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Veröffentlicht am 17.03.2025

Auf dem Weg zu sich selbst

Trusting Yourself – Steh zu dir und für dich ein
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Anabelle Stehl habe ich schon lange auf meiner Wunschliste. Dass mein erstes Buch von ihr ein Sachbuch wird, hätte ich aber nicht gedacht. Und auch wenn ich nicht die Hauptzielgruppe von "Trusting Yourself" ...

Anabelle Stehl habe ich schon lange auf meiner Wunschliste. Dass mein erstes Buch von ihr ein Sachbuch wird, hätte ich aber nicht gedacht. Und auch wenn ich nicht die Hauptzielgruppe von "Trusting Yourself" bin, hat es mich doch sehr zum Nachdenken angeregt und mich darin bestärkt, mich mehr mit mir selbst auseinanderzusetzen und an mich selbst zu glauben.

Dabei fühlt es sich gar nicht wirklich so an, als würde man ein Sachbuch lesen. Der Schreibstil ist so toll und nahbar, denn anstatt bloßer Theorie bringt die Autorin so viele Anekdoten und persönliche Erfahrungen mit ein, dass man das Gefühl hat man würde mit einer Freundin sprechen.

Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es etwas erschreckend fand, wie oft ich mich in ihren Geschichten wiedererkannt habe. Ob die Zurückhaltung bei der mündlichen Mitarbeit in der Schule und Uni oder auch die ständigen Zweifel in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten (Stichwort: Impostor-Syndrom) – ich habe mich beim Lesen immer wieder ertappt gefühlt und dadurch auch mein eigenes Verhalten hinterfragt. Sehr hilfreich fand ich dabei die Affirmationen und Übungen, durch die ich mich noch einmal mehr mit mir auseinandergesetzt habe.

Das Buch umfasst sehr viele wichtige Themen, die sich nicht nur auf das eigene Selbstbild beziehen, sondern auch auf die Beziehungen zu anderen Menschen. Denn wir definieren uns selbst zum großen Teil über Vergleiche und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Bewunderung, Neid und Missgunst werden ebenso angesprochen wie toxische Beziehungen, Slutshaming oder auch Menstruation. Das hat mir gut gefallen. Durch diese Vielzahl an Themen bleibt vieles aber leider auch etwas oberflächlich; hier und da hätte ich mir ein paar tiefere Einblicke (z.B. auch zu den Ursachen) gewünscht.

Mit "Trusting Yourself" zeigt Anabelle Stehl, dass sie mehr als "nur" New Adult kann. Für alle Neulinge auf dem Gebiet und vor allem auch eine jüngere Zielgruppe kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen. 🙂

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Perfekt für die Vorweihnachtszeit

Snowflakes and Heartbeats
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Drei Autorinnen, drei Protagonisten und drei Liebesgeschichten: Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn so meine Bedenken hatte, ob ein Buch, das von drei Autorinnen geschrieben wurde, funktionieren kann. ...

Drei Autorinnen, drei Protagonisten und drei Liebesgeschichten: Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn so meine Bedenken hatte, ob ein Buch, das von drei Autorinnen geschrieben wurde, funktionieren kann. Und was soll ich sagen? Ich habe "Snowflakes & Heartbeats" von Tonia Krüger, Leonie Lastella und Valentina Fast so sehr geliebt und war echt positiv überrascht.

Obwohl die Autorinnen zu dritt an der Story geschrieben haben, klingt das gesamte Buch als wäre es aus einer Feder. Der Schreibstil ist so flüssig und einnehmend, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Außerdem fand ich die Idee toll, die Story aus Sicht der drei Geschwister Nora, Emma und Owen zu erzählen. Alle drei sind auf ihre eigene Art so sympathisch (auch wenn Emma manchmal ganz schön anstregend sein kann) und es hat mir gefallen, in die Gefühls- und Gedankenwelt der Westmore-Geschwister einzutauchen und zu sehen, wie sie sich verlieben. Besonders die Geschichte von Owen und Liv und ihr Meet Cute am Londoner Flughafen hat mir so gut gefallen. Ich habe die Chemie zwischen den beiden von Anfang an so gespürt. 😍

Die Geschichte bietet allerdings auch reichlich Tiefgang und Emotionen – denn es ist das erste Weihnachtsfest ohne die Eltern von Owen, Nora und Emma, und wie sich herausstellt, haben die Geschwister den Tod der Eltern noch nicht richtig bewältigt. Und auch wenn das Weihnachtsfest nicht so verläuft wie von Nora geplant, fand ich es schön zu sehen, wie die Schicksalsgemeinschaft bei ihrem Roadtrip zusammenwächst und die Westmores sich weiterentwickeln und sich gemeinsam ihrer Trauer stellen.

