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Veröffentlicht am 05.05.2025

Liebe macht blind

Mordseemusik
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„Mordseemusik“ ist der 6. Teil der Borkum-Krimireihe.

Caro freut sich auf ihren Auftritt im Chor zusammen mit dem beliebten Schlagerstar Pablo Lavega im Musikpavillon am Strand. Die Stimmung unter den ...

„Mordseemusik“ ist der 6. Teil der Borkum-Krimireihe.

Caro freut sich auf ihren Auftritt im Chor zusammen mit dem beliebten Schlagerstar Pablo Lavega im Musikpavillon am Strand. Die Stimmung unter den Gästen ist gut, alle feiern und singen mit. Bis der Star tot umfällt. Da Caro alles hautnah miterlebt hat, nimmt sie die Ermittlungen gleich in die eigenen Hände, wobei ihr Jan Akkermann, ihr Partner in kriminalistischen Angelegenheiten, wieder beisteht.

In ihrer eigenen Art und Weise bekommt Caro von vielen Befragten bereitwillig Auskunft. Es stellt sich heraus, dass Lavega eigentlich ein ganz anderer Mensch war, was nur die Einheimischen wussten. Daher gibt es viele abservierte und eifersüchtige Frauen und einige gehörnte und verlassene Ehemänner und somit viele Verdächtige. Da sie ab und zu noch arbeiten muss, findet Jan auch einiges heraus, was er bei einem sehr teuren Abendessen mit Caro auswerten möchte. Außerdem hat er ihr noch etwas Wichtiges mitzuteilen.

Die beiden verfolgen immer wieder neue Spuren, die teilweise auch in die Vergangenheit führen. Die beiden gehen immer neuen Spuren nach, die teilweise auch in die Vergangenheit führen.

Die Charaktere sind lebendig und gut ausgearbeitet. Caro ist meistens sehr direkt mit ihren Fragen, kann aber auch sensibel sein. Sie kann gut kombinieren und findet schnell Zusammenhänge. Nur wenn es um ihr Privatleben geht, ist sie begriffsstutzig oder will den Tatsachen einfach nicht ins Auge sehen. Schön ist es auch, wie sie mit ihrem Sohn Justus und ihrem Schwiegervater zusammenlebt und sich alle sehr gut verstehen. Sogar der Teenager-Sohn ist sympathisch und humorvoll.

Die Handlung ist gut strukturiert und hält einige unerwartete Wendungen bereit. Kein Wunder, dass mich das Ende dann doch überrascht hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm und locker und auch die Atmosphäre wird gut eingefangen. Das Buch ist eine gute Mischung aus Spannung und Humor und hat mir sehr gut gefallen.

Das Cover passt sehr gut zu den Vorgängern und zur aktuellen Handlung, die Möwe bei jedem neuen Kapitel finde ich toll.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 07.04.2025

Verwirrend und erschreckend

Die Mündung
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Um über den Verlust ihrer Schwester Jette hinwegzukommen, verbringt Kommissarin Lena Funk ihre Zeit als Umweltpraktikantin auf einer Vogelinsel. Jette wurde vom Gezeitenmörder entführt und ermordet. Er ...

