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Veröffentlicht am 22.03.2025

Mittelmäßig, da eher oberflächlich – für zwischendurch ok

The Five Crowns of Okrith 1: High Mountain Court
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Band 1/4 der „Five Crowns of Okrith“-Serie von A. K. Mulford

Inhalt
Als eine der letzten roten Hexen des Kontinents musste Remy seit ihrer Kindheit im Verborgenen leben und sich als Mensch ausgeben. ...

Band 1/4 der „Five Crowns of Okrith“-Serie von A. K. Mulford

Inhalt
Als eine der letzten roten Hexen des Kontinents musste Remy seit ihrer Kindheit im Verborgenen leben und sich als Mensch ausgeben. Zu groß die Gefahr, dass die Kopfgeldjäger des Königs des Nordens sie entdecken und wie den Rest ihrer Familie vernichten würden. Trotz aller Vorsicht wird Remy jedoch von Hale, dem attraktiven Fae-Prinz des Östlichen Hofes, aufgespürt. Er braucht ihre rote Hexenmagie, um einen möglichen Krieg mit dem Norden zu verhindern. Auf ihrer gemeinsamen Reise kommen sich die beiden näher, aber wie weit kann Remy gehen, ohne ein streng gehütetes Geheimnis zu verraten?...

Mein Eindruck
Über TikTok usw hatte ich im Voraus einiges über das Buch gehört und manches hat sich bestätigt, manches aber auch nicht.

Man liest aus der Sicht von Remy und wird in einem angenehmen Tempo in die Welt von Okrith eingeführt. Einerseits kam es mir mittelalterähnlich vor, aber es kamen immer wieder auch Dinge vor, die nicht in diese Zeit passen und moderner sind. Es fiel mir daher etwas schwer, die Story einzuordnen.

Die Protagonisten waren ganz ok: Remy ist eine mutige junge Frau, die immer mehr aus sich herauskommt und eine tolle Entwicklung durchmacht. Man gönnt ihr die neuen Erfahrungen, die sie macht und fiebert für sie mit. Auch Hale entwickelt sich im Laufe der Story, taut langsam auf und zeigt immer mehr Gefühle. Die Beziehung zwischen den beiden nimmt stets an Fahrt auf, wie auch die Story allgemein. Einige ernste/gefährliche Situationen werden zwar durch romantische Gedanken etwas abgeschwächt, aber der Schlussteil konnte mich dann nochmals mitreißen, da er einige Überraschungen birgt.

Gut fand ich auch die verschiedenen Orte/Umgebungen, die die Gruppe auf ihrer Reise besucht. So wurden immer wieder ganz unterschiedliche Atmosphären geschaffen, was für Abwechslung sorgte.

Fazit
Wie zuvor mehrfach auf Social Media gelesen, fand auch ich den Schlussteil am besten und es dauert eine Weile, bis so richtig etwas passiert. Trotzdem fand ich den Rest auch nicht enttäuschend, man sollte auf jeden Fall dranbleiben!
Für mich hat sich allerdings bestätigt, dass ich bei Fantasy/Romantasy lieber die dickeren Wälzer lese, da man dann noch besser in die Welt eintauchen kann und alles in einem realistischeren Tempo stattfindet. Vieles blieb hier eher oberflächlich und ich konnte keine richtige Bindung zu den Charakteren herstellen, was aber für ein „Zwischendurch-Buch“ mal ok war. Ich werde die Fortsetzung(en) erst einmal nicht auf meiner Liste haben.

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Ich hatte mehr erhofft

Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war
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Band 2 der Vergissmeinnicht-Reihe von Kerstin Gier

Inhalt
Einige Wochen nach dem Ende von Teil 1 gehen Quinn und Mathilda getrennte Wege. Eigentlich wollte Quinn Mathilda dadurch schützen, doch als sich ...

Band 2 der Vergissmeinnicht-Reihe von Kerstin Gier

Inhalt
Einige Wochen nach dem Ende von Teil 1 gehen Quinn und Mathilda getrennte Wege. Eigentlich wollte Quinn Mathilda dadurch schützen, doch als sich die neue Mitschülerin als alte Bekannte aus dem Saum entpuppt, wird schnell klar, dass die beiden nur gemeinsam die neuen Herausforderungen meistern können.

