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Veröffentlicht am 30.04.2025

Wurzeln

Beeren pflücken
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Einen schönen Abschluss meines Lesemonats April hat mir der Roman 'Beeren pflücken' von Amanda Peters beschert.
Er erzählt die Geschichte einer indigenen Mi'kmaq Familie, die jedes Jahr von Nova Soctia ...

Einen schönen Abschluss meines Lesemonats April hat mir der Roman 'Beeren pflücken' von Amanda Peters beschert.
Er erzählt die Geschichte einer indigenen Mi'kmaq Familie, die jedes Jahr von Nova Soctia nach Maine zieht, um den Sommer über bei der Blaubeerernte zu helfen.
Die jüngste der fünf Geschwister, Ruthie, wartet stets geduldig auf einen Stein und spielt mit ihrer Stoffpuppe.
Eines Tages ist Ruthie verschwunden und taucht trotz endloser Suchaktionen nicht wieder auf.
Dieser Teil der Erzählung wird aus der Perspektive des zweitjüngsten Familienmitglieds, Joe, geschildert.
Der zweite Handlungsstrang dreht sich um Norma. Sie wächst als Einzelkind bei einer äußerst ängstlich und fast schon erdrückenden Mutter sowie einem eher zurückhaltenden Vater auf. Obwohl sie sehr geliebt wird, fehlt ihr dennoch etwas.
Komische Träume, ungewöhnliche Empfindungen und eine dunklere Hautfarbe begleiten sie lange Zeit in ihrem Leben.
Der Klappentext verrät bereits die Verbindung zwischen den beiden Handlungssträngen, doch im Verlauf der Geschichte passiert noch so viel mehr. Als Leser fiebert man mit und ist einfach nur gespannt, wie alles weitergeht.
Der Roman liest sich unglaublich flüssig, und besonders die Handlung um Joe hat mir sehr gefallen.
Seine Schuldgefühle, Wut, Schmerz und Ziellosigkeit, aber auch die Hoffnung, die ihn antreibt, prägen sein Leben.
Das Buch bietet eine Vielzahl an Themen, ohne dabei überladen zu wirken. Es ist nicht immer leicht zu lesen, was diese Familie alles durchmachen muss, doch ich habe das Lesen die ganze Zeit über sehr genossen, weil es einfach ein großartiger Roman ist.
Ich empfehle ihn sehr gerne weiter! 🙂

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Veröffentlicht am 23.04.2025

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Wild wuchern
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'Wild wuchern' von Katharina Köller hat mich wirklich begeistert.
Das Buch ist super kurzweilig, mit interessanten Figuren, tiefgründigen und kritischen Themen. Die Sprache ist toll, die Familiengeschichte ...

'Wild wuchern' von Katharina Köller hat mich wirklich begeistert.
Das Buch ist super kurzweilig, mit interessanten Figuren, tiefgründigen und kritischen Themen. Die Sprache ist toll, die Familiengeschichte spannend, und zwischendurch gibt es humorvolle Momente.
Die Geschichte beginnt mit Maries Flucht vor ihrem tyrannischen Partner.
Sie rennt nachts bergauf zur Almhütte ihrer Cousine Johanna um dort Schutz zu finden.
Da die beiden seit ihrer Jugend keinen engen Kontakt mehr hatten und unterschiedlicher nicht sein könnten, entwickelt sich ein spannender Prozess des Annäherns, des gegenseitigen Verstehens und des Findens zueinander.
Ich mochte die schweigsame und recht harsch wirkende Johanna sehr gerne.
Dort oben, alleine mit ihren Tieren, führt sie ein friedliches Leben und hat wahrscheinlich mehr mit der neuen Situation zu kämpfen als Marie.
Marie kennt es nicht anders, sie passt sich an und will gefallen, schon immer und bleibt dabei natürlich auf der Strecke.
Was mich überrascht hat: Mir ist erst nach dem Lesen aufgefallen, dass das Buch keine Kapitel hat.
Das hat mich aber überhaupt nicht gestört, denn ich wollte einfach immer weiterlesen und habe dabei nicht wie sonst immer mal wieder geschaut, wann Zeit für eine (Kapitel)-Pause ist.
Die eingewebte österreichische Mundart hat mir sehr gut gefallen, ebenso die vielen klugen Zitate.
Ich hätte mir alle markieren sollen, doch ich wollte mich nicht aus der Geschichte herausreißen lassen.
Ein Zitat, das mir besonderes im Gedächtnis geblieben ist, lautet:
"Seit du da bist, bin ich einsam."
Das hat mich sehr berührt.
Es gibt in diesem Roman einiger dieser ehrlichen, tiefgehenden und manchmal auch krassen Zitate.
Alles in allem ein tolles Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Das Echo der Moore

Das Echo der Moore
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„Das Echo der Moore“ von Nicole Wellemin ist ein spannender Familienroman, der mit einem eindrucksvollen Setting begeistert. Der Autorin gelingt es, die mystische Atmosphäre der Moorlandschaft nicht nur als gruselige Kulisse darzustellen, sondern deren Faszination in ...

