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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2025

"Und wenn man die Ohren spitzte, konnte man immer noch die Vögel zwitschern hören"

Das Ministerium der Zeit
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Der Roman Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley befasst sich mit der Möglichkeit des Zeitreisens und verpackt dabei die Geschichte einer jungen Frau, die sehr vielschichtig ist und erst noch den ...

Der Roman Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley befasst sich mit der Möglichkeit des Zeitreisens und verpackt dabei die Geschichte einer jungen Frau, die sehr vielschichtig ist und erst noch den rechten Platz in ihrem Leben finden muss. Sie arbeitet für das Ministerium der Zeit und fungiert als die Ansprechpartnerin einer der Zeitreisenden aus der Vergangenheit.

In dem Roman werden sehr viele Themen behandelt, was einerseits viele Aspekte aufgreift und vielseitige Interessen weckt, andererseits aber auch zur Oberflächlichkeit der Geschichte beiträgt, da alles für sich betrachtet dann doch etwas kurz kommt. Die Idee hinter Zeitreisen und der Eingewöhnung von Personen aus der Vergangenheit in einer, ihnen völlig unbekannten Welt, finde ich sehr spannend und hier auch gut umgesetzt.

Die Kapitel sind jeweils unterteilt in einige sehr kurze Abschnitt, sodass die Geschichte insgesamt recht gerafft erzählt wird. Dabei steht die Perspektive der jungen Ministeriumsmitarbeiterin im Vordergrund, jedoch bleibt die Autorin größtenteils auf der erzählenden Ebene ohne dass die Gefühle der Protagonistin greifbar wären.

Insgesamt eine Geschichte mit guter Grundidee, die einige interessante Wendungen beinhaltet, mit persönlich allerdings zu wenig in die Tiefe dringt.

Hier zum Abschluss noch meine Lieblingszitate:

"Er war einer der untypischen Extrovertierten, die alle Attribute eines Introvertierten haben, nur dass sie gern in Gesellschaft sind."
"Die Zeit ist auch eine begrenzte Ressource. Du kannst dein Leben nur einmal erleben."

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2025

"Heute geht es nicht um die Vergangenheit. Es geht um uns."

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Der Roman Was die Gezeiten verbergen von Sarah Crouch beschreibt die Geschichte von Elijah Leith, den man vom Teenager bis zum erwachsenen Mann begleitet. Elijah muss erst seinen eigenen Weg finden und ...

Der Roman Was die Gezeiten verbergen von Sarah Crouch beschreibt die Geschichte von Elijah Leith, den man vom Teenager bis zum erwachsenen Mann begleitet. Elijah muss erst seinen eigenen Weg finden und sich darüber klar werden, welche Menschen ihm dabei wie wichtig sind. Diese Erkenntnis braucht Zeit und vor allem einige Irrwege, die als solche erkannt werden müssen. Die Geschichte nimmt den Leser mit auf diese Reise.

Die Kapitel sind in mehreren Zeitsträngen und aus unterschiedlichen Perspektiven verfasst, was zunächst zu leichten Verwirrungen führen kann, allerdings für meine Begriffe hier eine sehr gelungene Gestaltung darstellt und Abwechslung verspricht. Die Spannung wird konstant hochgehalten, da ständig neue Informationen eingebracht werden, die das Geschehen in einem neuen Licht erscheinen lassen. Ich mag es, beim Lesen mitzurätseln und mitzufiebern, um Zusammenhänge bereits vorab zu erkennen. Hier ist das sehr gut möglich und gleichzeitig ändert man im Laufe der Kapitel seine Ideen komplett, da weitere Infos gestreut werden.

Allerdings haben mir etwas die Emotionen gefehlt. Der Roman ist für meinen Geschmack etwas zu nüchtern geschrieben. Natürlich wird die Stimmung der Protagonisten in den einzelnen Situationen durch den Inhalt deutlich, aber ich hätte mir gewünscht, diese Gefühle beim Lesen noch mehr fassen zu können.

Insgesamt ein Roman mit viel Spannung, der sich gar nicht so richtig in eine Kategorie einordnen lässt.

Hier zum Abschluss noch meine Lieblingszitate:

"Leben und Tod wechseln sich auf den Seiten der Zeitung mit schwindelerregender Schnelligkeit ab, und das würde sich in der nächsten Zeit auch nicht ändern."
"Aber das Leben ist lang, wenn wir Glück haben, und irgendwann wirst du auf diese Weggabelung zurückblicken, mit dem Abstand vieler Jahre."
"Es waren die kleinen Momente, gewöhnliche Momente, Momente wie dieser, die ihre Beziehung so besonders machten."

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Weihnachtsmänner und Winterengel

My Christmas Wish
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Der YA-Winterroman My christmas wish von Sarah Saxx erzählt die Geschichte der Psychologiestudentin Lydia, die eine Initiative gründet, um alleinstehenden Menschen ein Weihnachten in Gesellschaft zu ermöglichen. ...

Der YA-Winterroman My christmas wish von Sarah Saxx erzählt die Geschichte der Psychologiestudentin Lydia, die eine Initiative gründet, um alleinstehenden Menschen ein Weihnachten in Gesellschaft zu ermöglichen. Bei der Planung ist besonders Shawn mit Engagement dabei und auch wenn viel zu wenig Zeit bleibt, kommen sich die beiden dennoch näher. Aber letztlich bleibt die Frage, ob jemand wirklich so perfekt sein kann...

