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Veröffentlicht am 08.03.2025

Eine Geschichte über Magie, Macht und Intrigen

Kiss of the Nightingale
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Ich finde das Cover so, so schön und habe mich vielleicht ein bisschen davon blenden lassen. Ich hatte auch übersehen, dass es sich um Romantasy für Leser ab 14 Jahren handelt, denn obwohl ein Love-Triangle ...

Ich finde das Cover so, so schön und habe mich vielleicht ein bisschen davon blenden lassen. Ich hatte auch übersehen, dass es sich um Romantasy für Leser ab 14 Jahren handelt, denn obwohl ein Love-Triangle angeteasert wurde, ist dieses alles andere als komplex, jegliche Beziehung eher oberflächlich angelegt und die Geschichte insgesamt sehr seicht. Für den Einstieg junger Leser ins Genre sicherlich geeignet und bestimmt auch ansprechend, mich hat es nicht so richtig überzeugen können.

Zum Inhalt: nach dem überraschenden Tod ihres Vaters stehen Cleodora und ihre Schwester vor dem Nichts. Denn obwohl Cleodora ihren Vater als Modist beerben sollte, konnte er ihr sein Talent für das Schneidern nicht vermachen und ohne Talent ist man in der Gesellschaft nichts. Um für sich und ihre Schwester zu sorgen entschließt sich Cleodora daher zu einem drastischen Schritt, der weitreichende Konsequenzen hat.

Die Figuren sind alle ziemlich blass angelegt, selbst Protagonistin Cleo kommt nicht so richtig aus sich raus und außer, dass die Begierden für schöne Dinge, das Leben der Oberschicht und vielleicht auch die eine oder andere Bekanntschaft entwickelt, passiert charakterlich bei ihr relativ wenig. Es gibt zwar eine Lovestory, aber die ist auch eher seicht angelegt, was ich für das Alter der Zielgruppe aber als angemessen empfinde. Gestört hat mich da eher, wie wankelmütig Cleo insgesamt daherkommt und auch ihre Sympathien ständig schwanken. Sie ist einfach eine sehr unentschlossene, unsichere Protagonistin, mit der ich leider nichts anfangen konnte.

Das Thema rund um die magischen Edelsteine fand ich durchaus interessant, aber auch das wird nicht weitergehend vertieft. Man lernt zwar ein paar Talente kennen, aber auch diese sind eher oberflächlich angelegt. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Handlung eher so vor sich dahinplätscherte. Es gibt schöne Kleider, ein bisschen Kunst und Kultur, in Cleos Augen recht viel Luxus und ein paar kleine Liebeleien. Also insgesamt recht nett ausstaffiert, aber mir ist insgesamt einfach zu wenig passiert und die Geschichte hat kaum Tempo. Stattdessen viel Vorsingen, Rivalitäten im Opernhaus und rund um einen gewissen Junggesellen, sowie diverse Kleideranproben- diese Wiederholungen hätte es für mich nicht gebraucht.

Am Ende gibt es einen kleinen Showdown, der war auch ganz gut angelegt. Für mich hat die Geschichte einiges an Potential vergeben. Da die Geschichte trotzdem kurzweilig und angenehm zu lesen war und ich das Setting mochte, gibt’s 3 Sterne. Ich denke bei der eigentlichen Zielgruppe kommt das nochmal besser an.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Schon heftig

How To Kill a Guy in Ten Ways
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Das Cover sieht ja eigentlich nach einem bitterbösen Roman aus und da in der Buchbeschreibung auch „herrlich schwarzhumorig steht“, dachte ich, darauf könne man sich gut einlassen. Was den Humor angeht, ...

Das Cover sieht ja eigentlich nach einem bitterbösen Roman aus und da in der Buchbeschreibung auch „herrlich schwarzhumorig steht“, dachte ich, darauf könne man sich gut einlassen. Was den Humor angeht, bin ich mir eigentlich gar nicht mal so sicher, ob ich den als tatsächlich vorhanden wahrgenommen habe.