Mein Eindruck
Wie in Band 1 lesen wir wieder abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Protagonisten, was ich persönlich mag. Auch die jugendliche Sprache und der Lebensweltbezug zu den jungen Leser:innen sind wieder gegeben. Es liest sich angenehm und man kommt schnell voran.

Dieser Band taucht nun etwas mehr in die Saumwelt ein, als sein Vorgänger. Man erfährt mehr über die Vergangenheit und es werden immer mehr Hintergründe und offene Fragen aufgedeckt. Dabei bekommen Quinn und Mathilda Hilfe von einer Geheimgruppe, die einen eigenen Weg gefunden hat, den Saum zu betreten… Es dauert zwar eine Weile, bis so richtig etwas passiert, aber man bekommt mehr geboten, als im Vorgängerbuch. Vor allem die neuen Figuren bringen eine willkommene Abwechslung. Trotzdem bleibt auch hier noch einiges ungeklärt.

Obwohl die Saumwelt so viel Potenzial hätte, spielt die Story leider wieder überwiegend in der normalen Welt. Die Figuren tauchen einfach nicht so richtig in diese fantastische Umgebung ein und man selbst als Leser:in somit auch nicht. Schade.
Was mich ebenfalls gestört hat ist, dass eigentlich spannende oder gefährliche Situationen meistens an Bedeutung verlieren: Vor allem durch Mathildas naive Art und ihre oftmals übertriebenen/albernen Sprüche werden solche Momente kaputt gemacht.

Fazit
Meine Erwartungen an diese Fortsetzung wurden leider nicht wirklich erfüllt. Zwar ging nun einiges mehr in die Tiefe und es gab mehr Action, aber trotzdem hatte ich wieder das Gefühl, dass die Ansätze und Ideen nicht richtig ausgeschöpft wurden.

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Hätte noch mehr Potenzial gehabt

Vielleicht irgendwann (Vielleicht-Trilogie, Band 3)
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Teil 3/3 der „Vielleicht“-Reihe von Carolin Wahl

Inhalt
Seit ihrer Kindheit ist Karla im Motorsport zuhause. Ob auf der Kartbahn, in der Werkstatt ihres Vaters oder einfach als großer Formel 1 Fan. Umso ...

Teil 3/3 der „Vielleicht“-Reihe von Carolin Wahl

Inhalt
Seit ihrer Kindheit ist Karla im Motorsport zuhause. Ob auf der Kartbahn, in der Werkstatt ihres Vaters oder einfach als großer Formel 1 Fan. Umso härter trifft es sie, dass ihr Vater die Werkstatt aus finanziellen Gründen wohl verkaufen muss. Um ihn zu unterstützen und den Verkauf abzuwenden, lässt sie sich heimlich auf einen außergewöhnlichen „Job“ ein: Sie soll die Freundin von Henning Kiefer spielen – ausgerechnet DEM Bad Boy unter den aktuellen Formel 2 Fahrern. Er möchte sein Image loswerden und Karla ihre Geldsorgen. Allerdings beginnt es zwischen den beiden tatsächlich zu funken. Was ist noch Fake und was ist Ernst?

Mein Eindruck
Leicht chaotisch, sarkastischer Tonfall und immer einen Spruch auf den Lippen – das ist Karla. An ihre lockere Art muss man sich evtl. erst gewöhnen, aber das ging ganz schnell. Sie lebt in München ein typisches Studenten-WG-Leben mit ihren besten Freundinnen und ist eig. nicht an einer festen Beziehung interessiert. Der Job mit Henning hat für sie rein pragmatische Gründe. Doch je besser sie ihn kennenlernt, desto mehr zeigt Karla auch eine emotional ernsthaftere/tiefgründigere Seite bezüglich der Gedanken und Gefühle, die Henning bei ihr auslöst. Wirklich herauslassen und ihm zeigen kann sie diese allerdings lange nicht. Es passt auch nicht so richtig zu ihrer sonstigen Art, weshalb ich ihre romantischen Gedanken oft nicht ganz ernst nehmen konnte. Andererseits ist das eben die Entwicklung, die Henning in ihr auslöst. Dank ihm entdeckt sie diese Seite an sich.
Bei Henning wird schnell klar, dass er 2 Facetten zu haben scheint: In der Öffentlichkeit verhält er sich ganz anders als privat, was ihn grundsätzlich interessant macht. Mir gefällt seine direkte Art und dass auch er eine Entwicklung durchmacht. Komisch finde ich nur, dass Karla nie hinterfragt, ob er es wirklich ernst meint mit ihr. Seinen Ruf hat er schließlich nicht umsonst. Und als sie dann dieses Gespräch belauscht reagiert sie total über, anstatt erst mal zu versuchen es aufzuklären.

