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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2025

Verschenktes Potential

The Veiled Kingdom (Die Veiled-Kingdom-Serie 1)
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Bei einem Überfall auf den Palast von Marmoris gelingt es Nyra, zu fliehen. Seitdem lebt die junge Frau auf der Straße und schlägt sich mehr schlecht als recht durch. Bis zu dem Tag, als sie verhaftet ...

Bei einem Überfall auf den Palast von Marmoris gelingt es Nyra, zu fliehen. Seitdem lebt die junge Frau auf der Straße und schlägt sich mehr schlecht als recht durch. Bis zu dem Tag, als sie verhaftet wird und aus dem Kerker von niemand geringerem als den Sohn des Rebellanführers Dacre, dessen Schwester ebenfalls im Kerker ist, befreit wird. Nun soll Nyra zur Rebellin ausgebildet werden, doch Nyra hat ein Geheimnis, dass sie das Leben kosten würde, würde Dacre dahinterkommen, denn sie ist niemand geringeres als die verschollene Prinzessin von Marmoris.
Ich habe eine Schwäche für schöne Bücher und The Veiled Kingdom ist ohne Frage traumhaft schön gestaltet.
Der Schreibstil ist ebenfalls gut und flüssig zu lesen, allerdings fehlte mir ein wenig das intensive Abtauchen in diese Geschichte, in die man ohne große Einleitung geworfen wird.
Das fehlende Abtauchen können allerdings lag mehr daran, dass es hier so gar kein Worldbuilding gab. Zwar bekam man kleinere Details vom Palast oder dem Rebellenlager, aber ein Bild entstand in meinem Kopf nicht. Hier liegt der Fokus in jeder Hinsicht auf dem Romance Part und es gibt auch jede Menge Spice, der allerdings gar nicht mein Fall war und ich somit einige Seiten, von dem eh recht kurzen Buch, überblättert habe.
Gerade das Worldbuilding bietet hier so unheimlich viel, in Verbindung mit dem Magiesystem hätte das astreines Fantasypotential gehabt. Doch wirkliche Informationen bleiben aus. Wie bleibt der König an der Macht, was macht er mit der von den Bürgern geforderten Abgaben? Wie sieht das Land aus?
Zwar gibt es durchaus das ein oder andere Ereignis in dieser Handlung, doch so richtig Spannung kam für mich leider nicht auf. Dabei bietet die Grundstory so unglaublich viel Potential. Es geht um Macht und eine magielose Erbin, es geht um Kampf und Rebellion, doch leider bleibt das alles viel zu wenig ausgebaut. Es ist zwar der Einstieg in die Reihe, doch ich befürchte, dass auch der nächste Band eher den Fokus auf Spice und Love legen wird.
Die Protagonisten, aus deren Sichten wir in der Ich-Form die Handlung erleben, sind soweit glaubwürdig und gut gezeichnet. Das sie scheinbar Fae und keine Menschen sind, wird mal irgendwo ganz beiläufig erwähnt, was mich schon fast verblüffte, da ich einfach von Menschen mit magischen Fähigkeiten ausgegangen bin. Nyra ist mutig, Dacre ein recht stereotyper Held und doch hätte man aus diesen beiden ein so mächtiges Paar machen können, auch hier blieb viel Potential liegen.
Mein Fazit: Leider wieder eine Romantasy bei der so unglaublich viel Potential im Fantasybereich nicht beachtet wurde. Ich finde das einfach so schade, denn diese Idee hat mich wirklich begeistert, doch die Umsetzung war absolut nicht gelungen. Gut, wer mehr Romance und Spice mag, kommt auf seine Kosten, doch mir fehlte es an Handlung, Spannung und Worldbuilding. Ich für mein Teil werde die Reihe nicht weiterverfolgen.

Veröffentlicht am 14.05.2025

Ganz viel verschenktes Potential

The Last One - Schicksalsberührt (Band 1)
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Als Kai zu sich kommt, weiß sie weder wer sie ist noch wo sie ist, lediglich dass eine Diebin ihr ihre Kleidung gestohlen hat. Sie folgt ihr in ein Dorf, doch alle Mitbewohner hier sind von Entbehrungen ...

