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Veröffentlicht am 16.04.2025

Eher schwach

Truly Forbidden
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Dylan und Calla waren mal beste Freundinnen. Bis zu dem Tag an dem Cal was mit Row, Dylans Bruder, anfing und auch direkt erwischt wurde. Dylan kündigte ihr also die Freundschaft und Cal ist abgehauen. ...

Dylan und Calla waren mal beste Freundinnen. Bis zu dem Tag an dem Cal was mit Row, Dylans Bruder, anfing und auch direkt erwischt wurde. Dylan kündigte ihr also die Freundschaft und Cal ist abgehauen. Nach fünf Jahren kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück, weil ihr Vater verstorben ist. Und trifft dort wieder auf Row und Dylan. Die Freundschaft mit Dylan hat Cal lange sehr gefehlt, daher will sie versuchen diese alte Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Blöd nur, dass die Gefühle und die Lust, die sie für Row schon immer empfand, auch noch genauso stark ist wie früher.

Cal ist ein wirklich interessanter schrulliger, aber auch sehr liebenswerter Charakter. Sie hat eine Sozialphobie, insbesondere mit Männern, einige Tics und plappert sehr viel. Dabei hat sie einen schrägen Sinn für Humor. Definitiv kein 0815-Charakter. Das mochte ich. Auch fand ich sie oft ziemlich schlagfertig in den Dialogen mit Row. Mit dem gerät sie nämlich direkt wieder aneinander. Er ist in der Zeit ein Sternekoch geworden, der aber sehr grob, arrogant und gemein zu seinen Mitmenschen ist. Das zeigt er auch in den TV-Shows. Row war schon immer ein Frauenschwarm und ein typischer Bad Boy. Jetzt aber noch viel mehr. Nur bei Cal zeigt er eine andere Seite. Ich fand ihre plötzlichen Annäherungen und Lustempfinden doch etwas sehr übertrieben. Aber Cal will sich von ihm fernhalten. Sie will ihre Freundschaft zu Dylan nicht nochmal gefährden.

Ich fand es schön, dass Dylan und Cal sich langsam wieder angenähert und ihre Freundschaft haben aufleben lassen. Man hat gespürt, dass da noch eine Verbindung war. Das war richtig süß, wurde aber teilweise auch etwas kindisch. Das ist bei Cal aber generell so eine Sache. Durch ihre Art wirkt sie oft etwas kindlich. Dylans Story an sich fand ich übrigens auch sehr interessant und süß. Woher aber ihr Stimmungsumschwung kommt, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Fand ich nicht passend.

Row und Cal kommen sich unwillkürlich näher. Denn sie braucht einen Job, weil sie länger in ihrer Heimatstadt bleiben und für ihre Mutter da sein will, und er sucht eine neue Kellnerin. Auch wenn Row sie absolut nicht dort haben will, erhält sie die Stelle. Ab da dreht es sich etwas im Kreis. Row ist gefühlt dauerhaft hart, ganz egal, was Cal macht. Dabei wird sie oft von Row beschützt, der auch paar nette Worte für sie übrig hat. Ich fand dabei, dass das ganze Thema Trauer um einen Elternteil ziemlich in den Hintergrund gerückt ist. Doch auch Cal ist für Row da. Die ganze Stadt ist aktuell sauer auf ihn, weil er das Grundstück verkaufen will und dort eine Luxus-Mall hinkommen soll. Cal setzt sich auch für ihn ein und sorgt dafür, dass er nicht allzu impulsiv handelt. Beide helfen sich also gegenseitig auf ihre Art und Weise und öffnen sich immer mehr. Denn auch beide haben ein ordentliches Päckchen zu tragen, von dem der andere nichts wusste. Das war schon süß. Leider ist es mir dann immer zu schnell in die Intimität abgerutscht. Es gab mir hier zu viele und zu übertriebene Szenen. Besonders manche Szenen waren im Nachhinein eher unlogisch, wenn man Cals Reaktion bedenkt. Zum Ende dann noch so ein Hin und Her war ebenfalls nicht notwendig.

