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Veröffentlicht am 05.04.2025

Manche Geheimnisse überdauern die Jahrhunderte...

Das Geheimnis der toten Mädchen: Thriller
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Zum Buch: Kriminalkommissar Oliver Bergmann wird zu einem Tötungsdelikt ins Stadtarchiv Zons beordert. Alles sieht nach einem Unfall aus, doch dann stellt sich heraus, dass die junge Studentin Mia umgebracht ...

Zum Buch: Kriminalkommissar Oliver Bergmann wird zu einem Tötungsdelikt ins Stadtarchiv Zons beordert. Alles sieht nach einem Unfall aus, doch dann stellt sich heraus, dass die junge Studentin Mia umgebracht wurde. Als es einen zweiten Todesfall gibt, vermutet Oliver einen Zusammenhang mit einem alten Buch. Im Jahr 1506 gibt es ebenfalls eine junge tote Frau. Stadtsoldat Bastian Mühlenberg bringt sie zur Obduktion zu Dr. Hesemann. Doch bevor dieser die Leiche begutachten kann, ist sie verschwunden. Und als sie im Rhein wieder auftaucht, fehlt ihr ein Unterschenkel…

Meine Meinung: Auch in diesem Teil gibt es wieder Geheimnisse, die die Jahrhunderte überdauern! Die Parallelen der beiden Fälle sind wieder grandios von der Autorin zusammengestrickt! Doch während ich in der Vergangenheit so einen Verdacht hatte, war ich in der Gegenwart völlig ahnungslos… Irgendwie haben die Toten das Stadtarchiv als Gemeinsamkeit, doch der Zusammenhang erschließt sich dem geneigten Leser hier wirklich erst zum Schluss. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen, und meine Mitleser haben das Geheimnis bis zum Ende alle nicht herausbekommen!

Das liegt an der tollen Schreibweise von Catherine Shepherd, die es immer wieder schafft, den Leser bis zum Ende im Dunkeln zu lassen! Wenn man die Vorgänger dieser Reihe kennt, sind einem die Charaktere natürlich auch mittlerweile ans Herz gewachsen. Ob das der liebenswerte Oliver Bergmann mit seiner tollen Freundin Emily ist, oder der etwas rauere Stadtsoldat Bastian Mühlenberg, dem in seinen Träumen immer wieder Emilys Freundin Anna erscheint. Man muss die Vorgänger nicht kennen, da jeder Fall in sich abgeschlossen ist, man sollte aber! Denn sie sind allesamt so spannend!

Mein Fazit: Ich fühlte mich gleich wieder wie zuhause im schönen Zons, das auch der Autorin sehr am Herzen liegt und das merkt man gleich beim Lesen! Egal, ob Vergangenheit oder Gegenwart: es hat wieder riesig großen Spaß gemacht, in Zons zu ermitteln! Ich freue mich jetzt schon auf weitere Werke von Catherine Shepherd, einfach großartig!

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Wo ist Henry Lincoln?

Die Schwester des Serienkillers
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Zum Buch: Die Lehrerin Anna Price ahnt nichts Böses, als es am 09. Mai an der Tür klingelt. Davor steht DI Walkers von der örtlichen Polizei und teilt ihr mit, dass ihr Bruder Henry wegen mittlerweile ...

Zum Buch: Die Lehrerin Anna Price ahnt nichts Böses, als es am 09. Mai an der Tür klingelt. Davor steht DI Walkers von der örtlichen Polizei und teilt ihr mit, dass ihr Bruder Henry wegen mittlerweile fünf Morden gesucht wird. Anna fällt aus allen Wolken. Sie wusste ja, dass Henrys Start ins Leben schwer war und er durch ihr gemeinsames Elternhaus und später im Kinderheim traumatisiert war. Aber das? Das Schlimme daran ist das Datum - der 13. Mai. Also in ein paar Tagen und Anna glaubt, dass sie die nächste auf Henrys Liste ist…

Meine Meinung: Tja, warum glaubt Anna das? Dem Leser wird schnell klar, dass Anna ein Geheimnis hütet, doch welches, daran kann man sich bis zum Ende die Zähne ausbeißen! In Rückblenden wird die Kindheit von Anna und ihrem jüngeren Bruder Henry beschrieben, später als Jugendliche waren beide im Kinderheim Finley Hall, wo es den beiden auch nicht viel besser erging. Henrys einziger Weg, um irgendwie überleben zu können, waren seine Rätsel, die er Anna aufgegeben hat. Spätestens da hätte Anna wissen müssen, dass Henry psychologische Hilfe benötigt…

Der Aufbau ist langsam, die Spannung wird stetig aufgebaut. Wir erleben Anna, die oft im Alleingang loszieht, was den Detective natürlich irre macht. Sie deckt mit Henrys Hilfe auf, dass ihr Ehemann Ross auch ein großes Geheimnis hütet. Es ist also klar, dass Henry Anna fertigmachen will, bevor er sie dann letztlich umbringt. Das ganz große Geheimnis kommt zum Ende. Das war schon wirklich showreif, aber dann kommt noch so ein Knaller!