Als Kai zu sich kommt, weiß sie weder wer sie ist noch wo sie ist, lediglich dass eine Diebin ihr ihre Kleidung gestohlen hat. Sie folgt ihr in ein Dorf, doch alle Mitbewohner hier sind von Entbehrungen und Krankheit gezeichnet. Sie verurteilen Kai noch bevor sie sie kennen, doch dann eilt der Schmied Jadon ihr zur Hilfe. Nach und nach findet sie mehr über sich heraus und es scheint, als sei sie die letzte ihrer Art. Sie verfügt über eine Gabe und eine alte Prophezeiung spricht, dass sie die Auserwählte sein könnte, die in der Lage ist, das Schicksal des Reiches Vallendor zu ändern. Gemeinsam mit Jadon begibt sie sich in den Kampf.
Dieses Buch ist ein klassischer Fall von äußerer Schönheit und spannendem Klappentext, der unheimlich neugierig macht. Doch leider fiel mir der Einstieg schon mega schwer. Der Beginn ist holprig und wirr und gleich mit so vielen Charakteren versehen, dass ich erstmal brauchte, um wenigstens etwas zu verstehen.
Den Schreibstil empfand ich als anstrengend, zwar werden Landschaften bildlich beschrieben, doch wirkte das oft zu viel des Guten. Der Schreibstil liest sich gewollt poetisch, doch dabei verliert sich die Autorin zu oft in Wiederholungen.
Trotz all der Verwirrung zu Beginn des Buches war das aber noch der spannendste Teil, denn spätestens ab der Mitte wird der Plot sehr langatmig, Der Spannungsbogen nimmt nicht kontinuierlich zu, sondern schwankt hin und her. Zwar gibt es hin und wieder spannende Augenblicke, doch leider überwiegt Langatmigkeit.
Aus der Sicht von Protagonistin Kai verfolgen wir in der Ich-Perspektive die Handlung. Ihr Charakter machte mich zunächst neugierig: woher kommt sie? Wer ist sie? Doch im Laufe der Geschichte verlor ich das Interesse, da weder Entwicklungen zu sehen waren, noch ihre Gedanken aufhörten, sich immer wieder zu wiederholen.
Die Lovestory zum Schmied Jadon ist eine typische Enemies to Lovers und brachte keine großen Überraschungen.
Mein Fazit: Das Worlbuilding hatte gigantisches Potential, eigentlich fand ich die ganze Idee spannend. Mit Kai gibt es auch eine interessante Protagonistin, doch auch diese wirkte unausgereift. Dazu kommt noch eine Story, deren Handlung immer wieder langatmig wird. Sehr schade, aber dieses Buch war leider nicht meins.

Veröffentlicht am 08.05.2025

Leider nicht mein Buch

Gazing into the Stars
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Wir befinden uns weit in der Zukunft. Auf einer Party bei seiner Freundin Prinzessin Lilith lernt Gazing das Mädchen Amber kennen. Gemeinsam begeben sich Gazing und Amber auf eine Suche nach einem Jungen, ...