Insgesamt ist die Entwicklung ihrer Beziehung recht vorhersehbar und nicht sehr innovativ (aus Spiel/Fake wird Realität). Ich habe auch immer darauf gewartet, dass noch etwas besonderes oder unerwartetes passiert und irgendein Drama oder einfach mehr Action eingebaut wird. Leider kommt dies erst kurz vor Ende des Buches und wird dann auch recht schnell abgehandelt. Vor allem auch die Sache mit der Werkstatt, die ja soo wichtig für Karla war, wird in wenigen Sätzen „erledigt“.
Was mich ebenfalls gestört hat, sind die vielen Wiederholungen: Ständig betont Karla ihre Geldprobleme, dass sie das alles für ihren Vater macht und um es Kilian zu beweisen, die Bedeutung der Werkstatt, Hennings Wirkung auf sie und dass sie aber eig. keine Beziehung will…

Fazit
Endlich mal ein Buch mit Formel 1 bzw. F2 Bezug! Da ich selbst Fan bin, landete dieses Buch auf meiner fyp auf TikTok. Es war sofort klar, dass ich es lesen muss, da ich schon länger nach so etwas gesucht hatte. Die beiden Vorgänger der Reihe habe ich nicht gelesen, da es hier um andere Themen geht. Ist aber auch nicht notwendig.
Das Motorsport-Setting ist neu und spannend, aber die Story hätte wirklich noch mehr hergegeben. ZB dass Henning einen Unfall hat oder dass bei einem öffentlichen Auftritt der beiden irgendetwas passiert (immerhin ist das öffentliche Image die Grundlage für ihr Kennenlernen und alles weitere). Einfach ein bisschen mehr Action drumherum wäre nett gewesen.

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Veröffentlicht am 05.03.2022

Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch
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Buch 2/2 des zweiten Teils der Chances-Reihe von Brittainy C. Cherry

Inhalt
Am Ende des ersten Buches zog Landon nach Kalifornien, wo er nun an seiner Schauspielkarriere und auch seiner mentalen Gesundheit ...

Buch 2/2 des zweiten Teils der Chances-Reihe von Brittainy C. Cherry

Inhalt
Am Ende des ersten Buches zog Landon nach Kalifornien, wo er nun an seiner Schauspielkarriere und auch seiner mentalen Gesundheit arbeitet. Shay versucht sich währenddessen als Drehbuchautorin und wartet wie versprochen auf Landons Rückkehr, sobald es ihm besser geht. Zunächst können sie ihre Liebe über die Entfernung aufrechterhalten, doch nach einem Vorfall in Landons Familie zieht er sich immer mehr vor ihr zurück. In Hollywood wird er zum Star, doch Shay weiß, dass sein Image nur eine Fassade ist. Nur sie kennt den wahren Landon und womit er zu kämpfen hat. Über die Jahre versuchen beide, ohneeinander klarzukommen. Doch als sie sich wieder begegnen, flammen sofort die alten Gefühle wieder auf…

Mein Eindruck
Durch einige Zeitsprünge fiel es mir vor allem in der ersten Hälfte des Buches leider schwer, in der Geschichte anzukommen. Landon und Shay sehen sich nur selten und dann lange gar nicht mehr, wodurch alles recht oberflächlich bleibt und nicht wirklich etwas passiert. Weite Teile der Story werden mehr von Gedanken anstatt von Ereignissen bestimmt. Ab und zu gibt es bei beiden zwar kurze Szenen mit bekannten Personen aus Buch 1, doch diese haben alles eher unnötig in die Länge gezogen. Allgemein fand ich die Nebencharaktere diesmal nicht wirklich gut eingebunden und viele waren im Endeffekt überflüssig.