Einige Punkte, die mir persönlich nicht gefallen haben, waren zum einen die Kosenamen, die Row für Cal verwendet hat. Ich mag individuelle Spitznamen, mit sowas wie „Baby“ oder „Süße“ kann ich nichts anfangen. Ist eben auch Geschmackssache. Lässt Row halt wie ein Macho aussehen, was natürlich auch so sein soll. Aber Dot als Spitzname, wie er sie auch nannte, fand ich schon viel süßer. Außerdem habe ich nicht so viel Gewalt erwartet. Nicht nur hat Row öfter zugeschlagen, auch das, was damals passiert ist, war schon echt heftig. Die Story war dazu ziemlich vorhersehbar und keine wirklichen Wendungen mit sich gebracht.

Fazit:

Insgesamt fand ich das Buch tatsächlich leider eher zäh und schwach. Und das, obwohl ich eigentlich gerne Bücher der Autorin lese und das von den Charakteren her doch ganz anders ist. Die Story ist recht vorhersehbar, hat auch Schwächen. Cal fand ich an sich schon sehr interessant mit ihrer schrulligen Art. Mit Row dagegen bin ich nicht so richtig warm geworden. Er war mir zu sehr auf Lust fixiert, zu sehr der typische Macho. Die Liebesgeschichte hatte für mich leider keinerlei Funken oder Kribbeln.

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Mittelmäßiger Abschluss

Men of Manhattan - An Unplanned Match
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Brayden ist der vierte im Bunde und bisher haben wir ihn eher als schweigsam kennengelernt. Zumindest ist er mir nicht so präsent in Erinnerung geblieben aus den letzten drei Bänden. Er ist Gründer einer ...

Brayden ist der vierte im Bunde und bisher haben wir ihn eher als schweigsam kennengelernt. Zumindest ist er mir nicht so präsent in Erinnerung geblieben aus den letzten drei Bänden. Er ist Gründer einer Stiftung, die er seinem verstorbenen besten Freund Ryan gewidmet hat. Mit dieser renovieren sie Häuser, in denen dann bedürftige Menschen wohnen können. Eine echt schöne Idee. Viele Teammitglieder haben selbst einen Verlust erlitten. Auch Alex, die ihren Mann an Krebs verloren hat. Entsprechend setzt auch sie sich viel ein. Etwas zu kleinkariert, findet Brayden, der auch denkt, dass Alex ein Typ ist.

Aufgrund dessen ist ihre erste Begegnung recht amüsant. Sie verstehen sich auf Anhieb, bis eben die Sache mit dem Missverständnis ins Spiel kommt. Ich finde es gut, dass Alex das schnell aufklärt und sich Brayden auch entsprechend entschuldigt. Die Anziehung ist von beiden Seiten da. Einer Beziehung scheint eigentlich nichts im Wege zu stehen. Tut es aber leider doch. Denn Alex meint, sie ist viel zu alt für ihn. Und doch kommt sie nicht von ihm los, denn er bemüht sich richtig um sie. Das Hin und Her war mir aber dann doch zu anstrengend. Es wurden Probleme hergezaubert, wo keine sein müssten. Echt schade.

Die Freundesgruppe, die wir bereits kennen, ist nach wie vor einfach nur liebenswert und lockert viele Szenen auf. Ich mag sie einfach. Im Gegensatz zu der lustigen Truppe, war das Thema Krebs hier viel im Vordergrund, auch bei Kindern. Ich fand die Szenen im Krankenhaus, wo Brayden und Alex die Kinder besucht und sie glücklich gemacht haben, extrem süß. Aber eben auch sehr emotional. Es hatte es in sich. Leider merkte man aber auch hier oft, dass manche Szenen dort ein Mittel zum Zweck sind.

Fazit:

Leider ein eher mittelmäßiger Abschluss. Ein bis zwei Bände habe ich wirklich geliebt. Der hier gehört leider nicht dazu. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht abholen, dazu war es mir zu voll mit gekünstelten Problemen. Die Charaktere an sich fand ich tatsächlich hier auch eher oberflächlich gehalten. Das Thema mit dem Krebs, insbesondere bei Kindern, war schon sehr emotional und hat auch süße Momente.