Wir befinden uns weit in der Zukunft. Auf einer Party bei seiner Freundin Prinzessin Lilith lernt Gazing das Mädchen Amber kennen. Gemeinsam begeben sich Gazing und Amber auf eine Suche nach einem Jungen, der sich am Ende der Welt befinden soll. Doch wo ist dieses Ende? Auf ihrer Reise durch Wüsten, Blumenwiesen und Sümpfen stoßen sie auf ein Geheimnis, das mit Gazing zu tun hat. Doch damit stehen sie vor einer Bedrohung, die das Ende der Welt bedeuten könnte.
Dieses Buch machte mich so unglaublich neugierig, denn es klang außergewöhnlich und einfach anders und da auch das Cover einfach bezauberte, wollte ich mehr wissen.
Doch leider kam für mich schnell die Ernüchterung, denn der Einstieg fiel mir alles andere als leicht. Der Leser wird hier mitten ins Geschehen geworfen und erhält keine bis ganz wenige Erklärungen, wo wir uns befinden und wen wir begleiten. So fiel es mir unglaublich schwer, mich hier zurecht zu finden und ein Bild zu entwickeln, dass mich beim Lesen begleiten könnte.
Leider machte es mir auch der Schreibstil nicht allzu leicht, denn oft musste ich Sätze zweimal lesen, um überhaupt zu begreifen, was gerade geschehen ist und vor allem auch warum.
Das Worldbuilding fand ich leider genauso wenig verständlich. Ich hatte zwar den Eindruck, mich teilweise in fremden Welten zu bewegen, doch wurde man hier ebenfalls einfach mitten ins Geschehen geworfen. Auch hier sprang quasi hin und her und wusste doch insgesamt nicht, was sich um einen herum befand.
All das drückte dann natürlich auch auf die Spannung und die ersten hundert Seiten passierte eigentlich gar nichts und ich habe mich da durch gequält. Den roten Faden, der die Reise hätte begleiten müssen, fehlte mir hier völlig. Stattdessen hatte ich auch hier das Gefühl, sprunghaft von Ort zu Ort zu reisen, ohne wirklich zu verstehen, wo ich mich befand. Hier muss ich allerdings auch zugeben, dass ich beim Lesen immer wieder abgeschaltet habe und mich nur schwer konzentrieren konnte. Es hat mich einfach nicht fesseln können und das erschwerte das Ganze, so dass ich ziemlich lang für dieses Buch brauchte.
Gazing ist ein junger Mann mit Hasenohren, ein Yaakh, doch was oder wer er ist, weiß der Leser, allerdings auch Gazing nicht. Amber fand ich ziemlich anstrengend, sie belehrt Gazing und teilt ihre Erlebnisse im Social Media, das gerade wieder entdeckt wurde. Beide wurden mir nicht richtig sympathisch.
Mein Fazit: Ich hatte große Erwartungen vorm Lesen, da das Buch einfach außergewöhnlich und besonders klang. Das war es dann auch, aber anders als gedacht. Ich habe mich durch die Seiten gequält und muss zum Schluss sagen, dass ich einfach nicht greifen kann, was mir die Geschichte wirklich sagen wollte. Mir fehlte der rote Faden und ein Worldbuilding. Meine Geschichte ist es leider nicht, aber wer Interesse hat, sollte einfach mal reinlesen, da man schon auf den ersten Seiten spürt, wie die Handlung fortlaufen wird.

Veröffentlicht am 24.03.2025

Leider viel zu langatmig

Racheritual
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Zehn Jahre ist es her, dass Kincaid Baxter seinen Dienst bei der Polizei quittierte, da es ihm nach der Jagd nach einem Serienkiller, dem sogenannten Ravenkiller, sehr schwerfiel, den Konventionen standzuhalten. ...

Zehn Jahre ist es her, dass Kincaid Baxter seinen Dienst bei der Polizei quittierte, da es ihm nach der Jagd nach einem Serienkiller, dem sogenannten Ravenkiller, sehr schwerfiel, den Konventionen standzuhalten. Nach wie vor wird er vom San Franzisco Police Department als Berater engagiert, da er es schafft, mit seinen Methoden die Täter zu überführen. Doch nun scheint es, als wäre ausgerechnet der Ravenkiller wieder zurück. Baxter geht erneut auf die Jagd.
Ich habe bereits sehr viele von Büchern, besonders von der Ackerman Junior Reihe, aus der Feder von Ethan Cross schwärmen hören. Ich dachte, vielleicht starte ich einfach mal mit seiner neuen Reihe, doch irgendwie war das nicht ganz, was ich erwartet hatte.
Dieser Thriller ist zwar flüssig geschrieben, jedoch empfand ich dieses Mal die Wechsel zwischen den Perspektiven eher als störend. Auch wenn ich das sonst mag, fühlte es sich hier immer wieder an, als wäre der rote Faden dadurch abhandengekommen. Zwar liest sich der Stil des Autors sehr leicht, aber trotzdem fiel es mir relativ schwer, am Ball zu bleiben.
Der Thriller beginnt mit einem gut hundert Seiten langen Rückblick mit der Jagd nach dem Ravenkiller. Dieser ist besessen von der nordischen Mythologie und praktiziert Paganismus ganz besonders intensiv. Das klang für mich einfach unglaublich spannend, da ich selber auch sehr interessiert bin an nordischer Mythologie. Diese spielt auch eine große Rolle, aber trotzdem fehlte mir einfach ganz viel, vor allem Spannung. Mir fehlten hier interessante Plottwists und Tempo, die erst zum Ende hin zu nahmen.
Ermittler Kincaid blieb für mich blass, ich konnte zu ihm irgendwie keine Beziehung aufbauen. Er ist zwar in seinen Ermittlungen durchaus schlagkräftig, ansonsten aber nur wenig greifbar. Dabei hoffe ich hier aber, dass es mit daran liegt, dass es ein Reihenauftakt ist und man in weiteren Teilen mehr über ihn erfahren wird.
Mein Fazit: Ich hatte hier ganz große Erwartungen an einen spannenden Fall und ganz viel nordischer Mythologie. Leider blieb der Inhalt doch recht weit hinter meinen Erwartungen, da für mich keine richtige Spannung aufkommen wollte. Der Schreibstil gefiel mir recht gut, aber es fiel mir schwer, gefesselt zu bleiben.

