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Veröffentlicht am 20.03.2025

Auf den Spuren der Vergangenheit

Die Schanze
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Ellen Roth arbeitet in einem Krankenhaus in Hamburg, nach ihrer Trennung hält sie jedoch nichts mehr in der Hansestadt. Da kommt das Angebot, die Hausarztpraxis in ihrer Heimat zu übernehmen, genau zur ...

Ellen Roth arbeitet in einem Krankenhaus in Hamburg, nach ihrer Trennung hält sie jedoch nichts mehr in der Hansestadt. Da kommt das Angebot, die Hausarztpraxis in ihrer Heimat zu übernehmen, genau zur richtigen Zeit. Doch Ellen hat ihre Heimat nicht ohne Grund verlassen, viele Männer haben ihre Vergangenheit geprägt und genau am Tag ihrer Ankunft wird einer von ihnen brutal ermordet. Ausgerechnet Ellen findet den Toten Johannes Gruber an der Skisprungschanze vor.

Die Schanze von Lars Menz konnte mich leider nicht vollends von sich überzeugen. Der Schreibstil, die Grundidee und die Atmosphäre der Geschichte mochte ich durchaus, die Umsetzung war mir jedoch von allem etwas zu viel und doch zu wenig Spannung.

Vor allem die Bewohner des Ortes, die allesamt ihre Leichen im Keller haben und in der Masse absolut drüber wirkten, konnten mich nicht überzeugen. Die Auflösung des Täters kann dann schon gar nicht mehr für eine Überraschung sorgen, weil man es jedem zutrauen würde und jeglicher Effekt dabei verloren geht. Auch Ellen konnte bei mir keine Sympathien entwickeln, weswegen der Verlauf der Geschichte relativ emotionslos an mir vorüberging.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2025

Kannst du dir trauen?

Die Tochter des Serienkillers
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Vor zwanzig Jahren gelang es Jane endlich, sich ihrer manipulativen und kontrollsüchtigen Mutter zu entziehen. Seitdem lebt sie nicht mehr unter dem Namen Jane, sondern nennt sich jetzt Jenny. Auch um ...

Vor zwanzig Jahren gelang es Jane endlich, sich ihrer manipulativen und kontrollsüchtigen Mutter zu entziehen. Seitdem lebt sie nicht mehr unter dem Namen Jane, sondern nennt sich jetzt Jenny. Auch um sich von ihrem Vater zu distanzieren, einem verurteilten Serienkiller. Jenny lebt mir ihrem Mann Mark und den beiden Kindern in einem kleinen Ort, weit weg von ihrer Familie und dem Horror der Vergangenheit. Bis Marks Ex-Geliebte Olivia plötzlich verschwindet und Jenny vor ihrer Haustür einen Müllsack mit Tierkadavern findet, die den Verdacht wecken, das jemand Jennys Vergangenheit kennt. Hat jemand herausgefunden, wer Jenny wirklich ist? Hat ihr Vater sie gefunden? Oder ihre Mutter?
Im Zuge der Ermittlungen und im Laufe der Zeit wird klar, dass auch Mark und Jenny ihre Geheimnisse haben.

Nachdem mich der erste Teil begeistert hat, musste ich auch Die Tochter des Serienkillers von Alice Hunter direkt lesen. Beide Teile sind komplett unabhängig voneinander zu lesen, dennoch hat mir das Vorwissen des ersten Bandes diesen Teil spannender erscheinen lassen. Dies liegt nicht am Inhalt, denn der steht zu keiner Zeit in irgendeinem Zusammenhang, sondern am Aufbau und den Auflösungen der beiden Geschichten.

Alice Hunters Schreibstil ist erneut sehr einnehmend und lässt einen super schnell durch die Geschichte fliegen. Im Fokus steht vor allem Jenny, aber auch Marks Perspektive hat einen relativ hohen Anteil. Jennys Perspektive wird dabei noch auch zwei Zeitebenen aufgeteilt, wobei die Vergangenheit nur selten einfließt. Außerdem werden über Extrakapitel die Taten ihres Vaters näher beschrieben. Durch die verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen wird der Geschichte eine gute Tiefe verliehen.