Insgesamt ist "Snowflakes & Heartbeats" eine wunderschöner Roman für die Vorweihnachtszeit, der unerwartet zu einem meiner Jahreshighlights geworden ist. Freut euch auf einen winterlichen Roadtrip voller Schnee- und Gefühlschaos. ❄️❤️

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Das perfekte vegane Kochbuch

Eat the Rainbow … and never skip Dessert
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Ich muss ehrlich sagen, dass ich kein guter Koch bin und vielleicht auch deshalb nie wirklich gerne gekocht habe. Vor rund fünf Jahren bin ich dann auf eine vegane Ernährung umgestiegen – und Gina Marie ...

Ich muss ehrlich sagen, dass ich kein guter Koch bin und vielleicht auch deshalb nie wirklich gerne gekocht habe. Vor rund fünf Jahren bin ich dann auf eine vegane Ernährung umgestiegen – und Gina Marie Grimm hat mir mit ihrem Instagram-Account sehr bei der Umstellung geholfen, da sie schon immer so leckere und kreative Rezepte mit ihrer Community geteilt hat. Viel mehr noch: Sie konnte mich sogar fürs Kochen begeistern. Deswegen war es für mich auch ein Nobrainer, mir mit "Eat the Rainbow" ihr erstes Kochbuch zu holen.

Das Buch enthält mehr als 60 vegane Rezepte, die in verschiedene Kategorien unterteilt sind und vom Frühstück bis zum Dessert alle Anlässe abdecken. Schon beim ersten Durchblättern habe ich direkt Lust bekommen, die Gerichte nachzukochen. Inzwischen habe ich auch rund die Hälfte der Rezepte ausprobiert und alles war sowas von lecker. Sogar der süße Zimt-Tofu, bei dem ich so meine Zweifel hatte, hat mir echt gut geschmeckt. Meine Favoriten sind aber das schnelle Linsen-Dhal, die Carbonara, die Pistazien-Schnecken und die Chocolate Chip Cookies. 😍🤤🍪

Was mir besonders gut gefällt, ist, dass die Gerichte keine allzu fancy Zutaten benötigen, was bei Kochbüchern alles andere als selbstverständlich ist. Damit eignen sich die Rezepte wirklich für den täglichen Einsatz. Allerdings ist es ratsam, einen Pürierstab oder Mixer zuhause zu haben, da doch öfter mal etwas püriert werden muss.

Neben den Rezepten selbst gibt es auch noch einige zusätzliche Infos, die für die Umstellung auf eine vegane Ernährung hilfreich sind. So wird beispielsweise erklärt, wie man tierische Zutaten ersetzen kann oder auch was vegane Must-Haves, Proteinquellen und Zuckeralternativen mit niedrigerem glykämischen Index sind. Am Ende des Buchs gibt es zudem eine detaillierte Nährwerttabelle für alle Rezepte.

Ich liebe "Eat the Rainbow" und kann das Kochbuch wirklich jedem ans Herz legen. Ich bin mir sicher, Ginas schnelle und leckere Rezepte werden auch euch für die vegane Küche begeistern. 😍🌱

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Die perfekte RomCom für zwischen den Jahren

Fake Dates and Fireworks
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Mein letztes Buch im Jahr 2024 und ich hätte mir kein besseres dafür wünschen können. Seit letztem Jahr ist Kyra Groh eine meiner Lieblingsautorinnen und mit "Fake Dates and Fireworks" hat sie wieder mal ...