Auch als Landon und Shay sich später wieder öfter sehen, passiert zwischen den beiden zunächst kaum etwas, das tiefer geht und mich hätte mitreissen können. Eigentlich hatte ich mich darauf gefreut, dass die Protagonisten nun mehr in meinem eigenen Alter sind, aber beide kamen mir jetzt fast fremd vor, da sie sich ja auch selbst voneinander entfernt haben. Vor allem bei Shay fand ich es schade, wie sie lange Zeit alles abtut, was die beiden hatten. Von dem tiefgreifenden emotionalen Feeling in Buch 1 wollte bei mir daher leider nichts mehr aufkommen.

Erst gegen Ende, als Shay einen neuen Job bekommt, kommt wieder mehr Action in die Story und man ist endlich wieder mehr „live dabei“. Allerdings wirkt das wiederum so, als ob kurz vor Schluss unbedingt nochmal ein Drama eingebaut werden sollte.

Fazit
Dieses letzte Buch der Chances-Reihe konnte mich von allen am wenigsten berühren. Vielleicht lag es auch an mir, aber ich habe diesmal nicht wirklich einen Zugang gefunden und es war leider nicht das, was ich mir erhofft hatte. Im Vergleich zu Buch 1 hatte es für mich zu wenig Tiefgang und die Beziehung zu wenig Ernsthaftigkeit und es war in die Länge gezogen. Die Protagonisten waren größtenteils kaum wiederzuerkennen und die Atmosphäre war ganz anders. Konnte mich nicht wirklich abholen, schade!

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Veröffentlicht am 28.09.2020

Informativ, aber ich habe mehr erwartet

Frida Kahlo und die Farben des Lebens
1

Aus der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“, welche Leben und Karriere bedeutsamer Frauen des 20. Jh. porträtiert.

Inhalt
Nach einem Busunfall entdeckt die 17-jährige Frida Kahlo die Malerei ...

Aus der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“, welche Leben und Karriere bedeutsamer Frauen des 20. Jh. porträtiert.

Inhalt
Nach einem Busunfall entdeckt die 17-jährige Frida Kahlo die Malerei für sich. Sie hilft ihr bei der Verarbeitung dieses und noch weiterer tragischer Erlebnisse, die das Leben der jungen Mexikanerin begleiten. Ebenso wie in die Malerei verliebt sich Frida in den gefeierten Künstler Diego Rivera. An seiner Seite blüht sie selbst als Malerin auf, muss jedoch privat immer wieder Tiefschläge einstecken. Trotz allem bleibt sie sich selbst und ihrer Herkunft stets treu und wird mit ihrem ganz eigenen Stil zur berühmtesten Malerin Mexikos.

Mein Eindruck
Wie schon bei „Die Malerin“ war es für mich sehr interessant und spannend, zusammen mit der Protagonistin in die Kunstwelt einzutauchen. Man begleitet Frida von ihren Anfängen bis fast an ihr frühes Lebensende mit nur 47 Jahren und erlebt mit ihr all die positiven und negativen Dinge, die sie zu ihren Bildern inspirieren. Googelt dazu unbedingt die im Buch angesprochenen Werke!

Sprachlich ist der Roman leicht zu lesen und man erfährt wirklich viel über das Leben dieser außergewöhnlichen Künstlerin: Liebe, Familie, Arbeit, Politik, … - von allem ist etwas dabei. Trotzdem habe ich nicht wirklich einen Zugang zu Frida gefunden, weil ich sie teilweise irgendwie etwas naiv fand und ich mich über ihre Abhängigkeit von Diego geärgert habe. Ihre Beziehung ist ein ständiges Hin und Her, das alles Andere ziemlich in den Hintergrund drängt. Fridas Selbstbestimmtheit und innere Stärke, für die sie so bekannt ist, bekommt dadurch leider immer wieder einen kleinen Dämpfer.

Fazit
Im Vergleich zu „Die Malerin“ konnte mich dieser Roman der „Mutige Frauen“-Reihe leider weniger mitreißen. Obwohl oder gerade weil ich mit Kunst eher wenig am Hut habe, hätte ich es interessanter gefunden, noch mehr über Fridas Gemälde und ihre Stellung in der Kunstszene zu erfahren. Allerdings steht hier mehr ihr Liebesleben im Vordergrund, dessen sollte man sich bewusst sein.

Am Ende wie immer mein Lieblingszitat: „Vor allem aber will ich mein Leben zeigen, mit allem, was dazu gehört, meine Ängste, die Schmerzen, die mich begleiten, meine Freunde. Ich werde meine Wirklichkeit malen.“