Durch kurze Kapitel, einem flüssigen Schreibstil und den Perspektivwechseln liest sich das Buch sehr gut und lässt sich kaum aus der Hand legen und das obwohl ich inhaltlich dieses Mal leider nicht ganz so begeistert bin. Das liegt u.a. daran, dass ich mir bzgl. der Auflösung ziemlich schnell sicher war und auch die Umstände erahnen konnte. Alice Hunter hat zwar wieder sehr geschickt Streufeuer gelegt, aber überzeugen konnte mich davon keins, sodass mir die Spannung letztendlich fehlte. Zudem nahm mir ein Aspekt In Jennys Gegenwartsgeschichte deutlich zu viel Platz ein und hatte ein erhöhtes Nervpotenzial.

Sehr gut gefallen hat mir wiederum der Prolog und Epilog, der die Geschichte einrahmt, der Figurenbeschreibung super dient und Hoffnung auf mehr aus der Feder Alice Hunters’ macht. Denn auch wenn mich Die Tochter des Serienkillers nicht komplett packen konnte, wurde ich doch wieder gut unterhalten und vor allem der Fokus auf das Innenleben der Figuren finde ich immer wieder spannend.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Das Erbe

The Inheritance Games - Der letzte Schachzug
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Bald hat die 17-jährige Avery Kylie Grambs das Jahr im Hawthorne House überstanden, nur noch wenige Wochen trennen sie von ihrem Milliardenerbe. Doch die Gefahren lauern überall und kurz vor ihrem Erbe ...

Bald hat die 17-jährige Avery Kylie Grambs das Jahr im Hawthorne House überstanden, nur noch wenige Wochen trennen sie von ihrem Milliardenerbe. Doch die Gefahren lauern überall und kurz vor ihrem Erbe taucht ein unerwarteter Besucher auf, der dringend ihre Hilfe braucht. Die Anwesenheit ändert alles im Haus der Hawthornes, auch Averys Gedanken und dann beginnt auch noch ein letztes Spiel gegen einen Gegenspieler, der allen bisher noch vollkommen unbekannt ist. Avery muss alles riskieren, um das Erbe anzutreten.

Der letzte Schachzug ist der letzte Teil der The-Inheritance-Games-Trilogie von Jennifer Lynn Barnes. Barnes’ Schreibstil ist weiterhin ziemlich simpel gehalten und sorgt dadurch dafür, dass man in der Geschichte schnell vorwärts kommt. Den Einstieg fand ich jedoch etwas schwieriger, weil die Anknüpfungspunkte zum letzten Band nicht stark genug hervorkamen und mir dadurch ‚Triggerpunkte', die mein Vorwissen wieder hervorgeholt hätten, fehlten. Diese Wiederholungen zum Beginn hätte ich gerne gehabt und dafür weniger Wiederholungen im Laufe der Geschichte, die sich auf Sätze innerhalb des Buchs beziehen.

Es gab eine Punkte, die mir wirklich gut gefielen. Ich mochte den Gegenspieler, der Avery hier gegenübertritt bzw. alles, was seine Verbindung zu Tobias Hawthorne ans Licht gebracht hat. Diese Verbindungen waren interessant und spannend, teilweise konnte man auch sehr gut miträtseln. Enttäuschend fand ich dann jedoch das Finale, das innerhalb von ein-zwei Seiten vollzogen wird und wenig Spannung aufweisen konnte. Die Auflösung selbst war auch weniger spektakulär als erwartet, aber kam dadurch auch ein wenig überraschend und blieb vor allem sinnvoll, was mir wiederum gefiel.

Insgesamt fand ich auch, dass die Charaktere und ihre Beziehungen innerhalb von drei Bänden viel zu oberflächlich behandelt wurden. Ich kann auch nach Beenden des dritten Bands nicht erkennen, welche Besonderheiten die Beziehung von Avery und den beiden Hawthorne Brüdern Grayson und Jameson besitzt, dabei war es doch immer wieder ein Thema.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Atmosphärisch und Übernatürlich

LAKE – Das Haus am dunklen Ufer
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Die Schauspielerin Casey Fletcher muss den Verlust ihres Mannes verkraften und den Nullpunkt ihrer schauspielerischen Karriere. Um wieder ins Leben zurückzukommen, verfrachtet ihre Mutter sie an den Lake ...