Um über den Verlust ihrer Schwester Jette hinwegzukommen, verbringt Kommissarin Lena Funk ihre Zeit als Umweltpraktikantin auf einer Vogelinsel. Jette wurde vom Gezeitenmörder entführt und ermordet. Er wurde nicht gefasst. Als an der Insel eine Leiche mit Gegenständen des Gezeitenmörders angespült wird, kehrt Lena zurück um die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Ihr fällt auf, dass sich die Menschen um sie herum anders verhalten. Ihr bester Freund Mickel und ihr Vorgesetzter Bruns sind sehr verständnisvoll und wollen ihr helfen. Doch dann wacht sie in einer Klinik auf, weil sie sich alles nur eingebildet hat. Mit Hilfe von Hypnose soll sie ihre Erinnerungen wiederfinden. Die Ärztin wirkt alles andere als kompetent, doch Lena hat keine Wahl, um wieder entlassen zu werden. Doch auch danach weiß sie nicht, was Realität oder Einbildung ist und wem sie trauen kann. Immer wieder hat sie verstörende Flashbacks, die sie für die Realität hält.
Mit Hilfe ihrer engsten Freunde kommt sie den Dingen langsam auf die Spur. Doch diese sind noch viel schlimmer als gedacht.
Das Buch ist sehr verwirrend, verstörend und beängstigend, aber auch emotional. Es spielt auf verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven. Doch meistens in der Gegenwart. Dabei wusste ich auch die meiste Zeit nicht, was wahr ist und was nicht. Erst nach und nach werden Zusammenhänge klar und es kommt zu einem dramatischen Ende. Die Auflösung war schon erschreckend und ich kann mir vorstellen, dass das Vorgehen leider auch schon Realität ist.
Es ist sicher kein Buch für zwischendurch, man muss schon aufpassen, den Faden nicht zu verlieren. Immer wieder kam es zu neuen Irritationen und Wendungen. Der Schreibstil ist sehr rasant und mitreißend.
Die Charaktere sind vielschichtig, mit ihren Beziehungen zueinander oder auch gegeneinander, dargestellt. Gerade Lena empfand ich als eine komplizierte Person. Sie ist rastlos, ungeduldig, oft ungerecht, ignoriert Anweisungen. Aber sie befindet sich auch in einer Ausnahmesituation. Ihr Leben war nicht einfach. Sie stand immer im Schatten ihrer hochintelligenten Schwester, für die alles getan wurde, von ihrem Vater wurde Lena immer abgelehnt. Doch sie hat auch gute Freunde aus der Zeit mit ihrer Rock-Band.
Ich kannte bisher nur die Havel-Krimis, in denen es etwas ruhiger, aber trotzdem spannend, zugeht. Daher bin ich von diesem Buch doch angenehm überrascht.
Auch von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2025

Packender Thriller

Signalrot
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„Signalrot“ ist der erste Teil der Tara-Kronberg-Reihe.
Nach einer längeren Auszeit im Kloster kehrt Kriminalhauptkommissarin Tara Kronberg auf Drängen des Polizeioberrates wieder in den Dienst des LKA ...

„Signalrot“ ist der erste Teil der Tara-Kronberg-Reihe.
Nach einer längeren Auszeit im Kloster kehrt Kriminalhauptkommissarin Tara Kronberg auf Drängen des Polizeioberrates wieder in den Dienst des LKA zurück. Nach dem Fund einer Frauenleiche mit abgetrennten Füßen soll sie die neu gegründete Sondereinheit Signalrot leiten, die auf extrem brutale Serienverbrechen spezialisiert ist, allerdings nur, um die Ermittlungsarbeit des K11 unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Brenner zu bewerten.
Ihre Sondereinheit besteht nur aus ihr und Gabriel Schneider und befindet sich in einem fensterlosen Abstellraum. Schnell arbeitet sich Tara in den Fall ein und es bleibt nicht bei ihrem Beobachtungsposten. Immer wieder stößt sie auf neue Zusammenhänge. Da eine wirkliche Zusammenarbeit mit Brenner nicht möglich ist, ermittelt sie allein, was sie immer wieder in brisante Situationen bringt.
Das Buch ist durchgehend sehr spannend, auch wegen der Perspektivwechsel, mit grausamen Szenen und einem überraschenden Ende. Es gibt immer wieder neue Wendungen und man wird als Leser wiederholt in die Irre geführt.
Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch dargestellt. Tara ist eine selbstbewusste und willensstarke Persönlichkeit, die persönliche Schicksalsschläge hinnehmen musste, sich aber nicht unterkriegen lässt.
Gabriel Schneider konnte ich anfangs nicht gut einschätzen. Er hat eine beeindruckende Karriere hinter sich, ist sehr sympathisch, freundlich und engagiert in Recherchen, aber nicht außendiensttauglich und schiebt Dienst nach Vorschrift. Man lernt ihn aber noch besser kennen.
Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd, mit kurzen Kapiteln, die die Spannung aufrechterhalten und sogar noch steigern. Durch die bildhaften Beschreibungen wird die Grausamkeit des Täters noch verstärkt.
Elias Haller ist mit diesem Thriller ein großartiger und spannender Auftakt der neuen Reihe um Tara Kronberg gelungen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Spannend und erschreckend realistisch

Brennendes Watt
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„Brennendes Watt“ ist der dritte Fall für Jaspari und van Loon.
Als auf Borkum eine Leiche angespült wird, die als der Niederländer Luuk Rand identifiziert wird, Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, die ...

