Ein Highlight meines Lesejahres 2025
Frag nicht nach AgnesEs war ein Brief, der Lilo dazu brachte, mal wieder nach ihrer Familie zu fragen. Auch wenn sie wusste, dass ihre Mutter ärgerlich wird. Sie will endlich wissen, warum ihre Großmutter Agnes so sehr verachtet ...
Es war ein Brief, der Lilo dazu brachte, mal wieder nach ihrer Familie zu fragen. Auch wenn sie wusste, dass ihre Mutter ärgerlich wird. Sie will endlich wissen, warum ihre Großmutter Agnes so sehr verachtet wird. Welches Unrecht beging sie und warum kann ihre Mutter nicht darüber sprechen? Nein, Lilo will diese Geheimniskrämerei nicht länger hinnehmen. Sie hat ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren.
"Frag nicht nach Agnes" ist kein oberflächlicher Roman, der lediglich der Unterhaltung dient. Die Autorin nahm mich mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Spannend und zugleich faktenreich erlebte ich hautnah, wie Kriegsverbrecher keine Verantwortung für ihr Tun übernehmen mussten. Sowohl Richter als auch Staatsanwälte standen den Angeklagten zur Seite. Die junge Agnes war ein Opfer der Justiz und ihre Tochter Monika musste mit den Konsequenzen leben.
Nicht nur das Leben der Kriegsverbrecher spielt in dem Roman eine Rolle. Auch die Nachkommen und Partner der Betroffenen leiden bis heute unter den Folgen. Wurde auch die junge Agnes fälschlicherweise verurteilt? Was hätte sie tun können, wenn ihr Mann als Kämpfer fürs Vaterland galt und niemand hinter seine gut einstudierte Fassade blickte?
Für mich war dieses Buch ein Highlight meines Lesejahres 2025. Ja, ich empfehle es ausdrücklich und ohne Abstriche weiter. Die Vergangenheit darf niemals ruhen und jeder Demokrat muss aufstehen, wenn ähnliche Meinungen die Öffentlichkeit beeinflussen möchten.