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Eher zäh

Beneath Broken Skies
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Madelyn Prince liebt Bücher und alles drumherum. Ich denke, so ziemlich jeder kann sich da ganz gut in sie hineinversetzen, da wir doch alle so sind. Sie arbeitet im Unternehmen ihrer Familie, nämlich ...

Madelyn Prince liebt Bücher und alles drumherum. Ich denke, so ziemlich jeder kann sich da ganz gut in sie hineinversetzen, da wir doch alle so sind. Sie arbeitet im Unternehmen ihrer Familie, nämlich einem renommierten Verlag Prince Publishing. Dort ist sie in der Herstellung aktiv und steigt gerade zur Teamleiterin auf. Eines Tages will sie den Verlag übernehmen. Doch zuvor ändern sich andere Dinge. Denn ihr Großvater hat den Verlag gekauft und niemand anderes als Wesley Knight übernimmt nun die Führung, auch wenn er es nicht wirklich will. Knight Books ist ein Verlag, der bereits öfter andere Verlage gekauft und sie einmal auf links gedreht hat. Entsprechend viel Sorgen macht Maddie sich nun. Durch die Vergangenheit mit Wes wird es nicht einfacher.

Denn vor sechs Jahren war Maddie bestens befreundet mit Adam, Wes Bruder. Und in Wes war sie damals verliebt. Es gab einen Streit und der Kontakt brach. Nun sehen sie sich wieder. Aber Madelyn will nichts mit ihm zu tun haben. Sie hatte auch so schon oft mit Vorurteilen zu kämpfen. Aber Wes ist hartnäckig. Er denkt nur noch an sie und will Zeit mit ihr verbringen. Dazu könnte sie ihm helfen. Denn er hat keine Ahnung von Büchern und wie es im Verlag so abläuft. Sie machen einen Deal und sie hilft ihm. Die Einblicke in das Verlagswesen fand ich wahnsinnig spannend. Maddie fand ich aber, dafür dass sie mal die Leitung übernehmen will, oft ziemlich unprofessionell. Generell war ihr Verhalten oft fragwürdig.

Wes und Maddie haben dazu ein längeres Hin und Her. Er will ihr nicht sagen, was genau damals vorgefallen ist. Dann meint er, sie hätte was Besseres verdient. Ein bisschen mehr Kommunikation wäre schön gewesen. Dazu fand ich die Annäherung der beiden leider nicht wirklich authentisch und funkensprühend. Beide waren von Anfang an wieder total fasziniert voneinander. Doch beide haben ihre Päckchen zu tragen. Insbesondere das von Maddie wurde bis zum Umfallen immer wieder wiederholt. Wir haben es auch beim ersten Mal verstanden. Dazu wurde Wes als viel zu charmant beschrieben, was ich unglaubwürdig fand.

Das Drama am Ende war mir leider auch etwas zu viel und drüber. Es hat jedoch immerhin einige interessante Wendungen mitgebracht. Insgesamt ist aber in dem Buch einfach nichts wirklich passiert. Der Fokus lag hier wirklich auf den Charakteren und nicht auf einer Storyline. Leider konnte ich aber mit den Charakteren nicht so richtig warm werden. Ich fand sie oft schwierig und die Annäherung leider nicht greifbar.

Fazit:

Ich muss sagen, dass ich das Buch im Großen und Ganzen eher zäh fand. Der Beginn hat mich total gepackt, das ganze Thema rund um den Verlag war so spannend. Leider rückte das schnell in den Hintergrund. Dafür ging es viel um Maddie und Wes. Zwei Charaktere, die zunächst sympathisch wirken, mit denen ich aber nicht wirklich warm geworden bin. Beide verhalten sich eher anstrengend und reden nicht richtig miteinander. Dazu das Hin und Her war einfach unnötig. Die Story konnte das Buch nicht retten, denn gefühlt gab es kaum eine Storyline, es ist einfach fast nichts passiert. Schade, da ich mich so auf das Buch gefreut habe.

