Profilbild von CynthiaM94

CynthiaM94

Lesejury Star
offline

CynthiaM94 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CynthiaM94 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2025

Träume süß

Nachtlügen
0

Ich mochte diesen Hauch des mythischen, den das Buch ausstrahlt. Nicht nur optisch, sondern auch von der Idee her, dass sich Nachtalben von Träumen der Menschen nähren, fand ich auf eine düstere Art ansprechend ...

Ich mochte diesen Hauch des mythischen, den das Buch ausstrahlt. Nicht nur optisch, sondern auch von der Idee her, dass sich Nachtalben von Träumen der Menschen nähren, fand ich auf eine düstere Art ansprechend und interessant. Tatsächlich habe ich die Handlung aber als weniger dunkel und abgründig empfunden, als sie hätte sein können. So richtig Spannung hat sich bei mir beim lesen eher nicht eingestellt.

Die Passagen der Hauptgeschichte werden immer wieder Intermezzo-Texten unterbrochen, die sich aus literarische Texten und Fakten zum Thema Schlaf/ Träume zusammensetzen oder in irgendeiner Relation zu Isra und ihrer Familie stehen. Die als Fakten dargestellten Infos aus dem Regelwerk der REM fand ich teilweise noch interessant, während ich die Zitate des Philosophen zum Beispiel eher unnötig empfand. Generell bin ich eher zwiegespalten, was ich mit den Intermezzo-Texten so wirklich anfangen sollte.

Die Geschichte ist ein bisschen spooky, ein bisschen mysteriös und schauerlich. Vor allem die von Isra geschaffenen Traumsequenzen fand ich richtig stark und toll beschrieben, darin lag für mich die große Stärke des Buches. Alles rund um Ophelias Traumforschung war für mich dagegen etwas undurchsichtig, da war mir die pseudowissenschaftliche Komponente too much. Irgendwie wurde da auch nicht so richtig Spannung erzeugt und die Handlung eher immer wieder ausgebremst.

Ich habe die Szenen- bzw. Kapitelwechsel oft als strenge Cuts empfunden und mich teilweise regelrecht aus den einzelnen Episoden gerissen gefühlt. Ich fand die Grundidee wirklich gut, die Umsetzung hat mich einfach teilweise nicht so richtig erreicht. Ich finde da hätte man mehr draus machen können.

War ok, hat mich aber nicht aus den Socken gehauen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2025

Mord im Fußballmilieu

Pirlo - Doppeltes Spiel
0

Ich verfolge die Pirlo-Reihe von Ingo Bott seit dem ersten Buch und mag diese Justizkrimis immer sehr gerne, vor allem auch weil Protagonist Pirlo selbst gerne mal auf der Schattenseite des Gesetzes unterwegs ...

Ich verfolge die Pirlo-Reihe von Ingo Bott seit dem ersten Buch und mag diese Justizkrimis immer sehr gerne, vor allem auch weil Protagonist Pirlo selbst gerne mal auf der Schattenseite des Gesetzes unterwegs ist und somit immer für eine Überraschung gut ist. Hier hat er für meinen Geschmack aber diesmal nicht geglänzt, da geht auf jeden Fall mehr.

Thematisch hat mich dieser neue Pirlo-Band nicht so ganz abgeholt, vor allem weil er auch einfach wahnsinnig viele Fußballklischees bedient. Dieses den Spielern alles durchgehen lassen weil „Fußball auch mal rauer ist" und „Jungs eben Jungs sind“- ja ne ist klar. Fand ich insgesamt alles eher etwas stumpfsinnig und flach. Mag das Fußballmilieu halbwegs authentisch abbilden, ist aber überhaupt nicht meins.

Es gibt zwar zwei Mordfälle, aber irgendwie befasst sich niemand so richtig damit, weil es Pirlo viel zu wichtig ist einerseits selbst Imageschaden an seinem Mandanten zu verursachen und ihn gleichzeitig aus möglichen jugendlichen Dummheiten rauszuhalten. Und Sophie ist mal wieder auf Männerjagd und hat verschiedene Dates. Ich weiß nicht wieso, aber langsam müsste dieses Thema doch auch mal ausgedient haben, vor allem da sie letztendlich doch eh immer bei Pirlo landet. So richtig rund wurde die Story für mich dieses Mal nicht.

