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Veröffentlicht am 17.04.2025

War gut

Asche und Phönix
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Ein in meinen Augen wieder einmal sehr spannendes Buch von Kai Meyer, das mich wirklich schnell in seinen Bann gezogen hat, und an dem ich eine Menge Spaß beim Lesen hatte.
Es gibt eindeutig schwächen ...

Ein in meinen Augen wieder einmal sehr spannendes Buch von Kai Meyer, das mich wirklich schnell in seinen Bann gezogen hat, und an dem ich eine Menge Spaß beim Lesen hatte.
Es gibt eindeutig schwächen und Dinge die mir nicht gefallen haben (zum Beispiel wie sehr Ash ein "not like other girls"-Mädchen war), aber im Vergleich zu den Dingen, die mir gut gefallen haben, waren sie bei weitem in der Minderheit. Ich mochte sowohl Ash als auch Parker sehr als Hauptfiguren, fand sie hatten einen interessanten Gegenspieler, und ich persönlich war ein großer Fan davon, dass Ash und Parker tatsächlich mehr verbindet als nur "die andere Person ist attraktiv", denn damit kann ich nie was anfangen und es stört mich immer. Mir ging alles mit den beiden trotzdem ein wenig zu schnell, aber ich habe ihre Freundschaft gerne gelesen und es fühlte sich für mich auch wirklich wie Freundschaft an, und entsprechend glücklich bin ich damit, wie die beiden miteinander umgegangen sind. Perfekt war's nicht, aber hat mich trotzdem gefreut.
Fantasy und modernes Setting waren für mich ziemlich gut verwoben, das Ende hat mich zufriedenstellen können, und alles in allem fand ich es einfach eine sehr solide Geschichte, die auch sehr ansprechend verpackt ist. denn das Buch ist wirklich hübsch, und sowohl der Schutzumschlag als aus was darunter liegt stimmt für mich wirklich schön mit dem Inhalt überein, bzw. passt auf jeden Fall gut zusammen, und Hörbuch war ebenfalls gut. (Ich hatte gebundenes Buch + Hörbuch aus der Bibliothek, entsprechend hier meine Einordnung zu beidem.)

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Fantastische Bilder, mit denen die Geschichte nicht immer mithalten kann

Timeless - Retter der verlorenen Zeit
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Es fällt mir relativ schwer, dieses Buch zu bewerten, weil es von der Aufmachung her einfach unglaublich schön ist, die Illustrationen sind (großteils, einige wirken etwas schräg/als wären die Menschen ...

Es fällt mir relativ schwer, dieses Buch zu bewerten, weil es von der Aufmachung her einfach unglaublich schön ist, die Illustrationen sind (großteils, einige wirken etwas schräg/als wären die Menschen eher aus Schnipseln zusammengesetzt) echt fantastisch, die Welt war interessant/eine coole Idee, und das Setting gibt verdammt viel Potential, inhaltlich ... nicht ganz so sehr.
Die Geschichte ist durchaus solide, hat aber eindeutig ihre Schwächen. Teils verlässt sie sich wirklich sehr stark auf die Bilder (sodass ohne Bilder sowas wie kleine Lücken entstehen), teils arbeitet sie in meinen Augen etwas zu sehr mit Klischees (gerade im Umgang mit den Mädchen), teils haben mich kleine Plotpunkte etwas frustriert (wie die Tatsache, dass grob gesagt die Hauptfigur verraten wird und er sich dann am Ende dafür entschuldigen muss, dass er verständlicherweise sauer deshalb war), und teils funktioniert die Geschichte aber echt gut für mich (die grobe Idee und das Setting waren super, und wie ein paar Themen aufgegriffen wurden hat mir auch gefallen, auch wenn ich teils das Gefühl hatte, dass es eher oberflächlich war).
Das Buch ist sehr vollgepackt, und während das in den Illustrationen für mich gut funktioniert, ist es in der Geschichte selbst teils etwas viel gewesen. Wie die Figuren miteinander interagiert haben war an vielen Stellen natürlich, an anderen aber zu viel in meinen Augen. Und dann hat mich das Buch an einer Stelle tatsächlich emotional voll erwischt ... ist da aber gleichzeitig auch zurückgerudert, sodass ich jetzt gerade nicht ganz weiß, was ich davon halten soll. Auch scheint es im Ansatz Magie/Übernatürliches zu geben, was aber nie so richtig erklärt wird oder wozu es nicht wirklich Infos gibt, und während die Welt sehr cool wirkt, hatte ich teils das Gefühl, dass sich über das "das wäre cool" nicht so richtig Gedanken gemacht wurde.
Ich hatte insgesamt trotzdem eine gute Zeit, und das Zusammenspiel aus Bild und Story hat durchaus funktioniert, für mich haben die Bilder (gerade die mit Landschaft) aber wesentlich mehr Eindruck hinterlassen, als die teils eher oberflächlichen oder klischeehaften Figuren/Story-Elemente.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Spannende Einblicke, teils verwirrend

Pageboy
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Ich mochte dieses Buch wirklich, aber ich denke, ich hätte es wahrscheinlich noch mehr gemocht, wenn ich mehr Sachen gesehen hätte, in denen Page mitgespielt hat, denn so war es manchmal wirklich verwirrend. ...

Ich mochte dieses Buch wirklich, aber ich denke, ich hätte es wahrscheinlich noch mehr gemocht, wenn ich mehr Sachen gesehen hätte, in denen Page mitgespielt hat, denn so war es manchmal wirklich verwirrend. Ich habe ein paar Szenen mit ihm gesehen, aber ich glaube, das Einzige, was ich wirklich kenne, war Umbrella Academy, und vielleicht war das ein bisschen zu wenig, um immer zu verstehen, worum es in diesem Buch geht, denn es gab eine Menge Namen, alle Kapitel spielten zu verschiedenen Zeiten seines Lebens, und manchmal war ich einfach ziemlich verwirrt, was genau wann passiert ist, und konnte die Zeitlinie nicht wirklich sehen. Ich denke, das funktioniert trotzdem, weil es das Buch wie eine Ansammlung von Gedanken erscheinen lässt, die Page einfach so aufgeschrieben hat, wie er sie hatte, und ich denke nicht, dass Gedanken immer zusammenhängen müssen, also ist es völlig in Ordnung, dass dies keine chronologische Biografie ist, aber es war trotzdem sehr irritierend teilweise, und wenn man nicht viel über Page weiß, dann ist es schwer, immer zu verstehen, wovon er spricht.
Ich persönlich habe mich auch nicht so sehr für Pages Sexleben oder seine Toilettenpausen interessiert, so dass Dinge darüber meiner Meinung nach nicht so detailliert hätten sein müssen, aber wenn es Page wichtig war, es mit einzubeziehen, dann will ich nicht sagen, dass es eine schlechte Entscheidung war. Es war nur nichts für mich, aber es war auch nicht schrecklich oder so.
Ich mochte den Schreibstil, und ich habe mir zwar einige Zeit genommen, um das ganze Buch zu lesen, aber es fiel mir auch sehr leicht, mich in die Kapitel hineinzuversetzen, wenn ich sie dann gelesen habe. Ich habe auch gerne mehr über sein Leben gelesen. Wie schon gesagt weiß ich so gut wie nichts über ihn, also war es ziemlich toll zu lesen, wie er sein Leben sieht und darüber reflektiert.
Aber ich hätte mir auch gewünscht, dass er ein bisschen substanzieller darin gewesen wäre und nicht alles so oberflächlich dargestellt hätte. In dem Buch fehlten an einigen Stellen Details über sein Leben, und obwohl ich niemanden zwingen würde, davon zu erzählen, war es ein bisschen traurig, dass er dieses Buch manchmal eher so geschrieben hat, als müsste er Fakten nennen, anstatt mehr in die Tiefe zu gehen. Ich fand es auch sehr traurig, dass es im Buch hauptsächlich darum ging, dass er immer wieder kämpfen musste und all die Probleme, mit denen er konfrontiert war, und sexuelle Übergriffe, und dann sehr wenig über sein Coming-out oder seine Transition oder Dinge in der Richtung. Er ist uns natürlich absolut nichts schuldig, und wenn sein Leben so schrecklich war, dann wird man das natürlich in seinen Memoiren nachlesen können, aber ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass es ein bisschen mehr hoffnungsvolle Momente gegeben hätte als nur die letzten paar Kapitel. (Wobei das vielleicht auch schon ein echt fieser Gedanke ist, immerhin ist es kein Fiktionales Werk, und vielleicht gab es einfach wirklich nicht mehr.)
Trotzdem hat mir das Buch gefallen, so wie es war, und ich habe es gerne gelesen (also, nicht gerne-gerne, da es viel von traumatischen Erfahrungen handelt, aber ich schätze die Einblicke, nehme ich an), und ich freue mich wirklich für ihn und dass er endlich da angekommen ist, wo er jetzt ist, und dass es ihm damit so gut zu gehen scheint!

