassen
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Nicola Schmidt und ihr „artgerecht“- Programm wird sicher schon einigen Eltern bekannt sein. Sie nutzt hierfür laut eigener Aussage keiner pädagogischen Richtung und stützt ihre Erkenntnisse auf Büchern ...

Nicola Schmidt und ihr „artgerecht“- Programm wird sicher schon einigen Eltern bekannt sein. Sie nutzt hierfür laut eigener Aussage keiner pädagogischen Richtung und stützt ihre Erkenntnisse auf Büchern und Erfahrungen, die auf ihrer Homepage näher aufgeführt werden. Für mich aber klingt all dies sehr nach bedürfnisorientierter und bindungsstärkenden Erziehung, die ich selbst auch befürworte.

Entsprechend liebevoll und dem Kind zugewandt sind die hier im Buch enthaltenen Tipps, die sich auf die verschiedensten Situationen beziehen und weit mehr beinhalten als nur Gesprächsansätze. Es geht auch um das Miteinander und das sich gegenseitige Sehen und Wertschätzen. Und das schließt schon die Allerkleinsten mit ein. Denn auch Babies profitieren bereits von direkter Ansprache. Hauptaugenmerk dieses Buches liegt aber sicher auf Kindern bis ca. 12 Jahren. Wobei vereinzelt auch Themen genannt werden, die selbst für Teenager interessant sind.
Die im Buch angeschlagene Sprache gefiel mir persönlich sehr gut. Die Autorin spricht auf Augenhöhe, erklärt sehr gut, interessant und vorwurfsfrei. Jedoch sind die dargestellten Alltagssituationen deutlich weichgezeichnet, gekürzt und eventuell sogar überspitzt dargestellt. Das jeweilige Thema wird dadurch zwar gut greifbar, suggeriert aber eine Harmonie, die der Realität sicher nicht gerecht wird.
Wer hierüber hinwegsehen und dies nur als verdeutlichendes Stilmittel betrachten kann, wird jedoch sehr viel Freude mit diesem Buch haben. Ich jedenfalls habe daraus recht viel für mich mitnehmen können.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Ein klein wenig Kocherfahrung wäre von Vorteil

Einfach herzhaft & süß
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Dominik Süß ist Jungkoch und von klein auf dank des Familienbetriebs mit dem Handwerk vertraut. In diesem Buch richtet er sich explizit an junge Menschen um diesen das Kochen nahe zu bringen.
Doch dieses ...

Dominik Süß ist Jungkoch und von klein auf dank des Familienbetriebs mit dem Handwerk vertraut. In diesem Buch richtet er sich explizit an junge Menschen um diesen das Kochen nahe zu bringen.
Doch dieses Vorgaben gelang ihm hier nicht gänzlich. Durch seine eigene Erfahrung neigte er dazu Rezeptschritte für Anfänger teils nicht ausführlich genug zu beschreiben. Manchmal fehlen auch kleinere Angaben oder er nutzte ungenau formulierte Mengenangaben. All dies ist mit etwas Erfahrung aber dennoch gut umsetzbar, doch blanke Anfänger werden damit womöglich vor eine Herausforderung gestellt.

Verteufeln möchte ich dieses Buch dennoch nicht. Denn die Rezepte sind gut, die Auswahl recht ansprechend und auch die Ideen zum Würzen und die Aufforderung mit Rezepten zu spielen, gefielen mir sehr. Dazu wurden die einzelnen Rezeptschritte mit Begriffen benannt, was für die Zubereitung sehr hilfreich war. Durch Dominiks Süß familiären Bezug zum Kochen, seinen Tipps und Anekdoten, dem frischen österreichisch angehauchten Sprachstil erhielt das Buch eine sehr persönliche Note.

Alles in allem finde ich dieses Buch durchaus gelungen und ansprechend. Jedoch nicht ganz so gut für komplette Neulinge geeignet.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Etwas oberflächlich, aber dennoch schön!

Strandkorbbriefe
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Ein anonymer Liebesbrief im ‚Krummhörner Wochenblatt‘ bringt Merle dazu sich mit ihren vergangenen Liebschaften auseinanderzusetzen. Dass der Brief über sie spricht, scheint eindeutig, nur wer dieser rätselhafte ...

Ein anonymer Liebesbrief im ‚Krummhörner Wochenblatt‘ bringt Merle dazu sich mit ihren vergangenen Liebschaften auseinanderzusetzen. Dass der Brief über sie spricht, scheint eindeutig, nur wer dieser rätselhafte Schreiber sein könnte, ist Merle einfach schleierhaft.
Doch sie will ihn und mit ihm die Chance auf echtes Glück unbedingt finden. Bewaffnet mit einer Liste und begleitet vom Redakteur der Zeitung macht sie sich daran all die Männer aufzusuchen, die sie je geküsst hatte.