Ich bin mit der Story einfach nicht warm geworden und teilweise fand ich sie auch einfach unglaubwürdig, zum Beispiel die Verstrickung von Grobulla, den ich bisher immer als charmanten, stringenten Gegenpart zu Pirlo empfunden habe. Dass bei und um Pirlo nicht immer alles ganz koscher läuft- geschenkt. Aber inzwischen zieht das Kreise und nimmt Ausmaße an, die ich dann doch unglaubwürdig finde.

Das Buch an an sich wieder gut geschrieben und liest sich fantastisch- keine Frage. Und wenn Sophie mal arbeiten darf, ist ihre Fachkenntnis auch einfach absolut beeindruckend und super cool. Aber der Plot war für mich diesmal zu dünn und das Ende hat mich dann leider auch absolut nicht überzeugt. Für mich bisher das schwächste Buch der Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2025

Eine Geschichte über Magie, Macht und Intrigen

Kiss of the Nightingale
0

Ich finde das Cover so, so schön und habe mich vielleicht ein bisschen davon blenden lassen. Ich hatte auch übersehen, dass es sich um Romantasy für Leser ab 14 Jahren handelt, denn obwohl ein Love-Triangle ...

Ich finde das Cover so, so schön und habe mich vielleicht ein bisschen davon blenden lassen. Ich hatte auch übersehen, dass es sich um Romantasy für Leser ab 14 Jahren handelt, denn obwohl ein Love-Triangle angeteasert wurde, ist dieses alles andere als komplex, jegliche Beziehung eher oberflächlich angelegt und die Geschichte insgesamt sehr seicht. Für den Einstieg junger Leser ins Genre sicherlich geeignet und bestimmt auch ansprechend, mich hat es nicht so richtig überzeugen können.

Zum Inhalt: nach dem überraschenden Tod ihres Vaters stehen Cleodora und ihre Schwester vor dem Nichts. Denn obwohl Cleodora ihren Vater als Modist beerben sollte, konnte er ihr sein Talent für das Schneidern nicht vermachen und ohne Talent ist man in der Gesellschaft nichts. Um für sich und ihre Schwester zu sorgen entschließt sich Cleodora daher zu einem drastischen Schritt, der weitreichende Konsequenzen hat.

Die Figuren sind alle ziemlich blass angelegt, selbst Protagonistin Cleo kommt nicht so richtig aus sich raus und außer, dass die Begierden für schöne Dinge, das Leben der Oberschicht und vielleicht auch die eine oder andere Bekanntschaft entwickelt, passiert charakterlich bei ihr relativ wenig. Es gibt zwar eine Lovestory, aber die ist auch eher seicht angelegt, was ich für das Alter der Zielgruppe aber als angemessen empfinde. Gestört hat mich da eher, wie wankelmütig Cleo insgesamt daherkommt und auch ihre Sympathien ständig schwanken. Sie ist einfach eine sehr unentschlossene, unsichere Protagonistin, mit der ich leider nichts anfangen konnte.

Das Thema rund um die magischen Edelsteine fand ich durchaus interessant, aber auch das wird nicht weitergehend vertieft. Man lernt zwar ein paar Talente kennen, aber auch diese sind eher oberflächlich angelegt. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Handlung eher so vor sich dahinplätscherte. Es gibt schöne Kleider, ein bisschen Kunst und Kultur, in Cleos Augen recht viel Luxus und ein paar kleine Liebeleien. Also insgesamt recht nett ausstaffiert, aber mir ist insgesamt einfach zu wenig passiert und die Geschichte hat kaum Tempo. Stattdessen viel Vorsingen, Rivalitäten im Opernhaus und rund um einen gewissen Junggesellen, sowie diverse Kleideranproben- diese Wiederholungen hätte es für mich nicht gebraucht.

Am Ende gibt es einen kleinen Showdown, der war auch ganz gut angelegt. Für mich hat die Geschichte einiges an Potential vergeben. Da die Geschichte trotzdem kurzweilig und angenehm zu lesen war und ich das Setting mochte, gibt’s 3 Sterne. Ich denke bei der eigentlichen Zielgruppe kommt das nochmal besser an.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2025

Schon heftig

How To Kill a Guy in Ten Ways
0

Das Cover sieht ja eigentlich nach einem bitterbösen Roman aus und da in der Buchbeschreibung auch „herrlich schwarzhumorig steht“, dachte ich, darauf könne man sich gut einlassen. Was den Humor angeht, ...

