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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2025

100 Jahre Leben

Das Licht in den Wellen
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Inge will mit ihren 100 Jahren noch einmal nach New York. Ihre Urenkelin soll sie auf dieser Fahrt begleiten und sie möchte ihr von ihrem Leben erzählen. Inge wanderte in jungen Jahren von Föhr nach New ...

Inge will mit ihren 100 Jahren noch einmal nach New York. Ihre Urenkelin soll sie auf dieser Fahrt begleiten und sie möchte ihr von ihrem Leben erzählen. Inge wanderte in jungen Jahren von Föhr nach New York aus. Als einfache Bauerntochter fand sie dort ihren Weg, wobei Kartoffelsalat eine wichtige Rolle spielte und sie auch mit Berühmtheiten in Kontakt trat.

Die Geschichte von Inge ist sehr abwechslungsreich und spannend. Sie erlebte so viel und ihre Gefühle und Zweifel konnte ich gut verstehen.

Ich mag den Schreibstil des Autors. Es war aber kein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen kann. Für mich kam nie wirklich Spannung auf. Dabei punktet die Geschichte eher mit Wendungen und interessanten Geschichten. Dabei hat mir der historische Einblick sehr gut gefallen.

Ich denke, es sollte mit einer Geschichte Spannung aufgebaut werden, weil diese sich durch das ganze Buch zog. Diese fand ich dann aber wenig überraschend und man vermutet schon in welche Richtung es geht, sodass für mich dadurch wenig Spannung im ganzen Buch vorhanden war.
Auch schaffte es der Autor nicht große Gefühle in mir zu wecken. Inge gibt das als Protagonistin nicht her und es wirkte alles sehr emotionslos. Selbst ein Todesfall wird geschildert als Ablauf von Handlungen, die danach erfolgten. Was die Menschen dabei fühlen, war für mich nicht gut erzählt.

Die Geschichte von Inge hat mich unterhalten und war in ihren vielen kleinen Geschichten interessant. Der historische Blick auf Föhrer in New York war sehr detailliert.

Veröffentlicht am 23.03.2025

Punk, Liebe, Gedichte

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken
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Elisa ist großer Fan von Mascha Kaléko. Zu Beginn der Kapitel gibt es ein Gedicht von Kaléko. Daran schließt dann die Geschichte von Elisa an. Manchmal passt das sehr gut, manchmal finde ich es nicht so ...

Elisa ist großer Fan von Mascha Kaléko. Zu Beginn der Kapitel gibt es ein Gedicht von Kaléko. Daran schließt dann die Geschichte von Elisa an. Manchmal passt das sehr gut, manchmal finde ich es nicht so gut. Elisa entspricht wohl dem Begriff Systemsprengerin. Schon mit 11 lebt sie im Heim, mit 13 bringt ihr Leben als Punk mehr auf der Straße als in einem Haus.

Das Thema Liebe zieht sich durch das Buch. Denn vieles erklärt sich Elisa durch die fehlende Liebe ihrer Mutter. Elisa macht viele schreckliche Erfahrungen und das Buch wird erst zum Ende hin versöhnlich. Wenn ich das Nachwort richtig deute, ist die Geschichte teilweise autobiographisch. Dann beeindruckt die Offenheit der Autorin sehr. Insgesamt ist mir die Erzählung etwas zu düster gewesen und auch die kurzen Episoden waren nicht immer einfach zu lesen.

Gut gefallen hat mir die Auswahl an Gedichten und dass diese mit der Geschichte verknüpft sind.
Gleichzeitig fehlte mir dann aber etwas Info zu Mascha Kaléko.

Das Cover und der Titel finde ich extrem gut. Das passt zum Inhalt des Buchs und wird dort auch aufgegriffen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2025

Wieviele Lügen verkraftet man?

Luzie in den Wolken
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Gabriel Bach hat eine Schreibblockade. Als der Luftballon von Luzie seinen Weg kreuzt, ändert sich das. Er möchte Luzie helfen und nimmt dafür viel auf sich. Als er die Mutter von Luzie kennenlernt, nennt ...

Gabriel Bach hat eine Schreibblockade. Als der Luftballon von Luzie seinen Weg kreuzt, ändert sich das. Er möchte Luzie helfen und nimmt dafür viel auf sich. Als er die Mutter von Luzie kennenlernt, nennt er sich Ben und gibt sich als Buchhalter aus. So will er beiden helfen und dann wieder aus deren Leben verschwinden. Wie lange kommt er mit seinen Lügen durch?