Mein letztes Buch im Jahr 2024 und ich hätte mir kein besseres dafür wünschen können. Seit letztem Jahr ist Kyra Groh eine meiner Lieblingsautorinnen und mit "Fake Dates and Fireworks" hat sie wieder mal abgeliefert und die perfekte RomCom für die Zeit zwischen den Jahren geschrieben.

Der Schreibstil ist wie von Groh gewohnt einfach toll und so humorvoll und einnehmend, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der Erzieherin Becca, die von der Autorin so sympathisch und liebenswürdig gezeichnet wurde, dass ich sie sofort in mein Herz geschlossen habe. Vor allem in ihrem Job und ihren Gesprächen mit Rapha, dem Onkel eines ihrer Kita-Kinder, den sie anfangs alles andere als mag, fand ich sooo toll. Davon konnte ich einfach nicht genug bekommen. 😊

Die Idee, dass sich Becca und Nils nach ihrem One Night Stand vor zehn Jahren jedes Jahr treffen, um Silvester zu treffen, fand ich echt cool – bis ich Nils dann richtig kennengelernt habe. Dieser Mann ist wirklich eine wandelnde Red Flag und selten habe ich eine Figur so verabscheut wie ihn. Umso toller fand ich aber Rapha, der zufällig im gleichen Alpenchalet Urlaub macht – und spontan zu Beccas Fake Boyfriend wird. Ich lieb's! Und die Chemie zwischen den beiden war einfach sooo gut, die Funken sind von Anfang an nur so geflogen. 😍

Auch wenn sich das Buch locker flockig lesen lässt und ich die ganze Zeit so lachen musste, kommen aber auch ernstere Themen wie Beccas Abhängigkeit von Nils und dessen toxisches Verhalten nicht zu kurz. Allerdings empfand ich Beccas Art manchmal als etwas naiv und konnte ihr Verhalten nicht immer so ganz nachvollziehen.

Insgesamt ist "Fake Dates and Fireworks" ein wundervolles Buch, das dank des tollen und humorvollen Schreibstils, der sympathischen Protagonisten und der süßen Story überzeugt. Und mit Rapha hat die Autorin die Messlatte für Bookboyfriends ganz schön hoch gelegt. 🤭

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Schöne RomCom

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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Naomi und Luca sind schon seit der Schulzeit Brieffreunde – bzw. eher Brieffeinde, denn die beiden haben sich wenig Nettes zu sagen. Dennoch schreiben sie einander zwölf Jahre lang, bis der Kontakt plötzlich ...

Naomi und Luca sind schon seit der Schulzeit Brieffreunde – bzw. eher Brieffeinde, denn die beiden haben sich wenig Nettes zu sagen. Dennoch schreiben sie einander zwölf Jahre lang, bis der Kontakt plötzlich abbricht. Doch dann erhält Naomi einige Jahre später einen gemeinen Brief ohne Absender, der nur von Luca sein kann... Und so macht sich Naomi zusammen mit ihrer besten Freundin Anne auf die Suche nach Luca und kommt in so manch lustige Situation.

Die Idee von der Brieffeindschaft in "P.S. I hate you" von Donna Marchetti hat mir so gut gefallen, und auch wenn die Briefe von Naomi und Luca echt gemein sind, habe ich beim Lesen so viel gelacht. Der Schreibstil ist so flüssig und humorvoll, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Erzählt wird die Geschichte zum Großteil aus Naomis Perspektive, wobei einige Kapitel auch aus Sicht von Luca geschrieben sind. Beide Protagonisten waren mir sofort sympathisch und es hat mir sehr gut gefallen, Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle und die ungewöhnlich Brieffreundschaft der beiden zu erhalten.

Allerdings konnte ich das Verhalten von Naomi und Luca nicht immer nachvollziehen. Ich hatte schon recht früh eine Ahnung, in welche Richtung sich die Story entwickelt, und entsprechend fand ich die ein oder andere Entscheidung beider Protagonisten etwas fragwürdig.

Insgesamt ist "P.S. I hate you" eine wirklich schöne und lustige RomCom, die durch eine tolle Idee, einen flüssigen Schreibstil und sympathische Charaktere überzeugt. Ich freue mich schon darauf, mehr von der Autorin zu lesen. 🙂

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