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Veröffentlicht am 06.04.2025

Hat Potential

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Ich bin ja großer Fan der Kluftinger-Reihe und bin mit einer entsprechenden Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen. Es gab Höhen und Tiefen, da bin ich ganz ehrlich. Für einen Auftaktband fand ...

Ich bin ja großer Fan der Kluftinger-Reihe und bin mit einer entsprechenden Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen. Es gab Höhen und Tiefen, da bin ich ganz ehrlich. Für einen Auftaktband fand ichs ok, es gibt auf jeden Fall Potential für Entwicklung im weiteren Verlauf der Reihe. Ein bisschen muss man vielleicht aufpassen, dass der charmante Witz, der hier durch Sprachbarrieren erzeugt wird und die überzogenen Charaktere, nicht ins lächerliche abdriften.


Man merkt halt schon, dass Volker Klüpfel einfach schreiben kann und dabei auch einen bestimmten Stil hat, den man auch aus der Kluftiger-Reihe kennt, vor allem was das Spielen mit Klischees und den etwas derberen Humor angeht. Der Roman ist insgesamt rund und funktioniert sowohl jetzt als Einzelband, als auch als Auftakt für eine Reihe, die ja wohl bereits in Planung ist.


Ich mag wie hier übertrieben und damit auch ein Stück weit polarisiert wird. Die Figuren haben Ecken und Kanten, man kann sich wunderbar an ihnen aufreiben und geht mit einer ganzen Bandbreite an Emotionen in die Geschichte. Vor allem Svetlana und die Nebencharaktere wie Kleinschmidt und Gerlinde fand ich einfach den absoluten Knüller. Tommi hat Potential, noch mag ich ihn nicht, aber ich sehe, wo das alles hinführen könnte. Auf jeden Fall ist das Duo aus dem gefühlt lebensunfähigen Möchtegern-Autor und der resoluten Putzfrau sehr unterhaltsam.


Teilweise wars ein bisschen drüber und dürfte dann gerne auch mal weniger sein, das wirkte zwischenzeitlich ein bisschen zu gewollt witzig. Könnte mir eine Prise mehr Spannung und ein bisschen weniger Witz gut vorstellen, aber jetzt nachdem die wichtigsten Figuren ja eingeführt sind, würde ein zweiter Band sich auch knackiger losgehen. Denn Spannung wurde hier wirklich eher langsam aufgebaut und generell fand ich den Fall nicht so ganz überzeugend, auch wenn es sich im letzten Drittel angenehm entwickelt. Würde daher einen zweiten Band auch auf jeden Fall lesen.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Düstere Familiengeheimnisse

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Die Spannung ist eher subtil, man merkt, dass es viele unterschwellige Spannungen gibt und einige der Familienmitglieder mit verschiedensten Problemen zu kämpfen haben. Im Fokus stehen Petra und ihre Tochter ...

Die Spannung ist eher subtil, man merkt, dass es viele unterschwellige Spannungen gibt und einige der Familienmitglieder mit verschiedensten Problemen zu kämpfen haben. Im Fokus stehen Petra und ihre Tochter Lea, sowie die Hotelangestellte Irma. Ein bisschen lassen sich daraus bereits Schlüsse ziehen, wenn man aufmerksam liest.

Die Geschichte ist ein bisschen vorhersehbar geplottet, zumindest kann man relativ schnell erahnen, in welche Richtung sie sich bewegt. Bei den vielen Familienmitgliedern fand ich den am Anfang des Buches abgedruckten Stammbaum sehr hilfreich, die Karte hätte ich hingegen nicht gebraucht.

Die Handlung nimmt eher langsam Fahrt auf und gefühlt werden viele Nebensächlichkeiten teilweise sehr detailliert geschildert und verschiedene Nebenhandlungen aufgemacht, wodurch es für mich keinen richtigen Fokus gab. Trotzdem laufen am Ende tatsächlich alle Handlungsstränge zusammen. Bin mir nicht sicher, ob ich das nicht ein bisschen zu konstruiert fand. Gemessen am Handlungsrahmen nehmen das Ende, die polizeiliche Ermittlung und die Auflösung nur sehr wenig Raum ein, was ich ein bisschen ernüchternd und unbefriedigend fand.