Die Schauspielerin Casey Fletcher muss den Verlust ihres Mannes verkraften und den Nullpunkt ihrer schauspielerischen Karriere. Um wieder ins Leben zurückzukommen, verfrachtet ihre Mutter sie an den Lake Greene in Vermont, ausgerechnet dorthin, wo ihr Mann vor einigen Monaten verstarb. Dies und die absolute Ruhe lassen Casey immer häufiger zur Flasche greifen und zu einem alten Fernglas. Doch Casey beobachtet nicht die weite Natur, sondern das Haus an der gegenüberliegenden Uferseite und damit das Ehepaar Tom und Katherine.

Schnell merkt Casey, dass bei den beiden mehr Schein als Sein existiert und plötzlich verschwindet Katherine spurlos. Sie ist sich sicher, dass Tom etwas damit zutun haben muss.

Lake von Riley Sager klang nach einem spannenden (PsychThriller, doch leider war das Buch eher ruhig und atmosphärischer. Lange baut Sager erst eine extrem dichte und düstere Atmosphäre auf, die dazu führt, dass Caseys Gedanken- und Gefühlswelt sehr gut aufgestellt werden und eine gewisse Nähe zu ihr aufgebaut wird. Doch insgesamt passiert in der Zeit nur wenig spektakuläres.

Im letzten Viertel wird dann jedoch das Tempo stark angezogen und mit einigen Twists und Wendungen gespielt. Manche sind überraschender, andere weniger und leider sind manche ganz schön übernatürlich. Ich bin kein Fan, wenn übernatürliche Dinge passieren und in diesem Fall wurde das nicht nur dick aufgetragen, sondern kam auch urplötzlich und aus dem Nichts. Aufgrund des bis dato aber doch eher zähen Verlaufs, habe ich zumindest das daraus resultierende Tempo gerne mitgenommen. Denn die angesprochene Spannung konnte es definitiv gebrauchen und auch die (natürlichen) Wendungen gefielen mir gut.

Wer auf atmosphärische und eher ruhige Thriller steht, die auch übernatürliche Elemente haben dürfen, der ist bei Lake genau richtig. Wer mindestens eins davon gar nicht mag, der könnte hier eine große Enttäuschung erleben. Für mich darf es gerne etwas ruhiger und atmosphärischer sein, wenngleich es mir hier doch ein paar Seiten zu viel waren und deswegen, sowie aufgrund der übernatürlichen Dinge, reicht es leider 'nur' für drei Sterne.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Spuk im Harz

Villa Obscura
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Die angesehene Fotografin Constanze Eschede veranstaltet eine Halloweenparty in einer abgelegenen Villa im Harz. Was als berauschender Abend in Erinnerungen bleiben sollte, wird für sechs Jugendliche zu ...

Die angesehene Fotografin Constanze Eschede veranstaltet eine Halloweenparty in einer abgelegenen Villa im Harz. Was als berauschender Abend in Erinnerungen bleiben sollte, wird für sechs Jugendliche zu einem absoluten Albtraum, denn zwei maskierte Fremde nehmen sie als ihre Geiseln und schicken sie mit auf einen tödlichen Trip.

Villa Obscura von Melissa C. Hill und Anja Stapor ist ein Jugendthriller für Leser:innen ab 14 Jahren, der perfekt für die Halloweenzeit scheint, doch auch zu jeder anderen Jahreszeit Grusel verspricht. Besonders gut gefallen hat mir die Einarbeitung des Settings - des Brocken im Harz - in die Geschichte, die für eine mysteriöse Atmosphäre sorgen konnte.


Doch das Konstrukt um die sechs Jugendlichen wird durch Perspektivwechsel gut dargestellt, sodass wir erfahren warum die sechs Personen auf der Party erscheinen und welche Beziehung sie zur Veranstalterin haben. Dennoch wirkte bereits die Zusammenstellung sehr konstruiert, wie dann auch der weitere Storyverlauf, was mir ein wenig die Lesefreude nahm.

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