Veröffentlicht am 09.03.2025

Interessante Ermittler, aber nicht genug Spannung

Schmerz
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Dora, die nach einem Polizeieinsatz mit einer schweren Hirnverletzung zu kämpfen hatte, ist eigentlich nur noch im Innendienst am Schreibtisch im Einsatz. Doch dann verschwindet im Thingvellir-Nationalpark ...

Dora, die nach einem Polizeieinsatz mit einer schweren Hirnverletzung zu kämpfen hatte, ist eigentlich nur noch im Innendienst am Schreibtisch im Einsatz. Doch dann verschwindet im Thingvellir-Nationalpark ein Teenager und da alle anderen Ermittler mit einem Großeinsatz beschäftigt sind, wird Dora zu den Ermittlungen gerufen. Dora kommt das Verschwinden merkwürdig vor und deshalb wird ihr Rado zugeteilt. Der Ermittler hat sich selbst bei der Polizei hochgearbeitet, da er aber aus schwierigen familiären Verbindungen zur Unterwelt in Schwierigkeiten geraten ist, bleibt ihm nichts anderes übrig, als Dora zu begleiten.
Der Klappentext klang äußerst spannend und auch ein wenig ungewöhnlich, vor allem was die Ermittler betrifft. Der Einstieg wurde mir hier allerdings ein wenig erschwert. Der Schreibstil des Autors Jonasson wird von kurzen Sätzen dominiert, die das Ganze ein wenig unterkühlt wirken lässt. Ich blieb dadurch komplett auf Abstand und konnte weder zu den Ermittlern noch zu dem Geschehen eine Verbindung aufbauen. Hier scheint auf jeden Fall kein Wort zu viel zu sein.
Auch sonst war es am Anfang sehr langwierig, die beiden Ermittler werden vorgestellt, inklusive ihrer familiären Verhältnisse. Der eigentliche Fall, der hier im Klappentext angeteasert wurde, nimmt zunächst nur sehr wenig Raum ein. Auch sonst fand ich das man einfach zu wenig miträtseln und grübeln konnte. Sowas mag ich immer sehr, aber hier blieb ich außen vor und reiner Beobachter.
Die Handlung ist auf Island begrenzt, man erfährt aber nicht allzu viel über die Umgebung. Merkwürdig fand ich, dass man dem Verschwinden eines Teenagers eher wenig Beachtung geschenkt hat. Die gesamten Ermittlungen zogen sich in die Länge und es passierte einfach nichts besonderes, erst zum Ende wird ein wenig Tempo a
Dora und Rado fand ich grundsätzlich sehr spannend und mal einfach ganz anders. Dora ist wild entschlossen, aber nach ihrer Hirnverletzung auch ein absoluter Sonderling. Zwar entdeckt sie immer wieder Hinweise oder Verbindungen, die niemand anderem aufgefallen wären, aber trotzdem weiß man nie, ob sie nicht doch einfach ausspricht, was durch ihren Kopf geht und das hat halt nicht immer was mit ihren Ermittlungen zu tun. Ob ein Mensch mit solch einer Verletzung überhaupt wieder in den Polizeidienst hätte eintreten dürfen, bleibt fraglich.
Rado ist eigentlich ein gelungener Ermittler, doch durch seine Familie gerät er immer wieder in Schwierigkeiten. Insgesamt ist es mir nicht gelungen, mit den beiden eine Verbindung aufzubauen, da sie doch sehr distanziert und kühl wirkten.
Mein Fazit: Leider hatte ich völlig andere Erwartungen an das Buch, die es dann letzten Endes nicht erfüllen konnte. Für meinen Geschmack war es leider zu langatmig und insgesamt auch distanziert, so dass ich weder mit den Ermittlern mitgefiebert noch irgendwie mit Vermutungen aufgestellt habe, was hier passiert. Zwar gab es hier die recht typische, etwas düstere skandinavische Atmosphäre, was für mich aber leider nicht ausreichte. Für mich war das leider nichts.