Das Buch liest sich durch all die Konflikte, Geheimnisse und Dramen aber trotzdem locker weg und es passiert eigentlich permanent etwas, sodass es keine Längen oder Leerlauf gab. Spannungstechnisch für mich kein Feuerwerk aber ein solider Kriminalroman.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Dichtes Beziehungsgefüge

Die Komplizin – Ihr Mann ist ein Serienkiller. Was ist sie – Täterin oder Opfer?
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Ich bin Eddie Flynt Fan seit dem ersten Buch und verfolge die gewieften Fälle immer mit Spannung und großem Vergnügen. Dieser Fall hier war in meinen Augen nochmal anders als die bisherigen. Nicht nur ...

Ich bin Eddie Flynt Fan seit dem ersten Buch und verfolge die gewieften Fälle immer mit Spannung und großem Vergnügen. Dieser Fall hier war in meinen Augen nochmal anders als die bisherigen. Nicht nur weil nicht der eigentliche, vermeintliche Täter angeklagt war, sondern auch weil der Vibe diesmal irgendwie gehetzter und aufgekratzter war.

Eddies Coolness hat unter dieser Fall erheblich gelitten und auch wenn er wieder vorzüglich Katz und Maus mit den Zeugen und der Anklage spielt, so fehlte diesem Fall trotzdem die elegante Leichtigkeit mit der Eddie seine Tricks aus dem Hut zaubert. Die Atmosphäre ist eher getrieben und angespannt. Ich kann gar nicht so genau festmachen, woran ist es lag, aber ich fand diesen Fall auch weniger spektakulär, als die Vorangegangenen. Dabei hatte die Auflösung definitiv was für sich und ich habe sie absolut nicht kommen sehen.

Das Buch ist wieder voller Twists und Wendungen, wie man sie von Steve Cavanagh kennt und die Morde sind auch wieder nichts für schwache Nerven. Beim Ende bin ich mir unsicher, was ich davon halten soll. Noch nie war ein Band derartig offen und zusätzlich wird Lake als spannende zentrale Figur eingeführt, bei der es wirkt, als könne er zukünftig mehr Raum einnehmen oder sogar eine eigene Reihenauskopplung erhalten.

Das Buch ist eindeutig wieder unterhaltsam, keine Frage. Und ich kenne keinen Autor der derartig mit den Grenzen des Rechtssystems spielt wie Cavanagh, trotzdem für mich bisher der schwächste Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Erebos ist zurück

Erebos 2
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Ein bisschen überrascht war ich ja schon, dass es zu Erebos einen zweiten band gibt, denn die Geschichte ist mit dem ersten eigentlich auserzählt. Aber Band 2 knüpft auch nicht unmittelbar an Band 1 an, ...

Ein bisschen überrascht war ich ja schon, dass es zu Erebos einen zweiten band gibt, denn die Geschichte ist mit dem ersten eigentlich auserzählt. Aber Band 2 knüpft auch nicht unmittelbar an Band 1 an, sondern es geht einige Zeit ins and. Und auch wenn ein paar der bekannten Figuren wieder mit dabei sind, bekommt die Geschichte eine andere Richtung. War nicht schlecht, für mich aber nicht unbedingt ein Must-Read.



Zum Inhalt: Nick staunt nicht schlecht, als ein bekanntes Symbol auf seinem Smartphone auftaucht- das Erebos-Icon. Dabei hatte er das Computerspiel doch besiegt. Aber Erebos ist zurück, hat ein paar neue Tricks auf Lager und ist noch nicht fertig mit Nick.



