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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2025

Dichtes Beziehungsgefüge

Die Komplizin – Ihr Mann ist ein Serienkiller. Was ist sie – Täterin oder Opfer?
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Ich bin Eddie Flynt Fan seit dem ersten Buch und verfolge die gewieften Fälle immer mit Spannung und großem Vergnügen. Dieser Fall hier war in meinen Augen nochmal anders als die bisherigen. Nicht nur ...

Ich bin Eddie Flynt Fan seit dem ersten Buch und verfolge die gewieften Fälle immer mit Spannung und großem Vergnügen. Dieser Fall hier war in meinen Augen nochmal anders als die bisherigen. Nicht nur weil nicht der eigentliche, vermeintliche Täter angeklagt war, sondern auch weil der Vibe diesmal irgendwie gehetzter und aufgekratzter war.

Eddies Coolness hat unter dieser Fall erheblich gelitten und auch wenn er wieder vorzüglich Katz und Maus mit den Zeugen und der Anklage spielt, so fehlte diesem Fall trotzdem die elegante Leichtigkeit mit der Eddie seine Tricks aus dem Hut zaubert. Die Atmosphäre ist eher getrieben und angespannt. Ich kann gar nicht so genau festmachen, woran ist es lag, aber ich fand diesen Fall auch weniger spektakulär, als die Vorangegangenen. Dabei hatte die Auflösung definitiv was für sich und ich habe sie absolut nicht kommen sehen.

Das Buch ist wieder voller Twists und Wendungen, wie man sie von Steve Cavanagh kennt und die Morde sind auch wieder nichts für schwache Nerven. Beim Ende bin ich mir unsicher, was ich davon halten soll. Noch nie war ein Band derartig offen und zusätzlich wird Lake als spannende zentrale Figur eingeführt, bei der es wirkt, als könne er zukünftig mehr Raum einnehmen oder sogar eine eigene Reihenauskopplung erhalten.

Das Buch ist eindeutig wieder unterhaltsam, keine Frage. Und ich kenne keinen Autor der derartig mit den Grenzen des Rechtssystems spielt wie Cavanagh, trotzdem für mich bisher der schwächste Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Erebos ist zurück

Erebos 2
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Ein bisschen überrascht war ich ja schon, dass es zu Erebos einen zweiten band gibt, denn die Geschichte ist mit dem ersten eigentlich auserzählt. Aber Band 2 knüpft auch nicht unmittelbar an Band 1 an, ...

Ein bisschen überrascht war ich ja schon, dass es zu Erebos einen zweiten band gibt, denn die Geschichte ist mit dem ersten eigentlich auserzählt. Aber Band 2 knüpft auch nicht unmittelbar an Band 1 an, sondern es geht einige Zeit ins and. Und auch wenn ein paar der bekannten Figuren wieder mit dabei sind, bekommt die Geschichte eine andere Richtung. War nicht schlecht, für mich aber nicht unbedingt ein Must-Read.



Zum Inhalt: Nick staunt nicht schlecht, als ein bekanntes Symbol auf seinem Smartphone auftaucht- das Erebos-Icon. Dabei hatte er das Computerspiel doch besiegt. Aber Erebos ist zurück, hat ein paar neue Tricks auf Lager und ist noch nicht fertig mit Nick.



Was mir an dieser Geschichte richtig gut gefallen hat war, wie das Thema KI weitergesponnen und vorangetrieben wurde und was man aus dem Thema rund um die fiktive Welt herausgeholt hat. Die Intentionen und auch Real-Missionen fand ich super nebulös angelegt. Gefühlt ist das ganze Spiel diesmal auch noch bedrohlicher. Bis zum Schluss bleibt eigentlich unklar, worauf das ganze hinauslaufen soll.



Nick ist zwar wieder als einer der Protagonisten dabei, aber diesmal fand ich es deutlich schwerer Zugang zu ihm zu finden. Die Spielwelt selbst nahm gefühlt auch weniger Raum ein, als beim letzten mal, vielleicht weil sie als bekannt vorausgesetzt wurde. Es gibt zwar ein paar Neuerungen, aber diese Detailverliebtheit vom ersten and fehlte mir hier ein bisschen.



Das Buch ist natürlich wieder gut geschrieben und sehr kurzweilig zu lesen, trotzdem fan dich es nicht ganz so spannend wie den ersten Band. Vielleicht weil man mit der hohen Erwartungshaltung aus dem ersten Buch hereingeht, die ganze Mystik rund um das Spiel aber verschwunden ist, weil dies ja bereits in Band 1 aufgelöst wurde.



Trotzdem ein solider Jugendroman.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Solider Einstieg mit Potential

Timelock, Band 1 - Zeitrebellen
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Zeitreise-Geschichten haben ihren ganz eigenen Reiz und ich war schon immer großer Fan dieser Mischung aus Sci-Fi, Abenteuer und Unwägbarkeiten. Hier kommt noch eine Art Dystopiekomponente dazu, was mir ...

Zeitreise-Geschichten haben ihren ganz eigenen Reiz und ich war schon immer großer Fan dieser Mischung aus Sci-Fi, Abenteuer und Unwägbarkeiten. Hier kommt noch eine Art Dystopiekomponente dazu, was mir gut gefallen hat- toller Genremix, der den Leser in die Vergangenheit der Menschheitsgeschichte entführt.

