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Veröffentlicht am 23.04.2025

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Wild wuchern
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'Wild wuchern' von Katharina Köller hat mich wirklich begeistert.
Das Buch ist super kurzweilig, mit interessanten Figuren, tiefgründigen und kritischen Themen. Die Sprache ist toll, die Familiengeschichte ...

'Wild wuchern' von Katharina Köller hat mich wirklich begeistert.
Das Buch ist super kurzweilig, mit interessanten Figuren, tiefgründigen und kritischen Themen. Die Sprache ist toll, die Familiengeschichte spannend, und zwischendurch gibt es humorvolle Momente.
Die Geschichte beginnt mit Maries Flucht vor ihrem tyrannischen Partner.
Sie rennt nachts bergauf zur Almhütte ihrer Cousine Johanna um dort Schutz zu finden.
Da die beiden seit ihrer Jugend keinen engen Kontakt mehr hatten und unterschiedlicher nicht sein könnten, entwickelt sich ein spannender Prozess des Annäherns, des gegenseitigen Verstehens und des Findens zueinander.
Ich mochte die schweigsame und recht harsch wirkende Johanna sehr gerne.
Dort oben, alleine mit ihren Tieren, führt sie ein friedliches Leben und hat wahrscheinlich mehr mit der neuen Situation zu kämpfen als Marie.
Marie kennt es nicht anders, sie passt sich an und will gefallen, schon immer und bleibt dabei natürlich auf der Strecke.
Was mich überrascht hat: Mir ist erst nach dem Lesen aufgefallen, dass das Buch keine Kapitel hat.
Das hat mich aber überhaupt nicht gestört, denn ich wollte einfach immer weiterlesen und habe dabei nicht wie sonst immer mal wieder geschaut, wann Zeit für eine (Kapitel)-Pause ist.
Die eingewebte österreichische Mundart hat mir sehr gut gefallen, ebenso die vielen klugen Zitate.
Ich hätte mir alle markieren sollen, doch ich wollte mich nicht aus der Geschichte herausreißen lassen.
Ein Zitat, das mir besonderes im Gedächtnis geblieben ist, lautet:
"Seit du da bist, bin ich einsam."
Das hat mich sehr berührt.
Es gibt in diesem Roman einiger dieser ehrlichen, tiefgehenden und manchmal auch krassen Zitate.
Alles in allem ein tolles Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Das Echo der Moore

Das Echo der Moore
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„Das Echo der Moore“ von Nicole Wellemin ist ein spannender Familienroman, der mit einem eindrucksvollen Setting begeistert. Der Autorin gelingt es, die mystische Atmosphäre der Moorlandschaft nicht nur als gruselige Kulisse darzustellen, sondern deren Faszination in ...

„Das Echo der Moore“ von Nicole Wellemin ist ein spannender Familienroman, der mit einem eindrucksvollen Setting begeistert. Der Autorin gelingt es, die mystische Atmosphäre der Moorlandschaft nicht nur als gruselige Kulisse darzustellen, sondern deren Faszination in den Vordergrund zu stellen.
In der Geschichte begleiten wir die Zwillinge Chrissi und Resi, die in ihrer Kindheit im Schatten ihres schwerkranken Bruders Anselm aufwachsen. Die beiden Mädchen navigieren durch eine quasi selbstständige Kindheit, in der sie oft von ihrer Mutter, Helene, übersehen werden. Der Roman thematisiert eindrucksvoll den Verarbeitungsprozess der Schwestern, die sich nach einem Zerwürfnis langsam und Schritt für Schritt wieder einander annähern.
Die Erzählung wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und bietet Perspektiven aus den Blickwinkeln von Chrissi, Resi und ihrer Mutter. Dabei werden zahlreiche spannende Themen angesprochen, wie die Bedeutung und Faszination von Moorlandschaften, die Dynamik der Schwesternschaft, die Herausforderungen von Schattenkindern, chronische Krankheiten sowie die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Auch die Liebe findet ihren Platz in dieser Erzählung.
Wellemins Schreibstil ist atmosphärisch und flüssig, was das Lesen zu einem angenehmen Erlebnis macht. Die Handlung hält einen stets bei der Stange und weckt die Neugier auf das nächste Kapitel. 
Ich hatte auf jeden Fall eine gute Lesezeit.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

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Wir werden jung sein
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Ich habe es als Hörbuch gehört und es war richtig gut. Interessante Geschichte, gut gelesen. Absolut spannend zu überlegen was wäre wenn man tatsächlich nicht mehr altern würde. Auf einmal doch gar nicht ...

