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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Emotional, hart und toll geschrieben

Ganz aus Splittern
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In ihrem Debüt „Ganz aus Splittern“ zeigt AutorinDanae Lake bereits in jungen Jahren dass sie wirklich schreiben kann. Ihr Roman dreht sich dabei um die sympathische Chrissy, welche sich in ihrem Brennpunktviertel ...

In ihrem Debüt „Ganz aus Splittern“ zeigt AutorinDanae Lake bereits in jungen Jahren dass sie wirklich schreiben kann. Ihr Roman dreht sich dabei um die sympathische Chrissy, welche sich in ihrem Brennpunktviertel versucht durchzuschlagen. Armut, Vernachlässigung und auch Gewalt sind Alltag für die 16 Jährige und durch die Lektüre kommt man ihr unglaublich nahe. Nicht alle Szenen sind gut auszuhalten (falls ihr ein eigenes Thema habt, lest bitte unbedingt die Content Notes) und oft erlebte ich die Handlung als frustrierend. Zum Glück erfährt Chrissy aber auch immer wieder Gutes, starke Freundschaften tragen etwa die Handlung. Auch eine zarte Liebesgeschichte sorgt für süße Szenen, wobei mir diese was das Tempo angeht allerdings etwas überstürzt war. Großartig herausgearbeitet wurden dafür soziale Unterschiede und fehlende Chancengleichheit. Der Schreibstil liest sich super, ist jung und modern aber nicht jugendsprachlich überladen. Mühelos flog ich durch die Kapitel, wobei die Geschichte durchaus Sogwirkung entwickelt. Alles in allem begeistert die hohe Emotionalität und Authentizität, so dass ich über kleinere Störfaktoren gut hinwegsehen kann und gerne 5 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Faszinierend düster

Die blaue Stunde
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„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins beginnt gemächlich und auch im weiteren Verlauf setzt die Autorin auf eine subtile Spannung. Trotzdem war die Geschichte finde ich unglaublich fesselnd und gerade dieses ...

„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins beginnt gemächlich und auch im weiteren Verlauf setzt die Autorin auf eine subtile Spannung. Trotzdem war die Geschichte finde ich unglaublich fesselnd und gerade dieses Angedeutete und die dichte Atmosphäre gefielen mir gut. Perspektivwechsel und Zeitebenen sind klug gewählt und auf wirklich jeder Seite möchte man wissen wie es nun weitergeht. Offene Enden sollten im Crime-Genre aber finde ich verboten werden und auch hier hat es mich kalt erwischt. So bleibt Einiges bis zuletzt ungeklärt, was für mich der einzige Kritikpunkt an dieser Geschichte ist. Für das Buch sprechen hingegen ein einzigartiges Setting zwischen Kunstwelt und rauer Natur, faszinierende Figurenzeichnungen und ein mitreißender Schreibstil. Die Handlung braucht keine großartig dramatischen Effekte und zieht dennoch in ihren Bann. Auch deshalb vergebe ich letztlich volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle die mit offenen Enden umgehen können.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Humorvolles Jugendbuch am Puls der Zeit

People Pleaser
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„People Pleaser Eine für alle und alle für sich“ ist bereits der zweite Roman der Autorin Anna Dimitrova und wer bereits „Kanak Kids“ gelesen hat, weiß auf was er sich freuen kann. Gewohnt humorvoll kommt ...

„People Pleaser Eine für alle und alle für sich“ ist bereits der zweite Roman der Autorin Anna Dimitrova und wer bereits „Kanak Kids“ gelesen hat, weiß auf was er sich freuen kann. Gewohnt humorvoll kommt auch diese Geschichte daher und so macht die Lektüre trotz vieler ernster Themen richtig Spaß. Diesmal steht Nina im Mittelpunkt der Geschichte, welche wirklich der Inbegriff eines People Pleasers ist, wobei die Autorin manches auch bewusst überzeichnet. Trotzdem trifft sie finde ich genau den Punkt und schafft eine Identifikationsmöglichkeit für viele von uns. Aber auch weitere wichtige Themen wie psychische Erkrankungen, Prüfungsangst oder bedenkliche Beziehungsmuster werden von unterschiedlichen Figuren aufgegriffen und reflektiert. Und bei all dem herrscht stets ein leichter und lustiger Ton vor, wobei sich die Dialoge in Jugendsprache perfekt einfügen. Lediglich das Ende war für mich eine Spur zu "Happy" um noch glaubwürdig zu wirken. Letztlich passt dies aber ins Genre und zu dieser sowieso überraschend verrückten Geschichte. Sternabzug gibt es dafür von mir deshalb auch nicht. Und so vergebe ich insgesamt gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Facetten der Trauer