Zum Inhalt: J-4418 wächst in einer Anstalt des Überwachungsstaats auf, den Lenker Nimrod gegründet hat. Aber irgendwas fühlt sich für ihn zunehmend falsch an. Als seine Träume ihn zunehmend in Schwierigkeiten bringen, wird er von einer Widerstandsgruppe rekrutiert, die ihm offenbart, da er ein Zeitreisender ist.

Man wird ziemlich in die Handlung hineingeworfen und muss sich ohne Kontext erstmal darin zurechtfinden. Das ist mir nicht ganz leicht gefallen. Es gibt zwei Handlungsstränge- einen, der in einer Art elitärer Schule spielt und einen im Untergrund von Kyoto. Dadurch werden gut die Grundpfeiler des dystopischen Systems aufgezeigt.

Ich fand den Kyotoer Handlungsstrang lange irgendwie interessanter als den um J-4418, erst als der so langsam erkennt was er ist, kommt da Schwung in die Handlung. Die Zeitreisen selbst fand ich dann richtig cool angelegt und der Leser wird in diesem Band auf zwei Zeitetappen mitgenommen.

Zeitreisen sind ja immer ein recht vages Thema, was ihre Logik anbelangt. So auch hier. Es gibt einfach ein paar Prämissen für die Zeitreisen. Dass Jason mit einer Unerfahrenheit trotzdem direkt ein superbegabter Zeitreisender ist, fand ich etwas unglaubwürdig, aber ok. Der Kyotoer Handlungsstrang mutet da etwas schlüssiger und gemächlichter an.

Insgesamt aber schon ein Buch, das interessant geplottet ist und gut unterhält. Auftaktbände sind halt immer so eine Sache, aber ich denke dieser hier hat einen guten Grundstein gelegt. Würde Band 2 auf jeden Fall lesen wollen. Würde 3,5 Sterne geben

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Überraschend mitreißend

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Das erste Buch von Emilie Rudolf mochte ich ja nicht und auch über dieses hier habe ich sehr unterschiedliche Meinung gehört, weshalb ich lange damit gehadert habe, das Buch selbst zu lesen. Die Idee hat ...

Das erste Buch von Emilie Rudolf mochte ich ja nicht und auch über dieses hier habe ich sehr unterschiedliche Meinung gehört, weshalb ich lange damit gehadert habe, das Buch selbst zu lesen. Die Idee hat mir aber tatsächlich richtig gut gefallen, auch wenn es vom Handlungsverlauf sehr an ihren ersten Thriller erinnert.

Die Idee mit dem Krimidinner und die einzelnen Spielepisoden fand ich gut und authentisch beschrieben. Die Parallelen zum Fall von Marias Verschwinden sind anfangs dezent, aber man kann anhand der Erzählung durchaus darauf kommen, bevor den Charakteren selbst dieser Verdacht das erste Mal kommt. Die Rekonstruktion der Ereignisse anhand des Spiels fand ich überraschend gut gemacht und sehr spannend angelegt.

Ich fand die Erzählung rund um Drogen, Sex und soziale Verstrickungen aber leider wieder ziemlich plump und vulgär, was mir ja schon bei Rudolfs erstem Buch nicht so gefallen hat. Warum es nicht mal mit ein bisschen mehr Raffinesse versuchen um die Figuren unsympathisch darzustellen?! Da geht doch mehr und auch vielschichtiger als mit diesen sehr oberflächlichen Motiven.

Die Auflösung kommt als kleiner psychologischer Twist daher, der aber tatsächlich auch recht vorhersehbar war, wenn man die Handlung aufmerksam verfolgt. Insgesamt kann ich sagen, dass es ein stimmungsvoller und interessant geplottetet Thriller ist. Man merkt schon das die Autorin aus ihrem ersten Thriller gelernt hat. Hat mir schob deutlich besser gefallen, ein paar Schwächen hat aber auch dieses Buch wieder. Würde 3.5 Sterne vergeben

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Buchiger Spannungsroman

Das Buch der tausend Türen
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Als ich ein paar Seiten in das Buch reingelesen hatte, habe ich mir den Handlungsverlauf völlig anders vorgestellt, als er sich dann letztendlich darstellte. Das Buch hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen, ...

Als ich ein paar Seiten in das Buch reingelesen hatte, habe ich mir den Handlungsverlauf völlig anders vorgestellt, als er sich dann letztendlich darstellte. Das Buch hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen, war wie ein buchbezogener Abenteuerroman, teils düster, teils tief bewegend und emotional aufwühlend.

Mit Cassie als Protagonistin habe ich, vor allem gegen Ende des Buches, immer wieder gehadert. Einfach weil sie egoistische Entscheidungen trifft und aus ihren Fehlern nicht zu lernen schien.

Die Szenen während der Jagd auf die Bücher sind teilweise wirklich sehr brutal bis ekelerregend. Hätte es für mein Empfinden nicht gebraucht, trägt aber natürlich gleichzeitig auch zum Spannungspotential der prekären Situationen bei in die sich Cassie und Co immer wieder bugsieren.

Mit den Büchern wird allerlei Schaden verursacht, getäuscht und betrogen. Dadurch wird es stellenweise ab und zu etwas unübersichtlich, aber insgesamt fand ichs stimmig geplottet.
Hat mir insgesamt ganz gut gefallen, wenn auch mit kleinen Schwächen.

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