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Potential nicht ausgeschöpft

Our Infinite Fates
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Evelyn und Arden sind scheinbar aneinandergebunden und töten sich kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Und das immer und immer wieder. Dabei durchleben sie die unterschiedlichsten Situationen. Mal haben sie ...

Evelyn und Arden sind scheinbar aneinandergebunden und töten sich kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Und das immer und immer wieder. Dabei durchleben sie die unterschiedlichsten Situationen. Mal haben sie ein anderes Geschlecht, dann leben sie in einem guten Hause, mal haben sie körperliche oder psychische Beschwerden. Doch was sich nicht ändert ist, dass sie sich irgendwann treffen, kennenlernen und Arden sie kurz vor ihrem 18. Geburtstag tötet. Arden ist sich dem Grund dafür voll bewusst. Er kann sich auch genau an jedes Leben erinnern und wie es anfing. Anders ist es bei Evelyn. Sie kann sich auch nach und nach an ihre alten Leben erinnern, aber eben nicht, warum Arden sie immer wieder umbringt. Insbesondere in diesem Leben fällt es ihr schwer diese Tatsache hinzunehmen. Sie will nämlich ihrer Schwester Gracie das Leben retten, das ist schön. Aber bald wird sie schon achtzehn und die Knochenmarktransplantation braucht Zeit.

Entsprechend paranoid ist sie aber auch jedem gegenüber. Denn bisher hat sie Arden nicht gefunden. Vermutungen hat sie dennoch einige. Eine Situation davon war wirklich lustig. Sie sucht nach Hinweisen und kommt der Sache näher. Ich muss sagen, ich habe mir diesen Wettlauf gegen die Zeit etwas spannender vorgestellt. Stattdessen erhalten wir immer wieder Einblicke in die Vergangenheit in eines ihrer vielen Leben. Zu Beginn war das noch echt interessant, es wurde dann aber doch recht schnell zäh. Denn es war immer das Gleiche. Sie lernen sich kennen oder haben es bereits und dann bringt er sie irgendwann um. Ich hatte gehofft, man erfährt mit diesen Rückblicken nach und nach was der Ursprung des Ganzen ist. Aber dem war nicht so. Entsprechend waren die Rückblenden eigentlich unnötig, besonders weil es doch recht viele waren.

Die ganze Liebesgeschichte habe ich ehrlich gesagt nicht ganz so gefühlt. Ja, manche der Leben waren schon süß, das stimmt. Aber insgesamt habe ich die Liebe der beiden nicht nachvollzogen. Insbesondere in ihrem aktuellen Leben war das irgendwie recht plötzlich da. Generell fand ich die Gefühle hier oftmals schwer zu greifen. Ich weiß nicht, ob es an den vielen Unterbrechungen lag, wo man in die Vergangenheit gereist ist, oder einfach an dem Schreibstil. Emotional wurde ich nicht abgeholt. Das Ende fand ich dafür rund. Es hat zumindest die meisten offenen Fragen geklärt. Auch hier war es allerdings nicht so richtig spannend.


Fazit:

Ich finde die Idee der Story total spannend und auch der Beginn war wirklich gut gemacht, sodass man mitfiebern konnte. Die verschiedenen Leben wirken zunächst interessant, tragen aber leider nichts zur Story bei und wirken daher nach und nach immer mehr als Lückenfüller und zäh. Ebenso war die Liebesgeschichte nicht so meins. Aber ich muss sagen, Evelyn als Person ist sympathisch und ehrgeizig. Es war schön und auch aufregend, wie sie für das Leben ihrer Schwester gekämpft hat. Insgesamt ein Buch mit Potential, das aber meiner Meinung nach nicht wirklich ausgeschöpft wurde.

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Schwacher Abschluss

Lakestone Campus of Seattle, Band 3 - What We Hide
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Nachdem ich die ersten beiden Bände des Lakestone Campus richtig gut fand, wollte ich natürlich nun auch Lucies Geschichte erfahren. Das Buch knüpft direkt an das zweite an, sodass wir wieder direkt im ...

