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Veröffentlicht am 10.04.2025

Fantastischer neuer Panem-Band

Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
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Dieses Buch hat mich wirklich sehr emotional zurückgelassen. Was natürlich erwartbar war, immerhin kannte man ja Haymitchs Geschichte schon grob, und außerdem war er bereits im Original meine Lieblingsfigur, ...

Dieses Buch hat mich wirklich sehr emotional zurückgelassen. Was natürlich erwartbar war, immerhin kannte man ja Haymitchs Geschichte schon grob, und außerdem war er bereits im Original meine Lieblingsfigur, entsprechend bin ich auch irgendwie davon ausgegangen, dass das Buch mit mitnehmen würde, aber irgendwie war ich trotzdem nicht bereit dafür. Obwohl ich mir ziemlich sicher war was kommen würde, und nichts an den größeren Handlungen mich wirklich überrascht hat, im großen und ganzen hab ich eigentlich alles kommen sehen, aber Collins hat es trotzdem geschafft, dass das alles mich voll erwischt hat. Ganz besonders der Epilog. Ich war tatsächlich ähnlich emotional wie bei der Original-Trilogie. Was absolut positiv ist, und nur ein Lob an diesen Band hier, aber … ich fühle mich dennoch ein wenig verraten. Vermutlich eher von mir als von Collins, denn dass sie super schreibt, davon bin ich ja ausgegangen.
Die einzige Sache, die mich tatsächlich wirklich überrascht hat, war der Anfang des Buches. Ich war sehr beeindruckt, dass Collins es geschafft hat, wieder eine neue Einleitung zu finden, obwohl der ganze Ablauf (natürlich) so ähnlich zu den vorherigen Büchern ist. Und trotz der Ähnlichkeit war es doch wieder anders genug, um neu zu sein. Hat mir sehr gefallen.
Und natürlich ist Haymitch auch einfach eine Figur, die ich sehr leicht ins Herz schließen kann. Vielleicht, weil ich ihn schon in den bisherigen Büchern so super fand, keine Ahnung, aber das ändert nichts daran, dass ich ihn auch hier wieder geliebt habe, und die ganzen anderen Erwähnungen von Namen und Andeutungen von Dingen, die dem Leser bereits bekannt waren, haben mir auch unglaublich gut gefallen. In meinen Augen hat das super funktioniert.
Ich weiß, dass einige Leute das Buch nicht so sehr mochten/sie das Gefühl hatten, nicht ganz die Zielgruppe zu sein, weil die Geschichte so ähnlich zu bisherigen Büchern ist, und man entsprechend nicht viel neues lernt, aber ich persönlich war eindeutig die Zielgruppe und ich fand‘s super. Ich konnte ein bisschen was neues Lernen, ein bisschen was altes wiederentdecken, wir kriegen endlich Haymitchs Backstory, die natürlich super war (also, zu lesen, denn es bleiben natürlich die Hungerspiele und Panem), und ich hatte einfach eine gute Zeit. Außerdem fand ich schön, dass man ein paar Abschlüsse aber auch ein paar Anfänge mitbekommen konnte, Snow natürlich Snow ist, und ich war einfach echt glücklich mit dem Buch.
Die Geschichte war packend und durchdacht, ich wurde zum nachdenken angeregt, politisch war das ganze auch wieder super aufgezogen und ich werd mit meinen Gedanken vermutlich einfach generell der Story noch ein wenig mehr nachhängen, und das Zusammenspiel insgesamt zwischen Geschichte und politischen Ansichten fand ich wieder einmal sehr gelungen.
Natürlich ist es nichts komplett neues, aber wenn einem die restlichen Bücher gefallen haben, dann wird dieses hier vermutlich nicht anders sein, und ich persönlich war einfach total begeistert (und am Boden zerstört, bei Panem geht es glaube ich nicht anders).