Das Cover sieht ja eigentlich nach einem bitterbösen Roman aus und da in der Buchbeschreibung auch „herrlich schwarzhumorig steht“, dachte ich, darauf könne man sich gut einlassen. Was den Humor angeht, bin ich mir eigentlich gar nicht mal so sicher, ob ich den als tatsächlich vorhanden wahrgenommen habe.

Zum Inhalt: seit einen Überfall auf ihre jüngere Schwester Katie hinterlässt Millie an öffentlichen Orten ihre Telefonnummer für Frauen, die sich bedrängt fühlen und Hilfe brauchen. Aber Millie geht noch einen Schritt weiter und sucht den Täter, der sich an ihrer Schwester vergangen hat. Und dabei überschreitet sie eine Schwelle, nach der es kein Zurück mehr gibt.
 
Die Protagonistin entgleitet gefühlt immer mehr aus der Realität, verrennt sich in ihren Rachefantasien ohne Rücksicht auf die möglichen Konsequenzen. Und das, während sie den ermittelnden Detective datet. Könnte man eigentlich als selbstzerstörerisches Verhalten bezeichnen. Das Ganze wirkt insgesamt sehr wahnhaft und getrieben, so richtig sympathisch konnte ich Millie dadurch nicht finden, obwohl ihre Motive zumindest anfangs ehrenwert wirken und der erste Mord sogar vielleicht noch unter Unfall zu verbuchen ist.
 
Die Morde selbst sind sehr vielfältig und kreativ angelegt, was wohl den Unterhaltungswert der Geschichte ausmacht. Denn Millie mordet nicht einfach nur, sie plant akribisch und legt dabei schon eine gewisse Raffinesse an den Tag. Erschreckend fand ich eigentlich, wie oft sie im Alltag und auch durch ihre Tätigkeit mit Message M an entsprechende Opfer kommt.

Beim Ende der Geschichte und der Auflösung schwanke ich ein bisschen ob ich genial oder völlig abstrus finden soll. An sich schon geschickt und perfide eingefädelt, aber eifach auch echt skrupellos und überzogen.
Kann gar nicht sagen, obs mir so wirklich gefallen hat. Fands thematisch teilweise einfach echt heftig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2025

als Debüt nicht schlecht

Emma
0

Bin mir gar nicht so sicher, was ich mir von diesem Buch genau erwartet habe. Da ich Jean Reno als Schauspieler aber sehr mag und bewundere, wollte ich sein Buch gerne lesen. Vielleicht liegt es am Thema, ...

Bin mir gar nicht so sicher, was ich mir von diesem Buch genau erwartet habe. Da ich Jean Reno als Schauspieler aber sehr mag und bewundere, wollte ich sein Buch gerne lesen. Vielleicht liegt es am Thema, Spionagegeschichten und politische Thriller sind nicht unbedingt meins, aber ich hab nur schwer Zugang zur Handlung und den Figuren gefunden.

Das Thema Geheimdienste lässt lange auf sich warten. Obwohl zwischen den Fließtext ein paar Notizen und eine Art Nachrichtenaustausch eingestreut sind, bleibt deren Relevanz lange verborgen. Erst ungefähr in der Hälfte des Buches tut sich das Thema Spionage so langsam auf und spitzt sich zu, was dann auch für mehr Spannungsmomente innerhalb der Handlung sorgt. Bis dahin mutet das Buch eher wie ein herkömmlicher Roman über Emma, ihre Profession, ihre Lebensgeschichte und eine verbotene Liebe an.

Ich fand die Story ein bisschen erschlagend- das Setting, die Figuren und ihre verschleierten Interessen waren für mich wenig nahbar. Und dazwischen Emma, gefangen zwischen einer alten Schuld, einer Gabe die sie selbst nicht so recht einordnen kann und einem neuen Gewissenskonflikt.

Im letzten Drittel wurde es dann nochmal ein bisschen abenteuerlich und temporeicher. Insgesamt ist das ganze gut und bildhaft beschrieben, man merkt schon, dass Jean Reno durchaus schreiben kann. Bis zuletzt blieben mir aber die schieren Beweggründe von Emma, sowie bestimmte Handlungsmuster seltsam unklar, nicht so richtig natürlich. Fands ok, hat mich aber einfach nicht so richtig abgeholt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere