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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2025

Will Enemies to Lovers sein, ist aber unbegründete, unüberwindbare Feindschaft (und merkt's leider nicht)

The Wind Weaver (The Wind Weaver 1)
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Ich wünschte, ich hätte dieses Buch mögen können. Wirklich. Und wenn es nur genug gewesen wäre, um mir eine physische Ausgabe zu kaufen, statt "nur" das Hörbuch von NetGalley zu haben, aber leider sollte ...

Ich wünschte, ich hätte dieses Buch mögen können. Wirklich. Und wenn es nur genug gewesen wäre, um mir eine physische Ausgabe zu kaufen, statt "nur" das Hörbuch von NetGalley zu haben, aber leider sollte dem wohl einfach nicht so sein.
Womit ich gerechnet habe war ein Enemies-to-Lovers Fantasy-Buch, mit viel Spannung und hohen Risiken und Einsätzen, und ich glaube, dass es auch wirklich versucht wurde, hier eine Enemies to Lovers-Geschichte zu schreiben nur irgendwie wurde dabei vergessen, dass die Feinde üblicherweise aufhören, Feinde zu sein, sobald sie eine Beziehung anfangen, und außerdem gibt es in dieser Geschichte auch keinerlei Grundlage für eine Feindschaft. Da ich nichts Spoilern will, werde ich nicht viel ins Detail gehen, aber der Love Interest behandelt unsere Hauptfigur von der ersten Sekunde an wie Dreck, und bessert sein Verhalten irgendwann dazu, dass er sie nur noch wie ein willenloses Objekt behandelt, das er sich hübsch in den Raum stellen kann, statt sie ununterbrochen anzufeinden und zu misshandeln. Aus irgendeinem Grund versucht das Buch allerdings uns weiszumachen, dass er vorher besser war, alle Leute sind immer Überrascht, wenn rauskommt, dass unsere Hauptfigur den Love Interest nicht total toll findet oder sie sich für eine Gefangene hält, obwohl er sie eine ganze Weile sogar gefesselt lässt, und an irgendeinem Punkt soll ich plötzlich einfach glauben, dass die beiden sich jetzt lieben und ein Paar sind.
Worum geht es abgesehen davon im Buch? Keine Ahnung. Ich könnte es wirklich nicht sagen. Ich kann Dinge aufzählen, die passieren, aber wohin das ganze irgendwann führen soll ... who knows.
Die letzten 30 Minuten ungefähr waren ziemlich erträglich, und außerdem eine Figur, von der ich mir ziemlich sicher bin, dass ich ihn nicht wirklich mögen sollte, weil die Figur war die beste im gesamten Buch, aber die Liebesbeziehung und wie mies der Love Interest mit der Hauptfigur umgegangen ist hat mich echt fertig gemacht (ich mag Enemies to Lovers, und ich kann sogar mit Bully-to-Lover leben, irgendwie, aber das hier war echt auf einem anderen Level). Das ganze las sich, als würde versucht werden, ein Missverständnis aufzubauen, bei dem nicht richtig kommuniziert wird und alle zu den falschen Schlüssen kommen ... mit dem Problem, dass es halt nie ein missverständnis gab, und die Schlüsse alle richtig sind. Es wird nicht kommuniziert und alle "Vorurteile" der Figuren werden eigentlich bestätigt, gleichzeitig versucht die Geschichte aber es so zu drehen, als wäre es doch anders als gedacht. Ist es nur nicht.
Gelesen war das ganze ziemlich fantastisch, das Ende war relativ zielgerichtet und spannungsvoll, eine Figur fand ich gut, für all das gibt es irgendwie 1,5 Sterne, aber alles andere war leider so merkwürdig unlogisch geschrieben (wie der Love Interest in so ziemlich allen Situationen reagiert hat hat für mich überhaupt keinen logischen Sinn in der Story ergeben), dass ich hauptsächlich daran Spaß hatte, wie absurd es wurde. Und ich denke nicht, dass das das Ziel gewesen ist.
Auch gab es einige kleinere Probleme, die ich mit dem Schreibstil oder Nebenfiguren hatte, aber im Vergleich zum großen und ganzen fallen die tatsächlich nicht so sehr ins Gewischt, weshalb ich hier nicht weiter darauf eingehen will.
Ich denke, wer Enemies to Lovers will, kann bessere Bücher finden, aber wenn man wirklich Dringend eine Geschichte möchte, in der zwei Figuren trotz aller dagegen sprechenden Umstände doch irgendwie zusammen finden, der wird hier vielleicht sein Glück finden können? Beschwören kann ich es aber leider nicht.

Veröffentlicht am 22.03.2025

Nicht überzeugend

Pinguinwetter
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Der Roman konnte mich leider wirklich nicht überzeugen, aber er war so unglaublich absurd (leider nicht auf eine gute Art und Weise), dass ich vor lachen geweint habe, als ich versucht habe, irgendwas ...

Der Roman konnte mich leider wirklich nicht überzeugen, aber er war so unglaublich absurd (leider nicht auf eine gute Art und Weise), dass ich vor lachen geweint habe, als ich versucht habe, irgendwas davon einer Freundin zu erklären, also darf es ausnahmsweise ein Stern mehr sein.
Die ersten 50 Seiten ungefähr hat die Geschichte mir gefallen und ich mochte die Idee ganz gerne und konnte mir das ganze relativ gut und lustig vorstellen, aber leider hat die Qualität in meinen Augen danach drastisch abgenommen. Absolut alle Menschen (auch wildfremde) mischen sich plötzlich in Charlottes Leben ein und versuchen, ihr irgendwelche wirklich unpassenden Tipps zu geben, Beziehungen werden auf Lügen aufgebaut, keine der Figuren verhält sich auch nur ansatzweise so, dass ich sagen würde, dass es vernünftig wäre, und dann werden Leute noch grundlos wütend. Oder nicht grundlos, aber aufgrund von Dingen, bei denen sie wirklich kein Recht darauf hätten.
Ein paar Stellen fand ich ganz gut und lustig, und auch die letzte Seite zum Beispiel hat mir ganz gut gefallen, aber leider war der Großteil des Buches nicht überzeugend, weil ich mich einfach nicht damit anfreunden konnte, wie bestimmte Dinge angegangen wurden. Als hauptsächlich humoristisches Buch würde ich es vermutlich noch durchgehen lassen, aber leider hat auch da der Humor bei mir oft sein Ziel verfehlt, und ich glaube das Hauptgenre ist eher Romanze, die für mich leider überhaupt nicht funktioniert hat. Genauso fand ich auch das Verhalten bzw. die Gedanken dem Kind/den Kindern gegenüber wirklich ziemlich unsympathisch.
Insgesamt also nicht meins, da die wenigen guten Momente leider sehr stark vom Rest überschattet wurden.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Interessante Ansätze, mangelhafte Umsetzung

Elbenkinder, Band 01
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Vom Klappentext her klang das Buch eigentlich wirklich gut, und auch beim Lesen hatte es einige sehr interessante Aspekte, die aufgegriffen wurden, von der Art, wie es geschrieben war, hat es mich aber ...

Vom Klappentext her klang das Buch eigentlich wirklich gut, und auch beim Lesen hatte es einige sehr interessante Aspekte, die aufgegriffen wurden, von der Art, wie es geschrieben war, hat es mich aber leider alles andere als überzeugt.
Die Figuren wirkten eher flach, beinahe jeder Wortwechsel kam mir unnatürlich vor, und so interessant einige Ideen für den Aufbau der Welt auch waren, so zusammenhangslos erschienen sie mir beim Lesen. Es gibt Fakten, die eingebaut werden, nur um dann 50 Seiten später doch widerlegt zu werden, oder zumindest abgeschwächt, sehr oft haben Gespräche und Situationen mir das Gefühl gegeben, sie existieren hauptsächlich, um den Lesenden über Dinge zu informieren, aber auch da konnte man sich nicht immer drauf verlassen, da die Fakten teils so komisch formuliert waren, dass sie für mich das Gegenteil von dem bedeutet haben, was es am Ende war, und die Figuren verhalten sich wie Kinder, die sie irgendwie auch sind, aber gleichzeitig will das Buch mir weismachen, dass sie beide über hundert sind und sich auch entsprechend verhalten. Oder auf jeden Fall kommt es vor, dass andere Figuren denken, sie seien zu erwachsen für Kinder, das mit dem Alter begründet wird, aber gleichzeitig verhalten die Figuren sich wirklich wie Kinder und denken über viele Dinge nicht nach, sodass ihnen auch unglaublich leichtsinnige Fehler passieren, von denen ich eigentlich behaupten würde, dass sie einem mit hundert nicht mehr zwingend passieren sollten.
Leider ist auch die ganze Geschichte sehr simpel aufgebaut. Es passiert viel, und diese vielen Dinge passieren schnell, aber gleichzeitig löst jeder Konflikt sich innerhalb kürzester Zeit und die Elbenkinder schaffen es irgendwie, innerhalb von nur Sekunden immer perfekt einschätzen zu können (oder wie durch ein Wunder immer richtig zu liegen), wem sie vertrauen können, oder nicht, sodass trotz der vielen Dinge kaum Spannung entsteht. Auch ist das ganze Buch leider eher oberflächlich geschrieben, sodass zu keiner Figur wirklich eine Bindung aufgebaut wird.
So sind die Konzepte dann zwar interessant, gleichzeitig interessieren Figuren und Welt mich aber so wenig, dass es mir verdammt schwer fällt, mich auf irgendetwas einzulassen, weil ich wirklich von niemandem wüsste, warum die Personen irgendwas tun. Auch die Zwillinge stolpern immer eher zufällig in Probleme hinein und dann auch gleich wieder hinaus, als dass sie wirklich von sich aus viel machen würden.
Ich habe mir leider sehr viel mehr von dem Buch erhofft, weil ich es wirklich ziemlich hübsch finde und auch der Klappentext eigentlich sehr ansprechend klang, aber leider sind abgesehen von einzelnen guten Ideen nicht wirklich Dinge enthalten, die mir gefallen hätten, sodass die ganze Geschichte mich eher enttäuscht hat, als irgendetwas anderes. (Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es irgendwem gefällt, also es war kein unglaublich grauenhaftes Buch, nur für mich war leider kaum positives vorhanden, und ich hätte mir wirklich mehr von der Geschichte gewünscht.)

Veröffentlicht am 21.03.2025

Figuren nicht überzeugend und der Ton der Story wirkte ein wenig unentschlossen

Young Agents (Band 1) – Operation „Boss"
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Dieses Buch klingt im ersten Moment wirklich sehr spannend und zusammen mit dem Cover war es wirklich unglaublich anstrengend, leider hat es mich dann beim Lesen doch eher enttäuscht.
Es ist sehr Actionreich, ...

Dieses Buch klingt im ersten Moment wirklich sehr spannend und zusammen mit dem Cover war es wirklich unglaublich anstrengend, leider hat es mich dann beim Lesen doch eher enttäuscht.
Es ist sehr Actionreich, und während das ganz cool ist, kommen dadurch alle Figuren etwas zu kurz, sodass ich nicht wirklich daran interessiert war, wie irgendetwas endet, weil die Figuren mir auch eher egal waren. Außerdem wirken die einzelnen Charaktere sehr eindimensional und teilweise eher lächerlich, sodass oft auch gefühlt keine Gefahr von jemandem ausgeht.
So spricht Billy zum Beispiel mehrfach davon, dass bestimmte andere Kinder ihm gefährlich werden könnten, weil er nicht zeigen kann, was er drauf hat, nur um dann innerhalb von wenigen Sekunden doch das Problem gelöst zu haben und dabei nie in Gefahr gewesen zu sein.
Die größte Gefahr in seinem "echten" Leben geht vermutlich davon aus, dass seinen Eltern die Wohnung gekündigt werden soll, was er als ungerecht und "zu schnell" empfindet, aber seine Eltern haben seit drei Jahren keine Miete gezahlt, weil sie es vergessen haben (was in einem sonst so ernsten Buch leider sehr fehl am Platz wirkte, weil das wirklich einfach lächerlich ist), und mit diesem Wissen ist es eher ein Wunder, dass erst jetzt jemand versucht, sie rauszuwerfen, und das auch nur wegen Bestechungen ... drei Jahre sind verdammt viel, in keiner Stadt dieser Erde würden Leute drei Jahre lang in einer unbezahlten Wohnung leben können!