Ich fand die Grundidee interessant. Das was Luzie auf die Karte schreibt, berührt einen. Gabriel wirkt abgestumpft und leer. Er benötigt einen Sinn im Leben. Für mich ist er als Charakter aber nicht schlüssig. Einerseits will er helfen, andererseits gibt es aus meiner Sicht zu wenig Grund für die vielen Lügen. Er möchte doch eigentlich nicht mehr schreiben, trotzdem führt er das Ganze durch. Ich habe auch nicht verstanden, warum er dann plötzlich nicht mehr antriebslos ist. Auch die Auflösung an Ende hat mich dann unzufrieden zurückgelassen. Miriam hat aus meiner Sicht zu schnell verziehen bzw. es war für den Leser nicht nachvollziehbar warum.

Das Umfeld von Miriam und Luzie ist echt toll und ich würde gerne mehr über sie lesen. Es hat Spaß gemacht diese Geschichten zu lesen.

Veröffentlicht am 29.12.2024

Football trifft Fotografie

You Are My Hurricane
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Maeves Leidenschaft ist die Fotografie. So kann sie im Hintergrund bleiben und bekommt wenig Aufmerksamkeit. Sie fotografiert das College Football-Team. Als der Quarterback Carter sie umstößt wird ihre ...

Maeves Leidenschaft ist die Fotografie. So kann sie im Hintergrund bleiben und bekommt wenig Aufmerksamkeit. Sie fotografiert das College Football-Team. Als der Quarterback Carter sie umstößt wird ihre Kamera zerstört. Eine neue kann sie sich kaum leisten und ist wütend, dass Carter sich nicht mal entschuldigt. Sie nimmt ihren Mut zusammen und stellt Carter zur Rede. Es entwickelt sich dann aber anders als erwartet. Maeve muss entscheiden, ob sie die Aufmerksamkeit für eine neue Kamera nutzen möchte.

Der Beginn der Geschichte hat mich emotional sehr gepackt. Maeves Angst wird so eindrücklich beschrieben, ihre Hilflosigkeit berührt. Schnell ahnt man, was passiert ist, doch was dahinter steckt, erfährt man erst später. Das Buch zieht sich über das gesamte letzte Collegejahr von Carter und noch etwas darüber hinaus. Dadurch ist die Geschichte für den Leser abgeschlossen. Allerdings zieht es sich dann auch etwas in der Mitte der Geschichte.
Die Nebenfiguren bleiben etwas blass und emotionslos. Und ich frage mich langsam, warum es in jeder Football-Geschichte den homosexuellen Spieler gibt. Auch die Freunde von Maeve sind wenig detailliert.

Das Setting hat mir aber gut gefallen. Auch dass die Geschichte in sich geschlossen ist, finde ich gut. Der Beginn hat mir so gut gefallen, dass ich 4 Sterne vergebe.

Veröffentlicht am 16.11.2024

Winterliche Geschichte

Die Winterschwestern
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Alfred spielt gerne Streiche. Dabei ärgern sich die Bewohner in seinem Wikingerdorf manchmal sehr. Als sein Onkel Ragnar die Diebesbande Trolle finden soll, verfolgt ihn Alfred. Schnell ist er in einem ...

Alfred spielt gerne Streiche. Dabei ärgern sich die Bewohner in seinem Wikingerdorf manchmal sehr. Als sein Onkel Ragnar die Diebesbande Trolle finden soll, verfolgt ihn Alfred. Schnell ist er in einem großen Abenteuer und es geht nicht um weniger als seinen Onkel zu retten. Dabei muss er die kleine Winterschwester finden.

Die Gestaltung in der Geschichte ist sehr gelungen. Die Auswahl der gezeigten Szenen ist perfekt. Die Bilder transportieren auch, was gerade in der Geschichte passiert.

Alfred fanden meine Kinder sofort interessant. Seine Streiche hören sich lustig an. Außerdem ist sein Abenteuer spannend und fesselnd. Leider war es so, dass die Spannungskurve und das Interesse meiner Kinder etwas abgeflacht ist, nachdem Alfred sich vor der Füchsin retten konnte. Das ist so im letzten Drittel des Buchs.

Die Altersempfehlung finde ich mit 9 Jahren passend. Für jüngere Kinder ist es noch zu viel Text und noch jüngere Kinder bekommen dann doch etwas Angst.

Fazit: Eine winterliche Geschichte mit einem interessanten Protagonisten für Kinder