Was mir an dieser Geschichte richtig gut gefallen hat war, wie das Thema KI weitergesponnen und vorangetrieben wurde und was man aus dem Thema rund um die fiktive Welt herausgeholt hat. Die Intentionen und auch Real-Missionen fand ich super nebulös angelegt. Gefühlt ist das ganze Spiel diesmal auch noch bedrohlicher. Bis zum Schluss bleibt eigentlich unklar, worauf das ganze hinauslaufen soll.



Nick ist zwar wieder als einer der Protagonisten dabei, aber diesmal fand ich es deutlich schwerer Zugang zu ihm zu finden. Die Spielwelt selbst nahm gefühlt auch weniger Raum ein, als beim letzten mal, vielleicht weil sie als bekannt vorausgesetzt wurde. Es gibt zwar ein paar Neuerungen, aber diese Detailverliebtheit vom ersten and fehlte mir hier ein bisschen.



Das Buch ist natürlich wieder gut geschrieben und sehr kurzweilig zu lesen, trotzdem fan dich es nicht ganz so spannend wie den ersten Band. Vielleicht weil man mit der hohen Erwartungshaltung aus dem ersten Buch hereingeht, die ganze Mystik rund um das Spiel aber verschwunden ist, weil dies ja bereits in Band 1 aufgelöst wurde.



Trotzdem ein solider Jugendroman.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Solider Einstieg mit Potential

Timelock, Band 1 - Zeitrebellen
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Zeitreise-Geschichten haben ihren ganz eigenen Reiz und ich war schon immer großer Fan dieser Mischung aus Sci-Fi, Abenteuer und Unwägbarkeiten. Hier kommt noch eine Art Dystopiekomponente dazu, was mir ...

Zeitreise-Geschichten haben ihren ganz eigenen Reiz und ich war schon immer großer Fan dieser Mischung aus Sci-Fi, Abenteuer und Unwägbarkeiten. Hier kommt noch eine Art Dystopiekomponente dazu, was mir gut gefallen hat- toller Genremix, der den Leser in die Vergangenheit der Menschheitsgeschichte entführt.

Zum Inhalt: J-4418 wächst in einer Anstalt des Überwachungsstaats auf, den Lenker Nimrod gegründet hat. Aber irgendwas fühlt sich für ihn zunehmend falsch an. Als seine Träume ihn zunehmend in Schwierigkeiten bringen, wird er von einer Widerstandsgruppe rekrutiert, die ihm offenbart, da er ein Zeitreisender ist.

Man wird ziemlich in die Handlung hineingeworfen und muss sich ohne Kontext erstmal darin zurechtfinden. Das ist mir nicht ganz leicht gefallen. Es gibt zwei Handlungsstränge- einen, der in einer Art elitärer Schule spielt und einen im Untergrund von Kyoto. Dadurch werden gut die Grundpfeiler des dystopischen Systems aufgezeigt.

Ich fand den Kyotoer Handlungsstrang lange irgendwie interessanter als den um J-4418, erst als der so langsam erkennt was er ist, kommt da Schwung in die Handlung. Die Zeitreisen selbst fand ich dann richtig cool angelegt und der Leser wird in diesem Band auf zwei Zeitetappen mitgenommen.

Zeitreisen sind ja immer ein recht vages Thema, was ihre Logik anbelangt. So auch hier. Es gibt einfach ein paar Prämissen für die Zeitreisen. Dass Jason mit einer Unerfahrenheit trotzdem direkt ein superbegabter Zeitreisender ist, fand ich etwas unglaubwürdig, aber ok. Der Kyotoer Handlungsstrang mutet da etwas schlüssiger und gemächlichter an.

Insgesamt aber schon ein Buch, das interessant geplottet ist und gut unterhält. Auftaktbände sind halt immer so eine Sache, aber ich denke dieser hier hat einen guten Grundstein gelegt. Würde Band 2 auf jeden Fall lesen wollen. Würde 3,5 Sterne geben

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