Veröffentlicht am 21.03.2025

Echt schöne Geschichte

Für immer ist die längste Zeit
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Ich habe nichts erwartet, als ich diese Buch begonnen habe. Ich habe es gefunden, wegen des schönen Namens und Covers mitgenommen, dann zufällig entdeckt, dass es auch ein Hörbuch gibt, und mir nicht einmal ...

Ich habe nichts erwartet, als ich diese Buch begonnen habe. Ich habe es gefunden, wegen des schönen Namens und Covers mitgenommen, dann zufällig entdeckt, dass es auch ein Hörbuch gibt, und mir nicht einmal den Klappentext durchgelesen, bevor ich es aufgeschlagen/das Hörbuch gestartet habe. Und dann war ich von Anfang an einfach ... wow. Ich habe abwechselnd Hörbuch gehört und gelesen, und die Verteilung der Stimmen auf drei Vorleser war unglaublich angenehm zu verfolgen. Und vielleicht trägt das mit dazu bei, wie sehr ich mich den Figuren verbunden gefühlt habe, weil es sich anfühlte, als wären es wirklich drei Personen, die mit mir sprechen, aber ich glaube, auch ohne Hörbuch hätte es mir wirklich gut gefallen.
Ich habe zwei große Probleme mit dem Buch/der Geschichte, aber abgesehen von diesen beiden Sachen hat es mich wirklich vollkommen überzeugt.
Die drei so unterschiedlichen Personen, die auf dasselbe Geschehen so unterschiedlich aber irgendwie auch ähnlich reagieren, und langsam lernen, damit umzugehen, war wirklich interessant zu sehen, und die einerseits extrem distanzierten aber gleichzeitig doch liebenden Figuren waren in meinen Augen sehr gut dargestellt. Ich hatte beim Lesen/Hören wirklich das Gefühl, dass hinter den einzelnen Perspektiven Leute stecken, die sich kümmern und sorgen, und die es versuchen, denen es aber auch schwer fällt, und an keiner Stelle hatte ich das Gefühl, dass das ganze zu konstruiert oder irgendetwas gezwungen wirkte, sondern es fühlte sich beim Lesen ehrlich und echt an.
Maddys Ziele, und wie sie an die Sache herangeht, konnte ich wirklich gut nachvollziehen und super verstehen, woher sie kommt, auch wenn ich so meine Bedenken wegen allem hatte, und wie sich das dann am Ende aufgelöst hat, mochte ich wirklich sehr. Die Tatsache, dass sich nicht alles so entwickelt, wie Maddy es will, und sie zwar durchaus zu allem beiträgt, sie am Ende aber doch nichts so wirklich lenken kann, und vielleicht hat sie sogar gar nichts gemacht, sondern alles hat sich einfach natürlich so entwickelt, war echt schön. Auch wenn ich es anders akzeptiert hätte, aber dass sie nicht die Person ist, die alle Fäden lenkt, macht die Sache für mich besser, und zerstreut genau die Sorgen, die mir während der Geschichte manchmal kamen.
Die Auflösung des Buches insgesamt mochte ich auch. Ich habe mir von Anfang an gedacht, worauf es hinaus laufen würde, weil alles andere für mich keinen Sinn ergeben hätte, dass es dann aber richtig aufgearbeitet wird und nicht bei Andeutungen bleibt, war sehr angenehm. Überhaupt mochte ich einfach das ganze Buch, und den Schreibstil, und die Entwicklung von allem war auch toll.
Außerdem habe ich die Figuren vielleicht nicht geliebt (oder nicht alle), aber sie waren auch auf keinen Fall so, dass ich sie nicht leiden konnte. Sie hatten Fehler und waren menschlich, und sie waren verdammt nachvollziehbar geschrieben und so, dass ich mich ihnen mitfühlen und sie verstehen konnte. Nicht zwingend fantastisch, aber trotz allem irgendwie gute Menschen, und auch wenn ich manchmal sauer auf Leute war, so würde ich sie insgesamt doch alle eher mögen als irgendwas anderes. Sie haben es versucht, und ich weiß das zu schätzen.