Ich bin total begeistert von der Reihe um die Familien der Serienkiller! Jedes Buch hat eine eigene Geschichte mit eigenen Charakteren. Das hat mir als Gesamtpaket wirklich gut gefallen! Man kann jedes Buch für sich lesen und es sind immer andere Geschichten! Der Schreibstil liest sich so flüssig weg, dass man die Bücher innerhalb kürzester Zeit inhaliert hat!

Mein Fazit: Der dritte Teil hat mir, genauso wie der erste, total gut gefallen. Den 2. Band fand ich etwas schwächer, nichtsdestotrotz auch gut! Aber dieser hier wartet mit einer echten Gefühlsexplosion am Ende auf, fand ich mega! Ganz klare Empfehlung von meiner Seite!

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Wasser ist Leben!

42 Grad
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Zum Buch: Ein heißer Sommer in Deutschland, alle Menschen sind zufrieden. Bis das Wasser plötzlich nicht mehr zuverlässig aus der Leitung kommt… Das, was der Hydrologe Julius Denner und die Datenanalystin ...

Zum Buch: Ein heißer Sommer in Deutschland, alle Menschen sind zufrieden. Bis das Wasser plötzlich nicht mehr zuverlässig aus der Leitung kommt… Das, was der Hydrologe Julius Denner und die Datenanalystin der EU Elsa Forsberg vorhergesehen haben, tritt ein. Waldbrände können nicht mehr gelöscht werden, die Menschen werden kriminell und die Straßen sind von den Wasserflüchtlingen verstopft. Der Katastrophenfall, auf den viel zu spät reagiert wird, nimmt enorme Ausmaße an. Welche Rolle spielen die Wasserwerke hier? Da gibt es nämlich Unstimmigkeiten in der Software. Julius und Elsa tun sich zusammen, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen…

Meine Meinung: Dieses Buch birgt ein Horror-Szenario, vor dem sich wohl jeder von uns fürchtet. Das, was wie selbstverständlich aus der Leitung kommt, wird hier zum absoluten Luxusgut. Ich hatte beim Lesen immer einen trockenen Hals, alleine bei der Vorstellung, uns könnte wirklich so etwas passieren! Ich hoffe nur, unsere Regierung ist darauf besser vorbereitet als die hier im Buch!

Der Autor schafft eine Spannung aus ganz alltäglichen Sachen. Und alle rennen sehenden Auges in diese Katastrophe! Welche Rolle spielen die Ökoterroristen hier? Sind sie wirklich in der Lage, der ganzen Nation das Wasser zu entziehen? Der Leser darf hier ruhig Angst haben und sich die Lage noch einmal bewusstmachen. Wasser ist Leben und wenn das fehlt…

Der Schreibstil des Autors gefällt mir außerordentlich gut, auch andere Bücher von ihm habe ich bereits verschlungen. Mir gefällt, dass der Autor auf Missstände aufmerksam macht, ohne mit dem drohenden Zeigefinger zu kommen.

Mein Fazit: Ich persönlich hoffe, dass wir an einem solchen Szenario vorbeikommen, denn das liest sich wirklich schrecklich! Ein spannendes Buch, bei dem man die 42 Grad auch im Winter spüren kann! Ich empfehle das Buch allen, die sich trauen, sich solch eine Katastrophe vorzustellen! Ich vergebe hier gerne die volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Dornröschen oder kaltblütige Mörderin?

Anna O.
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Zum Buch: Anna O. – das ganze Land kennt diese Frau, obwohl sie seit vier Jahren schläft. Sie hat vielleicht ihre beiden besten Freunde umgebracht, im Schlaf. So wurde sie auf jeden Fall neben den Leichen ...

