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Veröffentlicht am 15.03.2025

Der Hase an sich

Hase und ich
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Chloe Dalton schreibt einfach zauberhaft. Zunächst die Beschreibung der Umgebung im Winter, poetisch, detailliert. Dann das Finden des Hasenbabys, die Sorgen darum, erste Versuche, das Junge am Leben zu ...

Chloe Dalton schreibt einfach zauberhaft. Zunächst die Beschreibung der Umgebung im Winter, poetisch, detailliert. Dann das Finden des Hasenbabys, die Sorgen darum, erste Versuche, das Junge am Leben zu halten. Die Autorin will ihn also aufziehen, was erlebt sie dabei? Sehr gefühlvoll, fürsorglich schildert sie das Aneinandergewöhnen. Sie muss sich einschränken, Lärm vermeiden, regelmäßig das Hasenjunge füttern und mehr - all das tut sie gern. Sie nimmt die Veränderungen ihres Tagesablaufes in Kauf, genießt das Zusammenleben.
Es ist ein friedvolles Beisammensein, der Leser ist immer dabei. Genaue Beobachtungen und sorgfältige Pflege stehen im Vordergrund. Verständnis, Fürsorge, Verantwortung werden als selbstverständlich angesehen.
Chloe Dalton nimmt ihren Hasen nicht nur sensorisch wahr, sie forscht über Wesen, Lebensbedingungen, Ursprung, Verbreitung u.ä. akribisch nach und berichtet staunend über ihre wachsende Sensibilität bezüglich der Natur. Möglicherweise ein wenig zu ausführlich.
Entstanden ist interessantes Hasenbuch mit vielen Gefühlen und vielen Informationen.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Das Sternerestaurant

Ein Tisch am Fenster
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Sehr poetisch, mit blumigen Worten und schmückenden Beschreibungen gestaltet der Autor den Einstieg sowohl in sein Buch als auch in sein Restaurant in Köln. Er beschreibt, vergleicht, erklärt; es entsteht ...

Sehr poetisch, mit blumigen Worten und schmückenden Beschreibungen gestaltet der Autor den Einstieg sowohl in sein Buch als auch in sein Restaurant in Köln. Er beschreibt, vergleicht, erklärt; es entsteht der Eindruck eines straff organisierten Imperiums.
Leicht schwülstig, garniert mit französischen Einsprengseln ( klar, Moissonnier ist Franzose und in gehobener Küche ist das Usus) wird der Restaurantbetrieb erläutert.
Sachlicher wird dann der Weg zum erstrebten Ziel, dem Sternerestaurant, beschrieben. Hier geht er in die Tiefe, erzählt Anekdoten, auch einige seiner Gäste tragen zu spannenden Berichten bei. Diese Kapitel lesen sich bestens, sind unterhaltsam, auch wenn sich der Autor mitunter als Erzieher seiner Gäste sieht.
Alternierend geht es in die Küche. Extrem detailliert wird die Zubereitung einiger Speisen beschrieben. Interessant für Spezialisten.
Vincent Moissonnier ist charmant, berufsverliebt, kreiert Wortneuschöpfungen, weiß, was er will und ist ziemlich speziell.
Der Leser erfährt alles und mehr über das Restaurant, seine Mannschaft und seine Küche. So also geht Sterneküche!

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Virtuelle Helden

Eternity Online 2
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Rob wartet in der virtuellen Welt auf die angekündigte Veränderung. Mit seinen Gefährten absolviert er wenig anspruchsvolle Quests. Als das Ereignis eintritt, wird es wirklich gefährlich. Aber eigentlich ...

