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Veröffentlicht am 31.07.2025

Queere Liebesgeschichte mit ganz viel Herz, die sich für mich leider manchmal gezogen hat

Sommergeflüster
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Ich habe noch nicht viele Bücher gelesen, die Polyamorie behandelt haben (leider), dieses hier konnte mit den anderen aber auf jeden Fall mithalten, was Herz und Gefühle anging. Man hat auf jeden Fall ...

Ich habe noch nicht viele Bücher gelesen, die Polyamorie behandelt haben (leider), dieses hier konnte mit den anderen aber auf jeden Fall mithalten, was Herz und Gefühle anging. Man hat auf jeden Fall gemerkt, dass das Thema Menger wichtig ist, und dey sich auch damit auskennt, was ich super schön fand. (Und auch generell queere Identitäten kommen nicht zu kurz.)

Mit Johanna, Marek und Sable hat dey ein paar wirklich tolle Hauptfiguren erschaffen, mit denen man auf jeden Fall mitfühlen konnte, und die durch ihre Fehler auch sehr menschlich sind, während sie eindeutig immer ihr bestes geben, was ich auch schön zu sehen fand. Einige wiederkehrende Figuren sind dabei ebenfalls unglaublich sympathisch, kamen mir aber manchmal zu kurz. So gibt es tragende Figuren, die ich eigentlich auch gerne als Hauptfiguren gesehen hätte, die dann aber immer wieder über längere Zeit wie von der Bildfläche verschwinden, und ein wenig hätte ich mir gewünscht, dass der Fokus hier nicht "nur" auf Marek, Sable und Johanna gelegen hätte (auch wenn ich absolut verstehe, warum dem so war), sondern eben auch auf den weiteren zugehörigen Menschen zu diesem Trio.

Kommunikation ist ebenfalls ein Thema im Buch, das den einzelnen Figuren sehr wichtig ist und ich schon echt gut aufgegriffen fand, gleichzeitig gibt es aber auch immer wieder Momente, in denen die Figuren komplett vergessen oder sich weigern, etwas zu sagen, was für mich teils schon in fast klischeehafte Missverständnisse ausartete, die mich persönlich wenig überzeugen konnten. Oder nicht wirklich Missverständnisse, davon gibt es tatsächlich eher wenig, allerdings entsteht da trotzdem eine Art von Dynamik, die mir teils ein wenig erzwungen wirkte, und bei der ich bei der Länge der Geschichte schon manchmal das Gefühl hatte, jetzt könnten sich die Figuren langsam mal zusammenreißen.

Von der Sprache her hat das Buch mir tatsächlich ziemlich gut gefallen. Ins Gendern kommt man irgendwann rein und überließt es fast, fand ich, und Menger hat eine sehr blumige Ausdrucksweise die bestimmt nicht für jeden was ist, mich hier aber koomplett abholen konnte, und ich habe mich praktisch im Prolog schon in den Stil verliebt und ihn sehr gerne weiter so gelesen.

Alles in allem lässt sich für mich sagen, dass die Geschichte sehr emotional war und ich sie gerne gelesen und mich vom Geschehen abholen lassen habe, es gab aber auch eindeutig Momente, die mir nicht ganz so sehr zugesagt haben, und die mich nicht so wirklich mitreißen oder begeistern konnten. Das ändert aber nichts daran, dass es ein sehr liebevolles Buch ist, und zum Thema Polyamorie haben wir davon sowieso viel zu wenige, also wer sich dafür Interessiert: Ich kann's durchaus empfehlen ^^

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Zu ähnlich zu Band 1, konnte mich leider nicht überzeugen

Waterland - Stunde der Giganten
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Hm. Ich fand das Buch war okay. Die Welt war wieder sehr schön gestaltet und hat mir als Setting gut gefallen, leider waren viele Dinge aber sehr vorhersehbar und gerade das Ende war gefühlt einfach nur ...