Die einzigen Dinge, die ich ganz klar nicht mochte, war einerseits die sehr offensichtliche Nachricht zwischen den Zeilen, dass Frauen immer erst mit Kind wissen, wie das höchste aller Gefühle aussieht, und dass es immer einen Partner braucht, und dass nur Familien das höchste Glück sind. Das entspricht einfach nicht der Wahrheit, und egal wie schön all das in dem Buch verpackt war und wie toll die Worte waren, in denen es verpackt war, es hat mir wirklich nicht gefallen, wann immer das ganze Thema aufkam. Und mir eher schlechte Laune bereitet.
Das zweite ist ganz am Ende der Satz "Ich habe mich vielleicht an einem Kind vergriffen [...]", der wirklich unpassend war. Ich habe keine Ahnung, was sich Fabiaschi dabei dachte, aber oh mein Gott, nein. Nicht mal als Scherz, wie es hier gemeint war, an der Stelle habe ich wirklich kurz eine Pause gemacht, in der ich erst mal damit klarkommen musste. Ich weiß, so ist es nicht gemeint, und ich habe auch kein Problem mit den Umständen, aber das ging gar nicht. Tatsächlich ist das auch der Grund, aus dem das Buch keine (fast) 5 Sterne bekommt (ich habe sogar kurz darüber nachgedacht, noch weniger zu geben), denn sonst mochte ich es so sehr, dass ich das "Familien"-Problem vermutlich hätte ausblenden können, aber der Satz war einfach wirklich unangenehm.

Insgesamt aber dennoch eine wundervolle Geschichte, mit einem tollen Ende (und gerade der letzte Satz des Buches hat mir wirklich gut gefallen und mich sehr emotional werden lassen), und ich hatte viel Freude dabei! Eine sehr bewegende Geschichte über den Umgang mit Trauer und Akzeptanz, und wie das Leben trotz allem irgendwie weitergeht.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Nicht, was ich erwartet hatte

Tod im Buckingham Palast
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Dieses Buch war nicht einmal ansatzweise, was ich davon erwartet habe, aber dadurch nicht zwingend schlecht. Bei dem Untertitel "Ihre Majestät ermittelt" habe ich damit gerechnet, auch wirklich den Ermittlungen ...

Dieses Buch war nicht einmal ansatzweise, was ich davon erwartet habe, aber dadurch nicht zwingend schlecht. Bei dem Untertitel "Ihre Majestät ermittelt" habe ich damit gerechnet, auch wirklich den Ermittlungen Ihrer Majestät beiwohnen zu können, und auch der Klappentext hat mich glauben lassen, dass es hauptsächlich um ihre Ermittlungen ginge, aber stattdessen ist das ganze Buch aus Sicht von Jane, die immer mal wieder ihre Erkenntnisse mit der Queen teilt. Sie arbeiten durchaus zusammen, aber es fühlt sich eher an, wie "Jane ermittelt, weil Ihre Majestät es ihr aufgetragen hat". Anfangs hat mich das ziemlich gestört, aber man gewöhnt sich schnell daran, und zum Ende hin hatte ich ziemlich Spaß an der Geschichte. Jane ist durchaus sympathisch, die Schlussfolgerungen wirken in Ordnung, und die ganze Art, wie das Buch aufgebaut ist, hat mir gefallen. Und dafür, wie ernst es ist, wirkte es gleichzeitig sehr "hell" und "einfach" auf mich. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich teils das Hörbuch gehört habe, und die Sprecherin eine eher fröhliche Stimme hat, weshalb das ganze Buch dadurch ein wenig freundlicher wirkte.
An einer Stelle im Buch heißt es, dass Nikki schon öfter über ihre Vergangenheit erzählt hat, und dann später redet Jane von "erst jetzt", was doch ziemlich widersprüchlich ist (oder eventuell habe ich da doch irgendwas falsch verstanden?), aber ich glaube, das war die einzige Sache, die mir wirklich nicht schlüssig vorkam, der Rest war ziemlich solide.
Insgesamt entsprach das Buch zwar nicht meinen Erwartungen, hat nachdem es mich enttäuscht hat allerdings meine Erwartungen übertroffen, und die Figuren, Handlungen, und auch das ganze Hintergrundwissen haben sehr angenehm zusammengepasst.