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Veröffentlicht am 05.04.2025

✎ Mathias Berg - Die Kriminalistinnen 2 Acht Schüsse im Schnee

Die Kriminalistinnen. Acht Schüsse im Schnee
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„Der Tod des Blumenmädchens“ hatte mich ziemlich gut unterhalten, weswegen direkt der nächste Teil der Reihe vorübergehend bei mir einziehen durfte.

Erneut begleiten wir die Frauen auf ihren Wegen zu ...

„Der Tod des Blumenmädchens“ hatte mich ziemlich gut unterhalten, weswegen direkt der nächste Teil der Reihe vorübergehend bei mir einziehen durfte.

Erneut begleiten wir die Frauen auf ihren Wegen zu Kriminalbeamtinnen. Lucia steht noch immer im Mittelpunkt. Alles spielt sich rund um sie ab und es scheint, als könne ohne sie nichts laufen. Das hätte ich mir anders gewünscht, denn jede Frau hat ihre Stärken, die man mehr hätte einbringen können.
Bei den Charakteren gibt es eine enorme Weiterentwicklung.

Bereits in Band 1 gab es sehr viele (Neben)Schauplätze. Das hat der Autor auch dieses Mal wieder so gemacht. Für mich war es erneut zu überladen. Mindestens einen Strang hätte man weglassen können, ohne die Geschichte langweilig werden zu lassen. Ich denke sogar, dass der Fokus dann ein ganz anderer gewesen wäre und ich mehr hätte mitfiebern können. So schwand die Spannung streckenweise ein wenig.

Lokalkolorit und die Gepflogenheiten der 70er Jahre werden hier wunderbar wiedergegeben. Ich habe in dieser Zeit noch nicht gelebt und doch spielte sich durch die bildhaften Beschreibungen ein Film vor meinem inneren Auge ab.
Rauch- und Trinkverhalten, die Stellung der Frau, Paragraph 175 - dies sind nur ein paar Beispiele, die Mathias Berg authentisch in die Erzählung einflicht.

Am Ende gibt es einen richtig fetten Cliffhanger und auch hier bleiben einige Fragen offen, die hoffentlich im Finale der Trilogie beantwortet werden.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 20.03.2025

✎ Joanne K. Rowling - Harry Potter 6 und der Halbblutprinz

Harry Potter und der Halbblutprinz (Harry Potter 6)
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Puh … Was für ein Cliffhanger …

Das ist das erste Mal in der Reihe, dass ich regelrecht herausgerissen wurde. Ich hätte noch stundenlang weiterlesen können / wollen und war erstaunt, als / dass ich die ...

Puh … Was für ein Cliffhanger …

Das ist das erste Mal in der Reihe, dass ich regelrecht herausgerissen wurde. Ich hätte noch stundenlang weiterlesen können / wollen und war erstaunt, als / dass ich die letzte Seite umklappte.

Dieser 6. Band war nicht leicht zu händeln.
Meine Gefühle fuhren Achterbahn. Gerade zum Schluss hin war ich emotional tief ergriffen - und das nicht wegen des Todes einer bestimmten Person.

Man merkt, dass sich die Figuren (teilweise) wirklich weiterentwickeln. Doch vom Protagonisten hätte ich mehr erwartet. Klar ist er ein Teenager und muss sich dementsprechend mit bekannten Problemen rumschlagen, doch ich hätte mir gewünscht, dass er in Bezug auf seine „Aufgabe“ mehr gereift ist, dass er das Ganze ernster nimmt, dass er erwachsener wird.
Stattdessen werden Lesende mit einer Liebelei gelangweilt, bei der niemand weiß, wo sie so plötzlich her kommt.

Die Geschichte beantwortet immer mehr Fragen, die im Laufe der anderen Teile entstanden sind. Doch genauso wirft sie neue auf.
Es gibt Wendungen, mit denen man irgendwie gerechnet hat und die einem dann trotzdem vor den Kopf stoßen.

Leider ist auch „Harry Potter und der Halbblutprinz“ nicht vor Fehlern gefeit.
Hinzu kommen manch unlogische Handlungen, bei denen ich die Charaktere am liebsten geschüttelt hätte.
Ebenso der titelgebende Charakter wird für mich zu schnell, zu lieblos und zu nichtssagend abgehandelt.

Ich bleibe dabei: Für mich ist dies keine Erzählung für Kinder ab 10 Jahren. Die Charaktere sind allesamt älter und das Geschehen ist streckenweise sehr brutal.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 14.03.2025

✎ Dagmar Geisler - Weinen, lachen, wütend sein - dafür bin ich nicht zu klein!

Weinen, lachen, wütend sein - dafür bin ich nicht zu klein!
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Wir hatten damals das Buch ausgesucht, weil wir dachten, unserem Kleinkind so näher bringen zu können, dass alle Gefühle ok sind und gelebt werden dürfen und was eventuell in einem selbst passiert, wenn ...