Hm. Ich fand das Buch war okay. Die Welt war wieder sehr schön gestaltet und hat mir als Setting gut gefallen, leider waren viele Dinge aber sehr vorhersehbar und gerade das Ende war gefühlt einfach nur genau Band 1 noch mal. Also mit kleineren Abweichungen, wie einer Pistole statt einer Harpunen-Pistole oder ausgetauschten Figuren, aber abgesehen davon war es wirklich exakt das gleiche Szenario schon wieder.
Durchaus ein spannendes Buch, mit einer schönen Idee, und auch nicht zwingend schlecht geschrieben, auch wenn mir ein paar Sachen nicht so ganz gefallen haben, aber insgesamt hatte ich eindeutig mehr auszusetzen als in Band 1, was mit dem Verhalten von Figuren anfing (wie das Jacob extra Informationen einholt, was auch allen bewusst ist, und dann erzählt er aber erst mal nichts davon und kaum einer fragt nach, bis es fast zu spät ist; oder generell ganz viel zu Tristan fand ich wenig überzeugend), mit wiederholten Infos weiterging (gerade am Anfang kriegen wir mehrfach eine Erinnerung, wer Figuren sind, was sich teils sehr unnatürlich für mich las) und eben bei dem bereits bekannten End-Szenario aufhörte.
Ich würde nicht sagen, dass das Buch unlesbar ist, das auf keinen Fall, ganz sicher werden Leute ihre Freude daran haben, für mich endet an dieser Stelle aber die Reise rund um Jacob, da ich trotz meiner Liebe für Kinderbücher hier komplett das Interesse verloren hatte.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Gutes Buch, das in meinen Augen komplett falsch beworben wird

Märchenprinz
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Vermutlich hätte das Buch eine bessere Bewertung verdient, wenn ich mit den richtigen Erwartungen in die Geschichte hineingegangen wäre, aber leider wird das Buch irgendwie überall als komisch/lustig und ...

Vermutlich hätte das Buch eine bessere Bewertung verdient, wenn ich mit den richtigen Erwartungen in die Geschichte hineingegangen wäre, aber leider wird das Buch irgendwie überall als komisch/lustig und romantisch und amüsant beschrieben, und mit keinem Wort wird irgendwo erwähnt, dass es sich eigentlich mit häuslicher Gewalt und Alkoholismus und solchen Dingen auseinandersetzt, und entsprechend war ich eigentlich nicht in dem richtigen Mindset für die Geschichte, weil ich nicht damit gerechnet habe. Hätte ich es von Anfang an gewusst, hätte ich das Buch vermutlich gar nicht erst gelesen, weil ich mich einfach überhaupt nicht dafür interessiert habe, so habe ich es erst erfahren, als ich schon so einige Seiten hinter mir hatte, und dann wollte ich es irgendwie auch bis zum Ende durchziehen.
Vielleicht etwas ironisch, angesichts des Themas, dass ich nicht aufgeben konnte, anders als in Beziehungen mit häuslicher Gewalt kann ich hier aber sagen, dass ich es insgesamt nicht bereut habe. Ich hatte nicht wirklich Spaß an der Geschichte, von amüsant oder "urkomisch" ist das alles auch meilenweit entfernt gewesen, und besonders Lola ging mir extrem auf die Nerven, so wie sie geschrieben wurde, einfach weil ich mit den ganzen unvollständigen Sätzen so gar nicht klar kam, aber inhaltlich war es durchaus spannend, das Ende fand ich überraschenderweise doch zufriedenstellend (womit ich irgendwann zwischendurch echt gar nicht mehr gerechnet hatte), und während das Buch mir insgesamt einfach viel zu lang war und ich in der Zeit lieber ein paar andere Geschichten gelesen hätte, kam mir (als nicht betroffener Person) die Aufarbeitung von allem doch ziemlich gut vor, und ich hatte durchaus das Gefühl, dass Keyes wusste, was sie hier tut.
Ich denke, wenn ich die richtige Zielgruppe für das Buch gewesen wäre, wäre es echt super gewesen, so eher im Mittelfeld für mich (aber auf keinen Fall fand ich's schlecht).

Veröffentlicht am 05.04.2025

Spannende Welt, Magie und Figuren, leider kam vieles zu kurz

A Fragile Enchantment
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Der Titel der Rezension ist für mich Programm: Niamh als Hauptfigur habe ich sehe schnell ins Herz geschlossen, ebenso wie Kit als beständigen Charakter an ihrer Seite, und eigentlich alle Nebenfiguren. ...