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2025

Weiterhin fantastisch

Vier Farben der Magie - Der stählerne Prinz (Weltenwanderer Comics)
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Was für ein super zweiter Band der Reihe!
Ich glaube, ich habe ihn sogar noch mehr geliebt als den ersten. Die Geschichte ist sehr intensiv, alle Charaktere wirklich interessant, und ich liebe es, wie ...

Was für ein super zweiter Band der Reihe!
Ich glaube, ich habe ihn sogar noch mehr geliebt als den ersten. Die Geschichte ist sehr intensiv, alle Charaktere wirklich interessant, und ich liebe es, wie alle Motivationen so klar sind, und dass man so viel erfährt, auch wenn nichts gesagt wird, einfach durch die Art, wie jeder handelt. Es ist einfach richtig gut. Und ich liebe es, wie die Kämpfe gezeichnet sind, und sobald ich angefangen habe, habe ich nicht einmal daran gedacht, eine Pause zu machen, weil alles so gut zusammenpasst und die Geschichte so gut fließt, dass es wirklich nicht nötig ist. (Und natürlich ist es wirklich schnell zu lesen, so dass es auch außerhalb des Buches keinen Grund gibt, aufzuhören.)
Maxim war wieder ein sehr sympathischer Charakter, ebenso wie Isra und die ganzen Nebenrollen, und ich mag es sehr, wie jeder wieder seine Stärken, aber auch Probleme hat.
Und die Geschichte funktioniert einfach. Es fühlte sich logisch an, dass Maxim versucht, Respekt zu gewinnen, aber es fühlte sich auch richtig an, wie er das angeht, und wie Isra damit und mit ihm umgeht.
Es fühlt sich so an, als könnten sie einander vertrauen, und als seien sie sich dessen auch bewusst und hätten das vertrauen wirklich, und ich mag die Darstellung der Kameradschaft und habe auch hier wieder gerne mehr über die Welt gelernt. Und die Art und Weise, wie diese ganze Geschichte erzählt wird, gefällt mir wirklich sehr gut. Richtig schöne Reihe!

Veröffentlicht am 22.03.2025

Emotional, nachdenklich, real

Fremde Erde
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Ich hatte keine Erwartungen an dieses Buch, vor allem, weil ich nicht wusste, worum es gehen würde, ich fand nur das englische Cover wirklich hübsch. Dann habe ich angefangen zu lesen und wusste nicht, ...

Ich hatte keine Erwartungen an dieses Buch, vor allem, weil ich nicht wusste, worum es gehen würde, ich fand nur das englische Cover wirklich hübsch. Dann habe ich angefangen zu lesen und wusste nicht, was ich davon halten sollte. Dann war ich am Ende der ersten Geschichte (von acht), und plötzlich verdammt sicher, dass ich das Buch liebe (und so war es dann auch).
In den Kurzgeschichten geht es um viele Emotionen, um Erfahrungen als Einwanderer, um Romantik, um Ehe und Familie, und obwohl keine dieser Erfahrungen mit meinem Leben vergleichbar ist, weil ich nichts davon erlebt habe, hat Lahiri es so geschrieben, dass ich mich allen Figuren sehr nahe fühlte, und ich liebe es, wie sie mit Worten Bilder malt. Nicht immer die schönsten Bilder, aber auch nicht die schlechtesten, sondern einfach... einfach Bilder. Alle Geschichten fühlten sich real und nah an, mit Höhen und Tiefen, mit Verständnis und Unverständnis, mit großen und kleinen Problemen und deren Überwindung (oder manchmal auch nicht), und ich mochte einfach die Art und Weise, wie das alles geschrieben war.
Die ersten fünf Geschichten sind auch fünf verschiedene Geschichten (wenn ich nicht etwas übersehen habe), während die letzten drei miteinander verbunden sind, und das hat mich wirklich überrascht, aber ich fand es auch toll, so viel von diesen Leben zu lesen.
Die Geschichten sind nicht immer nett, aber so wie sie geschrieben sind, sind sie trotzdem schön, genau wie das (englische) Cover, und ich habe jede einzelne Geschichte absolut geliebt. (Nicht alle auf dieselbe Art und Weise, aber sie waren alle toll.)