Die Action-Szenen sind ganz okay beschrieben. Vielleicht ein wenig unrealistisch hier und da und oft auch ein wenig einfach, weil die Kinder dafür, dass sie Kinder sind, wirklich verdammt wenig Probleme bekommen, aber sonst ziemlich akzeptabel. Was aber leider auch das einzige ist, was ich dem Buch wirklich positiv anrechnen würde, und selbst da ist es teils etwas übertrieben, einfach weil die Kinder so unglaublich viel können.
Außerdem liest die Organisation sich teils eher wie die irgendwelche "Bösewichte", so wie sie mit den Kindern umgehen. Also an sich die Ideen sind wirklich ganz cool, aber es hat eher was von Kindersoldaten oder so, und wie oft und viel sie arbeiten müssen, und dass sie eigentlich immer komplett auf sich allein gestellt sind, und Backup meist zu weit entfernt, um egal was zu tun, lässt mich doch ein wenig daran zweifeln, wie wichtig der Organisation ihre Kinder tatsächlich sind.

Abgesehen davon gab es eher Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind (wie dass Leute Billy einmal mit seinem Namen angesprochen wird von einer Person, die eigentlich nur seinen Decknamen wissen dürfte), aber leider ziehen auch die meine Meinung insgesamt eher nach unten, weil es so gar nichts ausgleichendes positives gibt.
Und schließlich endet das Buch auch noch mit einem offenen Ende, sodass man nicht einmal die Auflösung von allem bekommt, was es nur noch trauriger macht.

An sich ist es ziemlich in Ordnung geschrieben und lässt sich sehr schnell lesen, leider fühlt es sich aber viel zu leicht an, dadurch, wie fähig alle beteiligten trotz ihres Alters sind, und manche Figuren sind für die Ernsthaftigkeit der Geschichte einfach sehr lächerlich dargestellt. Und am Ende ist man für die Auflösung eigentlich gezwungen, auch Band zwei zu lesen, was leider meine Meinung auch nicht bessert.
Für Kinder bestimmt ziemlich spannend, aber abgesehen davon ist auch für jüngere Leser vermutlich nicht viel gegeben, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass für einige die Mischung zwischen Spannung abwechselnd mit übertriebenem Humor eventuell gut funktioniert?
Jedenfalls kein grundsätzlich schlechtes Buch, aber wirklich gut oder mitreißend fand ich es leider auch nicht.

Veröffentlicht am 15.03.2026

Leider fand ich so ziemlich alle Figuren unerträglich

Immer noch du
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Eine kurze Meinung ohne Spoiler: Von Stil her schlecht geschrieben war es nicht, ältere Frauen als lesbisches Paar fand ich 'ne tolle Abwechslung, weil lese ich sehr selten, und angesichts der ganzen positiven ...

Eine kurze Meinung ohne Spoiler: Von Stil her schlecht geschrieben war es nicht, ältere Frauen als lesbisches Paar fand ich 'ne tolle Abwechslung, weil lese ich sehr selten, und angesichts der ganzen positiven Rückmeldungen ist es vielleicht eigentlich wirklich ein ganz gutes Buch, wer weiß, aber mein Persönliches Fazit ist: Mac, ich kann dich nicht leiden, aber du hast so viel besseres verdient, also bitte schaff dir ein Rückgrad und neue Freunde an, danke.

Und jetzt etwas ausführlicher mit eventuell doch ein paar Spoilern:
Dieses Hörbuch hatte zwar nur eine Länge von nicht einmal ganz 8 Stunden, was eindeutig eher kurz ist im Vergleich zu so einigen anderen Büchern, die ich schon gehört habe, ich muss aber dazu sagen, dass es sich wirklich viel länger angefühlt hat. Und das obwohl es sowohl gut gesprochen war, als auch nicht schlecht geschrieben, aber inhaltlich konnte mich die Geschichte leider so wenig abholen, dass ich wirklich kämpfen musste.
Im Klappentext/der Beschreibung wird von Schuldgefühlen und fehlendem Vertrauen gesprochen, weshalb ich irgendwie davon ausgegangen bin, dass wir einen Charakter kriegen, der versucht, alles von damals wieder gut zu machen, und einen, der was auch immer es war nicht vergessen kann, aber was wir stattdessen bekommen haben, sind nur Figuren, die sich fragen, warum etwas von vor 20 Jahren noch relevant ist, immerhin ist es so lange her ... dabei ist logisch, dass es noch relevant ist, wenn man so verraten wird!