„Brennendes Watt“ ist der dritte Fall für Jaspari und van Loon.
Als auf Borkum eine Leiche angespült wird, die als der Niederländer Luuk Rand identifiziert wird, Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, die das LNG-Terminal bei Eemshaven schützt, arbeiten die beiden Ermittler Iska van Loon von der niederländischen Nationalen Politie und Kriminalhauptkommissar Marten Jaspari von der deutschen Seite wieder zusammen. Schnell führt die Spur zu einer Gruppe von Umweltschützern, die im Umfeld der Erdgas-Terminals recherchiert haben. Aber auch das Privatleben des Toten wird durchleuchtet. Dann verschwindet im Hamburger Hafen der Kapitän eines Containerschiffes. Der Fall wird immer komplizierter, führt zu verschiedenen Gruppen und Verdächtigen und die Ermittler müssen sich beeilen, um eine Katastrophe zu verhindern.
Der Fall ist sehr komplex und rasant mit einem erschreckenden Szenario und verheerenden Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.
Ebenso rasant und spannend ist der Schreibstil, wozu auch der Perspektivwechsel zwischen Niederlande und Deutschland beiträgt. Dadurch konnte man immer verschiedene Handlungsstränge verfolgen. Aber auch gemeinsam sind die Ermittler ein starkes Team. Die beiden sind mir sehr sympathisch. Auch das Privatleben kommt nicht zu kurz. Aufgrund des Jobs haben beide dabei ihre Probleme.
Das Cover ist passend zur düsteren und beängstigenden Handlung an der Küste.

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Hat mir sehr gut gefallen

Friesenrausch
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„Friesenrausch“ ist der 16. Fall für die Kommissare Thamsen, Meissner und Co.
Im Niebüller Bahnhof wird ein toter Jugendlicher gefunden. Jan Lamprecht hatte Pillen bei sich und es wird vorerst von einer ...

„Friesenrausch“ ist der 16. Fall für die Kommissare Thamsen, Meissner und Co.
Im Niebüller Bahnhof wird ein toter Jugendlicher gefunden. Jan Lamprecht hatte Pillen bei sich und es wird vorerst von einer Überdosis ausgegangen. Doch die Obduktion stellt Fremdverschulden fest. Da die Husumer Mordkommission wie so oft keine Zeit hat, wälzt sie den Fall auf Kommissar Dirk Thamsen ab. Er und sein Kollege Rolfs kommen aber bei den Befragungen nur schleppend voran, alle Befragten schweigen, können oder wollen nichts sagen. Dann gibt es einen weiteren Mord. Hängen die beiden Taten zusammen?
Auch Haie, Schulhausmeister im Ruhestand und Dirks freund, findet wieder eine Möglichkeit, um sich in die Ermittlungen einzubringen. Dabei fällt er vom Glauben ab, als er es notgedrungen mit den sozialen Netzwerken und den Machenschaften darin zu tun bekommt, mit denen die Jugendlichen sich abgeben. Durch seine Beobachtungsgabe und Hartnäckigkeit kann der Dirk gute Hinweise geben, bringt sich aber selber in Gefahr.
Die Perspektiven wechseln zwischen der Ermittlungsarbeit von Dirk und Ansgar, die teilweise getrennt vorgehen, und Haies Schnüffelei, was sehr angenehm zu Lesen war. Die beiden Kommissare waren mir sehr sympathisch. Obwohl sie auf sich allein gestellt sind, gehen sie den Fall sehr engagiert an.
In diesem Teil bekommt man es mit Drogenhandel, Mobbing und häuslicher Gewalt zu tun, also wieder einige heftige Themen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, der Schreibstil ist angenehm und zügig zu lesen. Die Charaktere sind authentisch dargestellt. Auch das Lokalkolorit kommt nicht zu kurz. Sehr gut konnte ich mir die idyllische Landschaft vorstellen.
Das Cover ist typisch Küste und gefällt mir gut.

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