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Veröffentlicht am 19.03.2025

handlicher Genussführer

Essen, Trinken, Erleben – Venedig
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Das kleine handliche Taschenbuch hält, was auf dem Cover versprochen wird: Essen, Trinken, Erleben Venedig. Es schlägt Spaziergänge für Gourmets vor, stellt beste Spezialitäten vor und Lokale, die man ...

Das kleine handliche Taschenbuch hält, was auf dem Cover versprochen wird: Essen, Trinken, Erleben Venedig. Es schlägt Spaziergänge für Gourmets vor, stellt beste Spezialitäten vor und Lokale, die man kennen muss. Es ist kein herkömmlicher Reiseführer, der allgemeine Sehenswürdigkeiten vorstellt.

In der Umschlaginnenseite wird Venedig in fünf Regionen unterteilt, in diese fünf Regionen ist auch das Buch bzw. die vorgestellten Tipps eingeteilt. Die Kapitel im Inhaltsverzeichnis sind danach benannt, damit man sich leicht zurechtfinden kann, außerdem gibt es die Kapitel: eine kulinarische Übersetzungshilfe, Köstlichkeiten der Stadt, Lokale Besonderheiten und ein Register.

Die Regionenkapitel sind ähnlich aufgebaut, so findet man sich gut zurecht. Nach Vorstellung einer Gastronomie finden sich darunter Angaben zu Anschrift, Mail, Website, Ausstattung und Service.

Genießer kommen mit diesem kleinen Reiseführer auf ihre Kosten, die Tipps und Vorschläge sind vielseitig und bieten für jede Gaumenvorliebe etwas.

Mir fehlte etwas die bürgerliche bodenständige Küche, aber das ist gelitten auf hohem Niveau. Ein sehr schöner kleiner Reisebegleiter durch Venedigs Gastronomie, den ich gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Alleine gelassen

Von hier aus weiter
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Susann Pásztor erzählt in "Von hier aus Weiter" über die Neuausrichtung von Marlene. Ihr Mann ist gestorben und sie ist wütend zurückgeblieben, sie nimmt Valium, trinkt Alkohol und lässt sich gehen. Warum ...

Susann Pásztor erzählt in "Von hier aus Weiter" über die Neuausrichtung von Marlene. Ihr Mann ist gestorben und sie ist wütend zurückgeblieben, sie nimmt Valium, trinkt Alkohol und lässt sich gehen. Warum sie so wütend auf ihren Mann ist, bleibt lange unklar. Sie vernachlässigt den Haushalt, auf warmes Wasser möchte sie aber nicht verzichten und so tritt Klempner Jack auf den Plan. Er ist ein ehemaliger Schüler, der sie in bester Erinnerung behalten hat. Kurzerhand zieht er bei ihr ein, bekocht sie wunderbar und schlägt mit seiner unaufdringlichen Art die eine oder andere Saite in Marlene an. Die Hausärztin Ida lässt sich ebenso wie die Familie des Verstorbenen nicht so leicht abwimmeln. Sie bandelt mit Jack an und zu dritt lassen sie sich auf einen ungewöhnlichen Weg ein.
Mir fehlte es gelegentlich an Tiefe, aber insgesamt habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Der Autorin ist ein wunderbar leichter Ton gelungen, der Trotz der Schwere des Themas immer wieder Humor mit einbindet, der echt und emphatisch wirkt. Marlenes Wut konnte ich tatsächlich irgendwann mitempfinden, ihre trockenen Beobachtungen über die Kinder und Enkel ihres verstorbenen Mannes waren teils überraschend, auch für Marlene. Der mysteriöse Brief, für den sie sich auf den Weg nach Wien machen soll, bietet einen sehr schönen Abschluss für dieses Buch. Das war wirklich eine Überraschung.
Den Titel fand ich sehr passend gewählt, ich mag es wenn sich ein Bezug zur Geschichte herstellen lässt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Patchwork Comic

Der süßeste Bruder der Welt ‒ und andere Irrtümer
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In diesem Graphic Novel für Kinder geht es um das Zusammenraufen einer Patchworkfamilie aus der Sicht von Dani, einem jungen Mädchen, das sich von Herzen einen kleinen Bruder wünscht. Bisher hat die alleinerziehende ...