Wir hatten damals das Buch ausgesucht, weil wir dachten, unserem Kleinkind so näher bringen zu können, dass alle Gefühle ok sind und gelebt werden dürfen und was eventuell in einem selbst passiert, wenn man zum Beispiel wütend ist.

Die Illustrationen sind super. An den Gesichtern erkennt man stets die jeweilige Emotion.
Die Farben sind kräftig und die dargestellten Situationen nicht überladen.

Die Reime gefallen uns ebenfalls meistens gut. Es gibt zwei Stellen, die ein bisschen holprig sind, doch ansonsten transportieren sie das Gezeichnete klar und deutlich.

Die Gefühle, die im Buch angesprochen werden, kennt mein Kind aus dem Alltag.
Ein bisschen ungünstig finde ich, wenn mehrere Geschehnisse auf einer Doppelseite verortet sind. Man kommt dann gar nicht dazu, darüber zu reden, weil es zu viel ist.

Ansonsten hat uns die Lektüre gut gefallen und mein Kind wollte sie ständig vorgelesen bekommen.

Als Mama habe ich vor allem den positiven Effekt gesehen, dass mein Kind verstanden hat, dass alle die gleichen Gefühle haben (dürfen). So wird Empathie und Verständnis füreinander und Akzeptanz sich selbst gegenüber gefördert.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 06.03.2025

✎ Joanne K. Rowling - Harry Potter 5 und der Orden des Phönix

Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter 5)
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Ich musste mittlerweile feststellen, dass mich die Harry-Potter-Bücher ganz wunderbar aus einer Leseflaute herausholen. Wenn sich alle anderen Bücher irgendwie falsch anfühlen, schafft es der Zauberer, ...

Ich musste mittlerweile feststellen, dass mich die Harry-Potter-Bücher ganz wunderbar aus einer Leseflaute herausholen. Wenn sich alle anderen Bücher irgendwie falsch anfühlen, schafft es der Zauberer, mich an die Zeilen zu fesseln.

Joanne K. Rowling schreibt einnehmend, fesselnd, beschreibend. Sie erschafft eine Welt, in der ich mich richtiggehend zu Hause fühle. Trotz des Genre „Fantasy“, mit dem ich normalerweise nicht so viel anfangen kann, läuft beim Lesen vor meinem inneren Auge ein Film ab.

Ich möchte nicht sagen, dass mir die Charaktere ans Herz gewachsen sind, und doch freue ich mich immer wieder auf ein Wiedersehen mit ihnen.

Da ich von den letzten Teilen der Reihe fast nichts mehr weiß, ist auch für mich, die die Geschichte ja eigentlich kennt, der Spannungsbogen so hoch, dass ich regelrecht durch die Seiten fliege.

An der ein oder anderen Stelle sind mir erneut ein paar Ungereimtheiten aufgefallen.
Hinzu kommen Wiederholungen, auf die ich nach vier Bänden verzichten kann.

Das, was ich zu Teil 4 bereits geschrieben habe, kann ich hier nur nochmal wiederholen:

Der Verlag vergibt eine Altersempfehlung ab 10 Jahren für die ganze Reihe. Ich denke, die Kinder sollten mit Harry Potter mitwachsen. Immerhin ist der Zauberlehrling in Band 5 bereits 15 Jahre alt, im letzten müsste er dann 17 sein - meiner Meinung nach zu alt für ein 10-jähriges Kind, um sich mit ihm wirklich identifizieren zu können.
Hinzu kommen die krassen Spannungsmomente und die angewandte Gewalt, mit denen 10-Jährige nicht immer umgehen können.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 04.03.2025

✎ Mechtild Borrmann - Feldpost

Feldpost
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Ich mag historische Romane sehr. 2017 hatte ich bereit „Trümmerkind“ der Autorin gehört und war begeistert. „Der Geiger“ wartet noch auf meinem SuB, um gelesen zu werden. „Feldpost“ klang so interessant, ...

Ich mag historische Romane sehr. 2017 hatte ich bereit „Trümmerkind“ der Autorin gehört und war begeistert. „Der Geiger“ wartet noch auf meinem SuB, um gelesen zu werden. „Feldpost“ klang so interessant, dass ich mir das Hörbuch aus der Onleihe lieh.

Mechthild Borrmann hat auch mit dieser Erzählung ein Stückchen Geschichte lebendig werden lassen.

Die Charaktere konnte ich nicht immer durchschauen und sie blieben emotional ein bisschen blass. Doch die Handlung an sich hat mich in ihren Bann gezogen.

Anfangs noch sehr verhalten, nimmt sie ab der Mitte richtig Fahrt auf und kommt mit Wendepunkten daher, die ich so nicht vorhergesehen habe.

Die ein oder andere Perspektive hätte ich gerne ein bisschen vertieft gesehen. Es gibt sehr viele Punkte, an denen die Autorin ansetzt und die sie bis zum Schluss auflöst, doch es war am Ende ein wenig zu geballt.

Nichtsdestotrotz habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Die Familien- und Liebesgeschichte waren authentisch dargestellt.

©2025 Mademoiselle Cake