Zum Buch: Anna O. – das ganze Land kennt diese Frau, obwohl sie seit vier Jahren schläft. Sie hat vielleicht ihre beiden besten Freunde umgebracht, im Schlaf. So wurde sie auf jeden Fall neben den Leichen aufgefunden, mit blutiger Kleidung und einem Messer in der Hand. Die Justiz in England möchte den Fall aber zum Abschluss bringen und dafür brauchen sie Anna wach. Also wird Anna in die Obhut des Schlafpsychologen Dr. Benedict Prince gebracht, der das Unmögliche vollbringen soll. Doch als er es endlich schafft, wird der Fall immer verwirrender. Denn es scheint nicht in jedem Interesse zu liegen, Anna wieder aufzuwecken. Und bis zum Schluss bleibt unklar: ist Anna wirklich schuldig?

Meine Meinung: Zu Beginn des Buches war ich mir nicht ganz sicher, ob ich es wirklich spannend finde.
Denn es zieht sich anfangs ganz schön und man fragt sich, was dann noch passieren könnte. Doch dann tauchen geheimnisvolle Tippgeber auf, jemand wird umgebracht und alte Dokumente bringen Leben in die Geschichte. Hier wird dann noch ein alter Kriminalfall wieder aufgerollt. Der Zusammenhang? Anna O. hat in diesem alten Fall selbst recherchiert. Ist sie dem Täter vielleicht zu dicht auf die Pelle gerückt? Und dann liest sich das Buch wie von selbst. Tiefenpsychologisch und unheimlich raffiniert!

Die Geschichte hat mich dann so gefangen genommen, dass ich nicht mehr herauskam! Kurz vor Ende wusste ich immer noch nicht, ob Anna nun schuldig ist oder nicht. Das war das ganz Besondere an diesem Buch. Ein Katz- und Maus-Spiel, von dem man die Gegner nicht kennt. Wirklich clever, genauso wie die Auflösung, die mich dann wirklich aus den Schuhen gehauen hat! Ich hatte so einige Ideen im Kopf, aber diese nicht…

Mein Fazit: An diese Geschichte sollte man sich herantrauen. Sie wächst und wächst, dass dem Leser Hören und Sehen vergeht! Aber man muss sich, gerade am Anfang, auch wirklich darauf einlassen. Für diese originelle Geschichte vergebe ich die volle Punktzahl, was ich anfangs auch nicht vermutet hätte! Aber die Story birgt halt Überraschungen!

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Ein ganz tolles Buch, wissenschaftlich und doch emotional!

Pol
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Zum Buch: Reinhold Messner begibt sich hier in diesem Buch auf die Spuren von Hjalmar Johansen, der sowohl am Nordpol als auch am Südpol gewesen ist. Aufgrund seiner Fähigkeit als Hundeführer ein unerlässlicher ...

Zum Buch: Reinhold Messner begibt sich hier in diesem Buch auf die Spuren von Hjalmar Johansen, der sowohl am Nordpol als auch am Südpol gewesen ist. Aufgrund seiner Fähigkeit als Hundeführer ein unerlässlicher Mann. Doch er bleibt immer im Schatten der großen Entdecker: Hinter Nansen am Nordpol und hinter Amundsen am Südpol. Und damit ist er nicht klargekommen. Er wollte doch auch nur ein wenig vom Ruhm abbekommen…

Meine Meinung: Dieses Buch hat mich stark berührt zurückgelassen! Denn das Schicksal des jungen Johansen, der absolut loyal seinen Führern gegenüber war, hat mich emotional total aufgewühlt. Reinhold Messner, dessen Schreibstil sich im Übrigen sehr leicht lesen lässt, beschreibt das Leben und auch das Sterben von Johansen sehr gut. Man fühlt mit dem jungen Mann mit. Er hat quasi beiden großen Entdeckern sogar das Leben gerettet und konnte seine Seele am Ende doch nicht heilen. Großes Kino!

Aber faszinierend fand ich auch die Beschreibung der Pole. Man hatte die ganze Zeit das Gefühl, mit dabei zu sein in dieser doch sehr menschenfeindlichen Gegend. Man hat mitgelitten, wenn die Forscher erfrorene Füße hatten oder es Hjalmar jedes Mal das Herz gebrochen hat, wenn einer der Hunde als Futter für die anderen umgebracht wurde. Das ganze Buch enthält viele Fotos, welche ich auch richtig toll fand!

Mein Fazit: Dieses Buch hat mich auf jeden Fall auf weitere Bücher von Reinhold Messner neugierig gemacht! Manchmal ist das echte Leben spannender als jeder Krimi!

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