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Veröffentlicht am 06.04.2025

machbare Tipps für die Hundeerziehung

Die Magie der Konsequenz
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"Das allerbeste Mittel, um sich in der Hundeführung ... zu verbessern, ist der Blick auf sich selbst, auf das eigene Verhalten." Denn in Situationen, in denen wir als Mensch gestresst sind, verlieren ...


"Das allerbeste Mittel, um sich in der Hundeführung ... zu verbessern, ist der Blick auf sich selbst, auf das eigene Verhalten." Denn in Situationen, in denen wir als Mensch gestresst sind, verlieren wir oft den richtigen Ton, sind blind und taub in der Selbstwahrnehmung und stressen damit auch den Hund.

Die Autorin ist seit vielen Jahren erfolgreiche Hundetrainerin, sie erzählt hier aus ihrer Praxis und von eigenen Erlebnissen. So ist eine Mischung aus Ratschlägen, Theorie und Anleitungen mit Anekdoten entstanden, die sich gut und einprägsam lesen lässt. Gerne hätten mehr Fotos den laufenden Text untermauern können, die Fotos sind in drei Blöcken in das Buch eingefügt, das gefiel mir nicht ganz so gut.

Der Text lässt sich super leicht lesen. Durch ein klar gegliedertes Inhaltsverzeichnis kann man recht zügig auf bestimmte Themen zugreifen. Die Teile 1. Auswirkungen unseres Handelns, 2. Mit Wörtern kommunizieren, 3. Konsequenz im Hundetraining, 4. Konsequenz in der Hundeerziehung, 5. Warum fällt Konsequenz so schwer? sind mit zahlreichen Unterkapiteln und Unterpunkten weit aufgeschlüsselt.

Die Autorin kommt ohne erhobenen Zeigefinger aus und vermittelt Aha-Momente und gibt Hinweise, die sich leicht und sofort umsetzen lassen.
Den Vergleich der Inkonsequenz mit einer dünnen Gardine fand ich sehr gelungen. "Sie ist zwar da, aber verändert ihre Form je nah Luftzug. Ihr fehlt es schlicht an Stabilität und Beständigkeit. Eine dünne Gardine bietet keinen Halt und keinen Schutz. Genau das Gegenteil von Konsequenz."
Mir gefiel das Buch sehr gut, es eignet sich besonders für Anfänger, aber auch als "alter Hase" konnte ich noch einige wertvolle Tipps mit den Alltag mit Hund nehmen. Klarheit in der Kommunikation ist immer wertvoll. Ein gutes Sachbuch zur Hundeerziehung, in das man immer wieder hineinlesen kann.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Jugenddystopie

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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"Lichterloh" ist eine Jugenddystopie, die als Trilogie angelegt ist.
Der erste Teil "Stadt unter Ruß" gefiel mir gut. Haptik und Optik des Buches sind sehr gut gelungen. Die Hauptfigur ist abgebildet, ...

"Lichterloh" ist eine Jugenddystopie, die als Trilogie angelegt ist.
Der erste Teil "Stadt unter Ruß" gefiel mir gut. Haptik und Optik des Buches sind sehr gut gelungen. Die Hauptfigur ist abgebildet, der Name Lichterloh ist flammenhell und das ganze ist vor dem Hintergrund der Ruß ausstoßenden Stadt zu sehen. Die hintere Coverseite klappt sich bis unter das vordere Cover, in ihrem Innenteil ist eine Übersichtskarte der Rußstadt zu finden. Band 2 und 3 sind noch für dieses Jahr angekündigt.
Die Welt ist fantasievoll und gut beschrieben. Hier wird alles mit Kohle betrieben, entsprechend rußhaltig ist die Luft. Die Schwestern Cleo und Gwynnie leben in armen Verhältnissen und träumen jede auf ihre Art von einem anderen Leben. Während Cleo Schornsteinfeger werden möchte, forscht ihre Schwester nach Alternativen zu Kohle.
Die Gesellschaft ist klar unterteilt und es ist kaum möglich in eine andere Schicht aufzusteigen, bzw. einen anderen Beruf zu erlernen, als für die Verhältnisse vorgesehen ist. Cleo gelingt das Unmögliche jedoch, sie darf Schornsteinfegerin lernen.
Nicht allen ist dies recht und Cleo hat es nicht leicht.
Die Entwicklung der Charaktere ist gut gemacht, auch die Nebenfiguren sind gut ausgestaltet. Kurze Kapitel erleichtern den Lesefluss.
Etwas Umweltbewusstsein und Gesellschaftskritik sind gut eingeflochten, die Schere zwischen Arm und Reich klafft weit auf, die damit verbundenen Probleme und auch Standesdünkel sind nachvollziehbar beschrieben.
Nicht immer war alles nachvollziehbar, aber letztlich muss nicht jedes Element in einer Fantasiewelt logisch sein.
Das Buch ist spannend und lässt sich gut lesen.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

handlicher Genussführer

Essen, Trinken, Erleben – Venedig
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Das kleine handliche Taschenbuch hält, was auf dem Cover versprochen wird: Essen, Trinken, Erleben Venedig. Es schlägt Spaziergänge für Gourmets vor, stellt beste Spezialitäten vor und Lokale, die man ...