Nachdem ich die ersten beiden Bände des Lakestone Campus richtig gut fand, wollte ich natürlich nun auch Lucies Geschichte erfahren. Das Buch knüpft direkt an das zweite an, sodass wir wieder direkt im Geschehen sind. Lucie ist Kunststudentin und ist gut mit Brynn und Harlow befreundet. Doch auch mit ihnen redet sie nicht über ihre Vergangenheit, denn sie gibt vor jemand anders zu sein. Eigentlich ist sie Holland Lucienne Presley. Eine Tochter aus gutem Hause mit bekanntem Namen. Doch es ist wohl irgendwas Schlimmes vorgefallen, weswegen sie geflüchtet ist und nun am Campus lebt. Diese Frage nach dem was ist passiert, war schon recht fesselnd.

Lange kann Lucie nicht vor ihrer Vergangenheit weglaufen. Denn ihr damaliger bester Freund Callahan, den sie auch kommentarlos verlassen hat, ist nun auch am Lakestone Campus. Call ist ganz anders aufgewachsen als Lucie. Seine alleinerziehende Mutter hat es bis heute nicht leicht, alle ihre Kinder über die Runden zu bringen. Aber sie gibt alles. Call unterstützt sie, wo er kann. Mit dem Stipendium will er ihnen ein besseres Leben ermöglichen. Seine Story fand ich total interessant.

Dass er auf dem Campus auf Lucie trifft, hätte er nicht gedacht. Und trotz der Wut, dass sie ihn einfach verlassen hat, sucht er das Gespräch mit ihr, was sie aber total abblockt. Ich verstehe, dass sie nicht will, dass diese Sache von damals rauskommt, aber ihre Art mit Call umzugehen hat mir gar nicht gefallen. Das wurde auch ganz schnell noch schlimmer als sie erste Drohnachrichten zu früher bekommen hat. Dahinter vermutet sie natürlich Call. Doch deswegen das abzuziehen, was sie gemacht hat, geht gar nicht. Dann auch noch zickig werden, wenn er sie damit konfrontiert? Da ist sie mir so unglaublich unsympathisch geworden. Wirklich schade, da es ja um sie geht. Solche Drohnachrichten sollte man aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Besonders weil sie ihre Vergangenheit ja schützen will. Über die erfahren wir häppchenweise immer mehr. Man versteht sie dadurch etwas besser, aber so ganz konnte ich keine Verbindung zu ihr aufbauen.

Nebenbei sind natürlich beide mit ihren Fächern beschäftigt, wobei die Sprünge oft nicht ganz so gut gelungen sind. Die Drohungen geraten aber immer mal wieder in den Hintergrund und das obwohl Lucie doch so Angst hat, dass ihre Vergangenheit ans Licht kommt. Lucie hat die Möglichkeit ihre Kunst auszustellen, wobei das Thema recht schnell in den Hintergrund gerät. Mit den Drohungen rutscht sie aber schnell ab und braucht Hilfe, was sie nicht zugibt. Call liebt den Sport und Mathematik, muss aber noch viel mehr an seine Grenzen gehen. Daneben ist Call, trotz ihres Verhaltens, für Lucie da. Und das obwohl sie so zu ihm ist. Entsprechend kommen sie sich näher. Leider habe ich diese Annäherung gar nicht gefühlt. Es hat nicht geknistert, es wirkte einfach nur künstlich und gestellt. Da gab es auch einige Szenen zu, die das forciert haben und zeigen sollten, wie gut sie harmonieren, die aber einfach lahm wirkten.


Fazit:

Ich muss leider sagen, dass das ein ziemlich schwacher Abschluss einer tollen Reihe ist. Lucie fand ich in ihrem Verhalten recht unsympathisch und schwierig. Auch im Nachhinein konnte ich es nicht nachvollziehen. Die Story selbst war hier und da recht sprunghaft. Zwischendurch wurden manche Themen fast schon vergessen, nur um im nächsten Moment komplett im Fokus zu sein. Wirkte dadurch künstlich. Dennoch war es interessant, besonders weil die Vergangenheit häppchenweise aufgearbeitet wurde. Die Liebesgeschichte konnte mich gar nicht überzeugen. Es gab keine Funken und durch Lucies Verhalten fand ich die Annäherung nicht wirklich authentisch.

3/5 Sterne

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