Ich habe es als Hörbuch gehört und es war richtig gut. Interessante Geschichte, gut gelesen. Absolut spannend zu überlegen was wäre wenn man tatsächlich nicht mehr altern würde. Auf einmal doch gar nicht mehr so erstrebenswert. Absolute Lese- oder Hörempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Geheimnisse der Vergangenheit

Die Anatomie der Einsamkeit
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Als erstes muss ich das Cover erwähnen😍.
Einfach schön und ich finde es so toll das 'Die Anatomie der Einsamkeit' so gut zum Vorgänger Roman 'Die Halbwertszeit von Glück' passt.
Sowohl von Cover als auch ...

Als erstes muss ich das Cover erwähnen😍.
Einfach schön und ich finde es so toll das 'Die Anatomie der Einsamkeit' so gut zum Vorgänger Roman 'Die Halbwertszeit von Glück' passt.
Sowohl von Cover als auch vom Titel her. Ein schönes Wiedererkennungsmerkmal.
In dem neusten Werk der Autorin Louise Pelt haben wir wieder unterschiedliche Zeitebenen in denen sich viele Geheimnisse der Vergangenheit befinden und die nach und nach aufgedeckt werden.
Zwischendrin gibt es immer wieder schön geschriebene Gedichte, die das miträtseln noch etwas anfeuern.
Im Jahr 2000 muss sich die erfolgreiche, aber nicht wirklich glückliche Anwältin Claire ihrem dunklen Kapitel mit ihrer verstorbenen Schwester Iris stellen und kommt dieser dabei näher als je zuvor.
22 Jahre später entdeckt die Journalisten Olive den Kompass ihrer Oma, ein vermeintliches Einzelstück, auf dem Bild einer vor kurzem entdeckten Leiche.
Ist das die Story die sie braucht um endlich die Anerkennung ihrer Chefin zu erlangen, ist der Fotograf Tom, ihre Begleitung, wirklich ein so unsympathischer Schnösel und was ist in der Vergangenheit ihrer Oma alles geschehen, wer ist sie wirklich?
Fragen über Fragen und die Antworten stehen im Buch 😉.
Ich möchte ganz ehrlich sein...Dieser Roman kommt für mich nicht an 'Die Halbwertszeit von Glück' ran, denn den habe ich wirklich geliebt.
'Die Anatomie der Einsamkeit' ist schön geschrieben und angenehm zu lesen, aber hatte für mich auch seine Längen.
Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mit den Personen im Buch dieses mal nicht so warm geworden bin.
Im Großen und Ganzen aber ein netter Roman mit Familiengeheimnissen, interessanten Wendungen und gut durchdachten Verstrebungen.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Träume haben

Achtzehnter Stock
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Ich reihe mich mal ein in die vielen schönen Rezensionen zu dem Debütroman von Sara Gmuer 'Achtzehnter Stock'.
Wir lernen Wanda und ihre Tochter Karlie kennen und begleiten sie beim Spagat zwischen dem ...

Ich reihe mich mal ein in die vielen schönen Rezensionen zu dem Debütroman von Sara Gmuer 'Achtzehnter Stock'.
Wir lernen Wanda und ihre Tochter Karlie kennen und begleiten sie beim Spagat zwischen dem rauen Leben im Plattenbau und dem nicht weniger rauen, aber dazu auch noch unehrlichen Leben am Filmset.
Wanda strebt nach mehr und möchte Filme drehen und berühmt werden, was anderes kommt nicht in Frage.
Schwierig wenn man in einer anderen Welt feststeckt und noch dazu eine kleine Tochter hat.
Das Buch zeigt uns die Probleme einer alleinerziehenden Mutter gefangen zwischen unbezahlter Care Arbeit und Geld verdienen müssen.
Entgegen vieler anderer Stimmen empfand ich Wanda nicht als unsympathisch. Klar, manche Aktionen waren nicht okay, aber welcher Mensch macht schon alles richtig.
Ist es nicht auch normal als Mutter mal ausbrechen zu wollen und sich ganz egoistisch für sich zu entscheiden?
Wobei ich glaube das Wanda das meiste auch im Hinblick darauf gemacht hat um Karlie ein besseren Leben bieten zu können.
Ich empfand sie als eine sehr liebende Mutter.
Es wurden einige Klischees bezüglich der Menschen die in der Platte wohnen bedient, aber das war recht erfrischend und realistisch. Ich konnte mir total gut vorstellen mit Wanda, Aylins Mutter, Ming und Esther im Hof zu sitzen und warmen Sekt aus klebrigen Pappbechern zu trinken.
Ein ehrlicher ungeschönter Roman den ich gerne gelesen habe.

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