Das kleine handliche Taschenbuch hält, was auf dem Cover versprochen wird: Essen, Trinken, Erleben Venedig. Es schlägt Spaziergänge für Gourmets vor, stellt beste Spezialitäten vor und Lokale, die man kennen muss. Es ist kein herkömmlicher Reiseführer, der allgemeine Sehenswürdigkeiten vorstellt.

In der Umschlaginnenseite wird Venedig in fünf Regionen unterteilt, in diese fünf Regionen ist auch das Buch bzw. die vorgestellten Tipps eingeteilt. Die Kapitel im Inhaltsverzeichnis sind danach benannt, damit man sich leicht zurechtfinden kann, außerdem gibt es die Kapitel: eine kulinarische Übersetzungshilfe, Köstlichkeiten der Stadt, Lokale Besonderheiten und ein Register.

Die Regionenkapitel sind ähnlich aufgebaut, so findet man sich gut zurecht. Nach Vorstellung einer Gastronomie finden sich darunter Angaben zu Anschrift, Mail, Website, Ausstattung und Service.

Genießer kommen mit diesem kleinen Reiseführer auf ihre Kosten, die Tipps und Vorschläge sind vielseitig und bieten für jede Gaumenvorliebe etwas.

Mir fehlte etwas die bürgerliche bodenständige Küche, aber das ist gelitten auf hohem Niveau. Ein sehr schöner kleiner Reisebegleiter durch Venedigs Gastronomie, den ich gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Alleine gelassen

Von hier aus weiter
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Susann Pásztor erzählt in "Von hier aus Weiter" über die Neuausrichtung von Marlene. Ihr Mann ist gestorben und sie ist wütend zurückgeblieben, sie nimmt Valium, trinkt Alkohol und lässt sich gehen. Warum ...

Susann Pásztor erzählt in "Von hier aus Weiter" über die Neuausrichtung von Marlene. Ihr Mann ist gestorben und sie ist wütend zurückgeblieben, sie nimmt Valium, trinkt Alkohol und lässt sich gehen. Warum sie so wütend auf ihren Mann ist, bleibt lange unklar. Sie vernachlässigt den Haushalt, auf warmes Wasser möchte sie aber nicht verzichten und so tritt Klempner Jack auf den Plan. Er ist ein ehemaliger Schüler, der sie in bester Erinnerung behalten hat. Kurzerhand zieht er bei ihr ein, bekocht sie wunderbar und schlägt mit seiner unaufdringlichen Art die eine oder andere Saite in Marlene an. Die Hausärztin Ida lässt sich ebenso wie die Familie des Verstorbenen nicht so leicht abwimmeln. Sie bandelt mit Jack an und zu dritt lassen sie sich auf einen ungewöhnlichen Weg ein.
Mir fehlte es gelegentlich an Tiefe, aber insgesamt habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Der Autorin ist ein wunderbar leichter Ton gelungen, der Trotz der Schwere des Themas immer wieder Humor mit einbindet, der echt und emphatisch wirkt. Marlenes Wut konnte ich tatsächlich irgendwann mitempfinden, ihre trockenen Beobachtungen über die Kinder und Enkel ihres verstorbenen Mannes waren teils überraschend, auch für Marlene. Der mysteriöse Brief, für den sie sich auf den Weg nach Wien machen soll, bietet einen sehr schönen Abschluss für dieses Buch. Das war wirklich eine Überraschung.
Den Titel fand ich sehr passend gewählt, ich mag es wenn sich ein Bezug zur Geschichte herstellen lässt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Patchwork Comic

Der süßeste Bruder der Welt ‒ und andere Irrtümer
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In diesem Graphic Novel für Kinder geht es um das Zusammenraufen einer Patchworkfamilie aus der Sicht von Dani, einem jungen Mädchen, das sich von Herzen einen kleinen Bruder wünscht. Bisher hat die alleinerziehende ...

In diesem Graphic Novel für Kinder geht es um das Zusammenraufen einer Patchworkfamilie aus der Sicht von Dani, einem jungen Mädchen, das sich von Herzen einen kleinen Bruder wünscht. Bisher hat die alleinerziehende Mutter diesen Wunsch immer abgeblockt, aber plötzlich verspricht sie Dani einen Bruder. Schon auf dem Cover wird deutlich, dass sich Danis Wunsch nicht so ganz wie gewünscht erfüllt. Nicht nur das der neue Mann in Mamas Leben akzeptiert werden muss, er hat auch einen älteren Sohn. Alle Hoffnungen, dass diese junge Liebe bald ein Ende findet, zerschlagen sich. Schließlich ziehen Dani und ihre Mutter zu ihrem Freund und dessen Sohn ins Haus. Dani muss sich mit der neuen Situation arrangieren, in der neuen Schule Fuß fassen und neue Freunde finden. Keine einfache Lage.
Der Comicstil gibt die Geschichte gut wieder und fokussiert sich aufgrund des Stils auf die wesentlichen Punkte. An manchen Stellen hätte ich etwas mehr Ausführlichkeit gut gefunden. Der Zeichenstil war nicht so ganz meins, aber die Figuren waren klar voneinander zu unterscheiden und haben die wichtigen Emotionen gut ausgedrückt.

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