Zum Inhalt: seit einen Überfall auf ihre jüngere Schwester Katie hinterlässt Millie an öffentlichen Orten ihre Telefonnummer für Frauen, die sich bedrängt fühlen und Hilfe brauchen. Aber Millie geht noch einen Schritt weiter und sucht den Täter, der sich an ihrer Schwester vergangen hat. Und dabei überschreitet sie eine Schwelle, nach der es kein Zurück mehr gibt.
 
Die Protagonistin entgleitet gefühlt immer mehr aus der Realität, verrennt sich in ihren Rachefantasien ohne Rücksicht auf die möglichen Konsequenzen. Und das, während sie den ermittelnden Detective datet. Könnte man eigentlich als selbstzerstörerisches Verhalten bezeichnen. Das Ganze wirkt insgesamt sehr wahnhaft und getrieben, so richtig sympathisch konnte ich Millie dadurch nicht finden, obwohl ihre Motive zumindest anfangs ehrenwert wirken und der erste Mord sogar vielleicht noch unter Unfall zu verbuchen ist.
 
Die Morde selbst sind sehr vielfältig und kreativ angelegt, was wohl den Unterhaltungswert der Geschichte ausmacht. Denn Millie mordet nicht einfach nur, sie plant akribisch und legt dabei schon eine gewisse Raffinesse an den Tag. Erschreckend fand ich eigentlich, wie oft sie im Alltag und auch durch ihre Tätigkeit mit Message M an entsprechende Opfer kommt.

Beim Ende der Geschichte und der Auflösung schwanke ich ein bisschen ob ich genial oder völlig abstrus finden soll. An sich schon geschickt und perfide eingefädelt, aber eifach auch echt skrupellos und überzogen.
Kann gar nicht sagen, obs mir so wirklich gefallen hat. Fands thematisch teilweise einfach echt heftig.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

als Debüt nicht schlecht

Emma
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Bin mir gar nicht so sicher, was ich mir von diesem Buch genau erwartet habe. Da ich Jean Reno als Schauspieler aber sehr mag und bewundere, wollte ich sein Buch gerne lesen. Vielleicht liegt es am Thema, ...

Bin mir gar nicht so sicher, was ich mir von diesem Buch genau erwartet habe. Da ich Jean Reno als Schauspieler aber sehr mag und bewundere, wollte ich sein Buch gerne lesen. Vielleicht liegt es am Thema, Spionagegeschichten und politische Thriller sind nicht unbedingt meins, aber ich hab nur schwer Zugang zur Handlung und den Figuren gefunden.

Das Thema Geheimdienste lässt lange auf sich warten. Obwohl zwischen den Fließtext ein paar Notizen und eine Art Nachrichtenaustausch eingestreut sind, bleibt deren Relevanz lange verborgen. Erst ungefähr in der Hälfte des Buches tut sich das Thema Spionage so langsam auf und spitzt sich zu, was dann auch für mehr Spannungsmomente innerhalb der Handlung sorgt. Bis dahin mutet das Buch eher wie ein herkömmlicher Roman über Emma, ihre Profession, ihre Lebensgeschichte und eine verbotene Liebe an.

Ich fand die Story ein bisschen erschlagend- das Setting, die Figuren und ihre verschleierten Interessen waren für mich wenig nahbar. Und dazwischen Emma, gefangen zwischen einer alten Schuld, einer Gabe die sie selbst nicht so recht einordnen kann und einem neuen Gewissenskonflikt.

Im letzten Drittel wurde es dann nochmal ein bisschen abenteuerlich und temporeicher. Insgesamt ist das ganze gut und bildhaft beschrieben, man merkt schon, dass Jean Reno durchaus schreiben kann. Bis zuletzt blieben mir aber die schieren Beweggründe von Emma, sowie bestimmte Handlungsmuster seltsam unklar, nicht so richtig natürlich. Fands ok, hat mich aber einfach nicht so richtig abgeholt.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Schwierige Geschichte

Fun
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Ich bin Fan der Ärzte, Fan von Bela B. und sein Buch „Sharnow“ fand ich auch ganz ok. Nun ein Buch mit dem dem Titel „Fun“, über eine Band mit cooler Aufmachung. Vllt hätte ich den Klappentext genauer ...