Rob wartet in der virtuellen Welt auf die angekündigte Veränderung. Mit seinen Gefährten absolviert er wenig anspruchsvolle Quests. Als das Ereignis eintritt, wird es wirklich gefährlich. Aber eigentlich können Rob und seine Freunde doch gar nicht sterben? Wie in Online-Games üblich, kann man Gebiete gewinnen, wunderlichen Wesen begegnen, eine bessere Ausrüstung bekommen und Herausforderungen immer wieder neu in Angriff nehmen. Laaangweilig! Was will der Schöpfer wirklich von ihnen? Es wird sich in der Arena entscheiden …
Mikkel Robrahn hat ein gruseliges Szenario entwickelt : Existieren in einer virtuellen Welt, mit eigenem Bewusstsein, aber ohne die Möglichkeit, auf das eigene Leben Einfluss zu nehmen. Einfach zu verstehen, fantasievoll ausgearbeitet, mit einigen Wiederholungen gestreckt - ganz typisch und perfekt für Gamer, die gern mal in die Buchstabenwelt abtauchen.

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Veröffentlicht am 01.03.2025

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Timelock, Band 1 - Zeitrebellen
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Jason ist in der Anstalt, einer Art Schule in Nimropia - was für ein Albtraum. Drill und Gehorsam sind angesagt, freiwillig ist kein Schüler dort. Seit eine Atombombe auf Washington geworfen wurde, herrscht ...

Jason ist in der Anstalt, einer Art Schule in Nimropia - was für ein Albtraum. Drill und Gehorsam sind angesagt, freiwillig ist kein Schüler dort. Seit eine Atombombe auf Washington geworfen wurde, herrscht ein „Lenker“ über das Land.
Jason entdeckt allerdings Überraschendes über sich. Er kann in der Zeit reisen und Änderungen vornehmen. Dazu gibt es ziemlich viele komplizierte Erklärungen, wie die Zeit funktioniert. Dass die Kinder gehäuft stottern, finde ich unnötig. Wie es auch sei: Jason geht auf eine gefährliche Mission.
Ortswechsel: in Japan lebt ein junger Mann, der sich um ein kleines Mädchen ohne Eltern kümmert. Auch sie ist besonders.
Dann gibt es noch die Zeithüter. Sie werden gejagt, stehen den Plänen des „Lenkers“ im Weg. Was haben die Kinder mit ihnen zu tun?
Ein Buch, das eine Zukunftsvision beschreibt, die unheimlich ist. Die Idee, Mammuts als Arbeitstiere einzusetzen, gefällt.
Mit den Helden der Geschichte konnte ich allerdings nicht wirklich warm werden. Sie träumen oft, erleben Unerklärliches. Das zieht sich sehr hin, die wirklich interessanten Erlebnisse kommen erst spät. Potenzial hätten sie, die Beschreibungen dazu sind abenteuerlich gestrickt.
Ein Jugendbuch, teilweise eher für jüngere Leser geeignet, machmal doch kompliziert, spät spannend. Immerhin.
Jugendbuch aus dem Hause @ravensburgerbuecher.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Nette Hunde

3 Streuner wittern das Abenteuer, Band 1 (lustige Hundegeschichte mit Kuschelfaktor für Mädchen und Jungen ab 8 Jahren)
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Das Glück von den drei Streunern ist eigentlich die Freiheit der Straße. Leider ist dort das Futter immer knapp, die Schlafstellen schmutzig und unbequem. Also hüpft man in den Käfig mit Leckerlis und ...

Das Glück von den drei Streunern ist eigentlich die Freiheit der Straße. Leider ist dort das Futter immer knapp, die Schlafstellen schmutzig und unbequem. Also hüpft man in den Käfig mit Leckerlis und landet in einer spanischen Tierauffangstation. Ob sie wohl eine neue Familie finden werden? Womöglich mit einem Hundetherapeuten?
Autorin Anja Fröhlich wendet sich direkt an ihre jugendlichen Leser ( ab acht), schreibt verständlich und witzig. Genau wie die fröhlichen Illustrationen sind ihre „Hundegedanken“ unterhaltsam, spannend und auch mit einem Begeisterung versprechendem Iiii- Effekt. Man verfolgt also die Geschichte der ehemaligen Streuner und ihre Wandlung. Mir etwas zu heile Welt, aber Kind mochte es. Gefallen hat uns allerdings der Freundschafts- und Zusammenhaltsgedanke aller Hundis.
Niedliches Kinderbuch von @ravensburgerbuecher.

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