Endlosschleifentage
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Ich bin mittlerweile großer Fan von Autor Fabian Neidhardt und finde auch in seinem neuen Roman „Endlosschleifentage“ hat er sich wieder gesteigert. Das Kernthema der Geschichte ist auf jeden Fall "Trauer" ...

Ich bin mittlerweile großer Fan von Autor Fabian Neidhardt und finde auch in seinem neuen Roman „Endlosschleifentage“ hat er sich wieder gesteigert. Das Kernthema der Geschichte ist auf jeden Fall "Trauer" aber auch unterschiedliche Freundschaften und Beziehungen werden beleuchtet. Das Buch ist von Beginn an intensiv und rüttelt emotional immer wieder auf. Denn David verliert seine Ehefrau und Kinga gleichzeitig ihre beste Freundin. Beide gehen höchst unterschiedlich mit diesem Verlust um und gerade diese verschiedenen Facetten von möglicher Trauer mochte ich sehr. Geschickt stellt uns der Autor selbst die Frage was für Vorstellungen haben wir vom "richtigen" trauern und was passiert wenn Menschen ganz anderes damit umgehen. Neben inhaltlicher Tiefe überzeugt der Roman aber auch durch authentische Figuren und sensible Charakterzeichnungen. Marie etwa entwickelte sich über die Zeit hinweg zu meiner Lieblingsfigur, trotz ihrer gelegentlich schroffen Art. Gerade auch die Szenen auf dem Friedhof machen die Erzählung zu etwas besonderem und sorgen für eine eindrucksvolle Atmosphäre. Aber auch der Schreibstil begeisterte mich und zog mich mit Leichtigkeit voll und ganz in die Geschichte. Alles in allem ist „Endlosschleifentage“ sicher keine reine Wohlfühllektüre, aber durch das Thema letztlich für uns alle relevant. Für die wirklich perfekte Umsetzung, auch wenn mich das Ende dann doch etwas überrascht hat, vergebe ich gerne 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Neue spannende Verwicklungen für die Spurenfinder

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Bereits der erste Teil gefiel mir schon gut, in „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ haben Marc-Uwe Kling und seine Töchter Johanna, Luise und Elisabeth aber finde ich nochmal eine Schippe drauf gelegt. ...

Bereits der erste Teil gefiel mir schon gut, in „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ haben Marc-Uwe Kling und seine Töchter Johanna, Luise und Elisabeth aber finde ich nochmal eine Schippe drauf gelegt. Diesmal verschlägt es Elos und die Zwillinge Ada und Naru nach Iriandria wo der König höchstpersönlich um Hilfe bittet. Bei nur einem Fall bleibt es aber nicht lange und so ermitteln die Spurenfinder bald in unterschiedliche Richtungen. Die Atmosphäre ist dabei durchaus gelöst, humorvoll und weniger übertrieben albern, so gefiel mir der Schreibstil richtig gut. Aber auch die Krimiaspekte erschienen diesmal ausgereifterer und sorgten für ordentlich Spannung. Dies ergänzt sich für mich perfekt mit dem besonderen Charme der erschaffenen Welt. Diese wird vielfach durch tolle Illustrationen veranschaulicht. Die Geschichte hält neben einigen bekannten Gesichtern auch neue Charaktere bereit, was ebenfalls für Abwechslung sorgte. Und da am Ende Elos einziges ungelöstes Rätsel noch offen ist dürfen wir auf einen weiteren Band hoffen, was mich sehr freut. Diese besondere Reihe macht einfach nur Spaß und so kann ich „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ voll und ganz weiterempfehlen! Einsteiger sollten aber am besten zunächst zum ersten Band greifen.

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