Die etwas andere Version des Märchens Rapunzel
Der Fluch der sechs Prinzessinnen (Band 3): DiamantkäfigDer Fluch der sechs Prinzessinnen - Teil 3. In diesem Band geht es um Valyra, zumindest sagt das der Klapptext und das Augenmerk ist schon vorrangig auf sie gerichtet. Jedoch ist sie nicht die Schlüsselfigur ...
Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Teil 3. In diesem Band geht es um Valyra, zumindest sagt das der Klapptext und das Augenmerk ist schon vorrangig auf sie gerichtet. Jedoch ist sie nicht die Schlüsselfigur dieser Geschichte, sondern ihre Schwester Arabella.
Aus den Vorbänden wissen wir bereits, dass die Schwestern alle von ihrer Stiefmutter verflucht und an verschiedene Orte gebracht wurden. Sie alle haben ein Rätsel mit auf den Weg bekommen, das den Fluch brechen könnte. Außerdem schien es in den beiden Vorbänden darum zu gehen, dass die Schwestern mithilfe von Liebe, die sie erfahren sollten, dem Fluch entkommen und nach Hause zurückkehren könnten.
Jede von ihnen trägt ein Schmuckstück ihrer verstorbenen Mutter bei sich, das sie beschützen soll.
In diesem Teil ist Rania direkt vor Ort. Dort, wo sie Valyra gefangen hält, ist sie selbst auch und Valyra soll ihr helfen einen Trank zu brauen, der sie allmächtig machen wird. Dazu schickt sie die jüngste Prinzessin Nacht für Nacht los in die Wälder um entsprechende Zutaten zu besorgen. Sie befinden sich derweil in einem Turm, dessen einziger Ausgang ein Fenster ist. Für Rania ist das mithilfe ihrer Magie kein Problem, aber Valyra kann nicht entkommen. Auch ist der Wald durch einen Barrierezauber geschützt, sodass Valyra ihn nicht einfach verlassen kann.
Eines Tages vernimmt Valyra Gesinge aus dem Keller. Sie entdeckt in einem Käfig eingesperrt ihre Schwester Arabella, von der wir aus den Vorbänden nur wissen, dass sie in der Scheinwelt nicht auftaucht. Weiterhin trifft Valyra eines Tages im Wald auf Jorin, den Stallburschen aus ihrem Palast, der gleichzeitig auch der Geliebte ihrer Schwester Arabella ist. Ab diesem Moment gibt es zwar ein Trio, aber Valyra wirkt in ihrer eigenen Geschichte wie eine Nebenfigur. Zwar ist sie stark und wächst über sich hinaus, sodass sie ihrem Ruf als Nesthäkchen entwachsen kann, aber die zentrale Schlüsselfigur ist hier ihre Schwester.
ich fand es spannend zu lesen, dass Rania hier die ganze Zeit vor Ort war und auch, dass zur Abwechslung mal zwei Schwestern gleichzeitig eine Rolle spielten, aber irgendwie war es nur halbherzig umgesetzt. Zwischendurch glaubt der Leser, dass Valyra sich in den Stallburschen verliebt, dem ist dann aber doch wieder nicht so. Ich fands auch schade, dass sie keine Liebe erfährt (oder kommt das noch in Band 5?). Auch waren die Stimmungsschwankungen von Arabella seltsam dargestellt, von einem Extreme ins nächste. Dann war Valyra aber trotzdem so blind und hat ihr immer alles gesagt, obwohl sie doch merklich unter Ranias Bann stand. Dass sie und Jorin manchmal nicht begriffen was mit Rania los ist, fand ich ebenso merkwürdig. Die Grausamkeit von Rania ist auch ganz schön extrem. Obwohl sie hier sehr präsent war und durch und durch böse ist, fehlt es ihr irgendwie an eigenem Charakter, fand ich.
Der Schluss hat mir gar nicht gefallen. Das war mir dann doch zu verrückt. Nicht einmal der Epilog war für Valyra bestimmt. Sie kam mir wie gesagt wie eine Nebenfigur vor.
Ich werde die Reihe beenden nach und nach, weil ich schon wissen möchte wie es ausgeht und weil ich mir, trotz der Defizite der Personen die Welt und die Menschen darin gut vorstellen kann. Anschaulich ist es definitiv beschrieben.
Ich frage mich auch die ganze Zeit, ob der König im Hintergrund eigentlich überhaupt nichts herausbekommt.