„Das Echo der Moore“ von Nicole Wellemin ist ein spannender Familienroman, der mit einem eindrucksvollen Setting begeistert. Der Autorin gelingt es, die mystische Atmosphäre der Moorlandschaft nicht nur als gruselige Kulisse darzustellen, sondern deren Faszination in den Vordergrund zu stellen.
In der Geschichte begleiten wir die Zwillinge Chrissi und Resi, die in ihrer Kindheit im Schatten ihres schwerkranken Bruders Anselm aufwachsen. Die beiden Mädchen navigieren durch eine quasi selbstständige Kindheit, in der sie oft von ihrer Mutter, Helene, übersehen werden. Der Roman thematisiert eindrucksvoll den Verarbeitungsprozess der Schwestern, die sich nach einem Zerwürfnis langsam und Schritt für Schritt wieder einander annähern.
Die Erzählung wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und bietet Perspektiven aus den Blickwinkeln von Chrissi, Resi und ihrer Mutter. Dabei werden zahlreiche spannende Themen angesprochen, wie die Bedeutung und Faszination von Moorlandschaften, die Dynamik der Schwesternschaft, die Herausforderungen von Schattenkindern, chronische Krankheiten sowie die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Auch die Liebe findet ihren Platz in dieser Erzählung.
Wellemins Schreibstil ist atmosphärisch und flüssig, was das Lesen zu einem angenehmen Erlebnis macht. Die Handlung hält einen stets bei der Stange und weckt die Neugier auf das nächste Kapitel. 
Ich hatte auf jeden Fall eine gute Lesezeit.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

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Wir werden jung sein
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Ich habe es als Hörbuch gehört und es war richtig gut. Interessante Geschichte, gut gelesen. Absolut spannend zu überlegen was wäre wenn man tatsächlich nicht mehr altern würde. Auf einmal doch gar nicht ...

Ich habe es als Hörbuch gehört und es war richtig gut. Interessante Geschichte, gut gelesen. Absolut spannend zu überlegen was wäre wenn man tatsächlich nicht mehr altern würde. Auf einmal doch gar nicht mehr so erstrebenswert. Absolute Lese- oder Hörempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Geheimnisse der Vergangenheit

Die Anatomie der Einsamkeit
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Als erstes muss ich das Cover erwähnen😍.
Einfach schön und ich finde es so toll das 'Die Anatomie der Einsamkeit' so gut zum Vorgänger Roman 'Die Halbwertszeit von Glück' passt.
Sowohl von Cover als auch ...

Als erstes muss ich das Cover erwähnen😍.
Einfach schön und ich finde es so toll das 'Die Anatomie der Einsamkeit' so gut zum Vorgänger Roman 'Die Halbwertszeit von Glück' passt.
Sowohl von Cover als auch vom Titel her. Ein schönes Wiedererkennungsmerkmal.
In dem neusten Werk der Autorin Louise Pelt haben wir wieder unterschiedliche Zeitebenen in denen sich viele Geheimnisse der Vergangenheit befinden und die nach und nach aufgedeckt werden.
Zwischendrin gibt es immer wieder schön geschriebene Gedichte, die das miträtseln noch etwas anfeuern.
Im Jahr 2000 muss sich die erfolgreiche, aber nicht wirklich glückliche Anwältin Claire ihrem dunklen Kapitel mit ihrer verstorbenen Schwester Iris stellen und kommt dieser dabei näher als je zuvor.
22 Jahre später entdeckt die Journalisten Olive den Kompass ihrer Oma, ein vermeintliches Einzelstück, auf dem Bild einer vor kurzem entdeckten Leiche.
Ist das die Story die sie braucht um endlich die Anerkennung ihrer Chefin zu erlangen, ist der Fotograf Tom, ihre Begleitung, wirklich ein so unsympathischer Schnösel und was ist in der Vergangenheit ihrer Oma alles geschehen, wer ist sie wirklich?
Fragen über Fragen und die Antworten stehen im Buch 😉.
Ich möchte ganz ehrlich sein...Dieser Roman kommt für mich nicht an 'Die Halbwertszeit von Glück' ran, denn den habe ich wirklich geliebt.
'Die Anatomie der Einsamkeit' ist schön geschrieben und angenehm zu lesen, aber hatte für mich auch seine Längen.
Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mit den Personen im Buch dieses mal nicht so warm geworden bin.
Im Großen und Ganzen aber ein netter Roman mit Familiengeheimnissen, interessanten Wendungen und gut durchdachten Verstrebungen.

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