Der Titel der Rezension ist für mich Programm: Niamh als Hauptfigur habe ich sehe schnell ins Herz geschlossen, ebenso wie Kit als beständigen Charakter an ihrer Seite, und eigentlich alle Nebenfiguren. Für mich hat Niamh sich mit ihrer Magie und ihren Zielen und Ansichten durchaus wie ein echter Mensch angefühlt, und ich fand, dass man generell sehr gut gemerkt hat, dass alle Figuren ihre eigenen Ziele und Motivation hatten, und an keiner Stelle waren die Charaktere nur „Pappaufsteller“ oder so. Für mich hat das wirklich gut funktioniert.
Ähnlich sieht es mit der Welt aus, die ich sehr magisch fand und mit der ich super leben konnte, und der Magie. Es wird zwar nicht alles total detailliert erklärt, aber das, was erklärt wird, war für mich vollkommen ausreichend, um das Gefühl zu haben, dass es sich um ein echtes Setting handelt, in das ich mich einfach hineindenken konnte. Könnte ich Fragen zu allem und jedem beantworten? Nein. Aber das muss ich auch nicht, es war trotzdem echt genug in meinen Augen.
An der Magie finde ich besonders Niamhs Kräfte immer noch sehr spannend, denn Emotionen/Gefühle in Kleidungsstücke hineinweben zu können finde ich als Ausgangspunkt einfach eine echt tolle Idee, und sowas lese ich wirklich immer wieder gern.

Leider gibt es aber auch einiges, was mir nicht so gut gefallen hat. So fand ich die Geschichte anfangs echt schön und spannend, zum Ende hin ging es mir dann aber zu sehr um die Romanze und alles andere fiel irgendwie einfach weg/war dann plötzlich okay, ohne dass es da Auflösungen gegeben hätte. Ganz viele Probleme werden in dem Buch eröffnet, die am Ende dann nur mit einem „man kümmert sich drum/arbeitet dran“ abgehakt werden (wenn überhaupt, einige Dinge werden auch einfach vergessen).
Die Romanze ist zwar ganz nett geschrieben, nimmt für mich allerdings zu viel Raum ein, der anderen Dingen diesen Raum dann nimmt, und leider war das nicht nach meinem Geschmack. Auch startet Niamh zwar als echt sympathische Figur für mich, wandelt irgendwann aber eher in Richtung „(emotional) übergriffig“, weshalb ich da leider ein wenig genervt von ihr war.
Und ich war richtig glücklich über die queeren Figuren im Buch, nur leider ist die queerness bei einigen Figuren auch eher wie so ein Nebengedanke, der überhaupt nichts mit der Figur zu tun hat. Also es wird einem zwar gesagt, dass Figuren queer sind, wirklich davon Merken tut man aber nie was und es beeinflusst an keiner Stelle irgendetwas in der Story. Trifft nicht auf alle Figuren zu, aber auf einige, und gerade weil es eigentlich so viele gibt, hätte man es für mich dann bei denen, für die es absolut unrelevant war, auch weglassen können. (Damit meine ich nicht, dass es einen Grund für queere Figuren braucht, bitte macht alle Figuren queer, ich wäre begeistert, aber wenn eine Figur darüber spricht, dass zwischen ihr und ihrer besten Freundin was lief/läuft, dann will ich nicht, dass die beste Freundin danach nie wieder erwähnt wird/die Figur absolut keinen Gedanken daran verschwendet.)

Für mich persönlich hätten die einzelnen Inhalte der Geschichte sehr gerne eine größere Rolle spielen dürfen, da ich auch an allem um die Romanze herum großes Interesse hatte und das in meinen Augen einfach zu kurz kam, für alle Leute, die hauptsächlich an Romanze und ein bisschen Worldbuilding interessiert sind, ist das Buch aber vermutlich schon was, kann ich mir vorstellen, denn die Figuren waren schon ganz süß und die Beziehung auch (wenn auch an einigen Stellen etwas zu kitschig und zu schnell für mich).

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 22.03.2025

Schöne Welt, schwache Romanze

A Magic Steeped in Poison – Was uns verwundbar macht
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Die Geschichte war ganz nett, und die Welt, in der sie spielt, hat mir sehr gut gefallen. Sie war ziemlich magisch, und obwohl ich persönlich überhaupt keinen Tee mag, lese ich immer gerne darüber. Es ...