Jamie geht kurz vor ihrer geplanten Hochzeit fremd, und kommt dann zwanzig Jahre später echt mit "wir waren so gut zusammen, kannst du nicht mal aufhören, mich aus Angst immer wegzustoßen?" um die Ecke, während Mac, die kurz vor ihrer Hochzeit einfach stehen gelassen wurde, wirklich fast ununterbrochen mit "für Jamie war es bestimmt auch schwer/Oh Gott, ich habe mich nie gefragt, wie schwer das wohl für Jamie gewesen sein muss/wenigstens Jamies Eltern hätten wirklich auf Jamies Seite sein sollen, nicht auf meiner, immerhin sind es Jamies Eltern" um die Ecke?! Bitte was? Ich dachte wirklich ich bin im falschen Film.
Es tut mir auch sehr leid, ich weiß, dass das Buch bei ganz vielen Leuten richtig gut ankommt, aber ich kam da einfach nicht drüber hinweg, dass Jamie zwar so tut als würde sie sich ständig entschuldigen, genau genommen macht sie's aber nie und 'ne wirkliche Begründung für ihre dumme Entscheidung damals gibt's auch nicht, Mac tut zwar so, als würde sie Jamie hinter sich lassen wollen, ist aber gleichzeitig überhaupt nicht in der Lage, auch nur eine Sekunde nicht übeer Jamie nachzudenken, und die "Freunde" sind die absolute katastrophe, weil selbst die Person, die Mac seit Jahren und Jamie seit zwei Wochen kennt, der Meinung ist, dass Mac jetzt wirklich langsam drüber weg sein sollte, Jamie ist jetzt ein anderer Mensch, und gib Jamie doch auch noch mal 'ne Chance ... und alle anderen Figuren natürlich sowieso, weil was sonst ... ?!

Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl, dass Jamie und Mac eigentlich absolut nichts verbindet außer körperliche Anziehung und der Druck auf Mac von außen, Jamie noch mal 'ne Chance geben zu müssen. Mac war unentschlossen und ist ständig zwischen "ich will/ich will nicht" hin und her gesprungen, Jamie habe ich vom Verhalten her keinerlei Reue abgekauft, auch wenn sie immer mal drüber nachgedacht hat, und dafür, dass die beiden Protagonistinnen fast/schon über 50 sein sollten ... hätten 20 Jahre da nicht genug sein können, um nach so einem Verrat über Jamie hinwegkommen zu können? Leider habe ich keiner Figur ihre Gefühle so richtig abgekauft, und inhaltlich gab es mir zu wenig Verarbeitung dessen, was passiert ist, als dass ich es glaubwürdig gefunden hätte, wie sich die Geschichte entwickelt.
Mac hatte Momente, in denen ich voll bei ihr war, war gleichzeitig in anderen Momenten aber so unentschlossen, dass sie mir leider irgendwann auch auf die Nerven ging (was absolut nichts daran ändert, dass sie echt besseres verdient hätte, bitte such dir neue Freunde, meine Liebe), abgesehen davon war mir aber wirklich niemand je sympathisch, und ich fand auch niemanden gut genug geschrieben, als dass ich ihn als unsympathischen Charakter trotzdem gemocht hätte.
Der Fokus liegt in ganzen Buch gefühlt mehr auf der körperlichen Nähe, und ich bin mir sicher, die ist nicht schlecht geschrieben, aber sie ist leider so überwältigend oft vorhanden, dass sie komplett an Wirkung verliert. Ebenfalls war ich richtig begeistert von älteren Frauen als lesbisches Paar, weil liest man ja auch nicht oft, gleichzeitig hätte ich mir von denen aber eindeutig mehr Standfestigkeit gewünscht.