Ich bin Fan der Ärzte, Fan von Bela B. und sein Buch „Sharnow“ fand ich auch ganz ok. Nun ein Buch mit dem dem Titel „Fun“, über eine Band mit cooler Aufmachung. Vllt hätte ich den Klappentext genauer lesen sollte, denn ich habe inhaltlich ein völlig anderes Buch erwartet. Für mich wars kein „Fun“, was sicherlich auch die Intention des Autors war.

Der Klappentext deutet es bereits an: dies ist ein unbequemer Gesellschaftsroman, eigentlich schon ein Sittenporträt, wenn man so will. Wer also eine locker-leichte Bandgeschichte erwartet, ist hier beim falschen Buch gelandet.

Bin mir unschlüssig, ob die Welt dieses Buch gebraucht hat. Einerseits cool, dass bekannte Personen endlich auch öffentlich Stellung zu wichtigen Themen beziehen. Aber in dieser Form? Schwierig. Bin ehrlich, das Buch zu lesen war für mich eine Qual. Ich finds einfach nicht gut, ich finde Bücher über sexualisierte Gewalt an Frauen nie gut. Hat Bela B. den Ton der Zeit, einer Generation und männlicher Überheblichkeit getroffen- absolut. Habe ich mich beim Lesen getriggert gefühlt- unsagbar. Hätte ich das Buch gelesen, wenn mir in vollem Umfang klar gewesen wäre, worum es geht- nein.

„Fun“ wirft einen fast schon zu ehrlichen Blick auf die Szene, auf Rock und die hässlichen Seiten davon.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Braucht es das?

Games Untold – Die The-Inheritance-Games-Geschichten
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Ich hatte es anhand es Klappentextes bereits befürchtet: das Buch besteht aus einer Art Kurzgeschichten, die innerhalb des Inheritance Games Universums spielen. Pluspunkt: vorne im Buch gibt es eine Zeitachse ...

Ich hatte es anhand es Klappentextes bereits befürchtet: das Buch besteht aus einer Art Kurzgeschichten, die innerhalb des Inheritance Games Universums spielen. Pluspunkt: vorne im Buch gibt es eine Zeitachse die anzeigt, wo die einzelnen Geschichten angesiedelt sind. Aber braucht es das das wirklich? Hat was von dem rausgeschnittenen Bonusmaterial von Filmen: nicht wichtig genug um es ins Hauptwerk zu schaffen, aber vllt kann man damit trotzdem noch Geld verdienen. Lässt mich immer irgendwie unschlüssig zurück, ob ich diese Taktik schamlos oder bewundernswert finden soll.

Es gibt von der Länge her zwei Hauptgeschichten und dann noch diverse kleine Anekdoten. Für mich die interessanteste Geschichte war die über Tobias und Averys Mutter. Weil es gefühlt die einzige Geschichte war, die unerwartet kam und die für sich selbst auch schön eigenständig stand. Ich finde, die hat einen echten Mehrwert gehabt: Die restlichen Episoden fand ich amüsant und nett zu verfolgen, aber halt auch nicht mehr.

Kann man lesen, ist charmant und kurzweilig geschrieben, keine Frage. Inhaltlich aber jetzt eben für mich nicht die Wahnsinns-Bereicherung.
Es gibt quasi zu jedem Charakter eine Hauptgeschichte, die ein bisschen mehr über seine Persönlichkeit offenbart. Wie so ein kleines Schlaglicht auf ebenjenen Charakter.

Ich habs jetzt gelesen, aber noch so einen Band bräuchte es für mich nicht. Mir gefallen die in sich geschlossenen Romane deutlich besser.

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