Die Geschichte war ganz nett, und die Welt, in der sie spielt, hat mir sehr gut gefallen. Sie war ziemlich magisch, und obwohl ich persönlich überhaupt keinen Tee mag, lese ich immer gerne darüber. Es ist wirklich beruhigend und schön, über Menschen zu lesen, die sich so viel Mühe bei der Zubereitung von Tee geben und über die Wirkung nachdenken, und ich hatte das Gefühl, dass Lin all das wunderbar umgesetzt und dann noch ein wenig Magie hinzugefügt hat. Wahrscheinlich, weil ich immer das Gefühl habe, dass die Zubereitung von Tee etwas Magisches ist, sodass es für mich super funktioniert hat, dass hier jetzt einfach echte Magie mit eingebracht wird.
Ich mochte auch das politische Geschehen, obwohl ich zugeben muss, dass ich manchmal ein bisschen verloren war, und ich mochte die ganze Idee des Wettbewerbs und wie Ning gelernt hat, wie anders die Welt für sie im Vergleich zu den Leuten im Palast war. Und auch ihre Motivation, ihre Schwester zu retten, war wirklich stark, und ich wusste es sehr zu schätzen, dass das die ganze Zeit über ihre oberste Priorität war.
Das Einzige, was mir nicht ganz gefallen hat/von dem ich das Gefühl hatte, dass es nicht immer gepasst hat/was mich teils verwisst hat, war der „mysteriöse (und gutaussehende) Junge“ und alles, was damit zu tun hatte. Also, ich habe es verstanden, und es war nicht völlig abwegig oder schlecht, nur ... es fühlte sich an, als ob es zuerst zu schnell ging, dann wurde es langsamer, dann war es nur noch ein ständiges Hin und Her, wohin die Geschichte gehen würde, und irgendwann war ich genauso verwirrt wie Ning, aber auch darüber, warum Ning verwirrt war/warum sie bestimmte Dinge dachte. Und ich weiß immer noch nicht, was ich von dieser ganzen Geschichte halte. Also: hat er gelogen? Aber wie mit dem Tee? Und woher wusste Ning sofort, dass er gelogen hat oder dachte, dass er gelogen hat, wenn die Prinzessin zur gleichen Zeit gelogen haben könnte, warum also den Kerl verdächtigen, der den Tee getrunken hat, und nicht die Prinzessin, die es nicht getan hat? Muss ich ihn jetzt verdächtigen? Muss ich nicht? Ich schätze, ich werde es im nächsten Buch herausfinden, das ich vermutlich auch lesen werde, aber ich wünschte, dieses Buch hätte mir ein wenig mehr gegeben, um zu verstehen, was genau vor sich ging. (Oder vielleicht habe ich das alles auch nur irgendwie verpasst oder nicht verstanden, mag sein.) Mir gefällt zwar irgendwie, wie es ausgegangen ist, aber auch dieser Teil der Geschichte kam mir im Vergleich zu allem anderen ein bisschen unterentwickelt vor. Vor allem die Romanze. Es fühlte sich einfach so an, als gäbe es keine wirklichen Gefühle, also hat mich das nicht wirklich überzeugt, obwohl ich Kang für einen ziemlich guten Charakter hielt. Vielleicht ist das der Grund für meine Verwirrung? Wenn es nur eine politische Sache gewesen wäre, hätte es für mich vermutlich besser funktioniert.
Aber auch wenn mich das verwirrt hat, hat mir der Rest der Geschichte gut gefallen, und die Charaktere und ihre Dialoge und Interaktionen fühlten sich ziemlich echt an, und es war leicht, sich darauf einzulassen. Ich glaube, das Ende-Ende hätte mir auch nicht gefallen, aber die Beschreibung des zweiten Buches spoilert ziemlich, was als Nächstes passiert, also habe ich das Gefühl, dass das Ende eher schwach ist und nicht wirklich schlecht? Aber ich werde sehen, wie es im Kontext der ganzen Geschichte wirkt, wenn ich das zweite Buch gelesen habe, denn ich werde ziemlich sicher weitermachen. Ich fand Lins Schreibstil ganz nett und ich mag die Welt und die Charaktere wirklich, also mal sehen, was da noch kommt (und wann ich die Zeit dafür finde).