Der Roman ist abwechselnd aus den Sichtweisen von Lydia und Shwan verfasst, was gute Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelten der beiden Protagonisten ermöglicht. Darüber hinaus bietet sich dadurch die Möglichkeit, den Leser bereits mehr ahnen zu lassen als der jeweils andere weiß, aber dennoch besteht keine absolute Sicherheit, da doch immer nur Andeutungen getätigt werden, wodurch die Spannung weiter aufrecht erhalten wird.

Die Thematik, auf deren Grundlage die Geschichte aufgebaut ist, steht absolut im Vordergrund, aber das auf angenehme Art und Weise ohne anderen Aspekten ihren Platz zu nehmen. Die Organisation einer solchen Weihnachtsaktion und der Hintergrund dessen ist natürlich fiktiv, kann uns Leser aber auch im Kleinen inspirieren, Dinge zu tun, die wir sonst vielleicht nicht tun würden und besonders der Dank am Ende mit dem Hintergrund der Romanidee, zeigt, dass man manchmal einfach mutig sein sollte und sich nicht hinter der eigenen Schüchternheit verstecken, um nicht Chancen verstreichen zu lassen.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Als könnte er die Welt bunt streichen

An Ocean so Wide
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Der YA-Roman An ocean so wide von Stefanie Santer erzählt die Geschichte der Journalistin Amy, die sich sehr für die Umwelt einsetzt. Doch dieser Einsatz führt auch zu Aktionen, die von vielen Menschen ...

Der YA-Roman An ocean so wide von Stefanie Santer erzählt die Geschichte der Journalistin Amy, die sich sehr für die Umwelt einsetzt. Doch dieser Einsatz führt auch zu Aktionen, die von vielen Menschen missbilligt werden, vor allem, wenn dabei gleichzeitig ein repräsentatives Projekt der Stadt verhindert werden soll. Um diese Aktion wieder gutzumachen soll Amy nun mit dem Street-Art-Künstler Ezra zusammenarbeiten, der sich der Öffentlichkeit nicht stellen möchte. Können solche zwei Menschen zusammenpassen, deren Umgang mit der Öffentlichkeit nicht unterschiedlicher sein könnte und deren Ansichten vielleicht auch gar nicht vereinbar sind?

Der Roman stellt die Umweltproblematik sehr in der Vordergrund und verdrängt damit für meinen Geschmack zu viele andere Thematiken, die auch in den Buch mit drinstecken, die aber nicht derart aufgegriffen werden, wie ich mir das gewünscht hätte. Die Meinung der Autorin sticht meiner Meinung nach ziemlich stark heraus und auch wenn ich finde, dass es durchaus die Aufgabe von Autoren ist, Probleme zu benennen und damit in den Fokus der Leser zu rücken, so sollten doch eigene Ansichten nicht zu sehr einfließen. Vielmehr sollten wir versuchen, die Leser selbst zum Nachdenken anzuregen und können damit letztendlich viel mehr erreichen.

Hier zum Abschluss noch meine Lieblingszitate, von denen es zugegebenermaßen ein paar gab :)

"Aber das ist die Sache mit der Traurigkeit. Obwohl sie wehtut, will man sie nie ganz gehen lassen. Weil sie nun mal das Überbleibsel von etwas ist, das einen einmal glücklich gemacht hat."
"Ob wir einfach nur unsere Körper ohne Gedanken sein könnten, um uns zu berühren, ohne es zu bereuen."
"Und immer ist der Grund, dass man zu wenig weiß und zu viel vermutet."
"Weil sie es mir nicht leicht macht, aber ich alles, was schwer ist, mit Leichtigkeit nehme."

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Der Olymp

Die Magie des Zehnkampfs
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Das Werk Die Magie des Zehnkampfs von Achim Dreis erzählt die Geschichte des Sports Zehnkampf. Besonderer Fokus liegt dabei auf Zehnkämpfer Niklas Kaul, dessen Zitate immer wieder eingestreut werden. Im ...

Das Werk Die Magie des Zehnkampfs von Achim Dreis erzählt die Geschichte des Sports Zehnkampf. Besonderer Fokus liegt dabei auf Zehnkämpfer Niklas Kaul, dessen Zitate immer wieder eingestreut werden. Im ersten Teil des Buches geht es vor allem um das Regelwerk, die Punktevergabe und die einzelnen Disziplinen. Für meinen Geschmack tritt der Geist des Sports dabei aber zu sehr in den Hintergrund zugunsten mathematischer Punktadditionen und historischer Vergleiche. Wenige Zahlenwerte sind meines Erachtens sinnvoll, um einen Vergleich zu haben und sich als Leser somit einen besseren Überblick verschaffen zu können. In dieser Fülle, waren das allerdings sehr viele Informationen, die man sich sowieso nicht merken kann und die daher wenig Mehrwert oder Informationsgehalt mit sich bringen. Die Passagen, die sich aber wirklich dem Sport widmen und auch die Sichtweise eines aktiven Athleten mit einbeziehen, sind sehr spannend und sowohl für einen Experten als auch für einen Laien des Sports verständlich und informativ.

Insgesamt also ein durchaus lesenswertes Buch über einen begeisternden Sport!

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