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Veröffentlicht am 04.05.2025

Langer Anlauf

Bis dein Atem gefriert
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In dieser Geschichte geht es um das Verschwinden von Frijas Tochter Sara und um die Suche nach ihr, was durch die Tatsache erschwert wird, dass Frija wohl ein Jahrzehnte altes Geheimnis hütet. Bis man ...

In dieser Geschichte geht es um das Verschwinden von Frijas Tochter Sara und um die Suche nach ihr, was durch die Tatsache erschwert wird, dass Frija wohl ein Jahrzehnte altes Geheimnis hütet. Bis man allerdings zu dieser Geschichte kommt, muss man sich das halbe Buch durch Frijas unbesonnenes Verhalten zu einem kürzlich kennengelernten Mann durcharbeiten. Der entpuppt sich als Widerling, dem Frija dennoch nicht widerstehen kann. Ihre höchst emotionalen und unverständlichen Auf und Abs machen sie nicht gerade sympathisch. Erst als Sara beginnt, mit einem Unbekannten zu chatten und der sie zu einem Treffen überredet, kommt man der eigentlichen Geschichte auf die Spur. Von da an wird es auch spannend, obgleich der Rest der Story dann recht schnell abgehandelt wird.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Der Ton spielt hier die ungute Musik

Vergangenes Sylt
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Die Geschichte ist etwas überdreht. Ein Rachefeldzug nach Jahrzehnten, den die planende Person selbst gar nicht ausführt. Mittendrin ein Politiker mit schmutziger Vergangenheit und Hannah Lamberts Team, ...


Die Geschichte ist etwas überdreht. Ein Rachefeldzug nach Jahrzehnten, den die planende Person selbst gar nicht ausführt. Mittendrin ein Politiker mit schmutziger Vergangenheit und Hannah Lamberts Team, das merkwürdig miteinander umgeht. Der Ton, der hier durchgängig vorherrscht! An sich zügig erzählt und auch spannend gehalten, machen die Unbeherrschtheit und die Umgangsformen leider Einiges an Lesevergnügen zunichte. Auch die Handlungen sind teils grenzwertig.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Schräg

Die Kurve
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Wer schräg mag, der liegt hier richtig. Das liegt nicht nur an dem merkwürdigen Lebensweg von Carl, das liegt auch an den ihn umgebenden Personen, allesamt sehr „beschädigt“, und an dem mehr als befremdlichen ...

Wer schräg mag, der liegt hier richtig. Das liegt nicht nur an dem merkwürdigen Lebensweg von Carl, das liegt auch an den ihn umgebenden Personen, allesamt sehr „beschädigt“, und an dem mehr als befremdlichen Umgangston, mit dem er seinen „Vasallen“ Aufträge erteilt. Mal abgesehen von den Aufträgen selbst. Undurchsichtig formuliert, im Ungefähren schwebend. Aber die haben es in sich. Da wird nicht lang gefackelt. Da wird kurzerhand umgesetzt, was eben umzusetzen ist. Kompromiss- und oft auch gewissenlos. Man muss schon ziemlich zwischen den Zeilen des Gesagten, insbesondere aber des Ungesagten, lesen, um hinter all den Aufträgen und Geschehnissen eine Handlung zu erkennen, die eine Ursache und eine Folge hat. Scheinbar sinnlos folgen hier Taten aufeinander, die dennoch irgendwie einen Ursprung haben und denen Ergebnisse folgen, die wiederum Folgen haben. Fragwürdig die Moral hinter der Geschicht. Aber darum geht es dem Autor offenbar gar nicht. Wie gesagt: Wer abstrus und schräg mag, der liegt hier richtig.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Düster

Der Wolf im dunklen Wald
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Um es vorweg zu nehmen: Man muss Teil eins gelesen haben, um den Bezug herstellen zu können. Darauf sollte man die Leser hinweisen.
Der Fall ist komplex. Ein Toter bei einer Jagd. Dem weitere folgen. Was ...

Um es vorweg zu nehmen: Man muss Teil eins gelesen haben, um den Bezug herstellen zu können. Darauf sollte man die Leser hinweisen.
Der Fall ist komplex. Ein Toter bei einer Jagd. Dem weitere folgen. Was wie eine Beziehungstat aussieht, erweist sich als viel komplexer und stellt die Ermittler vor große Herausforderungen, zumal die irgendwie alle „beschädigt“ sind. Die Story ist gut konstruiert, gut umgesetzt, gut erzählt. Die Spannung, die aufgebaut wird, wird durch die vielen Zweifel, Selbstzweifel und Selbstvorwürfe der ermittelnden Kommissarin unterbrochen. Sie selbst ist recht gestört, ihre Tochter auch. Das Trauma ihres extrem gewalttätigen Exmannes und Vaters begleitet beide durch den Alltag, den zu bewältigen sie kaum in der Lage sind. Insofern gehört die Kommissarin eigentlich nicht an diese Stelle und diesen Fall, den sie dennoch löst, weil sie mehr Intuition und Ahnung hat, als ihre Kollegen und Vorgesetzten. Ihr Vorgehen dabei allerdings oft fraglich. So gut die Geschichte und ihre Auflösung ist, so sehr belastet die Gefühlswelt von Carla und ihrer Tochter diese. Es ist ein düsteres, belastendes Umfeld. Und solche gravierenden Fehler wie der, dass Carla die Tür einer Zeugin/Verdächtigen aufbricht und man anschließend festgestellt haben will, dass die Tür nicht aufgebrochen war, sollten einfach nicht vorkommen.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Hält nicht wirklich, was versprochen wird

Echokammer
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„Thrillersensation aus Norwegen“ und „Der beste norwegische Thriller der letzten zehn Jahre“ wird auf dem Klappentext vollmundig versprochen. Nun, diese/r Leser/in kann dies so nicht bestätigen. Voller ...

„Thrillersensation aus Norwegen“ und „Der beste norwegische Thriller der letzten zehn Jahre“ wird auf dem Klappentext vollmundig versprochen. Nun, diese/r Leser/in kann dies so nicht bestätigen. Voller Wendungen, ein stetes Hin und Her, die Leserschaft stets auf unvollständige oder falsche Fährten lockend, das ja. Spannend geschrieben auch. Aber mit so viel politischer Falschheit versehen, mit so vielen überheblichen, unsympathischen Protagonisten durchsetzt, das man einfach nurmehr Abscheu empfindet. Gegenüber den Akteuren, den Drahtziehern, den Mitläufern, wie sie hier präsentiert werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in einem Wahlkampf genau so etwas passiert, wie hier beschrieben. Ist wahrscheinlich schon passiert. Wird wieder so passieren. Skrupellos und unverantwortlich. Da bleibt ein eher schales Gefühl zurück.

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