Veröffentlicht am 22.03.2025

Super Buch

Vier Farben der Magie - Der stählerne Prinz (Weltenwanderer Comics)
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Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich einlasse, da ich noch nie etwas von V.E. Schwab gelesen habe und daher auch Shades of Magic nicht kannte, und auf den ersten paar Seiten wusste ich nicht, was ich ...

Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich einlasse, da ich noch nie etwas von V.E. Schwab gelesen habe und daher auch Shades of Magic nicht kannte, und auf den ersten paar Seiten wusste ich nicht, was ich davon halten würde oder ob es mir gefallen würde... und dann wurde ich total von der Geschichte, dem Zeichenstil und den Charakteren gefesselt und fand jede Seite fantastisch.
Ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass mir der Zeichenstil so gefallen würde, ich mag normalerweise eher sehr filigrane Zeichnungen, aber Gott, es passte so gut zur Geschichte, dass ich die Zeichnungen echt schnell fantastisch fand. Ich schätze, vielleicht zehn Seiten und ich war hin und weg.
Isra und Maxim sind ein tolles Duo, ich mochte all ihre Interaktionen, und wie unterschiedlich sie waren, aber auch irgendwie ähnlich, und wie sie sich gegenseitig geholfen haben, wobei Isra eindeutig mehr einen Plan hatte, was zu tun ist, und Maxim eher idealistisch war.
Und auch die Art und Weise, wie die Geschichte voranschreitet, fühlte sich real und passend an, und nicht erzwungen, und das Ende war meiner Meinung nach echt toll. Vielleicht ein bisschen schnell, denke ich, oder es fühlt sich so an, jetzt wo ich darüber nachdenke, aber während des Lesens hat es mich überhaupt nicht gestört, und ich werde auf jeden Fall weiter lesen und sehen, ob ich die Zeit für einige von Schwabs anderen Bücher finde und ob sie mir genauso gut gefallen.
Ich hatte eine Menge Spaß, das war großartig!

Veröffentlicht am 22.03.2025

Fantastisches Buch über echte Probleme

The Hate U Give
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Ich hatte das Buch bereits eine ganze Weile herumstehen, und hatte noch viel länger schon nur gutes darüber gehört, und ich bereue es sehr, dass ich das Buch nicht früher schon gelesen habe. Ich wünschte, ...

Ich hatte das Buch bereits eine ganze Weile herumstehen, und hatte noch viel länger schon nur gutes darüber gehört, und ich bereue es sehr, dass ich das Buch nicht früher schon gelesen habe. Ich wünschte, ich hätte die Zeit zum Lesen schon damals bei der Veröffentlichung gefunden, denn das Buch hat es absolut verdient, gelesen zu werden. Auch von allen.
Ich hatte ehrlich keine Ahnung, worauf ich mich einlasse, als ich das Buch dann endlich in die Hand genommen habe. Ich habe den Klappentext gelesen, also war mir bewusst, dass es sich technisch gesehen um eine fiktionale Geschichte handelte, aber gleichzeitig fühlt es sich auch extrem falsch an, darüber zu urteilen, als wäre es „nur“ ein fiktionales Werk, weil es genau das irgendwie ganz offensichtlich doch nicht ist.
Ich meine, ja die Figuren sind richtig toll, und die Beziehungen zwischen allen fand ich gut geschrieben, und die Geschichte ist ziemlich packend und interessant, und mir hat alles an dem Buch gefallen, aber gleichzeitig ist so deutlich, dass das Buch in unserer Realität spielt, und es nicht nur um interessante Plots oder gute Figuren geht, sondern um echte Menschen und Aktivismus und Black Lives Matter und sich stark machen, Polizeigewalt und all das, und … es geht einfach um mehr, als „nur“ irgendeine Geschichte.
Lest das Buch einfach. Wirklich. Wenn ihr die Gelegenheit habt (und ihr mental und emotional an einem Punkt seid, an dem es euch nicht schadet, so schwere Kost zu lesen), dann lest es.