Die Idee zu diesem Buch erschien mir sehr romantisch und eine Suche nach einem anonymen Verehrer mit vielen Gefühlen verbunden. Doch leider fand ich in diesem Buch nicht ganz das was ich mir erhofft hatte. Merle ist traumatisiert und verschlossen, aber auch tough. Sie öffnet sich zwar im Laufe der Handlung etwas, doch gelang dieses Buch dabei nie zu der mir erhofften Gefühlstiefe. Ist dieses Buch daher für mich schlecht? Mitnichten! Nur eben anders als erwartet. Sein Stil ist eher leicht und frisch, durchaus persönlich und mit einem angenehmen Humor, der mich rasch für sich gewinnen konnte. Und auch, wenn sich der grobe Verlauf der Geschichte rasch abzuzeichnen beginnt, lassen kleinere Nebenhandlungen und offene Fragen die Spannung nicht abreißen. Ich jedenfalls hatte viel Freude an Merles Geschichte und konnte die Handlungen größtenteils sehr gut nachvollziehen, auch wenn sie der Tragik wegen hin und wieder mal den ein oder anderen Umweg nehmen.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Ganz süß, aber etwas fehlte mir

Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein
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Bauer Onnos Neuzugang Shaggy hat es faustdick hinter den Ohren. Oder besser: er reist sogar bewaffnet an. Dabei ist dieses Hochlandrind recht umgänglich und schlau. Viel Zeit sich vom Umzug zu erholen ...

Bauer Onnos Neuzugang Shaggy hat es faustdick hinter den Ohren. Oder besser: er reist sogar bewaffnet an. Dabei ist dieses Hochlandrind recht umgänglich und schlau. Viel Zeit sich vom Umzug zu erholen und die anderen Tiere in seinem neuen zu Hause kennenzulernen, bleibt ihm aber nicht. Denn ein Dieb treibt auf dem Hof sein Unwesen und dieser muss unbedingt gestoppt werden. Der Plan der Tiere ist abenteuerlich. Aber wird er auch gelingen?

Die tierische Suche nach dem Dieb wird in einem recht rasanten Tempo erzählt, was keine Langeweile aufkommen lässt, aber auch genaues Zuhören oder Lesen erfordert. Gut war für uns aus diesem Grunde die Vorstellung der Tiere und des Hofes auf den Vorsatzseiten. Das Geschehen konnte dadurch etwas eingeordnet werden und auch das Auseinanderhalten der Charaktere gelang so besser. Shaggy war zwar in dieser tierischen Story ganz klar unser aller Favorit, die Handlung konnte aber auch mit einigen anderen interessanten und witzigen Charakteren punkten. Auch wurden kleinere Comics in die Geschichte integriert und menschliche Angewohnheiten aufs Korn genommen. Und dennoch fehlte mir bei diesem Buch das gewisse Etwas. Vielleicht ist es dem Umstand geschuldet, dass es keine direkte Konfrontation mit dem Eindringling gab. Vielleicht ist es die rasante Erzählweise. Ganz genau kann ich es nicht einordnen.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Dunkel, magisch und sehr abenteuerlich

Magisterium - Das 2. Jahr
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Calumn hat die erste Pforte durchschritten und ist fest entschlossen gegen den Willen seines Vaters ans Magisterium zurückzukehren. Als aber sein chaosbesessener Wolf am Ende der Ferien verschwindet und ...

Calumn hat die erste Pforte durchschritten und ist fest entschlossen gegen den Willen seines Vaters ans Magisterium zurückzukehren. Als aber sein chaosbesessener Wolf am Ende der Ferien verschwindet und Cal daraufhin auf eine mysteriöse Kammer in seinem eigenen Elternhaus stößt, flüchtet er Hals über Kopf. Will ihm sein eigener Vater schlechtes? Was hat Alastair vor?

Dieses Band ist das zweite einer schon vor längerem erschienenen magischen Jugendbuchreihe, die nun in neuem Gewand neu aufgelegt wird.
Das Cover ist jetzt für Jugendliche deutlich ansprechender gestaltet, enthält einen Farbschnitt mit den Symbolen der einzelnen Elemente und wunderschöne Vorsatzseiten.

Cal ist ein faszinierender Charakter, der sich bereits in seinen jungen Jahren mit Fragen zu seinem Selbst konfrontiert sieht. Er hinterfragt jeden seiner Schritte und wägt diese auf Gut und Böse hin ab. Diese Zerrissenheit ist grundsätzlicher Bestandteil der Geschichte und hat einen ernsten und nachvollziehbaren Hintergrund, der bereits Teil des ersten Bandes war, nun jedoch noch deutlicher zutage tritt.
Die Handlung beginnt die Mauern des Magisteriums zu verlassen, die magische Welt weitet sich und wird abenteuerlicher, aber auch undurchsichtiger. Die Grenzen der einzelnen Lager verschwimmen und Cal beginnt sich rasch zu fragen, wem er überhaupt noch trauen kann.

In mir hat dieses Band rasch den Wunsch ausgelöst die gesamte Serie zu lesen. Es hängt eine mystisch düstere Atmosphäre über der Handlung, die mir ungeheuer gefiel. Spannung bringt aber neben zahlreichen gefährlichen Abenteuern, vor allem auch die Frage nach der Loyalität. Man ist sich der Personen nicht sicher, schwankt als Leser und kann mache Charakter nicht recht greifen. Was ich in anderen Büchern vielleicht kritisieren würde, weckte hier jedoch mein Interesse. Es warf aber auch zahlreiche Fragen auf, deren Antworten hoffentlich das Folgeband liefen wird.

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