In diesem Graphic Novel für Kinder geht es um das Zusammenraufen einer Patchworkfamilie aus der Sicht von Dani, einem jungen Mädchen, das sich von Herzen einen kleinen Bruder wünscht. Bisher hat die alleinerziehende Mutter diesen Wunsch immer abgeblockt, aber plötzlich verspricht sie Dani einen Bruder. Schon auf dem Cover wird deutlich, dass sich Danis Wunsch nicht so ganz wie gewünscht erfüllt. Nicht nur das der neue Mann in Mamas Leben akzeptiert werden muss, er hat auch einen älteren Sohn. Alle Hoffnungen, dass diese junge Liebe bald ein Ende findet, zerschlagen sich. Schließlich ziehen Dani und ihre Mutter zu ihrem Freund und dessen Sohn ins Haus. Dani muss sich mit der neuen Situation arrangieren, in der neuen Schule Fuß fassen und neue Freunde finden. Keine einfache Lage.
Der Comicstil gibt die Geschichte gut wieder und fokussiert sich aufgrund des Stils auf die wesentlichen Punkte. An manchen Stellen hätte ich etwas mehr Ausführlichkeit gut gefunden. Der Zeichenstil war nicht so ganz meins, aber die Figuren waren klar voneinander zu unterscheiden und haben die wichtigen Emotionen gut ausgedrückt.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

humorvolles Bauernhofabenteuer

Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein
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In "Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein" wird ein lustiges Bauernhofabenteuer aus Sicht der Tiere beschrieben. Die bunt und humorvoll illustrierten 123 Seiten mit großer Schrift sind für Erstleser ...

In "Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein" wird ein lustiges Bauernhofabenteuer aus Sicht der Tiere beschrieben. Die bunt und humorvoll illustrierten 123 Seiten mit großer Schrift sind für Erstleser aber auch zum Vorlesen gut geeignet. Die Bilder gefielen mir noch besser als die Geschichte, sie unterstreichen und begleiten diese sehr gut. Die Bilder zeigen die Charaktere deutlich auf und die unterschiedlichen Tiere haben alle eine andere Persönlichkeit. Auf der ersten Doppelseite werden alle Tiere vorgestellt, so dass man sich sofort gut in der Geschichte zurechtfinden kann. Auf der letzten Doppelseite findet sich eine Übersichtskarte des Rosmarinhofs auf dem das Abenteuer erlebt wird.
Shaggy ist das neue Rind auf dem Hof von Bauer Obbo, er ergänzt die bunte Truppe sehr schön. Nach dem ersten Anfreunden wollen die Tiere einen Kräuterdieb stellen. Die gemeinsamen Aktionen sind lustig, die Tiere halten gut zusammen.
Es wird aus der Perspektive der Tiere erzählt, ab und an gefiel mit der Ton untereinander nicht, aber meist ging es humorvoll und freundschaftlich zu. Uns hat das Buch Spaß gemacht und wir freuen uns auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Unausgewogen

Bis die Sonne scheint
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Christian Schünemann hat mit "Bis die Sonne scheint" eine ungewöhnlich erzählte Familiengeschichte vorgelegt. Es geht nicht nur (wie nach der Leseprobe erwartet) um Daniel und seine Eltern in den 80er ...

Christian Schünemann hat mit "Bis die Sonne scheint" eine ungewöhnlich erzählte Familiengeschichte vorgelegt. Es geht nicht nur (wie nach der Leseprobe erwartet) um Daniel und seine Eltern in den 80er Jahren, sondern auch um die Vergangenheit der Familie. Zunächst erfährt Daniel eher versehentlich das seine Eltern pleite sind. "Nehmen wir uns einen Strick?" fragte die Mutter.
Die erfolgreichen Geschäftsleute haben das Geld gerne mit vollen Händen ausgegeben. Die Umstellung in die Sparsamkeit nach der Flaute in den Unternehmungen gelingt nicht wirklich. Der Schein soll gewahrt werden und so werden auch unvernünftige Dinge entschieden.
Parallel dazu erzählt Schünemann auch über die Vergangenheit, dazu verwendet er Rückschauen, die er besonders einleitet, das ist interessant gemacht.
Durch die Perspektivwechsel und die unterschiedlichen Zeiten erhielt das Buch für mich Unausgewogenheiten, der Lesefluss wurde gestört, weil die Übergänge für mich nicht passten.
Nicht alle Familienmitglieder werden gleichermaßen gut vorgestellt, einige bleiben sehr im Hintergrund.
Insgesamt habe ich das Buch trotz der Kritikpunkte gerne gelesen.

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